Freitag, 07.10.2011 21:53 - Alter: 230 Tage
Prof. Dr. Winter spricht in Shanghai über aktuelle Entwicklungen in der Musikwirtschaft
Auf dem internationalen Kongress „Property, Aestheticization and Global Cultural Studies“, der am 21.-24. September 2011 an der Shanghai International Studies University stattfand, stellte Prof. Dr. Carsten Winter Erkenntnisse aus einem Forschungsprojekt zu Wertpotenzialen und Wertperspektiven der Berliner Musikwirtschaft vor. Aus diesen lassen sich fundamentale globale Unterschiede bei der Entwicklung kreativer Industrien ableiten: Während in Berlin Wertschöpfungspotenziale und -perspektiven für Akteure der Musikwirtschaft aktuell in der Etablierung und Entwicklung neuer Gemeingüter (vor allem ihrer Netzwerke) bestehen, ist die Entwicklung von Wertpotenzialen und -perspektiven in der Kreativwirtschaft Chinas derzeit vor allem in deren Überführung in Eigentum sowie ihrer kommerziellen Ästhetisierung zu sehen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes deuten an, dass in der komplexen, unmittelbarer verbundenen, globalen Musikwirtschaft erfolgreich sein wird, wer Musik mit digitalen Netzwerkmedien a) nicht mehr allein über Märkte organisiert, b) mit ihnen Musik intelligenter, c) weniger kostenintensiv, d) integrativer (insbesondere durch die Beteiligung von Fans) und e) nachhaltiger produziert, verteilt sowie wahrnehmbar und nutzbar zu machen vermag.
Der Ergebnisbericht des Strategieprojekts für das Netzwerk der Berliner Musikwirtschaft wird dem Auftraggeber Anfang Oktober übergeben. Ein Eindruck von den Ergebnissen wird im Whitepaper focus Musik – Neue Töne der Musikwirtschaft vermittelt (Seiten 74-77).

