Ältere Menschen und Medien: Sekundärdatenanalysen und qualitative Vertiefungsstudien
Prof. Dr. Beate Schneider
Prof. Dr. Helmut Scherer
Dipl.-Sozialwiss., Dipl.-Medienwiss. Nicole Gonser
in Zusammenarbeit mit
Prof. Dr. Hans-Werner Wahl und
Michael Doh M.A., Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) an der Universität Heidelberg
Der große Zeitaufwand, den ältere Menschen der Mediennutzung widmen, belegt die wichtige Rolle von Medien im Leben Älterer. Von der Forschung wird diese Thematik aber nur unzureichend bearbeitet. Größtes Manko ist die Unverbundenheit der beiden involvierten Disziplinen Alter(n)sforschung und Medienforschung. Aus diesem Grund hat das IJK die Kooperation mit dem Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) gesucht. Folgende Fragen sollen gemeinsam untersucht werden:
(1) Welche Bedeutung und Funktionen nehmen die Medien in den einzelnen Lebensphasen und insbesondere bei kritischen Lebensereignissen für Ältere ein?
(2) Welche Differenzierungen sind im Übergang von der mittleren Lebensphase ins „junge“ und dann ins „alte“ Alter notwendig?
(3) Welche Faktoren sind bestimmend für interindividuelle Unterschiede im Medienverhalten von Älteren?
(4) Wie sehen einzelne Medienbiographien aus?
(5) Wie haben sich Entwicklungen des Mediensystems wie z. B. durch Einführung des dualen Rundfunksystems auf die Mediennutzung Älterer ausgewirkt?
(6) Welche Bedürfnisse und Wünsche haben ältere Rezipienten?
(7) Wie steht es mit der Medienkompetenz von älteren Menschen?
In einem ersten Schritt sollen relevante vorhandene Alters-Studien und Markt-Media-Analysen systematisch erfasst und sekundäranalytisch ausgewertet werden.

