Master Medienmanagement

Absolventen des Master-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2006)

(Stand: November 2012)

Brieke, Inga
Reine Formsache? Werbewirkung formaler Gestaltungsmerkmale in TV-Spots in Abhängigkeit des relativen Werbedrucks
2006
Abstract lesen

Inhalt dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Werbewirkung formaler Gestaltungsmerkmale in TV-Spots unter Berücksichtigung der Kontakthäufigkeit. Es werden formale Gestaltungsmerkmale der drei Dimensionen Markendarstellung, Produktdarstellung und Informationsüberlastung erzeugende Merkmale berücksichtigt. In einer Mehrmethodenstudie werden 61 TV-Spots für Nahrungsmittel inhaltsanalytisch in Bezug auf ihre formalen Gestaltungsmerkmale analysiert und diese Ergebnisse mit einer sekundäranalytischen Auswertung einer standardisierten Werbewirkungsstudie zu diesen TV-Spots verknüpft. Die Sekundäranalyse bezieht sich auf die Daten von mehr als 1.400 Befragten pro Werbespot. Es besteht ein sehr starker, logarithmischer Zusammenhang zwischen Kontakthäufigkeit der Befragten mit einem TV-Spot und der Werbewirkung, die als Werbeerinnerung operationalisiert wird. Die formalen Gestaltungsmerkmale leisten hingegen einen vergleichbar geringen Beitrag zur Varianzaufklärung der Werbeerinnerung. Die Unterschiede in der durchschnittlichen Werbeerinnerung zwischen Ausprägungen der Gestaltungsmerkmale sind jedoch bedeutend und betragen bis zu 15 Prozentpunkte. Effekte formaler Gestaltungsmerkmale sollten daher bei der Spotgestaltung berücksichtigt werden. Zwischen einigen Gestaltungsmerkmalen und der Kontakthäufigkeit bestehen zudem signifikante Interaktionseffekte auf die Werbeerinnerung. Ihre Varianzaufklärung ist jedoch gering. Zudem zeigen sich die Effekte erst in höheren Kontaktklassen und sind in der Regel nicht systematisch zu beschreiben. Unter Berücksichtigung dieser Charakteristika der Interaktionseffekte sind diese für die Praxis der Mediaplanung nicht von Bedeutung.



Flügel, Anja
Im Netz zu Hause: eine empirische Untersuchung der Nutzungsmotive von Online-Communities am Fallbeispiel des Saarland Community
2006
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Online-Communities bieten Verlagen die Möglichkeit, sich ein weiteres Geschäftsfeld im Internet aufzubauen. Die Kenntnis der Nutzungsmotive der Mitglieder ist von Relevanz, um das Angebot den Bedürfnissen der User entsprechend zu gestalten. Die vorliegende Arbeit untersucht die Motive und Typen von Community-Nutzern am Beispiel der Saarland Community, einem Produkt des Medienhauses Saarbrücker Zeitung. Weiter soll den Fragen nachgegangen werden, ob Regionalität und Markenbindung die Nutzung beeinflussen. Die Fragen werden mittels eines zweistufigen Designs, einer Log-File-Analyse und einer Online-Befragung beantwortet. Die fünf Motive Kommunikationsfreude, Kompensation, regionale Verbundenheit, Kontaktpflege und Partnerschaft determinieren die Nutzung. Die fünf in ihren Motiven unterscheidbaren Typen sind die Geselligen, die Virtuellen, die Ziellosen, die Flirtenden und die Pragmatiker. Die Geselligen und die Flirtenden weisen eine intensive Nutzung und hohe Bindung an die Community auf. Dies liegt daran, dass ihre Bedürfnisse, Partnersuche auf der einen und Kommunikationsfreude in Kombination mit regionaler Verbundenheit auf der anderen Seite, vom Angebot der Saarland Community besonders erfüllt werden. Sie unterscheiden sie sich von den anderen drei Clustern durch ihre geringere Bildung. Weder Regionalität noch Markenbindung beeinflussen die Nutzung. Je stärker die User regional verbunden sind, desto besser bewerten sie die Community.



Krämer, Benjamin
Ad libitum? Die zeitliche und soziale Bedingtheit des Musikgeschmacks : eine kohortenanalytische Studie zur Nutzung von Musik im Radio
2006
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Diese Arbeit unternimmt den Versuch, den Begriff des Geschmacks in seiner Multidimensionalität für die Analyse von Mediennutzung fruchtbar zu machen und seine soziale und zeitliche Bedingtheit am Beispiel der Musiknutzung im Radio aufzuzeigen. Ansätze aus der Musik- und Lebensstilsoziologie, aus der Musikpsychologie und insbesondere die Habitustheorie Pierre Bourdieus werden dazu mit Konzepten der Lebensverlaufsforschung und Sozialisationstheorie verbunden. In einer kohortenanalytischen Sekundärauswertung der Studie Massenkommunikation werden Wandel und Konstanz des Musikgeschmacks im Lebensverlauf, in der Kohortenfolge und in der historischen Entwicklung empirisch untersucht. Diese drei grundlegenden Zeitvariablen werden dabei hinsichtlich ihres Charakters als Indikatoren sowie in ihrem Zusammenhang mit der Sozialstruktur analysiert. Sowohl die historisch Zeit als auch die Kohortenzugehörigkeit und das Lebensalter erklären Unterschiede in der Musiknutzung. Die nähere Analyse zum Lebensverlauf ergibt Veränderungen im frühen Erwachsenenalter, die unabhängig von Berufseintritt oder Studium sind. Ferner fanden sich Einflüsse des Familienstandes und des Renteneintritts, jeweils in Verbindung mit einem bestimmten sozialen Status. Die Bildungsexpansion als Kohortenphänomen führt nicht zu einer proportionalen Zunahme hochkultureller Aktivitäten wie dem Hören klassischer Musik.



Lehmer, Nadine
Vom Panzer-Kardinal zum Pope-Star? Eine Inhaltsananalyse über die Berichterstattung deutscher Printmedien über die Person Joseph Kardinal Ratzingers bzw. Papst Benedikt XVI. vor und nach seiner Wahl zum Papst
2006
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Das Erkenntnisinteresse der Inhaltsanalyse von BILD, Süddeutscher Zeitung, taz, ZEIT und SPIEGEL richtet sich auf die Berichterstattung über und die Bewertung der Person Joseph Kardinal Ratzingers vor und nach seiner Wahl zum Papst. Die Papstwahl eines Deutschen wird in dieser Arbeit als Schlüsselereignis begriffen, das eine Veränderung der Berichterstattung über diese Person erwarten lässt. Die zentrale Analyseperspektive ist der Medien-Framing-Ansatz, auf dessen Basis Deutungsmuster in der Berichterstattung identifiziert und im Zeitverlauf untersucht werden. Es zeigt sich, dass über die verschiedenen Phasen der Berichterstattung und zwischen den untersuchten Printmedien unterschiedliche Deutungsmuster gewählt wurden. Bezüglich der Bewertung seiner Person konnte nach eingehender Analyse belegt werden, dass die Medien ihre Bewertung von Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI. bezüglich bestimmter Themen nicht geändert haben, sondern dass im Thematisierungsverlauf andere Frames in den Vordergrund rückten, die positiver besetzt sind. Denn für seine konservativen Ansichten bezüglich Sexualität wird er durchgehend negativ bewertet, nur werden diese Themen im Zeitverlauf immer weniger aufgegriffen. Es scheint, als hätte sich ein gewisser Mainstream in der deutschen Printberichterstattung über Papst Benedikt XVI. nach seiner Wahl eingebürgert, der sicherlich in gewisser Weise von dem Respekt vor dem Papstamt und der Anfälligkeit für ethnozentrische Sichtweisen genährt ist



Lehnert, Sigrun
Entwicklung des Programmangebots im deutschen Fernsehen am Beispiel von Sendungen über die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Eine Inhaltsanalyse von Programmankündigungen der Hörzu der Jahre 1973, 1983 und 1993
2006
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Das Erkenntnisinteresse der Inhaltsanalyse von Programmankündigungen aus den Jahren 1973, 1983 und 1993 richtet sich darauf, die Programmstrukturen im ost- und westdeutschen Fernsehen von Sendungen über die Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihre Veränderung bei vier öffentlich-rechtlichen, den DDR-Sendern und zwei privaten Anbietern festzustellen. Zumeist sind Dokumentationen zu finden, die konstant etwa die Hälfte der Geschichtssendungen ausmachen und die Domäne der öffentlich-rechtlichen Programme sind. Verstärkte Bemühungen um die Publikumsbindung werden offensichtlich, da ARD, ZDF und DDR-Fernsehen den Unterhaltungsanteil erhöhen bzw. den Informationsanteil verringern. Die durchschnittliche Länge einer Sendung verkürzt sich auf 45 Minuten, so dass das Programm schematisierter wird. Während das Wochenende in allen Jahren eine hohe Bedeutung als Sende-platz für Geschichtssendungen hat, ist die Prime Time 1993 praktisch 'frei geräumt'. SAT.1 platziert allerdings Sendungen aus seinem geringen Angebot auch in der Hauptsendezeit. Die Verwendungsmöglichkeiten der Gattungen und die Vielfalt der Genres für die Bearbeitung einzelner historischer Themen nehmen im Lauf der drei Jahrzehnte zu alles wird einsetzbar. Die Themen stehen in Verbindung mit Gedenktagen oder sind durch (medien-)politische Einflüsse bedingt, wie die Vermittlung von 'Heimatbewusstsein' in Ost- und Westfernsehen in den 1980er Jahren ob das Fernsehen die Wahrnehmung von Geschichte aber 'verordnen' kann, bleibt dem Publikum überlassen



Naab, Teresa
Die Gesichter der Meinungs- und Medienfreiheit. Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Diskussion über die Meinungs- und Medienfreiheit vor dem Hintergrund des Mohammed-Karikaturenstreits in deutschen Medien
2006
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Die Veröffentlichung von Karikaturen über den Islam und seinen Religionsstifter Mohammed in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten löste zu Beginn des Jahres 2006 einen internationalen Konflikt aus. Dieser bildete den Hintergrund für eine ausführliche Diskussion über die Möglichkeiten und Gefahren der Meinungs- und Medienfreiheit. Die Arbeit untersucht, wie dieser Diskurs in den deutschen Medien geführt wurde. Dazu wird eine quantitative Inhaltsanalyse der Argumente zum Thema in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der tageszeitung durchgeführt. Gewählte Argumentationsmuster sind die Befürwortung oder Ablehnung von Schranken der Meinungs- und Medienfreiheit, Zensurmaßnahmen sowie die Diskussion weiterer Gefahren für die freie Meinungsäußerung und die generelle Verteidigung der Schutzwürdigkeit des Grundrechts. Auf die Begründungen und den Zweck der Meinungs- und Medienfreiheit wird in den untersuchten Medien kaum eingegangen. Die Journalisten tragen, vermutlich weil das Thema sie und ihre Arbeit direkt betrifft, mit zahlreichen Argumenten zum Diskurs bei. Im Gegensatz zu den anderen beteiligten Gruppen nehmen sie eine Haltung ein, die Grenzen der Meinungs- und Medienfreiheit eher ablehnt. Zwischen den Medien finden sich kaum Unterschiede in der Berichterstattung



Nosper, Andreas
Corporate TV als Medium der betrieblichen Weiterbildung. Medienbezogene, rezipientenbezogene und rezeptionssituative Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit
2006
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Vor dem Hintergrund eines sich stetig beschleunigenden Wandels der Umweltbedingungen und steigender Lebensarbeitszeiten stehen Unternehmen dauerhaft vor der Aufgabe, das Wissen ihrer Mitarbeiter durch betriebliche Weiterbildung zu aktualisieren. Das audiovisuelle Medium Corporate TV kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. In Schulungssendungen können Themen anschaulich und verständlich aufbereitet werden. On demand abrufbar ermöglicht Corporate TV ein zeitgemäßes, selbstgesteuertes Lernen. Als Live-Medium mit Rückkanal regt es die Mitarbeiter zur aktiven Teilnahme an. In der vorliegenden Arbeit werden im Rahmen einer theoriebasierten Exploration aus der relevanten Forschungsliteratur medienbezogene, rezipientenbezogene und rezeptionssituative Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit von Corporate TV als Medium der betrieblichen Weiterbildung abgeleitet und in ein Modell gefasst. Das Modell stellt die Einflussfaktoren und ihre wechselseitigen Wirkungsbeziehungen systematisch dar. Hierdurch wird erkennbar, dass Unternehmen die Wirksamkeit von Corporate TV-Schulungssendungen durch die Gestaltung von medienbezogenen, rezipientenbezogenen und rezeptionssituativen Faktoren aktiv beeinflussen können. Das Modell kann als Rahmengerüst zur Evaluation der Wirksamkeit von Corporate TV in Unternehmen und zur Ableitung von Hypothesen für die weitere Forschung genutzt werden. Hinsichtlich der Operationalisierung der im Modell enthaltenen Konstrukte werden erste Ideen entwickelt, die im Rahmen der zukünftigen Forschung ausgearbeitet werden können.



Olberg, Kristin
Ob sie wirklich „hält“, was sie verspricht? Die Kundenkarte als Kundenbindungsinstrument von regionalen Tageszeitungen am Beispiel der ABOplus-Card der Verlagsgruppe Rhein Main
2006
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Seit 2001 suchen die deutschen Tageszeitungen neue Wege und Ideen, um sinkenden Auflagen und Anzeigenerlösen entgegenzuwirken. Regionale und lokale Tageszeitungen möchten mit dem Einsatz von Kundenkarten die Leser-Blatt-Bindung stärken und neue Leser gewinnen, um ihre Auflage zu stabilisieren. Eine hohe und stabile Auflage führt zu sicheren Vertriebserlösen und ist, genau wie eine hohe Leser-Blatt-Bindung, ein gutes Verkaufsargument gegenüber Anzeigenkunden. Doch führt der Einsatz einer Kundenkarte wirklich zu einer effektiven Erhöhung der Leser-Blatt-Bindung? Anhand einer quantitativen, schriftlichen Befragung von Abonnenten wurden die Auswirkungen der Kundenkartennutzung auf die Leser-Blatt-Bindung untersucht. Als Einflussfaktoren der Leser-Blatt-Bindung wurden die Kundenzufriedenheit, die Bewertung der Produkteigenschaften und -funktionen, die ökonomischen und sozialen Wechselbarrieren und das Variety Seeking identifiziert. Es besteht ein signifikanter Unterschied zwischen Kartennutzern und Nichtnutzern hinsichtlich der Leser-Blatt-Bindung, der nicht über die identifizierten Determinanten ausgelöst wird. Die Zufriedenheit mit der Karte wirkt über die Zufriedenheit mit der Tageszeitung, die Bewertung der Produkteigenschaften und -funktionen sowie das Variety Seeking auf die Leser-Blatt-Bindung. Die Untersuchung wurde am Praxisbeispiel der "ABOplus-Card" der Verlagsgruppe Rhein Main durchgeführt und die vorhandenen Daten und Strukturen der Verlagsgruppe genutzt.



Schroll, Thorsten
„So und so ist das Leben dahingegangen“. Eine qualitative Analyse der Mediennutzung im Lebensverlauf
2006
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Die vorliegende Studie hat zum Ziel, jene Ereignisse, Einflüsse und Faktoren aufzudecken, welche die Veränderung der Mediennutzung im Lebensverlauf verstehbar machen können. Dafür wird zunächst auf die Sozialisationstheorie Hurrelmanns verwiesen, bevor Mediennutzung in den Rahmen einer Medienkompetenz eingeordnet wird. Ressourcen, Motive, Weltvorstellungen und Einstellungen werden als ihre Determinanten ebenso aufgezeigt wie Schlüsselereignisse und Lebenswendepunkte. Die durchgeführten Leitfadeninterviews zeigen, dass die Veränderungen in der Mediennutzung durch ein vielschichtiges Wechselspiel der theoretisch bestimmten Dimensionen entstehen und mit ihrer Hilfe gut verstanden und erklärt werden können. Vor allem primäre Sozialisationsinstanzen haben als Vermittler grundlegender Interpretations- und Legitimationsstrategien eine entscheidende Bedeutung. Demgegenüber verändern sich an Lebenswendepunkten vor allem die Strukturen von Ressourcen, Bedürfnissen und Einstellungen. Durch die qualitative Vorgehensweise konnten die vielschichtigen, wechselseitigen Beziehungen zwischen den einzelnen Dimensionen aufgedeckt und nachvollzogen werden, so dass die Forschungsfrage als angemessen beantwortet gelten kann.



Steinhof, Christian
Ads in the Game. Eine Experimentalstudie zur Untersuchung der Wirkung von Werbung in Computer- und Videospielen unter besonderer Berücksichtigung ihres interaktiven Charakters
2006


 

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Zuletzt bearbeitet: 18.04.2016

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