Bachelor Medienmanagement

Absolventen des Bachelor-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2008)

(Stand: Oktober 2012)

Becker, Florian
Eskapismus als Terrormanagement. Der Einfluss von Mortalitätssalienz auf Medienwahlentscheidungen
2008
Abstract lesen

Ein Großteil von dem, was in deutschen Zeitungen oder Zeitschriften, im Radio oder im deutschen Fernsehen geschrieben oder gesendet wird ist Unterhaltung. Wenn sich die Medien aber lediglich am Geschmack des Publikums ausrichten, stellt sich die Frage warum Menschen ein so großes Bedürfnis nach unterhaltenden Medieninhalten haben. Ein plausibler und einflussreicher theoretischer Ansatz zur Erklärung dieses Phänomens ist das der Realitätsfluch - das Eskapismus-Konzept. Dieses hat sich in vielerlei Hinsicht allerdings als zu unkonkret erwiesen. In der vorliegenden Studie habe ich deshalb auf Basis der Terror Management Theorie Konkretisierungsperspektiven für das Eskapismus-Konzept entwickelt, die einerseits als Ursache für Realitätsflucht die Angst vor der eigenen Sterblichkeit vorschlagen, und andererseits aufzeigen, dass sich ganz bestimmte Medieninhalte für die Realitätsflucht eignen. Die Ergebnisse einer experimentellen Befragung können die theoretisch getroffenen Annahmen nicht bestätigen. Es lassen sich aber wichtige Erkenntnisse für die Durchführung weiterführender Studien gewinnen.



Berneike, Katharina
Die Wissenschaft entdeckt das Web 2.0. Eine quantitative Nutzer- und Nutzungsanalyse von ScienceBlogs.de
2008
Abstract lesen

Das Internet hat sich in den letzten Jahren von einem reinen Abrufmedium zu einem Mitmach-Medium entwickelt. Auch die klassischen Verlagshäuser in Deutschland investieren immer mehr in das Mitmach-Netz. Grundsätzlich gilt, über die Begeisterung für das Web 2.0 nicht die Bedürfnisse der anvisierten Zielgruppen und das eigene Unternehmensziel außer Acht zu lassen. Die folgende Arbeit analysiert die Nutzer und die Nutzung der Aggregationsplattform ScienceBlogs.de. Auf der seit Februar 2008 aktiven Seite befinden sich 25 Weblogs rund um das Thema Wissenschaft. Bisher gab es keinerlei Angaben dazu, wer die Seite in welchem Maße und aus welchen Bedürfnissen heraus nutzt. Doch gerade diese Informationen sind in Zeiten des Mitmach-Webs 2.0 unerlässlich, um eine Seite marktorientiert zu gestalten. Wie die Ergebnisse der standardisierten Online-Befragung von 75 Nutzern zeigen, wird die Plattform vornehmlich von einer männlichen, jungen, formal hoch gebildeten und internetaffinen Gruppe genutzt. Als Hauptnutzungsmotiv geben die Befragten das Bedürfnis nach Information an. Die für Weblogs essentielle Kommentarfunktion, die dem Nutzer eine aktive Teilnahme ermöglichen soll, wird von dieser Gruppe kaum genutzt. Aus den Ergebnissen lässt sich schließen, dass die User sich vor allem passiv verhalten. Aus der Nutzungsfrequenz und dem Abonnement von RSS-Feeds lässt sich auf eine Bindung der Nutzer an ScienceBlogs.de schließen. Die Nutzer schätzen vor allem die Qualität und Vielfältigkeit der Information und die Aktualität der Plattform.



Blumberg, Kerstin
Einflussfaktoren der Informationspreisgabe in sozialen Netzwerken. Eine empirische Untersuchung am Beispiel StudiVZ
2008
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Soziale Netzwerke konnten in letzter Zeit viele Nutzer für sich gewinnen. Dieser enorme Zuspruch geht mit einer zunehmenden Verlagerung der interpersonalen Kommunikation in das Internet einher. Dabei veröffentlichen die Nutzer unzählige private Informationen auf ihren Profilen, obwohl sie teilweise sehr um ihre Privatsphäre besorgt sind. Vor diesem Hintergrund geht die vorliegende Studie der Frage nach, was die Mitglieder dazu bewegt, private Daten über sich in Sozialen Netzwerken preiszugeben. Zur Beantwortung dieser Frage wurde als Erklärungsansatz die Risiko-Nutzen-Abwägung herangezogen und darauf aufbauend ein Modell in Bezug auf das Preisgabeverhalten innerhalb Sozialer Netzwerke entwickelt. Mit Hilfe einer quantitativen Online-Befragung unter Nutzern des Netzwerks StudiVZ konnte das formulierte Modell empirisch überprüft, größtenteils bestätigt und weiter differenziert werden. Das Preisgabeverhalten wird vor allem durch den erwarteten Nutzen und insbesondere durch die Möglichkeit zur Selbstdarstellung auf StudiVZ erklärt - allerdings abhängig von der Art der Informationen und davon, wie privat die preisgegebenen Daten sind. Die Besorgnis um die Privatsphäre spielt im Abwägungsprozess hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Aus den Erkenntnissen der vorliegenden Arbeit konnten zum einen Ansatzpunkte zur Prävention der Gefahren, die mit der Preisgabe privater Informationen einhergehen, herausgearbeitet werden. Zum anderen liefert die Studie Handlungsempfehlungen wie Soziale Netzwerke nutzenorientierter gestaltet werden können.



Brandt, Sarah
Alte sehen. Eine empirische Analyse zur Bedeutung von fiktionalen Altersbildern im Fernsehen für das Selbstbild älterer Rezipienten
2008
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Angesichts des demografischen Wandels und der Mediatisierung unserer Gesellschaft gewinnt Forschung zu älteren Menschen und Medien zunehmend an Relevanz. Das Fernsehen ist ein wichtiges Medium für ältere Menschen und bietet die Möglichkeit zu sozialen Vergleichen mit Medienpersonen. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, welche Bedeutung die von älteren Rezipienten in fiktionalen Fernsehsendungen wahrgenommenen Altersbilder für ihr Altersselbstbild haben. Dazu wurde eine standardisierte, schriftliche Befragung von 125 Menschen zwischen 60 und 91 Jahren im Raum Hannover durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Alter, Einkommen und Selbstbild der Rezipienten beeinflussen, inwieweit sie sich an Altersbildern orientieren. Insgesamt wird das Altersbild in fiktionalen Sendungen eher positiv bewertet, vor allem je mehr ältere Menschen wahrgenommen werden und je stärker die Orientierung an diesen Bildern ist. Deutlich wird der Wunsch nach negativen Altersthemen in fiktionalen Angeboten. Zudem deuten die Ergebnisse an, dass Zusammenhänge zwischen Selbst- und Fremdbild von den Fernsehnutzungsmotiven sowie von der Fernsehnutzung abhängig sind. Die Ergebnisse untermauern bisherige Erkenntnisse und unterstreichen den Bedarf an weiterer Forschung sowie die Forderung nach differenzierteren Altersbildern im fiktionalen Unterhaltungsangebot.



Drews, Inga
Surfing is Believing. Eine experimentelle Studie zur Wirkung von Zusatzinformationen im World Wide Web auf Qualitätsurteile und Glaubwürdigkeitseinschätzungen der User
2008
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Rezeption und Selektion funktionieren aufgrund spezifischer Eigenschaften des Internet anders als in den traditionellen Massenmedien. User wählen im Internet das Nachrichtenangebot, dem sie eine hohe Qualität und Glaubwürdigkeit zuschreiben. Im empirischen Teil der Arbeit wird geprüft, welchen Einfluss internetspezifische Zusatzinformationen auf Qualitätsurteile und Glaubwürdigkeitseinschätzungen durch die User haben und welche Rolle dabei die Art der Zusatzinformation, kategorisiert nach ihrem Urheber, spielt. Im Rahmen einer experimentellen Befragung haben die Versuchspersonen Qualität und Glaubwürdigkeit eines fiktiven Nachrichtenangebots bewertet. Insgesamt wurden sechs Screenshots im Between-Subject Design auf ihre Wirkung getestet: Neben der Kontrollgruppe ohne jegliche Zusatzinformationen dienten seiteninterne Links und ein Video als journalistische, Leserkommentare und Polls als usereinbindende Zusatzinformationen. Zusätzlich gab es eine Overload-Gruppe mit allen vier Features. Die Ergebnisse zeigen, dass Zusatzinformationen Einflüsse auf die Bewertung von Qualität und Glaubwürdigkeit einer Nachrichtenwebsite haben, allerdings nur auf einzelne Teildimensionen und unter bestimmten Bedingungen.



Feilhauer, Sylvia
Die Einflussfaktoren des Audience Flow im Fernsehen und Möglichkeiten zu dessen Optimierung. Eine Analyse am Beispiel des hr-fernsehens
2008
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Ein Kernelement der programmplanerischen Strategien ist es, den Audiece Flow zu optimieren, der die Fähigkeit des Senders beschreibt seine Zuschauer möglichst lange im eigenen Programm zu halten. Der Fokus liegt dabei auf den Übergangsphasen, da vor allem vom Ende einer Sendung bis zum Anfang der Folgesendung hohe Zuschauerverluste auftreten. Am Fallbeispiel des hr-fernsehens untersucht die vorliegende Arbeit Programmierungselemente der Übergangsphasen, die den Audience Flow fördern oder hindern. Dabei werden insbesondere die Beschleunigung des Übergangs, die Existenz einer inhaltlichen Überleitung und die strategische Programmierung angrenzender Sendungstypen als potenzielle Einflussfaktoren identifiziert und geprüft. Empirisch wird eine quantitative Programmanalyse der Übergangsphase mit Berechnungen zur Höhe des Audience Flow verknüpft. Der Audience Flow wird operationalisiert als der prozentuale Anteil der Zuschauer, der letzten zwei Minuten einer Sendung, die auch die ersten zwei Minuten einer Folgesendung gesehen haben. Die Ergebnisse zeigen, dass durch die Gestaltung des Sendungsübergangs die Höhe des Audience Flow beeinflusst werden kann, auch unter Kontrolle der Zuschauerakzeptanzwerte der beiden Sendungen.



Graf, Claudia
Faktoren der Arbeitgeberreputation. Eine qualitative Studie zur Identifikation der Reputationsfaktoren für Medienunternehmen am Beispiel der Bertelsmann AG aus der Sicht von potenziellen Mitarbeitern
2008
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Heisig, Annika
Unter dem Strich. Das Medienimage der Kestnergesellschaft in der Kulturberichterstattung
2008
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Die Kestnergesellschaft Hannover ist einer der renommiertesten und mit über 3000 Mitgliedern auch einer der größten Kunstvereine Deutschlands. In der Arbeit wird eine Analyse des Medienimages in der Kulturberichterstattung durchgeführt. Dazu findet eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse Anwendung. Den Hintergrund der Imageanalyse bildet sowohl die Beschäftigung mit dem Forschungsgegenstand, als auch ein empirischer Überblick über die bisherige wissenschaftliche Beschäftigung mit Kulturberichterstattung und Images. Über die quantitative Inhaltsanalyse konnten die formalen und inhaltlichen Grundstrukturen der Berichterstattung nachgezeichnet werden. Zur Imageanalyse wurde eine vertiefende qualitative Analyse durchgeführt, in der die kognitiven und affektiven Bestandteile des Images auf verschiedenen Dimensionen verortet wurden. Es ergab sich das Gesamtbild einer renommierten Kulturinstitution, die sich in erster Linie durch ihr Produkt - Ausstellungen - profiliert. Die Verbindung zum Kulturstandort Hannover ließ sich ebenfalls als eines der hauptsächlichen Berichterstattungsmuster nachweisen.



Hemker, Tim-Christopher
Mittendrin statt nur dabei? Eine Sekundäranalyse zum Wettbewerbsverhältnis zwischen Online-Computerspielen und Fernsehen
2008
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Online-Computerspiele besitzen heute schon eine erhebliche Bedeutung für den Wirtschaftsfaktor der Unterhaltungsbranche und vereinen bereits einen Großteil der Mediennutzungszeit Jugendlicher auf sich. Gleichzeitig verfügen sie aufgrund ihrer Interaktivität über einen enormen Unterhaltungswert, der dem eher passiv zu Unterhaltungszwecken genutzter Medien und/oder Medienangeboten in nichts nachsteht. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, ob zwischen Online-Computerspielen und Fernsehen ein Wettbewerbsverhältnis besteht. Zu diesem Zweck wurde der Untersuchung eine auf dem Uses-and-Gratifications-Ansatz basierende Definition von potenziellen und tatsächlichen Wettbewerbsverhältnissen zugrunde gelegt. Mittels eine Funktionsvergleichs von Online-Computerspielen und Fernsehen konnte erfolgreich festgestellt werden, dass ein potenzielles Wettbewerbsverhältnis aufgrund von funktionaler Äquivalenz besteht. Mithilfe einer Sekundäranalyse von Daten der Primärstudie Jugend, Information, (Multi-)Media 2007 konnte empirisch ermittelt werden, dass ein tatsächliches Wettbewerbsverhältnis zwischen Online-Computerspielen und Fernsehen nicht besteht. Die Ergebnisse dieser Arbeit können als Grundlage weiterer Forschung im Bereich Wettbewerbsverhältnisse von Medien und/oder Medienangeboten dienen.



Holz, Sarah
"Vom Dschungel-Camp zum Kuschel-Camp… Ist das Ekel-Fernsehen jetzt salonfähig?“ Eine vergleichende Inhaltsanalyse der kritischen Printberichterstattung über das RTL-Format ’Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!'
2008
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Das TV-Format "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" gehört zu den am kontroversesten diskutierten Unterhaltungssendungen in der deutschen Fernsehlandschaft. Auf der einen Seite erzielte die Sendung überdurchschnittliche Einschaltquoten und wurde somit zu einem unerwarteten Publikumserfolg. Auf der anderen Seite entfachte sich vor allem an der Erstausgabe der Reality-Show eine medienkritische Debatte um die Grenzen des guten Geschmacks im deutschen Fernsehen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich auf Basis einer standardisierten Inhaltsanalyse differenziert mit der medienkritischen Printberichterstattung der ersten und dritten Staffel der Sendung. Vergleichend wurden sowohl Gegenstände der Kritik, als auch deren Bewertungen und Akteure untersucht. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich die Muster der Berichterstattung der beiden Staffeln grundlegend unterscheiden. Während sich die Berichterstattung zur ersten Staffel zentral mit den Themen der Medienethik auseinander setzt, wird die dritte Staffel hauptsächlich im Kontext mit sendungsimmanenten Ereignissen kritisch betrachtet. Die Ergebnisse weisen daraufhin, dass auch die Medienkritik dynamischen Mechanismen unterliegt. Obwohl sich das betrachtete Sendeformat nicht grundlegend geändert hat, tritt im Laufe der Berichterstattung ein Gewöhnungseffekt ein, der zur Normalisierung des Skandalösen führt.



Ivanovs, Martin
Medienframes über Hannover 96. Eine qualitative Berichterstattungsanalyse unter besonderer Berücksichtigung zeitlicher Dynamiken
2008
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Diese Untersuchung analysiert die medialen Darstellungsweisen, die über Hannover 96 in regionalen Medien präsent sind und die das öffentliche Meinungsbild prägen. Sie bedient sich des kommunikationswissenschaftlichen Framing-Ansatzes, um die Berichterstattung über Hannover 96 durch eine qualitative Analyse zu strukturieren und zu beschreiben. Die Analyse zeigt, wie Hannover 96 in den Medien dargestellt wird und wie diese Darstellungen kompakt beschrieben werden können. Sie erklärt deutlich, wie stark die Berichterstattung geprägt ist von personalisierten Zuschreibungen und ereignisbezogener Dramatik.



Langner, Jennifer
Sehen und gesehen werden. Eine empirische Untersuchung von Motiven und Verhalten beim Online-Dating
2008
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Motiven und Verhalten bei der Nutzung von Online-Dating-Angeboten. Zur Erforschung der Motive wird das New Model of Media Attendance von LaRose und Eastin (2004) verwendet. Dieses Modell basiert auf den zentralen Annahmen der Social Cognition Theory nach Bandura (1986). Die Internetnutzung wird im New Model of Media Attendance nicht nur durch die bewusste Selektionsentscheidung erklärt, sondern auch durch Faktoren, die nicht bewusst gesteuert werden können, wie Erfahrung oder den Hang zum Gewohnheitshandeln. Für die vorliegende Studie wurden die einzelnen Modellteile auf Online-Dating angewendet und durch Fragen zu Soziodemografie, Beziehungswunsch und Kontaktfreude ergänzt, da bei diesen Faktoren ebenfalls ein Einfluss auf die Nutzung von Online-Dating vermutet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten (n=123) sich in Abhängigkeit vom Geschlecht sowohl bei den erwarteten Belohnungen als auch beim Nutzungsverhalten unterscheiden. Darüber hinaus wird deutlich, dass das Gewohnheitshandeln in einem starken Zusammenhang mit der Nutzungsintensität steht. Die Anreizkategorien tragen hingegen kaum zur Erklärung der Nutzung bei. Dies wird damit begründet, dass die Anreizkategorien unter dem Einfluss der allgemeinen Einstellung gegenüber Online-Dating stehen, welcher in dieser Studie jedoch nicht ausreichend kontrolliert werden konnte.



Lorkowski, Matthias
Hidden but Paid. Product Placement in Movies. Eine Mehrmethodenbefragung zu Wahrnehmung, Bewusstheit und Akzeptanz von Product Placement in Spielfilmen
2008
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Durch die Novellierung der EU Fernsehrichtlinie entsteht in Deutschland eine neue Rechtssituation für die werbliche Platzierung von Produkten und Marken in fiktionalen Medienangebo-ten. Journalisten, Verbraucherschützer und Politiker äußern hierzu regelmäßig große Bedenken, während empirische Untersuchungen eine breite Akzeptanz beim Publikum vermuten lassen. In diesem Spannungsfeld von Kunst, Kultur und Wirtschaft ist es Ziel dieser Arbeit einen Diskussionsbeitrag aus der Perspektive des Verbrauchers, also des Zuschauers selbst zu liefern. Die Arbeit fokussiert hierbei zur theoretischen Herleitung wie zur empirischen Analyse durch eine Befragung folgende forschungsleitenden Fragestellungen: Welche Bewertungsdimensionen bestimmen die Akzeptanz von Product Placement in Spielfilmen? Welche Rezipienten- und Objekteigenschaften beeinflussen die Bewertung von Product Placement in Spielfilmen? Die Studie zeigt, dass die Einstellungen zu Product Placement innerhalb der Stichprobe stark auseinandergehen, dabei aber tendenziell sehr positiv ausfallen. Zusammenhänge der Akzeptanz können zu soziodemografischen wie individuellen Faktoren sowie zu Eigenschaften des Mediums und platzierten Objekts nachgewiesen werden. Die Bewertung von Product Placement stellt sich dabei zusammenfassend als positiv, aber an eine Vielzahl rezipienten- und objektspezifische Bedingungen geknüpft, dar.



Mohmeyer, Franziska
"Gesegnet sei die Plastikgitarre!“ – Eine quantitative Analyse der Nutzungsmotive und Gratifikationen des Videospiels Guitar Hero
2008
Abstract lesen

Guitar Hero ist eine der erfolgreichsten Videospiel-Serien der vergangenen Jahre. Es handelt sich dabei um ein Musik-Rhythmusspiel, bei dem der Spieler auf einem Controller in Form einer Plastikgitarre bekannte Rock-Songs mitspielt während auf dem Bildschirm Live-Auftritte im Comic-Stil präsentiert werden. Die Arbeit sucht nach Antworten auf die Fragen "Wer spielt Guitar Hero?", "Wie wird Guitar Hero gespielt?" und "Warum wird Guitar Hero gespielt und wie wird das Spielen erlebt?". Als theoretische Basis dient der um eine Erlebnisdimension erweiterte kommunikationswissenschaftliche Uses-and-Gratifications-Ansatz. Mithilfe einer quantitativen Online-Befragung von 694 Guitar-Hero-Spielern ließen sich unter anderem elf Nutzungsmotive und (Erlebnis-)Gratifikationen finden, von denen die Guitar-Hero-spezifische Gratifikation Musikfreude den Spielern die wichtigste ist



Müller, Tobias
Fin du cinéma? Eine empirische Untersuchung der Berichterstattung über die zukünftige Entwicklung des Kinos
2008
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Mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse untersucht diese Studie den öffentlichen und fachlichen Diskurs über die Zukunft des Kinos. In den Jahren 2000 und 2006 werden Fach- und Publikumszeitschriften auf Artikel- und Argumentebene untersucht. Darin geht es um Themen- und Aussagenschwerpunkte, um inter- und intramediäre Unterschiede sowie um die Untersuchung der Aussagen von zu Wort kommenden Akteure und ihrer Bewertung hinsichtlich der Zukunft des Kinos. Es zeigen sich sowohl intermediäre Unterschiede in der Art und Weise wie berichtet wird als auch intermediäre Unterschiede zwischen den Jahren. Die Fachzeitschriften nehmen eher eine wirtschaftlich orientierte Perspektive ein, während sich Publikumszeitschriften der Thematik eher über den Film und die Inhalten nähern. Sowohl auf Artikel- als auch auf Argumentebene zeigen sich oft recht starke und signifikante Zusammenhänge hinsichtlich der untersuchten Dimensionen.



Niemann, Julia
Surfing is Believing. Eine experimentelle Studie zur Wirkung von Zusatzinformationen im World Wide Web auf Qualitätsurteile und Glaubwürdigkeitseinschätzungen der User
2008
Abstract lesen

Rezeption und Selektion funktionieren aufgrund spezifischer Eigenschaften des Internet anders als in den traditionellen Massenmedien. User wählen im Internet das Nachrichtenangebot, dem sie eine hohe Qualität und Glaubwürdigkeit zuschreiben. Im empirischen Teil der Arbeit wird geprüft, welchen Einfluss internetspezifische Zusatzinformationen auf Qualitätsurteile und Glaubwürdigkeitseinschätzungen durch die User haben und welche Rolle dabei die Art der Zusatzinformation, kategorisiert nach ihrem Urheber, spielt. Im Rahmen einer experimentellen Befragung haben die Versuchspersonen Qualität und Glaubwürdigkeit eines fiktiven Nachrichtenangebots bewertet. Insgesamt wurden sechs Screenshots im Between-Subject Design auf ihre Wirkung getestet: Neben der Kontrollgruppe ohne jegliche Zusatzinformationen dienten seiteninterne Links und ein Video als journalistische, Leserkommentare und Polls als usereinbindende Zusatzinformationen. Zusätzlich gab es eine Overload-Gruppe mit allen vier Features. Die Ergebnisse zeigen, dass Zusatzinformationen Einflüsse auf die Bewertung von Qualität und Glaubwürdigkeit einer Nachrichtenwebsite haben, allerdings nur auf einzelne Teildimensionen und unter bestimmten Bedingungen.



Temps, Timon Tobias
Musik: Hören oder Erleben? Eine empirische Untersuchung über den Vergleich der Zuwendungsmotive von live erlebter Musik mit denen medial vermittelter Musik
2008
Abstract lesen

Der Forschungsfrage untergeordnet sind die Fragen, welche Motive für die Nutzung von medial und live vermittelter Musik ausschlaggebend sind und inwiefern sich diese voneinander unterscheiden. Dabei werden Motive aus der Musikpsychologie im Vordergrund stehen, Kosten-Nutzen-Abwägungen eher beiläufig behandelt. In dieser Arbeit findet eine Untersuchung auf zwei Ebenen statt. Zum einen werden mit Hilfe von Literatur Zuwendungsmotive für die Nutzung medial vermittelter Musik herausgearbeitet. Aufgrund des relativ dünnen Forschungsstands wird zum anderen eine Untersuchung bei einem Live-Musikevent durchgeführt.



Thye, Linda
Grüne Blätter. Eine bestands- und inhaltsanalytische Betrachtung
2008
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Seit einiger Zeit boomt in Deutschland der Öko-Gedanke. Viele Medien begleiten den gesellschaftlichen Wandel unter ihnen Zeitschriften. Sie informieren, beraten und unterhalten die am Thema interessierten Personen. Ein wissenschaftlich bisher unbeachtetes Segment thematisiert das neue Trendgebiet auf intensive Weise: Umwelt-Zeitschriften. Jene ökologische Nische im deutschen Blätterwald ist Gegenstand dieser Arbeit. Dabei werden Kunden- und Special Interest-Titel fokussiert. Ihre Bestandsaufnahme und inhaltsanalytische Untersuchung hat zum Ziel, den Markt greifbarer zu machen und berücksichtigt insbesondere ökonomisch-strukturelle, formal-technische sowie inhaltliche Ähnlichkeiten und Differenzen zwischen Objekten der beiden Gattungen. Ein recht umfassendes und facettenreiches Angebot wird erschlossen: Aktuell erscheinen 78 Umwelt-Periodika, die sich in vier Typen ordnen lassen. Ihr inhaltliches Spektrum deckt neben traditionellen Umwelt-Thematiken auch (Öko-)Lifestyle ab. Kunden- wie Spezialmedien im Öko-Markt informieren einerseits über bestehende Umweltprobleme und andererseits über Bio-Ernährung, Naturkosmetik sowie sanften Tourismus. Während nach inhaltlichen und gestalterischen Aspekten kaum zwischen Gratis- und Kauftiteln unterschieden werden kann, zeigen sich hinsichtlich der ökonomisch-strukturellen Merkmale z.T. deutliche Abweichungen.



Tiemeyer, Nils
Ich glaube, ich kenne jemanden, der das weiß! Eine empirische Analyse von Stellenwert, Nutzung und Glaubwürdigkeit der Online-Enzyklopädie Wikipedia im Kontext der Internet-Recherche für das Studium
2008
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Besonders im akademischen Umfeld wird seit Jahren über die Verlässlichkeit der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia gestritten. Anlass zu der Debatte gibt der vermeintlich unreflektierte Umgang, den Studenten mit Internet-Quellen im Allgemeinen und den fehleranfälligen Wikipedia-Artikeln im Speziellen zu pflegen scheinen. Mithilfe einer Online-Befragung von 523 Studenten werden Stellenwert, Nutzungsmotive und Glaubwürdigkeit von Wikipedia-Artikeln im Kontext der Internet-Recherche für das Studium erstmals systematisch analysiert. Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, variieren individuelle Bedeutung und Nutzungshäufigkeit von Wikipedia mit der Lernmotivation der Studenten. Die Befragten beweisen insgesamt nur mäßiges Wissen um kritische Aspekte von Wikipedia, zeigen aber auch Zweifel an der Glaubwürdigkeit des digitalen Nachschlagewerks. Die große Bedeutung, die Wikipedia vor allem aufgrund ihrer Impulsgeberfunktion für Recherchen besitzt, wird dadurch jedoch kaum beeinträchtigt



Vach, Ina
Die Olympischen Spiele 2008 - im Schatten von Tibet? Eine Analyse der Vorberichterstattung über die Olympischen Spiele im Gastgeberland China in ausgewählten deutschen überregionalen Tageszeitungen
2008
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Die vorliegende Untersuchung widmet sich der Frage, ob die Vorberichterstattung zum Sportereignis Olympia spezifischen Strukturen unterliegt, die nicht nur die sportlichen, sondern auch die gesellschaftspolitischen Aspekte umfassen. Dazu wurde eine quantitative Inhaltsanalyse der Welt, der tageszeitung und der Süddeutschen Zeitung durchgeführt. Es ließen sich sechs Muster der Berichterstattung extrahieren, die zum Teil zeitlichen Dynamiken unterliegen. Die Tibet-Unruhen am 10. März konnten als Schlüsselereignis für diese Entwicklung identifiziert werden. Unterschiede zwischen den einzelnen Medien ließen sich nicht feststellen. Generell ist die Vorberichterstattung in den untersuchten Medien als negativ zu charakterisieren. Besonders die Menschenrechtssituation in Tibet findet äußerst kritische Betrachtung von Seiten der Journalisten.



Walkenbach, Jonas
Gemeinschaft 2.0 – soziale Funktionen von Online-Spielergemeinschaften
2008
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In den letzten Jahren hat sich das Computerspielen im Internet zu einer sehr beliebten Freizeitbeschäftigung entwickelt. Besonders populär sind die Spiele, bei denen es auf eine intensive Zusammenarbeit ankommt. Vor diesem Hintergrund organisieren sich die Spieler, sie gründen Online-Spielergemeinschaften, Clans oder Gilden genannt. Die Frage stellt sich, welche sozialen Funktionen diese Gemeinschaftsformen für die teilnehmenden Spieler erfüllen? Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass die Mitglieder besonderen Wert auf qualitativ hochwertige Beziehungen legen. Die Online-Spielergemeinschaften werden zudem als Ort der Akzeptanz untereinander genutzt, die Mitglieder fühlen sich hier sicher unter Gleichgesinnten. Erfolge mit ihrem Clan oder ihrer Gilde steigern ihr Selbstwertgefühl. Obgleich der Nutzen, wie die Teilnahme an institutionalisierten Wettkämpfen in Online-Ligen und das Erringen von Trophäen, den Spielern grundsätzlich nicht besonders wichtig ist.



Wüstehube, Anne
Viva la Will!? Eine Untersuchung der Presseberichterstattung über eine berühmte Berufskollegin als Spezialfall journalistischer Selbstthematisierung am Beispiel Anne Will
2008
Abstract lesen

Wie berichten Journalisten über Journalisten? Dieser Frage wird am Beispiel der Journalistin Anne Will nachgegangen, da sie im Jahr 2007 als Christiansen Nachfolgerin sehr häufig im medialen Fokus stand. Lange Zeit galt die Thematisierung der eigenen Branche als Tabu und noch immer stehen Medienjournalisten bei der Berichterstattung über den eigenen Berufsstand in einem für sie unangenehmen Spannungsverhältnis. Sie unterliegen sozialen und ökonomischen Hemmungen. Um zu überprüfen, ob sich diese Hemmungen in der Presse widerspiegeln, wird eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt. Es zeigen sich Hinweise auf "Beißhemmungen" der Medienjournalisten gegenüber Will. Nur selten werden berufliche Eigenschaften der Journalistin dargestellt, sondern Fakten und ihre persönlichen Eigenschaften. Eine dezidierte Bewertung von Will wird kaum vorgenommen - weder durch den Autor selbst noch durch Dritte. Für den Erhebungszeitraum bestätigt sich: "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus."



Zehrfeld, Maik
Öffentlich ge-echtet? Ein Experiment zur Überprüfung des Einflusses von Sender(gruppen)-Images auf die Bewertung von Fernsehangeboten am Beispiel der Unterhaltungssendung "echt Böhmermann"
2008
Abstract lesen

Um in der heutigen Informationsflut zurecht zu kommen, orientieren sich Rezipienten häufig an Schlüsselinformationen. Fernsehsender strahlen beispielsweise ein intersubjektiv wahrgenommenes Image aus, welches die Orientierung vereinfachen kann. Es stellt sich die Frage, ob nicht nur bei der Auswahl, sondern auch bei der Rezeption von Medieninhalten Images eine Rolle spielen? Überträgt sich das Image eines Senders auf seine Sendungen, die dementsprechend beurteilt werden? Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Aktivierung von kognitiven Strukturen (z.B. Schemata) aufgrund einzelner Schlüsselinformationen, wie der Herkunft eines Medienproduktes. So wurde in einem wissenschaftlichen Experiment ein inhaltlich identischer Zusammenschnitt einer Unterhaltungssendung zwei Untersuchungsgruppen mit der Information, sie stamme vom WDR (,der der tatsächliche Produzent ist) bzw. von RTL, gezeigt, während eine Kontrollgruppe die Sendung ohne Herkunftsinformation rezipierte. Die nachfolgende Beurteilung der Sendung sollte abhängig vom Senderimage Unterschiede in Wahrnehmung und Bewertung der Inhalte aufdecken. Es zeigt sich, dass Images durchaus die Wahrnehmung von medialen Inhalten beeinträchtigen können. Geeignete Schlüsselinformationen können die Erwartungshaltung und Wahrnehmung beeinträchtigen, vor allem in der präkommunikativen Phase.





 

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  • Samstag, 03.11.2018 | 18:00

    IJK Forum 2018

    Auch in diesem Jahr findet das IJK-Forum zu Ehren des…

Zuletzt bearbeitet: 18.04.2016

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