Bachelor Medienmanagement

Absolventen des Bachelor-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2010)

(Stand: Oktober 2012)

Brunnberg, Dirk
entrepreneurial Communication. Eine modellentwickelnde Studie über Marketingkommunikation in Unternehmensgründungen
2010
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Entrepreneurial Communication beschreibt die Marketingkommunikation in Unternehmensgründungen und berührt in der Wissenschaft Forschungen aus Entrepreneurship sowie Marketing- und Kommunikationswissenschaft. Diese Arbeit hat das Ziel, über die vorliegende Literatur in Marketingkommunikation und Marketing in jungen Unternehmen hinauszugehen, den Gegenstand in seiner Komplexität und Individualität zu verstehen, zu rahmen und aus diesen Erkenntnissen ein eigenes Modell zu entwickeln. In der theoretischer Vorarbeit wird ein umfassendes Verständnis von Entrepreneurship und Marketing erarbeitet und als theoretische Grundlage der Ressourcenansatz gewählt. Marketingkommunikation wird daraufhin als Management-Konzept in diese Theorie übergeführt und daraus ein untersuchungsleitender Forschungsrahmen abgeleitet. Mit Hilfe von sieben Experteninterviews wird der Gegenstand in der erforderlichen Breite exploriert, wobei der Schwerpunkt der Forschung auf Unternehmensgründungen im Internetumfeld liegt. Die empirischen Erkenntnisse werden mit den theoretischen Vorüberlegungen verknüpft, um dadurch den Gegenstandsbereich in einem eigenen Modell abzubilden. Zum Abschluss der Arbeit werden Implikationen für Wissenschaft und Praxis aufgezeigt.



Büscher, Anne-Friederike
Das "Cenny-Phänomen". Eine explorative Studie zu den Nutzungsmotiven der GZSZ Fan Community
2010
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Fan-Gruppen gibt es nicht erst seit gestern. Das Internet hat sie nicht erfunden. Aber das Internet hat sie verändert. Die Soap-Fans machten, als eine der ersten Fangemeinden, früh von den neuen technischen Möglichkeiten Gebrauch. Heute gibt es zahlreiche Fan- Foren zu deutschen Seifenopern. Aber auch die Produzenten entwickeln immer neue Webangebote, die die Fernsehinhalte ergänzen sollen. Ein herausragendes Beispiel hierfür, ist die GZSZ Community. Die Plattform bietet Informationen und Austauschmöglichkeiten rund um die Erfolgssoap Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Es stellt sich die Frage, aus welchen Gründen, über 400.000 Menschen, das Angebot regelmäßig nutzen. Der Forschungsstand bezüglich der Nutzung solcher Online-Fan-Communities, lässt bislang keine eindeutigen empirischen Aussagen über den Umgang mit einer solchen Community zu. Die vorliegende Arbeit setzt an dieser Forschungslücke an und zielt darauf ab, am Beispiel der GZSZ Community, Zuwendungs- und Nutzungsmotive, für ein entsprechendes Webangebot zu explorieren. Nach der Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes, folgen theoretische Erörterungen von potenziell relevanten Motiven, im Sinne des Uses & Gratifications-Ansatzes. Diese werden um mögliche Einflussfaktoren, aus der Forschung zu Daily Soaps, Fantum und virtuellen Gemeinschaften, ergänzt. Dabei wird der bisherige Forschungsstand zur Nutzung von Online-Fan-Communities mit einbezogen. Die empirische Umsetzung erfolgt über 18 qualitative Online-Leitfaden-interviews, mit Nutzerinnen der Community. Die Chatprotokolle werden anschließend qualitativ analysiert und die Ergebnisse gemäß der Forschungsfragen auf abstrakter Ebene zusammengefasst. Dabei zeigt sich, dass die Zuwendung und Nutzung der GZSZ Community von Motiven beeinflusst wird, die sich unter anderem aus der Zuwendung zu und Bedeutung von der Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten, vor allem aber durch das Wechselspiel der Nutzung beider Angebote ergeben. Die Mitgliedschaft in der Community erhöht für viele Nutzer das Vergnügen an der Serienrezeption. Die überraschende Erkenntnis, welchen großen Einfluss eine einzelne Seriengeschichte auf den Umgang mit der Community und der zugrunde liegenden Seifenoper haben kann, begründet den Titel dieser Arbeit: Das Cenny-Phänomen.



Charrier, Daniela
Von Energieriesen und Klimarettern. Eine qualitative Untersuchung des Meinungsbildes der deutschen Blogosphäre zum Thema Greenwashing
2010
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Der Klimawandel wird immer mehr zu einem Medienthema und heizt die Umweltschutzdiskussion an. Damit einher geht auch der Trend zur Nachhaltigkeit. Es entwickeln sich Ansprüche der Konsumenten und eine rege Diskussion über das Thema in der deutschen Blogosphäre. Unternehmen reagieren auf die Situation mit entsprechenden Angeboten und Nachhaltigkeitskommunikation. Unter Umständen nimmt diese die negative Dimension des Greenwashings an und stellt das Unternehmen in den Augen der Stakeholder als ,grünerc dar, als es eigentlich ist. Daher stellt sich die Frage, was die Konsumenten, was im Speziellen die deutsche Blogosphäre über Greenwashing denkt. Im theoretischen Kontext wird ein Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitskommunikation und Greenwashing aufgestellt und dieses negativ bewertet. Der Erfolg dieser Kampagnen kann nicht eindeutig festgestellt werden wohl aber die negativen Folgen für Konsumenten, welche vom Greenwashing ausgehen. Konsumenten bietet sich in diesem Kontext jedoch beispielsweise in der Blogosphäre die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu handeln. Folglich werden im Rahmen dieser Arbeit Blogeinträge zum Thema Greenwashing qualitativ inhaltsanalytisch untersucht. Dies ist notwendig, da auf Grund mangelnder Forschung in diesem Bereich a priori kein Kategoriensystem erstellt werden kann. Die Zusammenstellung des Untersuchungsmaterials als Theoretical Sampling ermöglicht eine breite Abdeckung des Meinungsbildes durch diese explorativen Studie.



Chilf, Andrea
Online-Strategien und Web 2.0. Eine empirische Untersuchung der Online-Strategien und deren Veränderung durch Web 2.0 am Beispiel ausgewählter Anbieter dekorativer Kosmetik
2010
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Austauschbare Produkte und Dienstleistungen, eine steigende Anzahl von Kommunikationskanälen sowie eine gleichzeitig entstehende Informationsüberlastung im Internet lässt die Bedeutung einer individuellen und persönlichen Kundenkommunikation wachsen. Der Fokus auf persönliche Erfahrungen setzt sich in den unterschiedlichsten Branchen durch. Dabei ist ein aktuelles Kundenverständnis wichtiger denn je, da sich das Verhalten der Internetnutzer radikal geändert hat. Web 2.0-Anwendungen ermöglichen eine mediale Konnektivität, die Nutzer können gleichzeitig als Rezipienten, Produzenten und Distributoren auftreten. Dies löst die Rollenverteilung zwischen Kunden und Unternehmen auf und ermöglicht eine neue Art der Interaktion bis hin zu einer gemeinsamen Wertschöpfung (Ko-Kreation). Was diese Entwicklungen für Online-Strategien bedeuten, untersucht die vorliegende Arbeit am Beispiel ausgewählter Anbieter dekorativer Kosmetik. Der Untersuchungsgegenstand wurde mithilfe sechs Experteninterviews, einer Marktanalyse und theoretischer Vorarbeit, basierend auf aktueller Management-Literatur, erschlossen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein verändertes Kundenverhalten respektive Kundenkommunikation Auswirkungen auf die Online-Strategie hat. Strategische Überlegungen, welche die Integration von Web 2.0 beinhalten, sind aktuell und relevant für die Branche. Eine Veränderung der Online-Strategie durch Web 2.0 ist erkennbar, befindet sich jedoch noch in einer Planung- und Evaluationsphase. Eine weitere Beobachtung der strategischen Entwicklung bietet Ansätze für weiterführende Forschungsarbeiten.



Dyszy, Agnes
Konflikt der Nationen. Eine empirische Studie zum Einfluss der Selbstkategorisierung der Spieler als Teil der deutschen Spielnation auf die Nutzung von Zweiter-Weltkrieg-Spielen
2010
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Das Spielerlebnis bei Computer- und Videospielen mit historischer Rahmengeschichte ist bisher nur wenig erforscht. Insbesondere ist die Wirkung der sozialen Gruppen von Computerspielern noch ungeklärt, die in Spielen vorkommen. Am Beispiel digitaler Spiele, deren Handlung im Zweiten Weltkrieg spielt, wird in der vorliegenden Studie der Einfluss der deutschen Identität auf das Spielerlebnis untersucht. Als theoretischer Bezugsrahmen dient das Konzept der Self-Categorisation Theory von Turner et. al. (1987). In einer Befragung geben deutsche Spieler Auskunft über die Selbstkategorisierung im Sinne der nationalen Identität, die Gruppenidentifikation mit der deutschen Spielnation und die Wahl der Nationen. Die Ergebnisse zeigen, dass der nationale Stimulus im Zweiter-Weltkrieg-Spiel ebenso zur Selbstkategorisierung führen kann wie eine Anregung in der realen Welt. Ein Drittel der Spieler kategorisiert sich trotz der Thematisierung des Dritten Reiches als Teil der Deutschen im Spiel. Zu einem geringen Ausmaß kann die nationalen Identität, das Spielmotiv Geschichte, die Nutzung und das Genre des Computer- bzw. Videospiels die Varianz der Selbstkategorisierung erklären. Ein Effekt der Selbstkategorisierung auf die Gruppenidentifikation und die Wahl der Spielnation konnte ebenfalls ermittelt werden. Spieler, die sich selbst als Teil der Deutschen im Spiel kategorisieren, entscheiden sich häufiger für Deutschland als Spielnation und begründen ihre Entscheidung häufiger mit den nationalen Eigenschaften. Sie identifizieren sich mit den deutschen Gegnern und mit der eigenen deutschen Spielnation häufiger als die Spieler ohne diesen Bezug. Die Folgen für die Wahrnehmung des Spielerlebnisses und die Unterhaltung werden im Anschluss diskutiert.



Emde, Katharina
Auf den Spuren Barack Obamas? Eine inhaltsanalytische Untersuchung zum Einsatz des Web 2.0 in der politischen Kommunikation Niedersächsischer Landtagsabgeordneter
2010
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Vernetzung, Schnelligkeit und Interaktivität stellen entscheidende Charakteristika des Web 2.0 dar. Für politische Akteure scheint sich damit eine Reihe an neuen oder verbesserten Möglichkeiten zur Kommunikation mit bestimmten Zielgruppen zu bieten. Spätestens nach dem erfolgreichen Wahlkampf von US-Präsident Barack Obama entdeckte so auch die deutsche Politik das Web 2.0. Zum Bundestagswahlkampf 2009 experimentierten Parteien und Spitzenpolitiker mit den verschiedensten Web 2.0-Anwendungen. Fast ein Jahr nach dem deutschen Wahlkampf analysiert die vorliegende Arbeit nun für die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags, inwiefern sich das Web 2.0 tatsächlich als politisches Kommunikationsinstrument etabliert hat. Im Rahmen einer inhaltsanalytischen Untersuchung wurde ermittelt, welche Web 2.0-Anwendungen in welchem Umfang genutzt werden. Für die Twitter- und Social Network-Profile erfolgte darüber hinaus eine tiefere Analyse, wie diese Anwendungen eingesetzt werden. Als mögliche Nutzungsweisen wurden Politikvermittlung, Selbstdarstellung, Dialog und Partizipation extrahiert. Die Ergebnisse zeigen, dass bisher erst knapp ein Drittel der Niedersächsischen Landtagsabgeordneten überhaupt im Web 2.0 aktiv ist. Analog zur generellen Nutzerschaft wird die politische Nutzung dabei stark von den soziodemografischen Faktoren Alter und Bildung, aber auch der Parteizugehörigkeit determiniert. Auf den analysierten Twitter- und Social Network-Profilen der Abgeordneten sind überwiegend die Nutzungsweisen Politikvermittlung und Selbstdarstellung festzustellen. Die Förderung zweiseitiger Kommunikation im Sinne eines Dialogs oder Partizipation sind hingegen kaum zu finden. Das Web 2.0 wird von den Niedersächsischen Landtagsabgeordneten, sofern es denn genutzt wird, bisher vor allem als weiterer Distributionskanal eingesetzt. Die speziellen Potenziale des Web 2.0 werden damit nicht ausgeschöpft.



Fricke, Anna Caroline
Fanobjekt oder Statussymbol? Eine quantitative Befragung zu den Nutzungsmotiven von Fan-Funktionen sozialer Netzwerke in Bezug auf TV-Sender
2010
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Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Nutzungsmotiven der Nutzer von Fan-Funktionen von TV-Sendern bei Facebook. Unter Fan-Funktionen werden Gruppen oder Fan-Seiten auf Facebook verstanden, die den Kontakt mit dem Fernsehsender oder den Austausch mit anderen Fans ermöglichen. Dabei wird der Fokus auf drei Aspekte dieses Forschungsgegenstands gelegt: den Nutzer solcher Fan-Funktionen, die Bindung, die dieser Nutzer zu seinem Fan-Sender hat und die Motive für die Nutzung der Fan-Funktionen. Als theoretische Basis für die Entwicklung des Fragebogens diente neben einigen sozialpsychologischen und medienspezifischen Grundlagen vor allem der Uses-and-Gratifications-Ansatz, im Besonderen dessen Strukturierung durch Denis McQuail. In einer quantitativen Online-Befragung von 136 Facebook-Mitgliedern, die die Fan-Funktionen eines Fernsehsenders bei Facebook nutzen, konnten acht Nutzungsmotive identifiziert werden: Fantum, Verbundenheit, persönliche Identität, Zusatzinteresse, Information, Integration und soziale Interaktion sowie Unterhaltung und Humor.



Hellmann, Vanessa
Already desperate?! Eine qualitative Studie zum Identifikationspotential der US-Serie Desperate Housewives
2010

Hirt, Florian
Qualität verpflichtet. Eine experimentelle Untersuchung zum Einfluss der Suchmaschinenmarke auf die Bewertung von Suchmaschinenergebnissen
2010
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Auf dem internationalen Suchmaschinenmarkt sind zwei Phänomene zu beobachten: Zum einen bleiben die Marktanteile zugunsten Google sehr ungleich verteilt, obwohl sich die Leistungsfähigkeit algorithmischer Suchmaschinen mittlerweile stark angeglichen hat. Zum anderen verkaufen Google und Microsoft ihre Suchtechnologien, in deren Entwicklung sie Millionen investiert haben, an andere Suchmaschinenanbieter. Der Grund für den Erfolg von Google war der Vorteil einer einzigartigen Suchtechnologie. Heute hingegen kann das Unternehmen ohne Bedenken die Konkurrenz mit der eigenen, qualitativ hochwertigen Suchtechnologie ausrüsten. Denn die Nutzer von Google bleiben loyal. In dieser Arbeit wird darum untersucht, ob durch Suchmaschinenmarken ausgelöste Erwartungen auch mit einer positiveren Wahrnehmung der tatsächlichen Angebotsqualität einhergehen. Dies könnte einen Erklärungsbeitrag dazu leisten, warum viele Suchmaschinennutzer uneingeschränkt auf Google vertrauen und andere Suchmaschinen gar nicht erst als Alternative in Betracht ziehen. In einer experimentellen Befragung haben Versuchspersonen in vier Gruppen die Qualität der gleichen Trefferliste bewertet. Die Trefferlisten unterschieden sich lediglich durch ihren Absender: Sie wurden von den bekannten Marken Google und Yahoo sowie den unbekannten Marken Bing und fastbot präsentiert. Die Ergebnisse zeigen wie erwartet deutlich, dass nur die Bewertung der so genannten Vertrauenseigenschaften einer Trefferliste von der Suchmaschinenmarke beeinflusst wird. Die Nutzer müssen sich in diesem Fall bei der Bewertung auf ihr Markenimage verlassen, weil über die tatsächliche Qualität aufgrund von Informationsmangel Unsicherheit besteht. Überraschenderweise werden die Trefferlisten der Suchmaschinen Bing und fastbot aber signifikant besser als die Trefferlisten von Google und Yahoo bewertet. Die Ergebnisse können mit der Schema-Theorie erklärt werden: Sind die erhaltenen Informationen vollständig inkonsistent zum ausgebildeten Markenschema, werden sie aufmerksamer und nicht-schematisch evaluiert. Eine Erkenntnis dieser Arbeit ist, dass die Marke Google die Nutzer nicht uneingeschränkt bindet: Einen Qualitätseinbruch des Suchangebots hätte eine Nutzerabwanderung zur Folge. Dieses eher unwahrscheinliche Szenario wird als einzige Möglichkeit gesehen eine Änderung an der aktuellen Situation im Suchmaschinenmarkt hervorzurufen, denn das Aufkommen einer neuen revolutionären Suchtechnologie ist längerfristig nicht zu erwarten.



Höfling, Philine
Hauptsache Flashmob? Eine quantitative Untersuchung des Einflusses einer Flashmob Darstellung auf die Bewertung eines Werbespots
2010
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Die Veränderungen der Markt- und Kommunikationsbedingungen von Unternehmen haben in den letzten Jahren zu einem verstärkten Kampf um das Gut Aufmerksamkeit" der Rezipienten geführt. Diese reagieren auf den hohen Werbedruck jedoch häufig mit Verweigerung. Deshalb interessieren sich Unternehmen vermehrt für neue, alternative Strategien, von denen sie sich eine bessere Werbewirkung versprechen. Zu den bereits etablierten Instrumenten dieser Strategie zählen unter anderem das Direktmarketing, Sponsoring und Product Placement. Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) von 2007 werden aber auch virale Konzepte, Word-of-Mouth Marketing und Guerilla Marketing von Unternehmen immer häufiger genutzt. Ein Phänomen, das bei Rezipienten und Medien ein erhöhtes Interesse weckt, ist der sogenannte Flashmob, ein kurzer, spontaner, themenbezogener Menschenauflauf auf öffentlichen Plätzen. Unternehmen nutzen diese Aktionsform auch als Bestandteil von Werbespots, um Aufmerksamkeit bei den Rezipienten zu generieren. Eine kommunikationswissenschaftliche Untersuchung zur Überprüfung der Wirkung des Flashmobs wurde bisher jedoch noch nicht vorgenommen. Die vorliegende Studie befasst sich daher mit dem Einfluss der Flashmob-Aktion im Werbespot auf die Bewertung des Spots. Für die Beschreibung möglicher Einflussfaktoren dient das Attitude-towards-the-Ad-Model als Grundlage der Operationalisierung der Forschungsfrage sowie eigene Überlegungen zur Dimension Einstellung zu Flashmobs. Mittels einer quantitativen Online-Befragung wurden 616 Befragte zu ihrer Einstellung bezüglich eines Flashmob-Werbespots einer in Deutschland unbekannten Marke befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass es den Befragten eher schwer fiel, eine situative Bewertung des Werbespots und der Marke vorzunehmen. Eine allgemeine Einstellung zu Flashmobs hat sich bei den Befragten dagegen bereits entwickelt. Diese stellt außerdem die stärkste Einflussgröße auf die Bewertung des Werbespots dar.



Keldnich, Felix
Wie Web-TV genutzt wird. Eine quantitative Untersuchung der vorherrschenden situativen Umstände der Rezeption von Fernsehinhalten mittels Online-Video-Streams unter Berücksichtigung der Aufmerksamkeit
2010
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Seit das ZDF zum Start der IFA im Jahre 2007 mit der neuen ZDF-Mediathek online ging, haben mittlerweile alle großen deutschen Sendergruppen Online-Plattformen etabliert, die mittels Video-Streams zeitversetztes Schauen von Programmteilen ermöglichen. Zusätzlich verbreiten über diesen Kanal, der als Web-TV bezeichnet wird, diverse inoffizielle Anbieter Inhalte aus Kino und Fernsehen. In den letzten Jahren konnte ein stetiger Zuwachs der Nutzungszahlen von Video-Streams gemessen werden, wodurch das wissenschaftliche Interesse an dem neuen Bewegtbildmedium geweckt wird. Kommerzielle Studien testen die Vermarktbarkeit von Online-Video-Streams, und auch für die Kommunikationswissenschaft ergeben sich neue Ansatzpunkte. Neben schieren Nutzungszahlen interessiert auch die Qualität der Nutzung. Die vorliegende Studie befasst sich mit den Umständen, unter denen es zur Web-TV Nutzung kommt: Welche situativen Gegebenheiten herrschen zum Zeitpunkt der Nutzung vor und wie verhalten sich die Zuschauer während der Rezeption? Der Fokus wird auf eine grundlegende Beschreibung der Rezeptionssituation gelegt. Darüber hinaus werden basierend auf Erkenntnissen zur Aufmerksamkeitsforschung Dimensionen herausgearbeitet, die aufzeigen sollen, ob die Nutzer während des Schauens eher abgelenkt sind oder konzentriert dem Geschehen auf dem Bildschirm folgen. Zusätzlich werden mögliche Einflussfaktoren ermittelt, die auf einen Zusammenhang mit den Ergebnissen geprüft wurden. Mittels einer quantitativen Online-Befragung wurden 569 Nutzer dieser Dienste zu den Umständen und ihrem Verhalten bei der Nutzung der beschriebenen Plattformen befragt. Es zeigt sich, dass die Nutzer tendenziell meistens alleine, abends, zu Hause und am Computer Web-TV schauen. Häufig werden zumindest kurzfristig parallel zur Nutzung andere Tätigkeiten ausgeführt, insbesondere am Computer. Dabei nimmt insgesamt mit häufigem Konsum auch die relative Häufigkeit der Nebenbeinutzung zu. Bezüglich der Maßnahmen, die eine Ablenkung von außen vermeiden sollen, deuten sich Unterschiede bezüglich der geschauten Genres an. Hier legen Konsumenten von inhaltlich komplexen Unterhaltungsformaten zunehmend mehr Wert auf eine ungestörte Rezeption, während sich Nutzer leichter Unterhaltung öfter ablenken lassen. Nutzer informativer Formate kann keine Tendenz nachgewiesen werden. Eine Überprüfung der Internetaffinität auf das Verhalten bleibt ohne Ergebnis.



Köhler, Maria
Wunschdenken oder Umdenken? Eine explorative Studie zum Umgang der Leserinnen von Frauenzeitschriften mit den dort dargestellten Amateurmodels unter Berücksichtigung ihrer Körperwahrnehmung
2010
Abstract lesen

Den Medien wird seit einigen Jahren zur Last gelegt Auslöser für Essstörungen, vor allem bei jungen Frauen und Mädchen durch die Abbildung schlanker bis krankhaft schlanker Models zu sein. Die Ankündigung der Zeitschrift Brigitte im September 2009 mit Erscheinen der Ausgabe 1/2010 für die Produktion sämtlicher Fotostrecken ausschließlich normale Frauen statt Profimodels beauftragen zu wollen, sorgte daher für Diskussionen die bis heute anhalten. Die Brigitte kann aus wissenschaftlicher Sicht als körperbildrelevantes Medium eingestuft werden und somit für die Körperzufriedenheit und das Köperbild der Rezipientinnen relevant sein. Ob ein Zusammenhang zwischen Printmedien und Körperbild besteht, ist im deutschen Raum nur wenig erforscht. Die vorliegenden, meist quantitativ angelegten Studien fokussieren in der Regel junge Frauen und Mädchen, befassen sich meist mit pathologischen Störungen und kommen häufig zu unterschiedlichen Ergebnissen. Qualitative Untersuchungen zum Umgang älterer Frauen mit potentiell körperbildrelevanten Printmedien wurden bislang vernachlässigt. Zudem ist der Aspekt, dass normale Frauen und somit Peers als Models in Fotostrecken von Frauenzeitschriften eingesetzt werden gänzlich neu und unerforscht. An diesen Forschungslücken soll die vorliegende Arbeit ansetzen. Ausgehend von der Körperwahrnehmung von Frauen mittleren Alters, entsprechend der Leserschaft der Brigitte, soll die Bewertung der Amateurmodels in Fotostrecken sowie mögliche Vergleichsprozesse unter Berücksichtigung der individuellen Aspekte der Medienauswahl und -nutzung exploriert werden. Der Forschungsgegenstand wird dabei aus der öffentlichen-gesellschaftlichen, der kommunikationswissenschaftlichen und der wirtschaftlichen Perspektive betrachtet. Die empirische Umsetzung erfolgt über problemzentrierte Leitfadeninterviews mit fokussierten Anteilen, unter Verwendung eines Stimulus. In den qualitativen Interviews werden acht Frauen im Alter von 39 bis 54 Jahren befragt, die als Leserinnen von Frauenzeitschriften identifiziert werden konnten. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihres Alters und der Leser-Blatt-Bindung. Die Gespräche werden anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse in einem mehrstufigen Verfahren strukturierend ausgewertet.



Laabs, Jan
„Pulling the trigger“ – Unterschiede und Ähnlichkeiten im deutschen und britischen Live-Kommentar von UEFA Champions League-Spielen
2010
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Die vorliegende Arbeit vergleicht den deutschen Live-Kommentar von UEFA Champions League-Spielen mit dem britischen Live-Kommentar. Untersucht wurden hierfür vier Spiele der aktuellen Saison, in denen jeweils deutsche und britische Vereinsmannschaften aufeinander trafen. Zur Identifikation von universellen Merkmalen des Untersuchungsgegenstands und charakteristischen Spezifika der Kommentare in den jeweiligen Gesellschaften, wurde eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt. Zur Genese der Forschungshypothesen wurde sich dem Sachverhalt aus zwei verschiedenen Perspektiven genährt. Dabei geht der Autor von der Grundannahme aus, dass sich unterschiedliche journalistische Traditionen und identische ökonomische Zwänge in ihrer Auswirkung auf die Kommunikationsinhalte der Live- Berichterstattungen überlagern. Aus historisch-kultureller Sicht stehen sich unterschiedliche Interpretationen des gemeinhin akzeptierten Objektivitätsideals des Journalismus in den Gesellschaften gegenüber. Während britische Kommentatoren großen Wert auf die ausgewogene Darstellung des vorherrschenden Meinungsspektrums bezüglich einzelner dargestellter Aspekte legen, neigen deutsche Kommentatoren, in Tradition einer ausgeprägten Meinungslastigkeit des deutschen Journalismus, eher zur Ausführung der eigenen Standpunkte. In der Betrachtung aus der ökonomischen Perspektive stehen Sportberichterstattungen in der Pflicht, möglichst hohe Einschaltquoten zu erzielen. Aus diesem Grund ist eine zunehmende Unterhaltungsorientierung der Übertragungen zu beobachten. Zur Identifikation von Unterschieden und Ähnlichkeiten der Kommentare geht die Arbeit hypothesenprüfend vor. Die Mehrheit der aufgestellten Hypothesen bezieht sich daher auf Unterschiede bezüglich einzelner Aspekte des Kommentars der beiden Gesellschaften.



Lingnau, Alina
Politische Kommunikation 2.0? Eine empirische Untersuchung zur Wahrnehmung, Nutzung und Bewertung politischer Profile in sozialen Netzwerken
2010
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Politik im Internet ist nichts Neues, doch seit dem spektakulären Web-Wahlkampf des amerikanischen Präsidenten Barack Obama findet das Thema zunehmend in den Medien sowie der Politik- und Medienwissenschaft Beachtung. Der Auftritt der deutschen Parteien auf Plattformen wie YouTube, twitter, facebook und studiVZ wird von den Massenmedien und vor allem von der deutschen Blogosphäre vernichtend beurteil. Die Kommunikation sei zu statisch, zu unbeholfen und vor allem zu wenig interaktiv. Eine Betrachtung der politischen Web-Kommunikation aus Nutzerperspektive fand bislang kaum statt. Um sich dieser zu nähern wurde eine standardisierte Befragung unter 652 Nutzern der sozialen Netzwerke studiVZ und facebook durchgeführt, darunter 187 Nutzer der politischen Profile auf diesen Plattformen. So wurden Wahrnehmung, Nutzung und Bewertung der Angebote gemessen. Es lässt sich feststellen, dass die Nutzer der Profile politisch höchst interessiert sind und sich der Partei, deren Profil sie nutzen, verbunden fühlen. Die Nutzung findet zumeist zu Informationszwecken statt, interaktive Funktionen werden kaum genutzt. Am besten bewertet werden die Profile in Hinblick auf ihre Authentizität, auch die Inhalte werden als interessant und verständlich eingestuft. Die Bewertung der Kommunikationsmöglichkeiten fällt eher negativ aus, eine Ausnahme davon stellen die Angebote der Piratenpartei dar.



Link, Elena
„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“. Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Kommentierung der ‚Kundus-Affäre‘ in den deutschen überregionalen Tageszeitungen
2010
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Der Ausgangspunkt der vorliegenden Bachelorarbeit ist die ,Kundus-Affäre'. Diese umfasst den von der deutschen Bundeswehr angeordneten Luftangriff auf zwei von Taliban entführte Tanklaster am 4. September 2009 sowie die darauf folgende Informationspolitik der Bundesregierung. Der Grundgedanke der Studie ist, dass Medien in medialen Diskursen zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen und damit ein Bild der Geschehnisse erzeugen. Besonders in Kommentaren besitzen Medien ein ausdrückliches Mandat zur Meinungsäußerung und treten als autonome Akteure in Erscheinung. In diesem Fall soll die Kommentierung und deren Einflussfaktoren betrachtet werden. Dabei handelt es sich um die redaktionelle Linie und die dynamische Verlaufsperspektive eines Konfliktes, unter besonderer Berücksichtigung des Regierungswechsels. Zur Beantwortung der Frage, welchen Einfluss die redaktionelle Linie und der Regierungswechsel auf die Kommentierung besitzen, wurde eine Inhaltsanalyse von Kommentaren im Zeitraum vom 4. September 2009 bis zum 20. April 2010 durchgeführt. In die Analyse wurden drei überregionale Qualitätszeitungen, die tageszeitung, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung, einbezogen. Diese lassen sich im publizistischen Spektrum von links nach rechts verorten und geben eine Bandbreite journalistischer Sichtweisen wider. Der mediale Diskurs wurde mit Hilfe der Perspektive auf das Thema, der Akteure, der verwendeten Argumente und der jeweiligen Bewertung beschrieben.



Mulle, Mareike
E-Learning 2.0. Eine quantitative empirische Untersuchung des Einsatzes von E-Learning an allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen unter besonderer Berücksichtigung von Web 2.0-Technologien
2010
Abstract lesen

E-Learning ist heutzutage im Rahmen von Aus- und Weiterbildung weder aus Schulen, noch aus Hochschulen oder Unternehmen wegzudenken. Mit dem Einsatz von Computer und Internet in Bildungseinrichtungen lassen sich in besonderem Maße wichtige pädagogische Ziele wie eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Lernen und kommunikative Fähigkeiten fördern. Mit den neuen technischen Randbedingungen im IT-Zeitalter ergeben sich auch neue Herausforderungen für Lernende und Lehrende. Vor allem die explosionsartige Verbreitung innovativer Web 2.0-Angebote lässt die Onlinewelt in neue gesellschaftliche Dimensionen vordringen. Insbesondere jüngere Nutzerinnen und Nutzer verwenden die Web 2.0-Technologien wie Wikis, Blogs oder Podcasts, die mittlerweile alle Lebensbereiche erreicht haben und erobern zunehmend auch die Bildungslandschaft. Die Ergänzung des Präsenzunterrichts durch digitale Lerninhalte und virtuelle Lernumgebungen bietet Lehrenden wie Lernenden einen Mehrwert, der sich bspw. in Form von digitalen Charakteristika wie dem jederzeit und überall möglichen Zugriff über das Internet äußert. Offen blieb bislang noch die Frage, welche Erfahrungen Lehrkräfte bislang mit den neuen Medien im Unterricht gemacht haben. Dieser geht die vorliegende Studie nach und zeigt anhand einer quantitativen Online-Befragung mit 136 befragten Lehrerinnen und Lehrern allgemeinbildender Schulen in Niedersachsen, welche Bedeutung und welchen Stellenwert E-Learning in der schulische Bildung aktuell einnimmt und wie die Technologien - vor allem unter der Berücksichtigung von Web 2.0-Technologien -eingesetzt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen deutlich, dass E-Learning zwar als wichtig eingeschätzt und als zukunftsträchtig angesehen wird, jedoch ist ein regelmäßiger Einsatz der Angebote noch nicht in den niedersächsischen Klassenzimmern angekommen. Es gibt spezielle - aber auch typische - Themenfelder wie z.B. Mathematik oder Informatik, die tendenziell häufig mit E-Learning arbeiten, jedoch fehlt es allgemein an Ausstattung, Fortbildung, Akzeptanz und Integration.



Paulus, Aljoscha
Coke = Music? Die „Coca-Cola Soundwave Discovery Tour“. Eine Fallstudie
2010
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Das Zeitalter globaler Vernetztheit stellt Markenartikler und ihre Markenkommunikation vor neue Herausforderungen: Althergebrachte Konzepte verlieren merklich an Effektivität, während gleichzeitig neue Kommunikationswege und -möglichkeiten entstehen. Die Verbreitung digitaler Technologien führt zu einem Wandel der Konsumentenrealität und verändert die Wettbewerbsbedingungen für markenführende Unternehmen. Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Ziele der Markenartikler Coca-Cola vor diesem Hintergrund mit seinem Musikengagement, namentlich der Soundwave Discovery Tour, verfolgte und warum das Unternehmen für die Erreichung dieser Ziele auf Musik bzw. Musikevents setzte. Hierfür wurden im Rahmen einer Einzelfallanalyse vier, für die Konzeption und Umsetzung der Kampagne verantwortliche Experten interviewt. Die Ergebnisse zeigen, dass Coca-Cola die veränderte Konsumentenrealität nur partiell als Herausforderung für seine Marke begreift und die Soundwave-Kampagne nur eingeschränkt als eine Reaktion auf die sich wandelnden Bedingungen für die Markenkommunikation zu verorten ist. Gleichwohl wird vor dem Hintergrund des Exkurses über die bisherigen Marketingstrategien des Unternehmens, der dem Anhang der Untersuchung beigefügt ist, deutlich, dass Coca-Cola mit seinem Musikengagement einen für das Unternehmen gänzlich neuen strategischen Ansatz verfolgte.



Platten, Anna
Radio Online. Eine empirische Untersuchung zum Verhältnis von Radiosendern und ihren Webseiten – am Beispiel von Rockland Radio Pfalz
2010
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Die fortgeschrittene Integrierung des Internets als Alltagsmedium und die damit einhergehende Konvergenz und Digitalisierung der Verbreitungsstrukturen auditiver Inhalte fuhrt seit Jahren zu heftigen Diskussionen zu der Zukunft des Radios. Diese Arbeit widmet sich den Chancen, die dem Medium Radio durch das Internet geboten werden. Basierend auf der Annahme eines ergänzenden Verhältnisses, wird untersucht, welchen Zusatznutzen ein Radiohörer aus der Webseite gewinnt und wie dieser die Wahrnehmung des Muttermediums beeinflussen kann. Dazu wurden in einer standardisierten Online-Befragung 114 Besucher der Webseite des Radiosenders Rockland Radio Pfalz befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass ein ergänzendes Verhältnis besteht, der Zusatznutzen jedoch schwer zu verbalisieren ist. Radiohörer suchen auf der Webseite vor allem ergänzende Programminformationen sowie Möglichkeiten dem Sender näher zu kommen. Zudem lassen sich positive Auswirkungen der online generierten Mehrwerte auf Wahrnehmung und Nutzungsintensität des Radioprogramms erkennen.



Rabe, Julian
Der lange Abschied von Bild, BamS und Glotze. Eine empirische Untersuchung der Online-Kommunikation politischer Parteien in Deutschland
2010
Abstract lesen

Die Online-Kommunikation politischer Parteien ist oft Gegenstand emotionaler Debatten. Vorwürfe, die Parteien" verstünden das Internet nicht und verwendeten Online-Portale als digitale Litfaßsäule", sind in der öffentlichen Diskussion insbesondere im Netz verbreitet. Diese Arbeit macht es sich zum Ziel, die externe Online-Kommunikation politischer Parteien in Deutschland mit einem Mehrmethodendesign zu systematisieren. Zunächst wird in Form einer quantitativen Inhaltsanalyse eine Bestandsaufnahme über die vorhandenen Angebote der Parteien durchgeführt. Darauf aufbauend wird mithilfe von Experteninterviews mit den Parteimitarbeitern explorativ nach den Zielsetzungen, welche mit dem Angebot verbunden sind, sowie nach dem Bild der Parteien über ihre Nutzerschaft geforscht. Der Fokus der Auswertung liegt auf den Unterschieden zwischen den einzelnen Parteien. Ziel ist es, verschiedene Muster beispielsweise von Regierung und Opposition, kleinen und große Parteien zu ermitteln.



Schriever, Philip
Ich sehe was, was Du gekauft hast… Eine quantitative Fallstudie zur Untersuchung des Potentials von sozialen Online-Netzwerken als Impulsgeber für den Kaufprozess bei Versandhändlern
2010
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Die bundesdeutsche Versandhandelsbranche steckt derzeit mitten in einer Umbruchphase. Das Kaufverhalten von Kunden der Katalogversender hat sich von Grund auf gekehrt. Mehr als 50 Prozent des Umsatzes werden heute bereits im Internet getätigt. Der traditionelle Werbekatalog scheint damit in seiner ursprünglichen Ausführung überholt. Von daher werden dringlich neue Instrumente gesucht, die Kaufreize bei potentiellen Käufern auslösen können. Vor diesem Hintergrund geht die vorliegende Studje der Frage nach, ob das Potential moderner Kommunikationsplattformen wie StudiVZ, Facebook oder XING mithilfe eines entwickelten Moduls zur Veröffentlichung eigener im Internet getätigter Käufe für in sozialen Netzwerken bestätigte Kontakte dazu genutzt werden kann, eben diese Kaufreize auszulösen und somit die originären Aufgaben des gedruckten Kataloges in den Online-Bereich zu verlagern. Dabei hinterfragt diese Ausarbeitung mithilfe einer quantitativen Online-Befragung gezielt das Verhältnis zwischen Nutzern, die eigene Kaufinformationen über sich preisgeben und den Lesern, die bereitgestellte Daten der bestätigten Kontakte in ihrem virtuellen Freundeskreis rezipieren. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in diesem skizzierten Tauschsystem Reziprozität zwischen den Nutzern herrscht. Mitglieder, die gerne Informationen anderer ansehen und diese als nützlich, sind auch eher bereit, eigene Veröffentlichungen über das Kaufverhalten zu tätigen. Grundsätzlich ist die Bewertung der vorgestellten Idee allerdings eher negativ ausgefallen. Dieses äußert sich auch sowohl in der grundsätzlich geringen Bereitschaft der Netzwerkmitglieder zur Kaufveröffentlichung als auch dem geringen Interesse an publizierten Käufen anderer. Aus den Erkenntnissen der vorliegenden Arbeit konnten Ansatzpunkte sowie Handlungsempfehlungen zum potentiellen Einsatz eines solchen Moduls für Versandhändler erarbeitet werden.



Semmler, Marcel
Der Innovationsprozess in Web-Start-Ups
2010
Abstract lesen

Die kreative Zerstörung der Wirtschaft durch Innovationen bildet den Motor für ökonomischen Erfolg. Speziell neue und junge Unternehmen sind aus diesem Grunde dazu gezwungen, die Entwicklung von Innovationen nicht dem Zufall zu überlassen. Darüber hinaus hat die Entstehung des Internets als neues, integratives Medium zu einer Verschärfung der Wettbewerbsbedingungen geführt. Die Notwendigkeit zur kontinuierlichen Schaffung neuer Nutzendimensionen für den Kunden, so-genannten inkrementellen Nutzeninnovationen, ist somit besonders für Web-Start-Ups um ein Vielfaches gestiegen. Vor diesem Hintergrund entwickelt die Arbeit einen theoretischen Bezugsrahmen, der Prozesse und ihre Strukturen als Teil der Organisation auffasst, inkremen-telle Nutzeninnovationen und die vorhandenen Modelle des Innovationsprozesses systematisiert sowie die Besonderheiten von Web-Start-Ups aus Sicht der Organisation und des Marktes herausarbeitet. Darauf aufbauend wurden fünf Geschäftsführer verschiedener Web-Start-Ups und ein Investmentmanager einer Beteiligungsgesellschaft im Rahmen von qualitativen Experteninterviews zum Innovationsprozess befragt. Die Ergebnisse dieser Interviews zeigen die Notwendigkeit zur Entwicklung inkrementeller Nutzeninnovationen in Web-Start-Ups, die Schritte und Entscheidungsstellen des Innovationsprozesses von der Problemidentifikation bis zur Erfolgsbeurteilung sowie die Einflüsse auf den Prozessverlauf. Des Weiteren werden die Ziele identifiziert, die durch den Innovationsprozess erreicht werden sollen. Nach der Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse und der Ableitung eines Innovationsprozessmodells für Web-Start-Ups aus dem Endkundenbereich erfolgt eine Überführung der empirischen Erkenntnisse in den bestehenden Theorierahmen. Abschließend werden Impulse für die weiterführende Erforschung des Themenfeldes gegeben



Starke, Christopher
Cup der guten Hoffnung? Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Südafrika-Berichterstattung in deutschen Tageszeitungen vor dem Hintergrund der Fußball-WM 2010
2010
Abstract lesen

Im Sommer 2010 wird zum ersten Mal in der Geschichte eine Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen. Aus diesem Grund ist zu vermuten, dass sich dieses Ereignis von globalem Interesse auf die Berichterstattung über Südafrika auswirkt. Die vorliegende Studie widmet sich daher der Frage, wie die deutschen überregionalen Tageszeitungen vor dem Hintergrund der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010 über Südafrika berichten. Dazu wurde eine quantitative Inhaltsanalyse der Qualitätszeitungen Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Frankfurter Rundschau, die tageszeitung und das Handelsblatt durchgeführt. Die Artikel wurden in Hinblick sowohl auf Unterschiede zwischen den Zeitungen und im Zeitverlauf analysiert. Die Ergebnisse zeigen eine negativ konnotierte Berichterstattung über Südafrika in der neben WM-Themen vor allem Krisen und Kriminalität hervorgehoben wird. Die Nachrichtenfaktoren Negativität und Elitepersonen haben in diesem Zusammenhang eine große Bedeutung hinsichtlich der Beachtung, die dem Untersuchungsgegenstand durch die Journalisten zuteil wird. Zwischen den Zeitungen zeigen sich nur geringe Unterschiede. Lediglich die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Frankfurter Rundschau weichen in ihrer Berichterstattung voneinander ab. Im Zeitverlauf lassen sich inhaltlich nur geringe Unterschiede feststellen. Die Intensität der Berichterstattung nimmt jedoch im Zeitverlauf deutlich zu.



Unruh, Christiane (Sperrvermerk bis vorauss. 14.01.2015)
Crossmedialer Imagetransfer von TV-Sendern auf die sendereigenen Video on Demand-Portale. Eine empirische Studie über die Bedeutung von TV-Marken für das Image der sendereigenen Video on Demand-Angebote am Beispiel von RTL, ProSieben und Sat.1
2010

Werner, Neele
Die Zukunft des E-Books. Perspektiven und Potenziale aus Sicht deutscher Buchverlage
2010
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Digitalisierung des Buches und der Zukunft des E-Books aus Sicht von Buchverlagen. Eine Analyse des Buchmarkts bildet die Basis der Forschung. Darauf aufbauend wird untersucht, wie Verlage sich auf die neuen Herausforderungen vorbereiten, die das E-Book mit sich bringt und welche Strategien sie planen oder sogar schon verfolgen. Dazu werden zunächst verschiedene Strategieoptionen vorgestellt und diskutiert. Anschließend wird das Themenfeld durch qualitative Leitfaden Interviews mit Experten aus Buchverlagen empirisch erschlossen. Die Auswertung der Interviews erfolgt mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass die Buchverlage inzwischen die Relevanz der Digitalisierung erkannt haben und sich verstärkt mit dem Thema auseinandersetzen. Für eine erfolgreiche Positionierung von Buchverlagen im veränderten Buchmarkt wird eine strategische Vorbereitung empfohlen, die vor allem Flexibilität und Offenheit gewährleistet, um sich an kommende Entwicklungen anpassen zu können.





 

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Zuletzt bearbeitet: 18.04.2016

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