Bachelor Medienmanagement

Absolventen des Bachelor-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2011)

(Stand: Oktober 2012)

Bartel, Hauke
taz zahl ich. Eine empirische Untersuchung zum freiwilligen Bezahlen journalistischer Inhalte im Netz
2011
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Bei der Suche nach Refinanzierungsmöglichkeiten von digitalem Journalismus ist ein Modell ins Blickfeld geraten, das als "Social Payment" bezeichnet wird und auf freiwilliges Bezahlen für offen zugängliche Inhalte setzt. Dieser Ansatz wird in der vorliegenden Arbeit systematisiert und anhand des Online-Angebotes der taz näher untersucht. Ausgehend von der Frage, welche Merkmale journalistischer Inhalte das Zahlungsaufkommen beeinflussen, werden freiwillige Bezahlungen im Rahmen der Aktion taz zahl ich" sowie Zahlungen über den Social-Payment-Dienst Flattr ausgewertet und mit einer quantitativen Inhaltsanalyse Faktoren identifiziert, die sich positiv darauf auswirken. Dabei wird gezeigt, dass Direktzahlungen über "taz zahl ich" mit dem klassischen journalistischen Leistungsversprechen der taz korrelieren und Flattr-Zahlungen mit Wertungen innerhalb des Artikels, aber auch dem Zutreffen von Nachrichtenfaktoren, Faktoren journalistischer Qualität und der Präsentation des Autoren.



Bauer, Alena
Wie die Mutter – so das Kind?! Eine vergleichende Analyse der formalen und inhaltlichen Umsetzung einer Publikumszeitschrift in eine Kinderausgabe am Beispiel der Zeitschriften GEO, National Geographic Deutschland, GEOlino und National Geographic World
2011
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem aktuellen Trend der Line Extension, die vor allem auf dem Zeitschriftenmarkt eine favorisierte Strategie der Verlage zur Optimierung der wirtschaftlichen Situation darstellt. Der Fokus wird dabei auf das Segment der Kinderzeitschriften gelegt, das in den vergangenen Jahren verstärkt durch das Hinzukommen neuer Titel geprägt wurde, die das Transferprodukt einer etablierten Publikumszeitschrift darstellen. Die Studie möchte diese Ableger-Zeitschriften untersuchen, um herauszufinden, wie eine etablierte Zeitschrift inhaltlich und formal in eine Kinderzeitschrift umgesetzt wird und wie diese Gestaltung im Rahmen einer Line Extension bewertet werden kann. Besondere Beachtung soll dabei die Bewertung der kindgerechten Umsetzung erhalten, da sich Kinder durch besondere entwicklungspsychologische Merkmale auszeichnen, die es bei der Gestaltung einer Kinderzeitschrift zu beachten gilt. Zur Beantwortung der Frage, wie ein solcher Transfer inhaltlich und formal erfolgt, wurde eine Inhaltsanalyse durchgeführt, die in zwei Stufen aufeinander aufbaut. Grundlage der Analyse bilden die Wissensmagazine GEO, National Geographie Deutschland, GEOlino und National Geographic World, die durch ihre Ausrichtung auf das gleiche Marktsegment für einen thematischen Vergleich besonders geeignet erschienen. Die Analyse umfasste alle Ausgaben der vier Titel des Jahres 2009 und bezog sich auf erster Ebene auf Titelblatt und Inhaltsverzeichnis aller Ausgaben und auf zweiter Ebene auf die Gestaltung ausgewählter Artikel. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die beiden Mutterhefte ein titelspezifisches Konzept aufweisen, dass sich auf ihre jeweilige Kinderausgabe übertragen lässt. So zeigen die beiden Muttertitel klare Schwerpunkte bei der Auswahl der inhaltlichen Themen, die ihrer jeweiligen journalistischen Leitlinie entsprechen. Diese Schwerpunkte konnten auch in den Inhalten der Kinderzeitschriften aufgezeigt werden, ebenso wie Ähnlichkeiten in Teilen der sprachlichen Gestaltung der Artikel. Im Rahmen der Line Extension erfüllen die Kindertitel somit das Nutzenversprechen ihres Mutterblatts. Hinsichtlich der kindgerechten Umsetzung zeigen die Ergebnisse, dass sich beide Kinderzeitschriften der Fähigkeiten und dem Verständnisvermögen ihrer Zielgruppe bewusst sind und diese grundsätzlich berücksichtigen, es zeigen sich jedoch Unterschiede hinsichtlich der schwerpunktmäßigen Ausrichtung auf eine bestimmte Altersstufe innerhalb der Zielgruppe.



Blume, Josephine
Frauen und Männer im Fadenkreuz. Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Darstellung ermittelnder männlicher und weiblicher Charaktere in der Krimiserie "Tatort"
2011
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Professor Karl-Friedrich Boerne, Lena Odenthal, Freddy Schenk oder Charlotte Lindholm - Sie sind nur einige des agierenden Tatortpersonals, das 2010 nahezu wöchentlich 8,34 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte lockte und für 90 Minuten in den Bann der Bilder zog. Bilder, die nicht nur das Verbrechen zu Tage fördern, sondern ebenfalls Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit transportieren. Das Forschungsinteresse der vorliegenden Studie besteht darin, die Art und Weise, in der die männlichen und weiblichen Charaktere des ermittelnden Tatort-Personals dargestellt werden, zu untersuchen. Darüber hinaus wurde sowohl nach Unterschieden als auch nach der Beteiligung von Geschlechterstereotypen gefragt. Ob und inwiefern der Tatort in der Lage ist, neuartige Geschlechterdarstellungen zu präsentieren, sollte im Rahmen einer inhaltsanalytischen Untersuchung herausgefunden werden. Hierfür wurde eine Stichprobe von 15 der 33 im Jahr 2010 erstmals ausgestrahlten und in Deutschland produzierten Tatort-Folgen erhoben. Aus dieser wurden sämtliche Charaktere, die dem über eine Folge hinaus wiederkehrenden Tatort-Personal zuzurechnen sind, erfasst. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die betrachteten ermittelnden Tatort-Charaktere weder "die Frau" noch "den Mann" repräsentieren. Vielmehr werden über die Darstellung des Tatort-Personals unterschiedliche Bilder von Frauen und Männern entwickelt, die sich zwar zum Großteil gleichberechtigt gegenüber stehen. Allerdings wurden in der Betrachtung der Berufstätigkeit, sowie in der des beruflichen Umfelds und in der der überwiegenden Verhaltensweisen im beruflichen Umfeld wesentliche Unterschiede festgestellt. Das Potential weibliche Charaktere im Umfeld männertypischer Berufe gleichberechtigt darzustellen, wird hier nur vereinzelt genutzt. Im Hinblick auf geschlechtsstereotype Verhaltensweisen sowie private Gebundenheit werden sowohl männliche als auch weibliche Charaktere überraschenderweise häufig geschlechtsuntypisch dargestellt. So nutzt der Tatort im Großen und Ganzen das Potenzial einer Krimiserie, neuartige Geschlechterdarstellungen zu entwerfen und dabei traditionelle Geschlechtergrenzen zu überschreiten.



Culemann, Ina
Wie bewerten Nutzer Zeitungsapplikationen? Eine Inhaltsanalyse von Kundenbewertungen im App Store
2011
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Vor dem Hintergrund der Krise der Presse ist die Übertragung der redaktionellen Inhalte auf mobile Endgeräte die Hoffnung der Verlage auf ein ertragreiches neues Geschäftsfeld. Grundlegend für den Erfolg der betrachteten Medieninnovation Zeitungsapplikation sind zum einen der Entscheidungsprozess des Nutzers sowie zum anderen die strategische Vorgehensweise der Verlage. Der Grundgedanke der Studie ist, dass die Nutzerbeurteilung der Produkteigenschaften ein entscheidender Faktor für die strategische Planung des Geschäftsmodells und die Vorgehensweise der Zeitungsverlage ist. Die Ausgestaltung des Produktes nimmt erstens Einfluss auf die Diffusion der Medieninnovation in der Gesellschaft und die Adoption des Produktes durch das Individuum. Zweitens ist sie ausschlaggebend im Entscheidungsprozess für die Nutzung der Applikation einer bestimmten Zeitungsmarke. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Bewertung von Zeitungsapplikationen mittels einer Inhaltsanalyse der Kundenbewertungen im App Store zu den Anwendungen der Bild, Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Süddeutschen Zeitung, Welt und Zeit. Schwerpunkt der Analyse sind die Produkteigenschaften und ihre Thematisierung, Bewertung und Relevanz als Entscheidungsfaktoren. Die Ergebnisse der Erhebung verweisen auf die Eigenschaften des Inhalts, der Kosten und der Technik als größte Einflussfaktoren auf den Entscheidungsprozess der Nutzer, während die Eigenschaften des Designs im Vergleich mit den drei Hauptfaktoren für den Nutzer weniger bedeutend scheinen. Die inhaltlichen Produkteigenschaften der Zeitungsapplikationen zeigen sich als wichtigster Bestandteil des relativen Vorteils und Nutzenversprechen. Die Produkteigenschaften der Kosten werden in den Kundenbewertungen viel diskutiert und verweisen plausibel auf eine Annährung der Kunden- und Anbieterpositionen in Preisgestaltung, Bezugsmodell und Finanzierungsmodellen. Im Gegensatz zu den inhaltlichen Produkteigenschaften deuten die technischen Eigenschaften auf Defizite der Zeitungsverlage in diesem Kompetenzbereich hin. Die Technik ist Hauptkritikpunkt an den Applikationen und wirkt sich besonders negativ auf den Entscheidungsprozess zur Übernahme bzw. den Kauf der Zeitungsapplikationen aus.



Dachwitz, Ingo
Evangelische Öffentlichkeitsarbeit im Spannungsfeld erfolgreicher Public Relations und ethischer Ansprüche – Eine Gratwanderung
2011
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Public Relations (PR) der evangelischen Kirche finden in einem besonderen Umfeld mit starker ethischer Prägung statt. Dabei haftet der PR selbst der Ruf des Unmoralischen an. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für die evangelische Kirche stellt sich daher die Frage, in welchem Verhältnis die beiden zueinander stehen. Ziel dieser Arbeit ist es, den ethisch geprägten Blick evangelischer PR-Verantwortlicher auf die Öffentlichkeitsarbeit nachzuvollziehen und ein Bild der protestantischen PR unter dem Einfluss der Ethik zu gewinnen. Dabei steht die Ergründung potentieller Konflikte zwischen den Ansprüchen einer erfolgreichen externen Kommunikation und der Einhaltung der moralischen Normen der Institution Kirche im Fokus des Interesses. Dabei soll auch betrachtet werden, wie die Öffentlichkeitsarbeitsverantwortlichen der Kirche mit diesen Spannungen umgehen, letztendlich also, welchen Einfluss die Ethik auf die PR hat. Hierzu werden in einer theoretischen Annäherung sowohl PR als auch Ethik betrachtet und einander gegenübergestellt. Unter Einbezug der dabei identifizierten potentiellen Spannungsfelder werden acht Öffentlichkeitsarbeitende der evangelischen Kirche qualitativ befragt und die Ergebnisse der Gespräche anschließend unter einem Rückbezug auf die Theorie verknüpft. Es zeigt sich dabei, dass die evangelische Ethik und erfolgreiche PR in Teilen zwei widerstreitende Pole sind, deren Verknüpfung den Öffentlichkeitsverantwortlichen häufig eine Gratwanderung abverlangt, die im Sinne einer erfolgreichen PR nicht immer gelingt.



Gusmag, Jacqueline
Geschichten, die das Leben schreibt?! Eine empirische Studie zum Einfluss des Authentizitätserlebens auf die Nutzungsmotive bei der Rezeption von TV-Doku-Soaps anhand ausgewählter Beispiel-Sendungen
2011
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Doku-Soaps sind ein fester Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft. Sie zeigen echte Menschen und wahre Gefühle oder eben nicht. Einige Doku-Soaps sind gescriptet, sie werden mit Laienschauspielern und Drehbuch gedreht. Und auch ungescriptete Sendungen müssen einer gewissen Dramaturgie entsprechen. Aber wirkt das auf die Zuschauer noch authentisch? Aus welchen Motiven nutzen sie Doku-Soaps? Und beeinflusst die wahrgenommene Authentizität ihre Nutzungsmotive? Diese Fragen werden mithilfe einer Paper-and-pencil-Befragung von 379 Rezipienten ausgewählter Doku-Soaps beantwortet. Die Sendungen werden insgesamt eher als nicht authentisch wahrgenommen. Die wichtigsten Nutzungsmotive der Befragten sind Amüsement und Unterhaltung. Je authentischer die Befragten die Sendungen empfinden, desto eher nutzen sie sie mit dem Motiv Information/Spannung/Empathie. Hingegen ist das Motiv Amüsement bei den Befragten umso stärker ausgeprägt, je weniger authentisch sie die Doku-Soaps wahrnehmen.



Heiden, Christian
Inszenierte Authentizität oder authentische Inszenierung? Eine empirische Studie zum Einfluss der formalen Bildung auf die Realitäts- und Authentizitätswahrnehmung von Scripted Reality Formaten am Beispiel der Sendung Familien im Brennpunkt
2011
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In der vorliegenden Arbeit wird der Einfluss der formalen Bildung auf die Realitäts- und Authentizitätswahrnehmung in Bezug auf Scripted Reality Formate am Beispiel von Familien im Brennpunkt (RTL) untersucht Konkret wurde 76 Personen in einem Laborexperiment ein Ausschnitt der Sendung vorgespielt 38 Personen hatten dabei keinen Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss und 38 Personen waren Studenten bzw. (Fach-)Hochschulabsolventen. In einer anschließenden standardisierten Befragung wurden Daten entlang verschiedener theoretischer Konstrukte erhoben, anhand derer bereits in der Vergangenheit das komplexe Spannungsverhältnis zwischen Realität und Fiktion innerhalb medialer Darstellungen untersucht wurde: Perceived Reality, das Phänomen der ko- und kontra-intentionalen Rezeption, die abkürzende Realitätsbeurteilung im Sinne Aimee Dorrs (1983) und die Urteilsmodalitäten im Sinne David Buckingharns (1993). Die Ergebnisse zeigen, dass es hoch signifikante Einflüsse der formalen Bildung auf die Realitätsund Authentizitätswahrnehmung von Scripted Reality Formaten gibt Während Personen niedrigerer Bildung durchweg höhere Perceived Reality Scores aufweisen, wäre es aber falsch zu sagen, dass niedrige formale Bildung zu einer generellen Fehlbeurteilung der Sendung führt Es kann zwar ein deutlicher Unterschied zwischen den Bildungsgruppen festgestellt werden, insgesamt liegen die Ergebnisse aber über alle Befragten auf niedrigem Niveau. Insbesondere bei Personen höherer Bildung zeigt sich eine sehr einheitliche und eindeutig negative Beurteilung der Sendung hinsichtlich der Realität und Authentizität der Sendung. Personen mit tendenziell niedriger formaler Bildung beurteilen die Sendung also sehr wohl realistischer, nicht aber als realistisch.



Hoffmann, Ole
Bilderboulevard. Eine quantitative (Bild-)Inhaltsanalyse von Fotostrecken auf Startseiten deutscher Online-Nachrichtensites überregionaler Print-Medien
2011
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In inhaltlicher wie ökonomischer Hinsicht stellen Fotostrecken für Online-Nachrichtensites ein wichtiges Instrument dar, das bisher kaum wissenschaftliche Beachtung erfahren hat. Ausgehend von dem Vorwurf der Kommerzialisierung und Boulevardisierung des Online-Journalismus wird in dieser Arbeit das Ziel verfolgt, Fotostrecken auf den Startseiten von sechs Online-Nachrichtensites überregionaler Print-Medien (O-NaP) anhand von drei Dimensionen zu untersuchen. Im Rahmen des quantitativ explorativen Studiendesigns werden (1) grundsätzliche Visualisierungsstrategien auf O-NaP exploriert und (2) die platzierten Fotostrecken auf inhaltliche und (3) formale Stilmittel des Boulevardjournalismus hin analysiert. Da sich ein Großteil der vorliegenden Arbeit auf die Codiereinheit Bild bezieht, werden Besonderheiten der visuellen Inhaltsanalyse erläutert und der Fotonachrichtenfaktorenkatalog um den Fotonachrichtenfaktor Kuriosität ergänzt. Die sechs untersuchten O-NaP Bild.de, FAZ.net, SPIEGEL Online, stern.de, sueddeutsche.de und ZEIT Online weisen teilweise unterschiedliche Visualisierungsstrategien auf. Die Mehrheit der Fotostrecken wird - auch auf den Online-Angeboten überregionaler Qualitätszeitungen und -magazine - von Soft News dominiert und in Teilen vermutlich als Werbeform eingesetzt.



Hollje, Tim
Die digitale Fankurve. Fußballvereine auf Facebook
2011
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Der Fußball boomt und legt weiter an wirtschaftlicher Stärke zu - nun trauen sich die Vereine mehr und mehr auf den Online-Markt. Der jüngste Schritt geschah in den vergangenen Monaten im sozialen Netzwerk Facebook. Durch offizielle Facebook-Auftritte erreichen deutsche und englische Vereine hunderttausende bis Millionen von Fans und können Neuigkeiten rund um Spieler und Verein sowie Unterhaltungsangebote mit ihnen teilen. Daher stellt sich die Frage, wie genau die Vereine Facebook als Marketing-Instrument zur Kundenbindung und Identifikationsförderung von Fußballfans nutzen. Die theoretischen Grundlagen basieren auf dem Prinzip des Relationship Marketing und der Entstehung von Kundenbindung, Kundenloyalität und Kundenidentifikation. Die Fan-Funktion von Facebook stellt ein optimales Instrument zur Betreuung einer Brand Community dar. Unter Beachtung der Erfolgsfaktoren von Brand Communities lassen sich unterschiedliche Typen von Fanidentifikation gezielt ansprechen und fördern. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden acht Facebook-Fanseiten deutscher und englischer Fußballvereine untersucht, welche nach dem Prinzip des Theoretical Sampling ausgewählt wurden. Aufgrund mangelnder Forschung ist dieser explorative Ansatz notwendig, da im Vorfeld einer solchen Analyse kein vollständiges Kategoriensystem erstellt werden kann. Aufgrund theoretischer Vorüberlegungen ließen sich allerdings vier Oberkategorien der Fanidentifikation festlegen, an denen sich die Erhebung orientieren sollte. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass die Vereine nicht nur im Hinblick die angebotenen Inhalte sehr vielfältig agieren. Es werden sehr unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt - von gelebter Fannähe und exklusiven Inhalten für Facebook-Anhänger bis zur Nutzung der Facebook-Fanseite als Werbeplattform für die offizielle Webseite und das Vereins-TV: Fußballvereine verfolgen in Bezug auf Kundenbindung und Förderung der Fanidentifikation über Facebook sehr unterschiedliche Strategien.



Jastrow, Martin
Mach den Magath. Eine quantitative Untersuchung der Nutzungsmotive von Online-Fußballmanagerspielen am Beispiel von Comunio unter besonderer Berücksichtigung des Fantums und des Spielverhaltens
2011
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Online-Sportmanagerspiele sind seit einigen Jahren ein sehr erfolgreiches Spielangebot im Internet. In Deutschland sind besonders die Spiele populär, in denen es um die 1. Fußball-Bundesliga geht. Diese Spielangebote zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf den Ereignissen in den realen Bundesligapartien basieren. Im Vergleich zu anderen Computer-und Onlinespielen wirken sie auf den ersten Blick eher langweilig und unattraktiv. Dem großen Zuspruch müssen jedoch bestimme Nutzungsmotive zugrunde liegen, deren Identifikation im Mittelpunkt dieser Studie steht. Ein weiterer Aspekt, der im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden soll, ergibt sich aus dem Realitätsbezug sowie dem Umstand, dass zahlreiche Menschen Fans eines bestimmten Bundesligavereins sind. So wäre es denkbar, dass ihr Fantum auch beim Spielen von Managerspielen zur Bundesliga eine Rolle spielt. Diese Fragestellungen werden am Beispiel der Nutzer des Online-Bundesligamanagerspiels Comunio untersucht. Im ersten Teil der Arbeit werden die Besonderheiten von Online-Sportmanagerspielen herausgearbeitet und mit dem Phänomen des Fantums sowie dem Uses-and-Gratifications-Ansatz die relevanten theoretischen und empirischen Hintergründe dargestellt. Im zweiten Teil werden die entwickelten Dimensionen mittels einer Onlinebefragung von 1.171 Comunio-Nutzern empirisch überprüft. Hinsichtlich der Motive für die Zuwendung zu Comunio zeigt sich, dass vor allem Unterhaltung sowie der Erfolg im Wettbewerb mit den Mitspielern und das an der Bundesliga orientierte Spielprinzip relevant sind. Eskapismus, der hier mit sozialer Interaktion verbunden ist, sowie das Fantum spielen bei Comunio keine wichtige Rolle. Das Spielverhalten der Nutzer lässt sich als pragmatisch bezeichnen, da die Handlungen im Spiel vor allem in den Dienst des Erfolgs gestellt werden. Beim Vergleich der Fans und der NichtFans konnten keine Unterschiede in den Verhaltensweisen, die sich auf das Fantum zurückführen ließen, festgestellt werden. Wenn es um Comunio geht, spielt das Fantum per se, z.B. bei der Spielerauswahl, keine Rolle mehr.



Jung, Nadja
Die zukünftige Entwicklung des 3D-Kinos. Eine empirische Studie über den Zusammenhang von Innovationsaffinität und der Präferenz für 3D-Kinofilme
2011
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In den letzten zwei Jahren hat die Wiederauferstehung der dreidimensionalen Spielfilme die Kinolandschaft verändert. Neben einigen Vorteilen, wie dem gesteigerten Spielfilmerleben, bringt die Innovation auch Nachteile mit sich: höhere Eintrittspreise und das fortwährende Tragen einer zusätzlichen 3D-Brille. Da das dauerhafte Bestehenbleiben auf Grund historischer Entwicklungen in Frage gestellt werden kann, widmet sich diese Arbeit der Untersuchung zur Zukunft des 3D-Kinos. Basierend auf der Annahme eines Zusammenhangs zwischen technisch-medialer Innovationsaffinität und der Präferenz für 3D-Filme, werden Einflussquellen, die sich positiv auf das Verhalten und die Bewertung von 3D-Filmen auswirken, erforscht. Dazu wurden in einer standardisierten Befragung 455 Kino-Besucher befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass kein Zusammenhang festgestellt werden konnte. Personen, die sich stärker technischen Innovationen zuwenden, bevorzugen 3D-Kino nicht mehr als alle anderen.



Kleinpaß, Jonathan
Journalisten vs. Blogger. Eine quantitative Untersuchung der Unterschiede zwischen Journalisten und Bloggern in Bezug auf ihr Rollenbild
2011
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In den letzten Jahren dringen Themen aus der Blogosphäre zunehmend in die Massenmedien. Dabei werden Blogs von den traditionellen Medien immer wieder angegriffen. Der Vorwurf: Weblogs und Blogger können journalistische Standards nicht erfüllen. Ist dieser Vorwurf gerechtfertigt und was sind die Unterschiede zwischen Bloggern und Journalisten? Auf Basis der Dimensionen Selbstverständnis, Qualitätskriterien und Einflussfaktoren wurde das Rollenbild der Blogger gezeichnet. Dazu wurden im Rahmen einer Online-Befragung 126 Blogger befragt. Das Resultat wurde im Anschluss mit bereits bekannten Forschungsergebnissen zum Rollenbild von Journalisten verglichen. Es stellt sich heraus, dass Blogger durchaus Journalistische Arbeit leisten. Sie handeln normgerecht und verbringen viel Zeit mit traditionell journalistischen Kerntätigkeiten. Kennzeichen der Blogosphäre sind außerdem die Meinungsfreudigkeit der Blogbetreiber, die stark ausgeprägte Selbstreferenz und ein hoher Einfluss des Publikums.



Knabe, Florian
Myheimat und ich. Eine empirische Untersuchung der Beziehung von Profession und Partizipation im lokalen Raum aus Sicht professioneller Lokaljournalisten
2011
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Der Lokaljournalismus wandelt sich - auch vor ihm macht der Medienumbruch, der durch die massive Verbreitung neuer Medien ausgelöst wurde, keinen Halt. Plötzlich sind es nicht mehr nur die professionellen Lokaljournalisten, die über das Leben vor der Haustür der Leser berichten, sondern diese Menschen selbst beginnen, die Möglichkeiten des Internets zu nutzen, um über die ihnen wichtigen Themen aus dem lokalen und hyperlokalen Raum zu berichten. Dafür nutzen sie Internetplattformen wie myheimat.de. Auf diesem Portal können sogenannte Bürgerreporter kostenlos Artikel und Berichte schreiben und veröffentlichen - worüber sie wollen, wann sie wollen, in welchem Umfang sie wollen. Mittlerweile hat myheimat 37.000 registrierte Nutzer, die dem gesamtgesellschaftlichen Trend zu mehr Partizipation nachgehen. Lokale Tageszeitungen wie die Madsack Heimatzeitungen in der Region Hannover und die Oberhessische Presse im Kreis Marburg-Biedenkopf (Hessen) kooperieren seit wenigen Jahren mit myheimat. Diese Kooperation nimmt bisher verschiedene Formen an. So wird myheimat als Mitmachportal vermarktet, aber es werden auch Inhalte des Portals in den lokalen Tageszeitungen veröffentlicht. Die professionellen Lokaljournalisten dieser beiden Titel öffnen sich also der Mitarbeit ihrer Leser - Profession trifft Partizipation. Ziel dieser Arbeit ist es, eben dieser Beziehung zwischen Profession und Partizipation näherzukommen. Dazu wurden in einer standardisierten Onlinebefragung 59 professionelle Lokaljournalisten der Madsack Heimatzeitungen und der Oberhessischen Presse befragt, welche Funktionen sie dem Portal zuschreiben, wie sie das Verhältnis von lokaler Tageszeitung und myheimat einschätzen und wie sie myheimat in ihre tägliche journalistische Arbeit integrieren. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Beziehung der befragten professionellen Lokaljournalisten zu myheimat von Unkenntnis und von Unsicherheit geprägt ist. Eine Integration des Portals in den Berufsalltag ist zwar vorhanden, findet aber auf einer sehr rudimentären Ebene statt.



Knüppel, Marion
Die gesellschaftliche Verantwortung von Telekommunikationsunternehmen. Eine quantitative Inhaltsanalyse von den Verantwortungsberichten von europäischen Telekommunikationsunternehmen
2011
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Die IT- und Telekommunikationsbranche ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Europa. Das Thema Unternehmensverantwortung ist auch für Telekommunikationsunternehmen ein aktuelles Thema. In der vorliegenden Arbeit wurden die Verantwortungsberichte von Telekommunikationsunternehmen inhaltsanalytisch untersucht. Es sollte die Forschungsfrage beantwortet werden, für welche telekommunikationsspezifischen Themen sich die Unternehmen engagieren. Dabei wurde einerseits die inhaltliche Perspektive auf CSR untersucht und andererseits die kommunikative Perspektive. Es wurde erhoben, welche Maßnahmen die Unternehmen ergreifen, um mit den Stakeholdern zu kommunizieren und relevante CSR-Themen zu finden. Des Weiteren wurde untersucht, zu welchen telekommunikationsspezifischen Herausforderungen CSR-Maßnahmen unternommen wurden. Auf der kommunikativen Seite wurde untersucht, ob der Verantwortungsbericht an sich vergleichbar und glaubwürdig ist. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Unternehmen vor allem den Dialog mit Kunden und Mitarbeitern pflegen und sich vor allem den Themen Digital Divide, Schutz von Minderjährigen und Datenschutz widmen. Die Verantwortungsberichte sind insgesamt durch den GRI-Standard vergleichbar und durch Maßnahmen wie externe Verifikation auch glaubwürdig.



Langen, Carina
„Nur einen Mausklick entfernt“. Ein empirischer Vergleich der erhaltenen Gratifikationen von Facebook und StudiVZ
2011
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Facebook hat durchschlagenden Erfolg auf dem deutschen Markt, was auch die nationale Social Network Site StudiVZ zu spüren bekommt. Die Mitgliederzahlen des Studentennetzwerkes sind rückläufig, während die des internationalen Konkurrenten in Deutschland rasant ansteigen. Vor diesem Hintergrund steht im Mittelpunkt dieser Studie der empirische Vergleich der erhaltenen Gratifikationen von Facebook und StudiVZ. Dabei dient der Uses-and-Gratifications-Ansatz als theoretische Grundlage dieser Forschungsarbeit, denn er zeigt auf, wie erhaltene Gratifikationen die zukünftige Medienwahl bestimmen. Zudem wird auf die schon bestehende SNS-Forschung zu gesuchten Gratifikationen der Social Network Site Nutzung zurückgegriffen, sowie Spezifika der beiden SNS neu berücksichtigt. Die Online-Befragung von 1295 SNS-Nutzern, die zurzeit Facebook und StudiVZ nutzen, zeigt, im Grad der Gratifikationserfüllung einen signifikanten Unterschied zugunsten Facebooks. Aus Sicht der Rezeptionsforschung wird deutlich, dass die erhaltenen Gratifikationen von Facebook langfristig Kern des Antriebes von SNS darstellen können. Auch stellt sich Facebook als geeigneter zur Bedürfnisbefriedigung dar. Die Wahlentscheidung nach dem LIGA fällt demnach zugunsten von Facebook aus. Aufgrund dessen sich das weniger leistungsstarke StudiVZ aus ökonomischer Sicht in einer Abwärtsspirale befindet, welche die SNS in die Bedeutungslosigkeit driften lässt. Im Konkurrenzkampf zwischen Facebook und StudiVZ geht es ums Verdrängen, das Ringen um die Gunst der Nutzer ist im Gange und dabei ist die Konkurrenz immer "Nur einen Mausklick entfernt"!



Möller, Anika
Die 5-Minuten-Beziehung?! Eine vergleichende empirische Untersuchung bezüglich parasozialer Beziehungen zu Charakteren in Webserien und Fernsehserien am Beispiel von „Dating Lanzelot“ versus "Californication"
2011
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Im digitalen Zeitalter gestaltet sich die Rezeption von Unterhaltungsinhalten zunehmend zeit- und planunabhängig über das Internet. Mit der ansteigenden Verbreitung von Smartphones und Co., die den Empfang von Online-lnhalten unterwegs ermöglichen, sind allerdings auch Formate bereitzustellen, die den angemessenen Content für diese Verbreitungswege bieten. Kurz, zeitsouverän und schon lange nicht mehr nur amateurhaft - Webserien. Dieses neue Format ähnelt dem bekannten und erfolgreichen Format der TV-Serie sehr. Es erscheint jedoch fraglich, ob es auch dem komprimierten Online-Pendant, der Webserie, gelingt seine Zuschauer mit Hilfe des unterhaltungstragenden Phänomens der parasozialen Beziehung an sich zu binden. Die vorliegende Arbeit widmete sich der Fragestellung, ob und zu welchem Grad es möglich ist parasoziale Beziehungen zu Charakteren aus Webserien aufzubauen. Zu diesem Zweck wurde ein quasi-experimentelles Untersuchungsdesign erstellt, bei dem die Intensität der parasozialen Beziehung anhand eines mehrdimensionalen Konstrukts erhoben wurde. Dafür wurde sich für einen direkten Vergleich der Webserie Dating Lanzelot" und der Fernsehserie Californication" entschieden. Mit Hilfe einer quantitativen Online-Befragung der Rezipienten der jeweiligen Serie konnte empirisch herausgestellt werden, dass sich Webserien und Fernsehserien bezüglich der zu ihren Figuren aufgebauten parasozialen Beziehungen nicht maßgeblich unterscheiden. Aufgrund des eng gefassten Untersuchungsgegenstandes und der geringen Stichprobengröße, weisen die in dieser Arbeit dargestellten Ergebnisse allerdings lediglich auf Tendenzen hin.



Müller, Katarina
Strategien der Independent Labels in Berlin
2011
Abstract lesen

Diese Arbeit nähert sich dem scheinbaren Spannungsfeld zwischen Strategie und Subkultur und konzentriert sich dabei auf die Musikindustrie. Eine Branche, deren Wertschöpfungskette durch das Aufkommen neuer Medien- und Konsumgewohnheiten mehr als einmal kräftig durcheinandergewirbelt wurde, aber auch eine Branche, die von Veränderungen profitiert und lebt. Oftmals werden Veränderungen in der Musikindustrie ausschließlich ästhetischen und technologischen Innovationen zugeschrieben. Doch hinter all diesen Entwicklungen stecken Akteure, durch deren kluges Wirken und das Einsetzen innovativer Strategien die einzelnen Innovationen an Bedeutung gewinnen konnten. Im Fokus werden dabei die Akteure Independent Labels am Standort Berlin genommen. Die daraus resultierenden Ergebnisse konnten wichtige Einflussgrößen auf die Strategie, wie z.B. der Ort Berlin und seine kulturelle Beschaffenheit, aufzeigen. Desweiteren wurden Tendenzen der strategischen Ausrichtung von Independent Labels identifiziert. Hier wurde besonders die Bedeutung einer Etablierung der Marke herausgestellt, die den Labels einen übergreifenden Vorteil im Wettbewerb liefern kann. Deutlich wurde auch, dass die Bedeutung der klassischen Labelarbeit nicht mehr an Umsatzzahlen zu messen ist, sondern sie vielmehr als Basis der angrenzenden, von den Labels integrierten Geschäftsfeldern fungiert.



Mußmann, Nadine
Wie lesen wirkt. Eine empirische Vergleichsstudie zur sozialen Wahrnehmung öffentlicher Tageszeitungsnutzung
2011
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Die regionalen und lokalen Tageszeitungen sehen sich durch den aktuellen Medienwandel in einer nie dagewesenen Konkurrenzsituation, die durch gute Produkte allein nicht mehr erfolgreich gemeistert werden kann. Daher gewinnt der Ausbau des symbolischen Nutzens von Tageszeitungen immer mehr an Relevanz. Doch um eine aktive Imagesteuerung in Marketingkampagnen umzusetzen, muss zunächst erforscht werden, welche symbolischen Nutzenassoziationen überhaupt mit der Tageszeitung verbunden werden. An diesem Punkt setzt die vorliegende Forschungsarbeit an, indem sie über die Bewertung eines projektiven Nutzers die Eigenschaften ermittelt, die mit dem Medium Tageszeitung verbunden werden. Untersucht wird demnach die Auswirkung von öffentlicher Tageszeitungsnutzung auf die soziale Urteilsbildung des beobachtenden Publikums. Dabei spielt die Betrachtung des Selbstdarstellungspotenzials vom Symbol Tageszeitung, sowie der Prozess der sozialen Urteilsbildung vor dem Hintergrund der öffentlichen Mediennutzung eine wichtige Rolle. Im Ergebnis wird vermutet, dass der Medienwandel seine Spuren in Bezug auf die Beurteilung von Tageszeitungslesern hinterlassen hat. Diese Studie untersucht allerdings nicht die damit verbundenen Wahrnehmungsänderungen über einen bestimmten Zeitverlauf, sondern ob sich aktuell Unterschiede hinsichtlich der sozialen Wahrnehmung zwischen einem Leser und einem Nichtleser finden lassen. Im Rahmen einer quasi-experimentellen Online-Befragung haben dafür 364 Personen den projektiven Nutzer Peter hinsichtlich seiner Wirkung in sechs verschiedenen Dimensionen bewertet, die dem theoretischen Stereotyp eines Zeitungslesers entsprechen. Dabei wurde der Experimentalgruppe ein Foto von Peter präsentiert, auf dem er eine Tageszeitung in den Händen hält. Die Kontrollgruppe erhielt hingegen ein Foto Peters, ohne diesen experimentellen Stimulus. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar eine Urteilsbeeinflussung durch das Symbol Tageszeitung vorliegt, sie aber eher gering ist und entgegen der geäußerten Vermutung, positiv im Sinne des Zeitungslesers ausfällt. Besonders in Bezug auf die Einschätzung der Wissbegier und Intelligenz erfährt der Leser überzufällig mehr Zuspruch als der Nichtleser, sodass die Empfehlung dieser Studie lautet: Sei schlau, lies öffentlich!



Pape, Knut
„Das Wichtigste in Kürze!(?)“ – Die Auswirkungen medialer Beschleunigung auf die Kriterien von Nachrichtenselektion
2011
Abstract lesen

Verschiedene Entwicklungen wie etwa die Digitalisierung scheinen das traditionelle Medium" Fernsehnachrichten zusehends in einen Beschleunigungsprozess zu versetzen. Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss dieses Prozesses auf die Kriterien von Nachrichtenselektion. Seit 2007 bieten die ARD und das ZDF im Rahmen ihrer Digitalstrategien kurze 100-Sekunden-Nachrichtenausgaben an. Stündlich aktualisiert im jeweiligen Digitalprogramm ausgestrahlt und im Internet jederzeit abrufbar, sollen diese den Zuschauer stets aktuell und kompakt informieren. Im Vergleich mit den klassischen" Hauptausgaben heute" und Tagesschau" wird aus nachrichtenwerttheoretischer Perspektive vergleichend untersucht, ob bei den neuen, beschleunigten" Nachrichtenformaten - etwa durch Zeit- und Aktualitätsdruck - andere Nachrichtenfaktoren wichtig werden. Dazu wurde eine quantitative Inhaltsanalyse durchgeführt. Anhand der 21 untersuchten Nachrichtenfaktoren kann ein detailliertes Bild des Einflusses von medialer Beschleunigung auf Nachrichtenselektionskriterien gezeichnet werden. So tritt das faktische Geschehen im Berichteten in den Vordergrund, wohingegen hintergründigere Inhalte wie Kontroversen oder der Bezug zu Personen unwichtiger werden. Andere Kriterien der Nachrichtenselektion, wie etwa die Unerwartbarkeit eines Ereignisses, zeigen sich jedoch vergleichsweise robust gegenüber medialer Beschleunigung. Die Arbeit zeigt, dass sich die zunehmende mediale Beschleunigung in unterschiedlicher Weise auf die Auswahl von Nachrichten auswirkt, und verdeutlicht so die Zeitdimension" journalistischer Nachrichtenselektion.



Papsdorf, Maik
Guttbye – Copy, Paste, Delete. Eine inhaltsanalytische Untersuchung zur Persönlichkeitsdarstellung über Karl-Theodor zu Guttenberg in deutschen Qualitätszeitungen
2011
Abstract lesen

Copy, paste, delete" so titelte Spiegel Online am 1. März 2011 und ließ in dem Onlineartikel verlauten, dass der gefeierte PolitPopstar der letzten Jahre letztendlich sich selber zu Fall gebracht hat. Freiherr Karl-Theodor zu Guttenbergs bis dato unerreicht steile Politkarriere nahm mit diesem Datum ein abruptes Ende. Grundgedanke dieser Bachelorarbeit ist die darstellende Berichterstattung über Karl-Theodor zu Guttenberg in den überregionalen Tageszeitungen Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung, die aufgrund ihrer unterschiedlichen publizistischen Ausrichtungen die Meinungsvielfalt gewähren sollen. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich dabei allerdings nicht auf die Berichterstattung im Zuge der Plagiatsaffäre sondern beleuchtet vielmehr die gesamte Amtszeit Karl-Theodor zu Guttenberg als Minister der Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland. Der Analysezeitraum erstreckt sich daher vom 21. Oktober 2009 bis zum 10. März 2011. Als theoretische Grundlage dieser Arbeit wird dabei die Theorie zum Thema Medien als Politikvermittler" dienen, die die verschiedensten Kriterien und Faktoren der Medienberichterstattung wiederspiegeln. Des Weiteren wird die Theorie zu Politiker in der Medienberichterstattung" auf verschiedene Konstruktionsmodelle der Politikerimages eingehen. In der anschließenden quantitativen Inhaltsanalyse wird neben den formalen Kriterien das Hauptaugenmerk auf den Persönlichkeitsdimensionen Leadership, Themenkompetenz, Integrität und unpolitische Merkmale liegen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden dabei zeigen, dass es im Rahmen der im Vorfeld festgelegten zeitlichen Phasen innerhalb der Amtszeit Karl-Theodor zu Guttenberg zu erheblichen Unterschieden innerhalb der Persönlichkeitsdarstellung kommt.



Schäffer, Tobias
Apps als Geschäftsmodelle von Presseverlagen. Eine explorative Studie zur Vermarktung redaktioneller Inhalte über Apps für Tablet-Computer vor dem Hintergrund der Geschäftsmodellinnovation
2011
Abstract lesen

Diese Arbeit hat das Ziel eine aktuelle Herausforderung für das Management von Presseverlagen zu erforschen: Die Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Vermarktung redaktioneller Inhalte über Apps für Tablet-Computer. Dafür werden Apps zunächst im Angebotsportfolio von Presseverlagen verortet, um nach der betriebswirtschaftlichen Aufarbeitung und Bestimmung einzelner Komponenten des Konstrukts Geschäftsmodell, Ansätze zur Gestaltung von Geschäftsmodellen für Apps aufzuzeigen und diese in einen Innovationskontext einzuordnen. Außerdem werden im Rahmen einer Marktbetrachtung erste relevante Produktkategorien identifiziert und benannt. Mit Hilfe von sechs geführten Experteninterviews mit Verlagsmanagern werden dann Ziele und Vorgehensweisen der Entwicklung von Apps für Tablet-Computer exploriert und die jeweiligen Geschäftsmodelle beleuchtet. Nach einer zusammenfassenden Betrachtung und Einordnung der Ergebnisse, die die Relevanz der Erschließung digitaler Erlösquellen bestätigen werden abschließend Möglichkeiten für Anschlussforschungen aufgezeigt.



Schindler, Torben
Der Nutzen von Facebook für nationale Tageszeitungen. Eine vergleichende Untersuchung zwischen dem FAZ-Profil auf Facebook und der Webseite FAZ.NET
2011
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Das soziale Netzwerk Facebook gehört zu den meistbesuchten Webseiten im Internet und bietet vielen Unternehmen die Möglichkeit, in Kontakt mit ihren Konsumenten zu treten. Auch Zeitungsverlage nutzen das soziale Netzwerk für sich und stellen den Facebook-Usern auf ihren Profilen eine Fülle von journalistischem Content zur Verfügung. Doch welcher Nutzen ergibt sich in Facebook für Verlage? Die vorliegende Bachelor-Arbeit geht dieser Frage nach mittels einer vergleichenden Untersuchung zwischen der Webseite FAZ.NET und dem FAZ-Profil auf Facebook. Der zusätzliche Nutzen wird anhand der vier Aspekte Reichweite, Auseinandersetzung mit den Inhalten, Markenstärkung und Zahlungsbereitschaft festgemacht, wobei ein Schwerpunkt die Messung der Marke darstellt. Diese ist im Rahmen des funktionenorientierten Ansatzes von der Wahrnehmung der Rezipienten abhängig und basiert auf die Erfüllung der fünf Markenfunktionen Komplexitätsreduktion, Vertrauen, Identifikation, Qualitätssicherung und Prestige. Ergebnis diese Arbeit ist, dass auf Facebook vor allem junge Menschen erreicht werden und sich diese durch eine intensivere Auseinandersetzung mit den Inhalten auszeichnen, als die Leser von FAZ.NET. Ebenso wird festgestellt, dass die F.A.Z. auf Facebook als Marke wahrgenommen wird und diese Markenwahrnehmung positiv von den Funktionen Facebooks beeinflusst wird. Bezüglich der Zahlungsbereitschaft kann zwar festgehalten werden, dass diese prinzipiell bei den Lesern vorhanden ist, aber nicht stärker ausgeprägt ist als bei den Lesern der Webseite.



Schlag, Johannes
„Eine Hassliebe“. Eine empirische Untersuchung zur Berichterstattung über Apple und das iPad in deutschen Tageszeitungen
2011
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Die vorliegende Forschungsarbeit geht der Fragestellung nach, wie deutsche Tageszeitungen über Apple und das iPad berichten. Besondere Relevanz erhält die Untersuchung durch die aktuelle Zeitungskrise in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang deutscher Verleger, ihre bisher gedruckten Produkte auch in digitaler Form anzubieten. Hinzu kommen konvergente Entwicklungen, die ein Unternehmen wie Apple Inc. durch die Vorstellung des iPads zu einem möglichen Geschäftspartner der Zeitungsverlage werden lässt. Es wird vermutet, dass eine solche Geschäftsbeziehung Einfluss auf die Berichterstattung über Apple und das iPad hat. Theoretische Grundlage ist dabei der Bereich der Medienthematisierungen, also der Berichterstattung von Medien über Medien. Während bisherige Forschung Medienthematisierungen hauptsächlich an klassischen" Massenmedien wie dem Fernsehen oder der Zeitung als Kommunikationssubjekt und -objekt untersucht, fokussiert diese Arbeit die Berichterstattung von Massenmedien über ein Medienunternehmen. Hierzu wird in einer quantitativen Inhaltsanalyse die Berichterstattung über Apple und das iPad in der Welt, Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Süddeutschen Zeitung untersucht. Die Auswertung erfolgt sowohl im Querschnitt durch einen Vergleich der Zeitungen untereinander, als auch im Längsschnitt durch eine Betrachtung im Zeitverlauf. Die Ergebnisse ermöglichen erste Beschreibungen des neuartigen Forschungsgegenstandes. Es zeigt sich, dass die Berichterstattung hauptsächlich vor einem wirtschaftlichen und technischen Hintergrund erfolgt. Politische und rechtliche Dimensionen werden selten berücksichtigt. Das Gleiche gilt für kritische Themen über Apple und das iPad. Konkurrenzthemen sind hingegen wichtiger Bestandteil der Berichterstattung. Das iPad wird am positivsten bewertet und thematisiert. Mit etwas Abstand folgt das Unternehmen Apple. Das Geschäftsmodell für Zeitungs-Apps wird nur sehr gering und wenn dann negativ thematisiert. Sowohl der Umfang als auch die Bewertungen der Berichterstattung unterliegen im Zeitverlauf einigen Schwankungen. Ergänzend konnte anhand der Welt deskriptiv aufgezeigt werden, dass das Vorhandensein einer Geschäftsbeziehung die Berichterstattung über Apple und das iPad zum Negativen hin beeinflusst.



Schlegel, Marten
Radio – „Gefällt mir“. Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Facebook-Fanseiten von privaten deutschen Radiosendern
2011
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Die Radiosender - vor allem die privaten Anbieter - stehen vor der Herausforderung, bei der werbe relevante n Zielgruppe der Jugendlichen nicht an Bedeutung zu verlieren. Daher sollten die Sender da auftreten, wo sich die junge Zielgruppe aufhält: Im Internet auf Social Network Sites, wie Facebook, dem derzeit populärsten Angebot. Dort können sie sich auf sogenannten Fanseiten präsentieren, dadurch in den Fokus der rückläufigen Zielgruppe treten und wieder Relevanz und Bindung herstellen. Mittels einer Inhaltsanalyse wurde in dieser Arbeit untersucht, inwieweit private deutsche Radiosender die Fanseite als Marketing-Instrument einsetzen. Dazu wurden zunächst die Erfolgsfaktoren Vielfältigkeit, Hochwertigkeit, Regelmäßigkeit, Authentizität und Dialog identifiziert und ihre Umsetzung auf den Fanseiten untersucht. Ein Großteil der privaten Radiosender nutzt die Fanseiten, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität. Sie bieten den Mitgliedern der Fanseite mehrheitlich exklusive Informationen und Angebote. Zudem lässt sich feststellen, dass die Sender Inhalte ihres eigentlichen Mediums - zum Beispiel Radiobeiträge - kaum präsentieren. Ein Einfluss der Erfolgsfaktoren auf die Aktivität der Mitglieder sowie die Popularität der Fanseite konnte nur in geringem Maße festgestellt werden. Beiträge mit exklusiven und hochwertigen Angeboten scheinen einen positiven Einfluss zu haben. Der Dialog zwischen Sender und Mitgliedern hat überraschenderweise einen negativen Einfluss.



Schulze Niehues, Paul
Online-News in your pocket. Eine empirische Untersuchung der selektiven Zuwendung zu Online-Nachrichten auf verschiedenen mobilen Endgeräten
2011
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Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit der Nutzung von Online-Nachrichten auf Smartphones und Tablet-PCs. Basierend auf den theoretischen Erkenntnissen zu Selektionsprozessen im Internet wurde ein Modell der technologiespezifischen, selektiven Zuwendung zu Online-Nachrichten' entwickelt, in das die technischen Charakteristika der mobilen Endgeräte und die medialen Spezifika von Online-Nachrichten integriert wurden. Aufbauend darauf wurde untersucht, ob und inwiefern sich die selektive Zuwendung der Rezipienten zu Nachrichten von ZEIT ONLINE auf dem iPhone und dem iPad hinsichtlich formaler, multimedialer und inhaltlicher Artikelmerkmale unterscheidet. Hierzu wurden am 08. Juni 2011 die jeweils 150 Artikel von ZEIT ONLINE, die vom iPhone und iPad am häufigsten aufgerufen wurden, inhaltsanalytisch untersucht und in Kombination mit Nutzungsdaten, die mit Hilfe einer Web-Analyse generiert wurden, ausgewertet. Es zeigte sich, dass sich die Selektion und Rezeption von Online-Nachrichten aufgrund des Umfangs, der Positionierung, der Bebilderung und des Informationsgrades der Medieninhalte bei iPhone- und iPad-Nutzern signifikant unterscheidet. Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-PCs stellen somit einen wichtigen Einflussfaktor bei der selektiven Zuwendung zu Online-Nachrichten dar, der im Kontext aktueller Konvergenzentwicklungen zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen wird.



Seger, Nils
Medieninhalte bei Facebook. Eine inhaltsanalytische Untersuchung von Verlinkungen in Beiträgen bei Facebook
2011
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Eine der wesentlichen Funktionen von Facebook repräsentiert das Posten von Beiträgen. In diesem Kontext existiert die Möglichkeit, mediale Angebote zu teilen, um diese dadurch gemeinsam mit seinem digitalen Freundeskreis erleben zu können. Facebook gilt mittlerweile als eine der wichtigen Vermittler von Medieninhalten und Traffic. Die Verbreitung der Inhalte als Empfehlungen anstelle algorithmischer Angebote, die große Nutzerzahl der sozialen Netzwerke sowie erste Studien weisen auf eine zunehmende Bedeutung dieser Entwicklung hin. Es stellt sich die Frage, welche Inhalte im Rahmen der vorhandenen Kommunikationsstrukturen der sozialen Netzwerke von Nutzern weitergeleitet werden. Die vorliegende Studie beschäftigt sich unter Berücksichtigung der ökonomischen Perspektiven - vor allem viraler Werbekonzepte - und den veränderten Diffusionsprozessen von Anschlusskommunikation in sozialen Netzwerken mit den geposteten Medieninhalten. Dazu wurde eine explorative Inhaltsanalyse von Facebook-Posts durchgeführt. Die Medieninhalte der Stichprobe konnten vor allem als kurze, positiv unterhaltende Medienangebote identifiziert werden. Speziell Musik besaß einen hohen Anteil in der Stichprobe. Inhalte mit einer informativen Intention, wie etwa Nachrichtenangebote, wiesen lediglich einen geringen Anteil auf und stammten eher aus dem Bereich Infotainment". Facebook wurde seiner Funktion als soziales, verbindendes Netzwerk sowie als Träger unterhaltsamer Kommunikationselemente gerecht, ist aber als Anbieter für den Austausch von gesellschaftlich relevanten Informationsbedürfnissen weniger geeignet. Die aus vorangegangenen Studien bestehenden Erkenntnisse bezüglich der besonderen Beachtung und Pflege der Eigendarstellung können auch im Umgang mit geposteten Verlinkungen angenommen werden.



Skibbe, Linda Isabelle
Eene meene Zwillingsschwestern, Stereotype sind von gestern! Hex! Hex! Eine inhaltsanalytische Längsschnittuntersuchung geschlechterstereotyper Darstellung in der Kinderhörspielserie Bibi Blocksberg
2011
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Hörspiele gehören unter den Kindermedien zu den Wichtigsten. Neben spannenden Geschichten, die ein großes Unterhaltungspotenzial für Kinder bereithalten, bieten Kinderhörspiele auch Identifikationsfiguren für ihre kleinen Hörerinnen. Die Präsentation der Figuren in Kindermedien ist allerdings häufig durch Geschlechterstereotype geprägt. Da Medien neben den Eltern und Gleichaltrigen eine wichtige Sozialisationsinstanz darstellen und von einer Wirkung der Medien auf die Ausbildung einer Geschlechtsidentität von Kindern ausgegangen wird, ist dies ein Missstand, den es aufzudecken gilt. Hörspiele finden allerdings in der wissenschaftlichen Forschung nur sehr wenig Beachtung. Die vorliegende Bachelorarbeit soll nun die allseits bekannte und bei Jungen und Mädchen gleichermaßen beliebte Hörspielserie Bibi Blocksberg auf geschlechterstereotype Darstellung der Figuren untersuchen und feststellen, ob sich die Präsentation der Charaktere bezüglich ihres Geschlechts seit Beginn der Produktion 1980 verändert hat. Zur Untersuchung des Forschungsinteresses wurde eine Stichprobe von 15 der 100 auf dem Markt zur Zeit der Untersuchung verfügbaren Bibi Blocksberg Folgen auf geschlechterstereotype Darstellung der Figuren untersucht. Schwerpunkte der Analyse waren dabei das Vorhandensein männlicher und weiblicher Charaktere, ihre Tätigkeiten im Beruf und Haushalt, der Aktionsrahmen der Figuren, die allgemeinen Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften der Figuren, die Übernahme familiärer Rollen sowie die Interaktion der Figuren mit männlichen und weiblichen Respektpersonen. Außerdem wurde untersucht, ob sich das Verhältnis männlicher zu weiblicher Charaktere sowie die Tätigkeiten im Beruf und Haushalt seit Produktionsbeginn verändert haben. Insgesamt konnte festgestellt werden, dass die Präsentation der Charaktere in der Hörspielserie Bibi Blocksberg nicht sonderlich geschlechterstereotyp ist. Zwar konnten gerade im Bereich der Berufstätigkeit eine traditionelle Arbeitsteilung von Mann und Frau identifiziert werden, allerdings wurde auch festgestellt, dass sich die Anzahl weiblicher Figuren in Berufstätigkeit seit Beginn der Produktion der Serie deutlich gesteigert hat. Gerade im Bereich der allgemeinen Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften zeigen viele Figuren geschlechtsuntypisches Verhalten. Überraschend war außerdem das Ergebnis, dass weibliche und männliche Charaktere ähnlich häufig familiäre Rollen übernehmen. Die Hörspielserie Bibi Blocksberg bietet also ein abwechslungsreiches Hörspielerlebnis, dass nicht durch gängige Geschlechtsstereotype und Geschlechterrollen getrübt wird.



Sotek, Alexander
Die Google-Agenda: Eine Zeitreihenanalyse zur "Schweinegrippe"
2011
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In dieser Arbeit wird das aus der Agenda-Setting Forschung bekannte Konzept der Salienz mit Anfragen an Internet-Suchmaschinen verbunden. In der Agenda-Setting-Forschung erfolgt die Messung der Salienz eines Themas bislang vorwiegend mit Befragungen. Die Idee dieser Studie ist, die Anfragen an die Internet-Suchmaschine Google als Indikator für die Salienz - die wahrgenommene Bedeutsamkeit eines Themas - im Sinne der Agenda-Setting-Forschung zu nutzen. Der Online-Dienst Google Insights for Search stellt täglich aktualisiert Daten zur Beliebtheit von Suchanfragen bereit. Zusammen mit einer Erhebung des Medienvolumens können diese für anspruchsvolle Zeitreihenanalysen verwendet werden. Das Thema, dessen Karriere in den Medien und bei Google untersucht werden soll, ist mit der sogenannten Schweinegrippe eines der Top-Nachrichten-Themen des Jahres 2009. In einer Zeitreihenanalyse zeigen sich die höchsten Korrelationen mit den Suchanfragen bei Google zumeist zeitversetzt. Die Berichterstattung in den Print-Ausgaben der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung folgt Google einen Tag später, die Bild folgt den Korrelationen nach sogar ein bis drei Tage später. Lediglich bei Spiegel Online lässt sich ein ungefähre Gleichzeitigkeit erkennen.



Tahal, Vanessa
„Einfluss, Euer Ehren!“ Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Presseberichterstattung über Litigation PR
2011
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Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Abbildung des neuen PR-Phänomens Litigation PR in der Presse. Das Grundinteresse besteht hierbei in der Untersuchung des inhaltlichen Kontextes der Berichterstattung über Litigation PR, die Darstellung der Eigenschaften dieser neuen PR-Disziplin und deren Beurteilungen. Dazu wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von Berichterstattung über Litigation PR von deutschsprachiger Fach- und Publikumspresse durchgeführt. Die Artikel wurden auf generelle inhaltliche Tendenzen, Unterschiede zwischen Publikums- und Fachpresse und Unterschiede zwischen der Die Ergebnisse zeigen, dass Litigation PR meist im Rahmen von Leitartikeln, von Gerichtsberichterstattung oder im Kontext von Anwaltskanzleien und PR-Agenturen thematisiert wird. Das Kachelmannverfahren stellt ein Schlüsselereignis innerhalb der Litigation PR Berichterstattung dar. Neben der Tatsache, dass im Rahmen des Verfahrens deutlich mehr über Litigation PR berichtet wurde, kam es auch zu einer Änderung von inhaltlichen Aspekten bezüglich Litigation PR. Litigation PR wurde insgesamt fast zu gleichen Teilen in der Fach- und Publikumspresse thematisiert, eine detaillierte Berichterstattung über Litigation PR fand bis 2010 aber meist nur als Thema in der Fachpresse Aufmerksamkeit; erst durch den Kachelmannprozess wurde die Litigation PR-Thematik vermehrt in die Publikumspresse gebracht. Vor allem die Darstellung der Rolle der Staatsanwaltschaft wird nach Beginn des Kachelmannverfahrens häufiger thematisiert und im Zuge dessen negativer dargestellt. In dieser Zeit treten zudem theoretisch-definitorische Aspekte zur Litigation PR-Disziplin, die zuvor hauptsächlich von der Fachpresse behandelt wurden, in den Hintergrund, häufiger werden danach konkrete Anwender, Ziele, Strategien und Maßnahmen thematisiert.



Ueberheide, Simon
Suizid in der Presse. Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Berichterstattung deutscher Tageszeitungen über den Suizid von Robert Enke im Spannungsfeld zwischen ethischer Verantwortung und öffentlicher Aufgabe
2011
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Am 10. November 2009 nahm sich der Torwart des Bundesligisten Hannover 96 und der deutschen Nationalmannschaft Robert Enke das Leben. Auf der einen Seite besteht ein öffentliches Interesse an der Berichterstattung über seinen Tod und im Sinne der öffentlichen Aufgabe muss dieses Interesse befriedigt werden. Auf der anderen Seite tragen die Journalisten eine Verantwortung gegenüber den Persönlichkeitsrechten von Robert Enke, gegenüber der Trauer der Angehörigen und gegenüber potentiellen Nachahmern. Die vorliegende Studie widmet sich daher der Frage, wie deutsche Tageszeitungen im Spannungsfeld zwischen ethischer Verantwortung und öffentlicher Aufgabe über den Suizid von Robert Enke berichten. Dazu wurde eine quantitative Inhaltsanalyse der Zeitungen Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Hannoversche Allgemeine Zeitung, Neue Presse und BILD Hannover durchgeführt. Die Artikel wurden hinsichtlich sensationeller Darstellung, allgemeiner Kontextuierung und Personalisierung untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine stark personalisierte Berichterstattung von der aber klare Tendenzen zu allgemeiner Kontextuierung ausgehen. Eine Aufklärung über Suizid im Allgemeinen findet kaum statt. Diese Aussagen lassen sich für alle hier untersuchten Zeitungen treffen. Unterschiede zwischen den Zeitungen können ebenfalls festgestellt werden. So thematisieren SZ und HAZ das Privatleben von Robert Enke kontextgebundener, als die BILD. SZ und FAZ berichten stärker über die Depressionen von Robert Enke und thematisieren davon ausgehend den Leistungsdruck als gesellschaftliches Problem stärker, als die BILD. BILD und NP berichten dem gegenüber stärker heroisierend und romantisierend über die Person Robert Enke.



Volquartz, Lucie
Apps im Alltag. Eine explorative Studie zur alltäglichen Nutzung von Mobile Apps am Beispiel des iPhones
2011
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In den letzten Monaten haben sogenannte Smartphones und die kleinen Zusatzprogramme zur Nutzung auf diesen mobilen Endgeräten, die Mobile Apps, für viel Wirbel gesorgt. Vor allem das iPhone, das Smartphone des Herstellers Apple, und der dazugehörige App Store wurden zu einem regelrechten Hype. Durch technische Messungen und standardisierte Befragungen sind bereits einige Fakten zur Nutzung von mobilen Apps bekannt, die qualitative Seite der Nutzung ist bislang aber unerforscht geblieben. Die vorliegende Arbeit setzt an eben dieser Forschungslücke an und fragt danach, wie Mobile Apps im Alltag genutzt werden. Der Forschungsgegenstand wird zunächst erklärt und dann aus zwei theoretischen Blickwinkeln betrachtet: Aus der Sicht des Aneignungsparadigmas sowie aus der Sicht der Gewohnheitsforschung. Die beiden Konstrukte werden im Rahmen eines Ablaufmodells zu einem sinnvollen Ganzen integriert, aufgrund dessen Forschungsfragen abgeleitet werden, an denen sich die empirische Umsetzung orientiert. Diese erfolgt über zwölf qualitative Leitfadeninterviews mit Nutzern und Nutzerinnen des iPhones. Es zeigt sich, dass die alltägliche Nutzung von Apps sehr individuell ist und mit den Lebensumständen der Befragten zusammenhängt. App-Nutzer haben außerdem ein Relevant Set" an Apps, die sie regelmäßig nutzen. Es ergeben sich drei Nutzungs-typen, die sich im Hinblick auf ihre tägliche Nutzungsdauer, den Umfang ihres Relevant Sets und die Art ihrer genutzten Apps sowie verschiedene Aspekte ihrer Nutzungsweise unterscheiden. Zudem wird deutlich, dass die Metakommunikation für die Nutzung und Auswahl von Apps eine entscheidende Rolle spielt.



Wall, Max
Glaubwürdigkeit in Sozialen Netzwerken. Eine Untersuchung über den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Glaubwürdigkeitsbeurteilung von Profilseiten
2011

Wasserkampf, Alice
Ein Diskurs über die Vermessung der Welt. Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Berichterstattung über Google Street View in deutschen überregionalen Tageszeitungen vom 11.08. bis 08.09.2010
2011
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In den letzten Monaten haben sogenannte Smartphones und die kleinen Zusatzprogramme zur Nutzung auf diesen mobilen Endgeräten, die Mobile Apps, für viel Wirbel gesorgt. Vor allem das iPhone, das Smartphone des Herstellers Apple, und der dazugehörige App Store wurden zu einem regelrechten Hype. Durch technische Messungen und standardisierte Befragungen sind bereits einige Fakten zur Nutzung von mobilen Apps bekannt, die qualitative Seite der Nutzung ist bislang aber unerforscht geblieben. Die vorliegende Arbeit setzt an eben dieser Forschungslücke an und fragt danach, wie Mobile Apps im Alltag genutzt werden. Der Forschungsgegenstand wird zunächst erklärt und dann aus zwei theoretischen Blickwinkeln betrachtet: Aus der Sicht des Aneignungsparadigmas sowie aus der Sicht der Gewohnheitsforschung. Die beiden Konstrukte werden im Rahmen eines Ablaufmodells zu einem sinnvollen Ganzen integriert, aufgrund dessen Forschungsfragen abgeleitet werden, an denen sich die empirische Umsetzung orientiert. Diese erfolgt über zwölf qualitative Leitfadeninterviews mit Nutzern und Nutzerinnen des iPhones. Es zeigt sich, dass die alltägliche Nutzung von Apps sehr individuell ist und mit den Lebensumständen der Befragten zusammenhängt. App-Nutzer haben außerdem ein Relevant Set" an Apps, die sie regelmäßig nutzen. Es ergeben sich drei Nutzungs-typen, die sich im Hinblick auf ihre tägliche Nutzungsdauer, den Umfang ihres Relevant Sets und die Art ihrer genutzten Apps sowie verschiedene Aspekte ihrer Nutzungsweise unterscheiden. Zudem wird deutlich, dass die Metakommunikation für die Nutzung und Auswahl von Apps eine entscheidende Rolle spielt.



 

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Zuletzt bearbeitet: 12.04.2017

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