Master Medien und Musik

Absolventen des Master-Studienganges Medien und Musik und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2011)

(Stand: November 2012)

Bell, Mathieu
Musikwirtschaft – quo vadis? Strategische Möglichkeiten bei der kommerziellen Verteilung digitaler Musik vor dem Hintergrund aktueller medialer Entwicklungen
2011
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Beginnend mit dem Verkauf von Musik über Notendrucke, über den massenhaften Vertrieb von Tonträgern bis hin zur Distribution digitaler Musikdateien über das Internet hat sich die Verteilung von Musik über Medien im Laufe der letzten 200 Jahren deutlich gewandelt. Ausschlaggebend dafür waren und sind nach wie vor die technologischen Veränderungen der jeweiligen Übertragungskanäle, die die Vermittlung des Kulturguts Musik vom Musikschaffenden zum Rezipienten jeweils neu konstituiert haben. Das jeweils fortschrittlichste Medium diktiert den Markt und bestimmt damit entscheidend die Bedingungen bei der kommerziellen Verteilung von Musik. Die zunehmende Bedeutung digitaler Musikangebote im Internet - Download, Stream, Cloud - im Kontext einer branchenübergreifenden Wertschöpfung bildet seit einigen Jahren neue Marktstrukturen aus, was sich in der strategischen Neuausrichtung vieler Musikunternehmen niederschlägt. So kommt dem Musiknutzer in einer zunehmend digitalisierten, internetdurchdrungenen und mobilen Welt, mit einer mittlerweile hohen Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs, und im Zusammenhang mit den sich wandelnden medialen Möglichkeiten der Kommunikation über soziale Netzwerke, eine für Musikunternehmen strategisch wichtige Rolle bei der Vermarktung und Verteilung einer global und zu jeder Zeit verfügbaren Musik zu. Dabei werden Unternehmen der Musikwirtschaft zukünftig gefragt sein, die neuen medialen Möglichkeiten zum Aufbau von Beziehungen zu den Nutzern für sich zu entdecken und zu nutzen, um durch diese Fokussierung, und durch neu auszubildende Kernleistungen, neue Marktstrukturen gestalten und auf Dauer erfolgreich Wettbewerbsvorteile generieren zu können.



Gorr, Dorian
CD-Rezensionen im Musikjournalismus. Eine Untersuchung der Bedeutung von und Erwartungen an CD-Rezensionen im heutigen U-Musikjounalismus aus Sicht der Leser anhand einer quantitativen Befragung
2011

Grüling, Birk
Der Einfluss von PR-Arbeit auf den Berufsalltag von freien Kulturjournalisten in Printmedien. Eine qualitative Untersuchung zum Berufsalltag von freien Journalisten in den Kulturressorts von Magazinen und Tageszeitungen
2011
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Zahlreiche Medienmagazine und Journalistenverbände beklagen seit vielen Jahren die allumfassende Abhängigkeit des Journalismus von der PR und die Verschmelzung der einst klaren Grenzen der beiden Professionen. Mit der Aussage Journalisten machen keine PR" sorgte 2006 die Journalistenvereinigung netzwerk recherche e.v. für Diskussionen. Vertreter des Verbandes sehen die Forderung als Notwendigkeit an, um die Glaubwürdigkeit des Journalismus zu retten und auf die fatale Durchdringung des Journalismus durch interessengesteuerte PR aufmerksam zu machen. Kritiker dieser Thesen werfen dem Journalistenverband vor, die Lebenswirklichkeit von freien Journalisten zu ignorieren. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss Public Relations auf den Berufsalltag von freien Kulturjournalisten in Printmedien hat. Zur Beantwortung dieser Frage stehen die Kommunikatoren selbst im Mittelpunkt der Untersuchung. Nach einer kurzen Abgrenzung der PR vom Journalismus wird die gegenwärtige Lage der freien Journalisten und ihre tägliche Arbeit betrachtet. Der Fokus liegt dabei auf die Themenfindung und der Recherche innerhalb der journalistischen Tätigkeit und den Einfluss auf diesen Prozess seitens der Public Relations beispielsweise in Form von Pressemitteilungen.



Klöpf, Antonia
Das klassische Konzert im Zeitalter des Social Web. Eine qualitative Untersuchung zum Wandel der Aufführungskultur
2011
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Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die neuen Medien den Wandel der Aufführungskultur des klassischen Konzerts anregen und fördern. Zur Bearbeitung des Forschungsgegenstands werden zunächst die Entwicklungen des Konzertwesens ab Ende des 18. Jahrhundert musikhistorisch und mediengeschichtlich aufgezeigt, um im Anschluss das Social Web auf seine gewinnbringenden Eigenschaften für den Wandel der Aufführungskultur zu untersuchen. Mit Hilfe qualitativer leitfadengestützter Experteninterviews wird gezeigt, dass der Erhalt der traditionellen Aufführungskultur für die Akteure des klassischen Konzertwesens im Vordergrund steht. Obwohl die Befragten das Social Web bisher vornehmlich nur für ihre PR- und Marketing-Aktivitäten nutzen, ist eine Umgestaltung des Konzertwesens durch einen zukünftig umfassenderen Einsatz neuer Medien für sie vorstellbar.



Mayr, Dominique
Herausbildung strategischer Muster ausgewählter Musikhochschulen in Deutschland
2011
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Diese Arbeit rekonstruiert die strategischen Muster ausgewählter Musikhochschulen in Deutschland. Es ist ein erster Versuch die Effektivität der Musikhochschulen zu analysieren und die Differenzierung in der strategischen Umsetzung zu untersuchen. Im Fokus dieser Studie stehen drei Musikhochschulen und eine Akademie, die sich über drei Bundesländer über das Bundesgebiet verteilen. Grundlage in dieser Untersuchung bilden unterschiedliche Managementansätze, die die Musikhochschulen als Organisation betrachten. Die daraus resultierenden Ergebnisse konnten wichtige Einflussgrößen, wie z.B. die regionalen Rahmenbedingungen der Hochschulen aufzeigen. Desweiteren wurden unterschiedliche Tendenzen der strategischen Ausrichtungen der einzelnen Musikhochschulen identifiziert. Die große Gemeinsamkeit liegt in der Zielsetzung, die Praxisorientierung in der Ausbildung zu stärken. Die Schnittstelle zum Berufsmarkt wird dabei jedoch unterschiedlich stark genutzt.



Mazo, Maria
Persönlichkeitskünstler? : Künstlerstrategien für die Entwicklung des Konzertformats klassischer Musik
2011
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie Künstlerpersönlichkeit zu der Entwicklung von Konzertformaten klassischer Musik beiträgt. Die Künstlerpersönlichkeit von Musikern wird im Auftrittskontext betrachtet und beschränkt sich auf solistische Instrumentalisten. Die Ergebnisse der Untersuchung sind Einsichten in die Notwendigkeit der Abstimmung mit Publikumsbedürfnissen in der Wahrnehmung und Nutzung eines Konzertabends sowie der Aufbau einer neuartigen Beziehung der Künstler zum Publikum, welche durch Öffnungsprozesse der Künstlerpersönlichkeit - in Sinne einer Personalisierung - sowie durch Öffnungsprozesse im Konzertbetrieb erreicht werden kann.



Menze, Jonas
Musical-Fans. Eine empirische Untersuchung von Musical-Fantum und damit verbundener kultureller Praktiken
2011
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Beim Musical handelt es sich um die umsatzstärkste Musikveranstaltung auf dem deutschen Unterhaltungsmarkt. Um die Stücke und ihre Darsteller herum hat sich eine lebendige Fan-Szene entwickelt, die sich in einer Reihe musicalbezogener Fan-Medien und Fanclubs manifestiert. Dennoch gibt es bislang kaum wissenschaftliche Untersuchungen, die Musical-Fantum als kulturelles Phänomen greifbar machen. Im Rahmen einer Online-Befragung wurden 323 Musical-Fans nach ihrem Fan-Verhalten und ihrer Mediennutzung mit Bezug zum Fan-Objekt befragt. Ziel der explorativen Untersuchung ist eine Charakterisierung von Musical-Fans und ihrem Fan-Verhalten. Es kann gezeigt werden, dass es sich bei Musical-Fans um eine überwiegend weibliche und junge Fan-Szene handelt, die sich im Rahmen von Fan-Art produktiv mit ihrem Fan-Objekt beschäftigt und ihr Fantum gezielt zur Identitätsbildung und Vergemeinschaftung nutzt. Den kulturellen Praktiken mit Bezug zu Darstellern wird von den Fans ein besonderer Wert beigemessen. Die relativ hohen Eintrittspreise für Besuche von Ensuite-Produktionen stellen keine nachhaltige Barriere für den Eintritt in die Fan-Szene dar.



Müller, Julia Marie
Strategien klassischer Musikfestivals
2011
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In dieser Arbeit werden auf Basis von Theorien und Modellen der Strategieforschung die Strategien und das Strategische Management von klassischen Musikfestivals untersucht. Das geschieht durch die Betrachtung der Festivals aus fünf unterschiedlichen Perspektiven. - Wettbewerbsstrategie und Wertschöpfungskette nach Porter, Kernkompetenzen nach Hamel & Prahalad, Stakeholdermanagement und Innovationen sind Gegenstand der Analyse. Die Relevanz dieser Untersuchung steht vor dem Hintergrund schwindender Subventionen durch öffentliche Mittel im Klassikbereich und einer daraus resultierenden Krise des klassischen Konzerts, Musiktheaters und Oper außer Frage. Immer mehr und vielfältigere musikalische Unterhaltungsangebote entstehen und damit eine zunehmend unsicherere Beziehung der Unternehmen der Klassikbranche zu den Publika. Die Untersuchung von Wertschöpfungsprozessen klassischer Musikfestivals hat bisher kaum stattgefunden, ist aber in Anbetracht der eben beschriebenen Situation längst überfällig und wird in dieser Arbeit zum Gegenstand empirischer Forschung. Vor diesem Hintergrund werden Führungskräfte verschiedener klassischer Musikfestivals in Niedersachsen als Experten in Einzel-Interviews befragt. Durch die Auswertung der so gewonnen Daten wird herausgestellt, welche Aktivitäten klassische Musikfestivals durchführen, wo sie sich ähneln, was sie unterscheidet und wer davon profitiert, um damit einen Beitrag zu ihrer Entwicklung und der Entwicklung des klassischen Konzertwesens allgemein leisten zu können.



Rupprich, Katharina Elisabeth
Public Relations für Veranstalter in der Klassikbranche. Eine qualitative Befragung von Konzertveranstaltern in Deutschland
2011
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Musik-PR gewinnt für Konzertveranstalter zunehmend an Bedeutung. Während noch vor einigen Jahrzehnten die Meinung vorherrschte, dass sich Kunst auch ohne besondere Maßnahmen behaupten könnte, so hat sich in den letzten Jahren ein Verständnis dafür entwickelt, dass ein gewisses Maß an Kommunikation für jede Kunstform wichtig, ja sogar notwendig ist. Die bisherige theoretische Auseinandersetzung beschäftigte sich vor allem mit Kultur-PR im Allgemeinen, wobei hier auch immer wieder Bezüge zu Musik-PR im Speziellen hergestellt wurden. Eine Untersuchung, die die einzelnen Veranstaltertypen in Bezug auf ihre Herangehensweise im Bereich PR miteinander vergleicht, gibt es bisher allerdings noch nicht. Diese erfolgt mit der vorliegenden Arbeit. Ziel ist es, einen Überblick über das komplexe Thema Musik-PR zu erlangen und zu eruieren, ob und wenn ja, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Veranstaltern bezüglich ihrer PR- Arbeit gibt. Die explorative Umsetzung des Forschungsvorhabens erfolgt in Form von acht qualitativen Experteninterviews mit Leitern oder Mitarbeitern der PR-Abteilung der jeweiligen Konzertveranstalter. Befragt werden insgesamt sechs verschiedene Veranstaltertypen (Konzerthaus, Opernhaus, Festival, Rundfunkorchester/Chor, Konzertdirektion und Musical), die sich theoretisch dem sogenannten Drei-Sektoren-Modell zuordnen lassen. Ein Modell, das die Veranstalter in öffentlich-rechtliche, gemeinnützige und private Veranstalter unterteilt. Nach diesem Analyseraster werden die Konzertveranstalter ausgewählt und befragt. Die Interviews werden basierend auf einer Leitfadenmatrix geführt und mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.



Schlömer, Friederike
(Hoch-)Kulturmarketing im Web. Eine inhaltsanalytische Untersuchung zum aktuellen Stand der Online-Marketing-Aktivitäten öffentlich getragener Opernhäuser und Mehrspartentheater mit Opernbetrieb in Deutschland
2011
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Diese Arbeit nimmt einen ausgewählten Bereich öffentlich finanzierter Musikkultur in den Blick und beschäftigt sich mit der Frage, wie sich der aktuelle Stand der Online-Marketing-Aktivitäten öffentlich getragener Opernhäuser und Mehrspartentheater mit Opernbetrieb darstellt. Zur Beantwortung dieser Frage wurden die Websites der entsprechenden Kultureinrichtungen in einer Vollerhebung mittels quantitativer Online-lnhaltsanalyse untersucht. Dazu wurde auf der Basis theoretischer Vorüberlegungen und einer vorgeschalteten Sichtung von zehn zufällig ausgewählten Websites aus diesem Bereich ein Kategoriensystem entwickelt, das die Ebenen Kommunikationspolitik, Servicepolitik und Distributionspolitik sowie die verschiedenen Dimensionen dieser drei Marketinginstrumente umfasst, die für das Online-Marketing von öffentlichen Kultureinrichtungen als relevant identifiziert wurden. Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse zeigen, dass die Theater ihre Websites als Kommunikations- und Serviceinstrument sowie als Distributionskanal einsetzen und damit begonnen haben, die Möglichkeiten des Web 2.0 zu nutzen. Neben einer zunehmenden Service- und Dialogorientierung dienen die Websites insbesondere als Plattform zur zeit- und ortsunabhängigen Bereitstellung von Informationen über das eigene Haus und zum aktuellen Spielplan. Die Gesamtheit der öffentlich getragenen Operntheater in Deutschland lässt sich in vier Gruppen unterteilen, die sich hinsichtlich des Ausschöpfungsgrades der Komponenten des Online-Marketings unterscheiden und in der Ausgestaltung ihrer Online-Marketing-Aktivitäten unterschiedliche Schwerpunkte setzen.



Steinhardt, Sebastian
Musikproduktion im Wandel. Welche Wertschöpfungsoptionen bietet der Wandel der Musikproduktion für Musiker und Produzenten?
2011
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Diese Arbeit stellt neue Wertschöpfungsoptionen und Möglichkeiten für Musiker und Produzenten im Prozess der Musikproduktion dar. Hierbei werden Aspekte und Theorien des strategischen Managements behandelt und eine qualitative Studie mit Experteninterviews durchgeführt und diskutiert. Die Ergebnisse zeigen die neuen Optionen der Veränderungen in der Musikindustrie auf und werden praxisnah erläutert. Jede Krise enthält auch immer neue Chancen und Möglichkeiten, die hier aufgezeigt werden.




 

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Zuletzt bearbeitet: 18.04.2016

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