Master Medienmanagement

Absolventen des Master-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2011)

(Stand: November 2012)

Blumberg, Kerstin
I’m here. Eine empirische Analyse der Einflussfaktoren auf die Adoptionsentscheidung hinsichtlich der Nutzung von Location Sharing Services
2011
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Seit einiger Zeit haben Location Sharing Services wie Foursquare, Gowalla oder Facebook Places verstärkt Zuspruch erfahren. Diese neue Art und Weise, den eigenen Aufenthaltsort mitzuteilen, birgt neben zahlreichen Vorteilen eine Reihe von Risiken. Vor diesem Hintergrund geht die vorliegende Studie der Frage nach, welche Faktoren die Adoptionsentscheidung zur Nutzung von Location Sharing Services beeinflussen. Um diese Frage zu beantworten, werden sowohl der Erwartungs-Bewertungs-Ansatz als auch Erkenntnisse der Risikoforschung herangezogen. Die herausgearbeitete Risiko-Kosten-Nutzen-Abwägung wird unter Berücksichtigung der Diffusionstheorie zu einem erklärenden Rahmenmodell der Nutzung von Location Sharing Services weiterentwickelt. Mit Hilfe einer quantitativen Online-Befragung unter Nutzern und Nichtnutzern dieser ortsbezogenen Dienste (n=464) kann das formulierte Modell empirisch überprüft und größtenteils bestätigt werden. Um der Kritik an der binären Logik der Diffusionsforschung zu begegnen, wird nicht nur die Übernahme oder Ablehnung der Innovation untersucht, sondern eine differenziertere Gruppeneinteilung in Nutzer, Enttäuschte, Zögerliche und Verweigerer vorgenommen. Neben dem Grad der Innovativeness der Befragten, tragen vor allem die Wahrnehmung des Datenmissbrauchs im virtuellen Raum, der Nutzen aus Zeitvertreib und sozialer Interaktion sowie der erwartete kognitive Lernaufwand zur Gruppenunterscheidung im Adoptionsprozess bei. Weiterhin können personenbezogene Merkmale identifiziert werden, welche die Wahrnehmung dieser Faktoren beeinflussen. Auf Basis der erlangten Erkenntnisse werden für die Anbieter von Location Sharing Services sowohl Handlungsempfehlungen zur Reduzierung wahrgenommener Risiken als auch Strategien zur Steigerung der Attraktivität der untersuchten Dienste abgeleitet.



Brandt, Sarah
Darf's noch etwas Heimat sein? : Eine empirische Analyse von myheimat.de als Konkurrenz zur lokalen Tageszeitung aus Sicht der Nutzer
2011
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Durch neue technische Möglichkeiten können Nutzer einfacher an der Nachrichtenerstellung mitwirken. Auch in der lokalen Kommunikation wird das Konzept des partizipativen Journalismus populärer. Doch inwieweit stellen diese Formate eine Konkurrenz zum professionellen Lokaljournalismus dar? Die vorliegende Arbeit geht dieser Frage am Beispiel der lokalen Bürgerjournalismus-Plattform myheimat.de nach. Mit einer standardisierten Online-Befragung wurden 412 myAe/maMMutzer zu ihrer myheimat- und Tageszeitungsnutzung befragt. Die Ergebnisse geben keinen Hinweis auf eine zeitliche Substitution der Tageszeitungsnutzung durch myheimat. Sie deuten eher darauf hin, dass myheimat das Interesse an regionalen Informationen und damit auch die Tageszeitungsnutzung anregen kann. Zusätzlich zeigen sich deutliche funktionale Unterschiede: Die Befragten nutzen myheimat insbesondere zur Unterhaltung, zur sozialen Interaktion und zur Meinungsäußerung. Den Lokalteil der Tageszeitung nutzen sie hingegen vor allem, um sich zu informieren. Dies zeigt sich auch in der Bewertung: An myheimat schätzen die Befragten vor allem die lebendige Vielfalt, am Lokalteil der Tageszeitung dagegen besonders die lokale Information. Die Nutzungsmotive und Publikationsthemen zeigen außerdem, dass das Selbstbild der schreibenden Nutzer nicht dem Rollenbild professioneller Lokaljournalisten entspricht. Anhand der Nutzungsmotive können fünf myAe/mof-Nutzertypen identifiziert werden, die eine differenziertere Betrachtung der Substitutions- bzw. Komplernentaritätsverhältnisse ermöglichen: Unterhaltungsnutzer, Gemeinschaftsuchende, Selbstdarsteller, informationsorientierte Enthusiasten und pragmatische Informationsnutzer. Insgesamt wird myheimat von den Befragten eher komplementär zur Tageszeitung genutzt.



Buschow, Christopher
Strategische Institutionalisierung durch Medienorganisationen. Der Fall des Leistungschutzrechtes
2011
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Supraorganisationale Rahmenbedingungen sind keine unbeeinflussbaren Datenparameter, sondern können als Institutionen verstanden werden, auf deren Ausgestaltung Organisationen als korporative Akteure interessengeleitet Einfluss nehmen. Auch Medienorganisationen bringen demnach in der Veränderung ihrer gesellschaftlichen Umwelt Strategien in Anschlag, die von den Kommunikationswissenschaften bislang nur reduktionistisch, auf die Einflussnahme durch journalistische Berichterstattung fokussiert erforscht wurden. In dieser Arbeit wird ein strukturationstheoretisch integrierter Neo-Institutionalismus als Theorierahmen entwickelt, in welchem die strategische Institutionalisierung durch Medienorganisationen umfassender rekonstruiert und verstanden werden kann. Die Debatte um ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage wird als Fallbeispiel der empirischen Untersuchung gewählt, da sie als wichtiges Institutionalisierungsprojekt auf die juristisch-konkrete Festschreibung des institutionellen Bereitstellungsarrangements von Journalismus durch Presseverlage zielt. Durch eine Rekonstruktion der Debatte mittels Desk Research und qualitativen Experteninterviews mit acht typischen Vertretern können vier materialgeleitet-differenzierte Strategien der Einflussnahme bestimmt werden, die Presseverlage in der Diskussion um ein eigenes Leistungsschutzrecht verfolgten. Die interpretative Rückführung dieser Strategien in den Theorierahmen ermöglicht es, Wege der strategischen Institutionalisierung durch Presseverlage - beispielhaft für Medienorganisationen - aufzuzeigen und kritisch einzuordnen. Die abschließende Diskussion dieser Erkenntnisse eröffnet mögliche Folgen der rechtlichen Etablierung eines Leistungsschutzrechtes und zeigt Anschlussstellen für weitere Forschung im Theorierahmen auf.



Dengel, Nadine
Patientenorientierte Pharmakommunikation? Eine explorative Studie zur Gesundheitskommunikation in der Pharmaindustrie
2011
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Die Bedingungen, unter denen Pharmaunternehmen Kommunikation betreiben, ändern sich grundlegend. Zum einen üben eine Vielzahl gesundheitspolitischer Reformen und damit verbundene Änderungen der Finanzierung von Gesundheitsleistungen, eine Tendenz zur Verschreibung von Nachahmerpräparaten und ein steigender Markt für Selbstmedikation, einen Kostendruck auf Pharmaunternehmen aus. Zum anderen lässt sich ein gestiegenes Interesse der Bevölkerung an gesundheitlichen Themen und ein in den Medien intensiv geführter Diskurs hierüber verzeichnen. Des Weiteren kennzeichnen neue Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten für Ärzte und potenzielle Patienten, die gesellschaftlichen Veränderungen im Gesundheitsmarkt. Die Pharmakommunikation zeigte bisher keine ausgeprägte Kunden- bzw. Patientenorientierung. Die genannten Entwicklungen deuten aber auf die Notwendigkeit dieser Art von Kommunikation hin. Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es daher, die Bedeutung der strukturellen Veränderungen im Gesundheitsmarkt für die Pharma- und Healthcare-Kommunikation zu analysieren, Mittels qualitativer Interviews wurden elf Experten aus Kommunikationsabteilungen von Pharmaunternehmen, PR-Agenturen und Werbeagenturen hinsichtlich der Bedeutung und Auswirkungen des Strukturwandels befragt Die Ergebnisse zeigen, dass es eine Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Handeln in der Pharmakommunikation gibt. Die genannten Entwicklungen werden zum Teil als sehr relevant für die Kommunikation angesehen. Kommunikativ begegnet wird diesen bisher jedoch nur vereinzelt.



Geber, Sarah
Soziales Kapital und Medien in Europa. Eine Mehrebenenanalyse zum Einfluss der Medien auf das soziale Kapital in europäischen Ländern
2011
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Diese Studie geht der Frage nach, wie die Medien als zentrale Instanzen moderner Gesellschaften das soziale Kapital in Europa beeinflussen. Dabei steht neben der Mediennutzung der Europäer auf der Individualebene die Bedeutung mediensystemischer Strukturen auf der Länderebene im Fokus des Forschungsinteresses. Die auf Basis des European Social Survey (ESS) durchgeführte Mehrebenenanalyse für 27 europäische Länder zeigt, dass sowohl die Mediennutzung als auch die Mediensysteme zur Erklärung des sozialen Kapitals in Europa beitragen. Das überdurchschnittliche Ausmaß sozialer Ressourcen in den skandinavischen Ländern ist unter anderem mit ihren freieren, vielfältigen und offenen Mediensystemen zu begründen. In Nord- und Westeuropa fördern die informationsorientierte Mediennutzung sowie der Einsatz des Internets als Interaktionsplattform die zwischenmenschliche Vernetzung und damit das soziale Kapital in diesen Gesellschaften. Das unterdurchschnittliche soziale Kapital der Südost- und Osteuropäer kann auf ihre Unterhaltungsorientierung in der Mediennutzung sowie auf defizitäre demokratische Medienstrukturen in den Ländern zurückgeführt werden.



Glanzner, Bettina
Die Welt im Wohnzimmer. Eine empirische Studie zur kulturellen Deterritorialisierung durch transnationale Medienrepräsentationen
2011
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Durch Globalisierung und Digitalisierung wächst unsere (Medien-)Welt immer mehr zusammen. So ermöglichen uns mediale Repräsentationen aus aller Welt auf den verschiedensten Wegen Einblicke in andere Länder. Diese Arbeit untersucht, inwiefern sich dies auf unsere Wahrnehmung von und unser Verhältnis zu anderen Ländern und Kulturen auswirkt. So wird davon ausgegangen, dass transkulturelle Repräsentationen Ressourcen für die kulturelle Identifikation darstellen, welche dazu führen, dass die Grenzen zwischen nationalen Kulturen mehr und mehr verschwimmen. Um diesen Prozess der kulturellen Deterritorialisierung durch transnationale Medienkommunikation zu beschreiben, wird ein Modell erstellt, das drei grundlegende Konstrukte umfasst: Der Kontakt mit anderen Ländern - auch über Medien - vermittelt Wissen über und Vertrautheit mit kulturellen Gegebenheiten, so genanntes interkulturelles Kapital, wozu auch Sprachkenntnisse zählen. Werden kulturelle Bedeutungen anderer Länder übernommen, bringt dies eine verstärkte Identifikation mit deren Kulturen mit sich. Dies drückt sich in einer größeren wahrgenommenen Nähe dieser Kultur aus. Darüber hinaus wird angenommen, dass der Ausbau interkulturellen Kapitals auch zu einer verstärkten Herausbildung supranationaler Identitäten führen kann. Dies wird in der vorliegenden Studie anhand von Kosmopolitismus, also der Offenheit gegenüber der Welt und dem Selbstverständnis als Weltbürger, untersucht. Die im Modell dargestellten Zusammenhänge dieser drei Konstrukte mit dem Konsum transnationaler Repräsentationen werden in einer empirischen Studie anhand von verschiedenen Wegen der transnationalen Kommunikation überprüft: Der Nutzung von Filmen und Serien, die in bestimmten Ländern spielen, der Nutzung von inländischen und ausländischen Nachrichtenangeboten und der Vernetzung mit Menschen aus anderen Ländern über das Soziale Netzwerk Facebook. Hierfür wird eine quantitative Onlinebefragung mit 962 Teilnehmern durchgeführt.



Holz, Sarah
Home is where your heart is. Warum es dem NDR (noch) nicht gelingt, die junge Zielgruppe mit dem gewählten Heimatkonzept zu erreichen
2011
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Das Konzept der Heimat hat in der vergangenen Zeit in vielen Bereichen an Aktualität gewonnen. Nicht zuletzt die Dritten Programme der Landesrundfunkanstalten in Deutschland stützen ihr regionales Fernsehangebot auf die Vermittlung von heimatbasierten Aspekten. Die ausbleibende Nutzung dieser Fernsehprogramme vor allem durch junge Zuschauer wirft die Frage auf, ob sich das Modell Heimat generell zur Ansprache junger Personen eignet. Ausgehend von dieser Beobachtung untersucht die vorliegende Arbeit die Relevanz von Heimatverbundenheit bei der Nutzung regionaler Medienangebote am Beispiel der Fernsehsendungen des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Zur Annäherung an den Gegenstandsbereich Heimat wurden hierbei besonders soziologische Abhandlungen hinzugezogen, das klassische Mediennutzungsmodell des Uses & Gratifications Ansatzes dient wiederum als Erklärungsgrundläge für die Zuwendung zu regionalen Inhalten. Durch eine qualitative Herangehensweise konnte ein tiefer Einblick in das komplexe Heimatbewusstsein der befragten 14- bis 29-Jährigen generiert werden. Es konnte zudem offengelegt werden, dass die Aufbereitung von Heimat telemedial nur gelingt, wenn man sich von dem rein informativen Anspruch löst und die Nahwelt der Befragten auf interessante und unterhaltende Art und Weise in das Programm integriert.



Langner, Jennifer
Beyond British Petroleum. Qualitative Untersuchung des internationalen publizistischen Konflikts um BP zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika während der Ölpest im Golf von Mexiko
2011
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Die vorliegende Abschlussarbeit beschäftigt sich mit dem Konflikt zwischen Großbritannien und den USA während der Ölpest im Golf von Mexiko im Frühsommer 2010, bei dem der Konzern BP im Zentrum der Auseinandersetzung steht. Es handelt sich dabei um einen publizistischen Konflikt zwischen den beiden Ländern. Publizistische Konflikte werden öffentlich über die mediale Berichterstattung ausgetragen. Die Medien verbreiten die Standpunkte der Konfliktgegner, können aber auch eigene Interessen verfolgen. Diese Arbeit geht anhand der Kontroverse um BP der Frage nach, wie sich publizistische Konflikte zwischen zwei Ländern vor dem Hintergrund nationaler Einflussfaktoren gestalten. Die Theorie der publizistischen Konflikte dient im vorliegenden Fall dazu, die Berichterstattung über den Konflikt zu strukturieren und das Verhalten der Konfliktbeteiligten zu interpretieren. Um mögliche nationale Einflussfaktoren in der Berichterstattung identifizieren zu können, werden zunächst die national unterschiedlichen Rahmenbedingungen, unter denen die Journalisten beider Länder arbeiten, anhand eines Schichtenmodells verglichen. Anschließend wird die Berichterstattung amerikanischer und britischer Tageszeitungen in zwei Untersuchungszeiträumen während des Konflikts anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse untersucht, um Unterschiede in den Berichterstattungsmustern feststellen zu können.Die Ergebnisse dieser Inhaltsanalyse zeigen auf, wie sich der internationale publizistische Konflikt in einem nationalen Konsens über den Konfliktgegenstand BP, einer gegenseitigen Abgrenzung der Länder und in internationalen Austauschprozessen manifestiert. Im Hinblick auf den Konsens zu BP zeigt sich beispielsweise in der amerikanischen Berichterstattung eine stärker ausdifferenzierte Kritik an BP, während in der britischen Berichterstattung die Verteidigungshaltung deutlicher ausgeprägt ist. Die Berichterstattung weist aber auch Gemeinsamkeiten auf, zum Beispiel wenn die Journalisten beider Länder besonders prägnant formulierte Aussagen aufgreifen, um den Konflikt zu betonen. Außerdem wird deutlich, dass neben dem aktuellen Konflikt um BP auch politische und wirtschaftliche Interessen sowie tieferliegende Ressentiments zwischen den beiden Ländern eine Rolle spielen. Die Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit beziehen sich damit nicht nur auf den Konfliktfall BP, sondern sollen darüber hinaus auch der Erweiterung der theoretischen Grundlagen dienen und das Verständnis von publizistischen Konflikten vor einem internationalen Hintergrund vertiefen.



Nölle, Catherine Isabelle (Sperrvermerk bis Oktober 2013)
Auf in neue Märkte! Eine empirische Untersuchung zu Barrieren der E-Book-Adaption deutscher Buchverlage
2011

Thye, Linda
Gemüse ist mein Fleisch. Reputationsmanagement bei Nonprofit-Organisationen am Fallbeispiel des Vegetarierbund Deutschland e. V.
2011
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Eine positive Reputation ist zu einer der wichtigsten immateriellen Ressourcen von Organisationen avanciert. Der gute Ruf steht deswegen stark im kommunikativen Fokus von Wirtschaft und Wissenschaft: Was ist Reputation, wie lässt sie sich messen und zielorientiert steuern? Auch Nonprofit-Organisationen (NPO) erkennen ihre Reputation als zentralen Erfolgsfaktor im sich verschärfenden Konkurrenzumfeld des Dritten Sektors: Jede NPO muss mit unzähligen anderen um Spender, Mitglieder und ehrenamtliche Helfer werben, um ihre gemeinnützigen Ziele verwirklichen zu können. Das ihr zuteil werdende bürgerschaftliche Engagement ist dabei abhängig von ihrem Ansehen. Trotz der erkannten Relevanz ist die NPO-Reputation ein wissenschaftlich weitgehend unbeachteter Forschungsgegenstand - was verhindert, dass gemeinnützige Organisationen umfassend von einem guten Ruf profitieren können. Aus diesem Grund bezieht sich das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Studie auf die NPO-Reputation. Dabei wird ein ausgewähltes Fallbeispiel, der Vegetarierbund Deutschland e. V. (VEBU] und seine Unterstützer, untersucht. Erst die situative Betrachtung kann zu Differenzierung vom Wettbewerb und Wertschöpfung beitragen. Die quantitative Online-Befragung aktueller VEBU-Mitglieder, -Spender und -Ehrenamtlicher hat zum Ziel, die VEBU-Reputation messbar und Möglichkeiten ihres Managements nutzbar zu machen. Es offenbart sich ein komplexes Beziehungsgeflecht aus VEBU-lmages, -Reputation und -Unterstützungspotenzialen: Bei den Befragten sind insbesondere affektive Bewertungen des VEBU für dessen künftigen Erfolg von Bedeutung. Nichtsdestotrotz sind die wahrgenommene Perfor-mance und Attraktivität der NPO entscheidende Faktoren ihres Ansehens. Beide Determinanten interagieren wiederum stark mit der Organisationskommunikation und werden maßgeblich von ihr beeinflusst. Für vegane Unterstützer als relevante Subzielgruppe des VEBU ergeben sich überwiegend andersartige Zusammenhänge der VEBU-Reputation und ein generell kritischerer Standpunkt zur NPO. Alle Erkenntnisse bilden die Grundlage für ein strategisches VEBU-Reputationsmanagement.



Walkenbach, Jonas
Farmin‘ all around the World. Nutzungsmotive von Online Casual Games im internationalen Vergleich
2011
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Online Casual Garnes haben in den letzten Jahren für eine Revolution in der Spielebranche gesorgt. Diese neue Art unterscheidet sich grundlegend von klassischen Online Spielen: Flexibler Ein- und Ausstieg, Plattformunabhängigkeit, schneller Erfolg, kein Wettkampf und prinzipiell endloses Spielen bei sehr einfacher Steuerung, kennzeichnen Online Casual Garnes. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Nutzungsmotiven solcher Spiele. In Kooperation mit der Bigpoint GmbH wurden weltweit 39.000 Nutzer des Spiels Farmerama befragt. Inhalt des Spiels ist es, eine virtuelle Farm zu bewirtschaften, sich dabei um die Tiere zu kümmern und Pflanzen zu ernten. Nach Analyse der Daten sind die wichtigsten Motive das sich regelmäßige Kümmern (Caring) und das Vervollständigen (Completism) der vielfachen Gegenstände und Belohnungen, die ein Spieler ansammeln kann. Damit unterscheiden sich die Motive von Online Casual Garnes klar von denen klassischer Online Spiele, bei welchen der Spielfortschritt und die soziale Interaktion als Motive im Vordergrund stehen. Die Spielerschaft unterscheidet sich hier ebenfalls grundlegend von denen anderer Spieler, denn der typische Online Casual Spieler ist weiblich, 36 Jahre alt und hat eine niedrige bis mittlere Bildung. Die Daten des internationalen Vergleichs zeigen, dass die kulturelle Prägung einen großen Einfluss ausübt. Kollektivistisch geprägte Spieler sind hierbei generell stärker motiviert als die kollektivistisch weniger stark Geprägten.



Wusowski, Janke
Die Erwartungen Jugendlicher an den Musikjournalismus in Deutschland
2011
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Diese Arbeit geht der Frage nach: Welche Erwartungen haben Jugendliche an den Musikjournalismus in Deutschland?". Dafür wird zunächst der Musikjournalismus im Wandel dargestellt, denn durch veränderte Mediennutzungsgewohnheiten und den Bedeutungsverlust physischer Tonträger ändert sich der Umgang Jugendlicher mit Musik. Dieser Wandel verändert auch die Rahmenbedingungen für den Musikjournalismus in Deutschland. Diese Arbeit thematisiert den Umgang von Jugendlichen mit musikjournalistischen Inhalten und ermittelt anschließend mögliche Erwartungsstrukturen an den Musikjournalismus. Um die Forschungsfrage angemessen zu beantworten, wurden 12 qualitative Interviews mit Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Jugendlichen vor allem Informationen über Musiker, Musikstücke und Musikstile von dem Musikjournalismus erwarten. Zudem spielen auch die Unterhaltung, die Identitätsbildung und die soziale Integration eine bedeutende Rolle. Die Studie konnte umfassende Erwartungsstrukturen Jugendlicher aufdecken sowie Optimierungspotential für den Musikjournalismus im Umgang mit der Zielgruppe der Jugendlichen ermitteln. Durch die qualitative Vorgehensweise konnten vielschichtige Erwartungen aufgedeckt und nachvollzogen werden, so dass die Forschungsfrage interessante Ergebnisse hervorbrachte.



Wüstehube, Anne
Brigitte im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten. Eine qualitative Studie zur Wahrnehmung und Bewertung der cross-medialen Markenerweiterung brigitte.de
2011
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Wie treu bleibt sich die BRIGITTE im Netz? So würde die Medienmarke BRIGITTE vermutlich das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit formulieren. In der vorliegenden qualitativen Studie wird analysiert, ob die cross-mediale Markenerweiterung der BRIGITTE ins Internet, den Vorstellung det Rezipientinnen von der Marke entspricht. In unserer immer stärker von der Digitalisierung durchdrungenen Welt, sollte der Auftritt einer Medienmarke im Internet dem Wesen der Marke entsprechen, damit die Rezipienten auch im Web durch die Marke Orientierung erfahren können. Daher werden in dieser Arbeit der identitätsorientierte Markenansatz mit den spezifischen Besonderheiten von Medienmarken sowie den Erfolgsfaktoren für Markenerweiterungen in Verbindung gesetzt und anhand eines konkreten Beispiel überprüft. Als Beispiel wird die Marke BRIGITTE herangezogen, die als starke Medienmarke qualifiziert werden kann. In Bezug auf die Marke BRIGITTE kann aufgezeigt werden, dass ein Internetauftritt eine erfolgsversprechende Möglichkeit einer Medienmarkenerweiterung darstellt, durch welche sowohl auf das Erweiterungsprodukt als auch auf die Marke BRIGITTE in Gänze positive Effekte realisiert werden könnten. Allerdings zeigt die Arbeit auch auf, dass BRIGITTE aus Sicht der ausgewählten Probandinnen noch wesentlich mehr Profit aus ihrer einzigartigen immateriellen Ressource, der Marke, ziehen könnte.



Zhang, Yi
The Weight of the Chinese Online Financial Information Service : An empirical study on the information seeking behaviors of the Chinese institutional and public investors
2011
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The thesis aims to delve into the online information seeking behavior under the financial context of the Chinese Investors. What characterized their using pattern of the online financial information Service (OFIS)? Are there any distinctions between the institutional Investors and public Investors on their level of informational behavior? And are they satisfied with the quality of tendered information Service? The research departs from the uniqueness of the information environment created by the Chinese financial Institution and market actors. Search motivations (uncertainty reduction, decision-making and coordination) and the financial information literacv (subjective knowledge, objective knowledge and comprehension ability) are incorporated as the key factors into the research model to clarify the possible informational activities. Furthermore, shaping effect of the content characteristics and the demographical factors (age, gender and income) are also taken into consideration. An online survey was conducted on a sample base of 558 respondents, Empirical findings suggested that the factor contribution to the final behavior should be adjusted and tailored to the Investor group with different identity. Also, new dimensions of reasons were posed to express the dissatisfaction with the OFIS quality.



 

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Zuletzt bearbeitet: 18.04.2016

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