Master Medien und Musik

Absolventen des Master-Studienganges Medien und Musik und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2014)

(Stand: April 2017)

Ehlers, Doreen
Hier spielt die Musik! Musikschulen und ihre Wertschöpfung
2014
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Musikschulen stehen derzeit vor tiefgreifenden Veränderungen, welche ihre Arbeit maßgeblich beeinflussen. Aufgrund des demographischen Wandels und der Veränderungen im allgemein bildenden Schulsystem sowie des steigenden Konkurrenzdrucks müssen Musikschulen ausgefeilte Wertschöpfungsstrategien zur Existenzsicherung und Zukunftsplanung vorweisen. Diese können das öffentliche und politische Bewusstsein für die Bedeutung von Musikschulen schärfen und ihren Stand in der Gesellschaft stärken. Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit untersucht, sie und warum Musikschulen welche Werte produzieren. Dazu werden Musikschulleiter sowohl öffentlicher als auch privater Musikschulen aus Deutschland in qualitativen Experteninterviews befragt. Anhand der durch die Befragung gewonnenen Daten sollen Aufschlüsse darüber gewonnen werden, welche Wertschöpfungsformen für Musikschulen sinnvoll sein können, um deren Existenz weiterhin zu sichern.



Fricke, Jacqueline
Strategien klassischer Musikfestivals. Beziehungen und Netzwerke im digitalen Zeitalter
2014
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Mit Aufkommen des Internets haben sich nicht nur die Wege der Kommunikation, sondern auch die der Musikrezeption und Vernetzung von Menschen untereinander stark gewandelt. Im Zuge dieser Entwicklung gestaltet es sich für Veranstalter von Konzerten der klassischen Musik immer schwieriger, jüngere Zielgruppen über „traditionelle“ Kommunikationswege zu erreichen. Vor diesem Hintergrund will die Arbeit Strategien von Veranstaltern klassischer Musikfestivals analysieren. Hierzu wurden relevante Strategieansätze aus der Lehre des strategischen Managements zur Analyse herangezogen und die derzeitige strategische Ausrichtung klassischer Musikfestivals mittels qualitativer Leitfadeninterviews untersucht. Deren inhaltsanalytische Auswertung hat ergeben, dass vor allem die individuelle Gestaltung von Kooperationsbeziehungen zu unterschiedlichsten Netzwerkakteuren für die Zukunftsfähigkeit klassischer Musikfestivals von größter Bedeutung ist. Nur mithilfe von Netzwerkpartnern können entscheidende Mehrwerte generiert werden, die sich nachhaltig auf die Publikumsstruktur auswirken. Als wichtigstes Gestaltungsmittel wird dabei die persönliche Kommunikation gesehen, welche sich bisher jedoch noch nicht allzu umfassend auf digitale Netzwerkmedien erstreckt. Obwohl die Angst besteht, einen sozialen Trend zu verschlafen, erweist sich der Umgang mit ihnen für die Veranstalter aus unterschiedlichen Gründen noch als weitestgehend schwierig. Dennoch werden sie als kundenbindende Medien verstanden.



Klügling, Erik
Das Musikmagazin der Zukunft? Theorien, Meinungen und Ideen vor dem Hintergrund der Digitalisierung
2014
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Im digitalen Zeitalter haben sich Medien und Rezipienten grundlegend verändert, etablierte Geschäftsmodelle stehen auf dem Prüfstand. Durch neue digitale Formate und Kanäle ergeben sich viele Chancen, einen neuen, vielleicht auch besseren Musikjournalismus zu etablieren. Daher soll in dieser Arbeit die Frage untersucht werden, wie das Musikmagazin der Zukunft aussehen könnte.
Nach einem geschichtlichen sowie aktuellen Blick auf Musikzeitschriften in Deutschland steht der Einfluss der Digitalisierung auf den Journalismus im Vordergrund. Darauf aufbauend werden Empfehlungen ausgesprochen, wie sich der Musikjournalismus an neue Begebenheiten anpassen kann. Im zweiten Teil der Arbeit werden Ergebnisse einer qualitativen Studie dargestellt: In 12 leitfadengestützten Interviews mit Musikjournalisten, Experten aus der Medien- und Musikwirtschaft sowie Medien- und Musikforschung werden Theorien, Ideen und Meinungen gesammelt, wie das Musikmagazin der Zukunft aussehen könnte.



Leimbrinck, Anna
Wie „still“ ist Filmmusik? Eine qualitative Studie zur Wirkung von Filmmusik und Soundscape im Vergleich am Beispiel des Films Bal
2014
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Viele Filme nutzen sie. Viele Filme manipulieren mit ihr. Fast alle Filme brauchen sie.
Filmmusik: Sie kann kommentieren, untermalen, irritieren, lenken, einschränken, entspannen und anspannen. Jeder kennt sie, viele beschäftigen sich mit ihr, und das hat dazu geführt, dass fast jeder mittlerweile zu wissen glaubt, wie sie wirkt. Aber wie ist es im Kinosaal: Bedeutet Hören auch Zuhören?
Wie „still“ ist Filmmusik? Bisherige theoretische Auseinandersetzungen betrachten Filmmusik und Sounddesign separat voneinander. Soundtrack und Sounddesign verschmelzen jedoch sowohl auf der Produktions- als auch auf der Rezeptionsebene wachsend miteinander. Hier setzt diese qualitative Studie an und möchte anhand eines Filmmusikexperiments herausfinden, wie beide Parameter einzeln und gemeinsam im Hinblick auf Emotionalisierung und Semantisierung wirken.



Mergel, Christine
Ich blogge, also bin ich. Die Selbstthematisierung und Selbstinszenierung von deutschen Personal-Style-Bloggerinnen
2014
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Mit dem Aufkommen globaler Netzwerke, Konnektivitäten und Flows ist die Artikulation der eigenen Identität zur alltäglichen Aufgabe des postmodernen Menschen geworden. Im Zeitalter der Informationsgesellschaft ergeben sich dem Subjekt nie dagewesene Möglichkeiten der Selbstthematisierung und Selbstinszenierung. Besonders deutlich wird die Individualisierung, Demokratisierung und Veralltäglichung kommunikativer subjektkonstituierender Praktiken am Beispiel der Personal-Style-Blogs. Die Arbeit setzt sich mit den Merkmalen und Motivationen der Selbstpraktiken deutscher Personal-Style-Bloggerinnen auseinander. Ein qualitativer Forschungsansatz aus theoriegeleiteten Expertinneninterviews und anschließender Online-Inhaltsanalyse wurde gewählt, um den bisher wenig erforschten Gegenstand historisch zu verorten und begrifflich zu systematisieren. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht (nur) der Descartsche Vernunfts-, sondern der Castellsche Beziehungsmensch die Teilhabe an der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft wahrscheinlicher macht. Ich blogge, also bin ich.



Müller, Katarina
Lost in Music. Neue Strategien und Akteure des Musikentdeckens im Kontext der unbeschränkten medialen Verfügbarkeit von Musik
2014

Reimann, Christoph
Popmusikjournalisten im öffentlich-rechtlichen Hörfunk. Rahmenbedingungen, Handlungsspielräume und Berufsrollen – eine qualitative Befragung
2014
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Unterhaltende Musik gehört schon immer zum Hörfunk. Verschiedene technische, institutionelle und sozio-kulturelle Entwicklungen haben dazu geführt, dass Popmusik heute die Radiolandschaft dominiert. Die journalistische Auseinandersetzung mit ihr scheint aber ins Hintertreffen zu geraten – das gilt auch für die Popmusikjournalisten im Hörfunk. Die Wissenschaft hat sich bislang kaum für sie interessiert. Dabei sind ihre Arbeitswelten aktuell einem bedeutenden Wandel unterworfen. Diese Ausarbeitung stellt Popmusikkommunikatoren öffentlich-rechtlicher Sender in den Mittelpunkt. Sie hinterfragt Rahmenbedingungen, Handlungsspielräume und Berufsrollen. Dazu werden qualitative Interviews mit Programmverantwortlichen, Redakteuren und freien Autoren geführt. So entsteht ein vielseitiges Bild unserer Popmusikkommunikatoren – zwischen idealistischem Anspruch, Programmauftrag, geißelnden Vorgaben und einem leicht zuversichtlichen Blick in Richtung Zukunft.



Sambale, Rebecca
Heldentenor auf Hochglanzpapier? Die Kundenzeitschriften öffentlich getragener Opernhäuser in Deutschland – eine quantitative Inhaltsanalyse
2014
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Während die Auflagenzahlen vieler Printmedien sinken, bleiben Kundenzeitschriften in gedruckter Variante beliebt. Auch Kulturbetriebe nutzen eigene Magazine, um für ihre Aufführungen zu werben. Dabei sind besonders öffentlich getragene Opernhäuser einem speziellen Druck ausgesetzt. Bei rückgängigen Besucherzahlen und alterndem Publikum müssen sie gegenüber der Gesellschaft immer wieder ihre Existenz legitimieren.
Aufbauend auf der bisherigen Forschung zu Kundenzeitschriften und zum Kulturmarketing erschließt die Abschlussarbeit das bisher unbeachtete Spezialgebiet des Corporate Publishing von Opernhäusern am Beispiel der Kundenzeitschriften. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche äußerlichen und inhaltlichen Gestaltungsmöglichkeiten die Institutionen in den Magazinen nutzen, um Legitimation und ein positives Image zu erreichen. Auch geht die Autorin der Frage nach, wie nahe die Kundenzeitschriften dabei dem Journalismus in Darstellungsformen und Inhalten kommen.



Schulz, Bastian
Das Phänomen Pop-Festival. Eine qualitative Untersuchung zu den Wertschöpfungsprozessen des deutschen Festivalmarktes
2014
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Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen Pop-Festival zu bestimmen und aufzuzei-gen, welche Werte für wen, wie und warum bei einem Pop-Festival produziert wer-den. Die Relevanz dieser Untersuchung steht vor dem Hintergrund einer sich ver-ändernden Musik- und Festivalindustrie. Während der Tonträgermarkt seit Jahren einen viel diskutierten Zerfall erlebt, entwickelten sich Festivals zu einem boomen-den Wirtschaftszweig. Doch schaut man genauer auf den deutschen Festivalmarkt, zeigt sich, dass nicht alle von diesem scheinbaren Boom profitieren.
Bisher haben kaum Untersuchungen zu den Wertschöpfungsprozessen von Pop-Festivals stattgefunden. In dieser Arbeit werden deshalb Strategien und Wertschöp-fungsprozesse zum Gegenstand empirischer Forschung. Als Experten sollen Füh-rungskräfte verschiedener deutscher Pop-Festivals in Einzelinterviews befragt wer-den. Im Zuge der Auswertung der so gewonnenen Daten soll herausgestellt wer-den, welche Aktivitäten Pop-Festivals durchführen, wo sie sich ähneln, was sie un-terscheidet und welches die wichtigsten Werttreiber sind.



Sklorz, Paul
Kultur im Polnischen Rundfunk
2014
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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Polen steht seit der politischen Wende Ende der 1980er Jahre vor vielerlei Herausforderungen: Veränderte Hörgewohnheiten, knappe Finanzmittel, Konkurrenzdruck und wechselnde Vorstände lassen immer wieder die Frage aufkommen, wie die Radiosender ihren Programmauftrag erfüllen sollen. 2009 gingen schließlich Mitarbeiter der Kulturwelle – dem zweiten polnischen Hörfunkprogramm „Dwójka“ – mit einem „Protest on Air“ auf die Barrikaden. Sie sahen ihren Auftrag durch Sparzwänge in Gefahr. Inzwischen scheint sich die Lage beruhigt zu haben – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Doch die Herausforderungen und Fragen von damals sind geblieben. Grund genug, einen Blick auf den Status Quo der Kulturberichterstattung des öffentlich-rechtlichen Hörfunks in Polen zu werfen. Durch acht qualitative Interviews mit Programmverantwortlichen und Redakteuren quer durch alle vier landesweiten Radiosender des Polnischen Rundfunks entsteht so ein vielseitiges Stimmungsbild.



 

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Zuletzt bearbeitet: 12.04.2017

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