Bachelor Medienmanagement

Absolventen des Bachelor-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2017)

(Stand: April 2018)

Brodkorb, Mona
Musik in der Werbung - Eine qualitative Untersuchung der Kriterien und Motive bei der Musikauswahl für Fernsehwerbespots
2017
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Musik ist Bestandteil der meisten Fernsehwerbespots. Sie fungiert dabei hauptsächlich als ein wesentliches Mittel zur Beeinflussung der Konsumenten. Sie kann Aufmerksamkeit für die beworbenen Produkte und Marken erregen, die Emotionen der Rezipienten steuern, Werbebotschaften und Produktimages unterstützen und als Erinnerungsanker dienen. In der Fernsehwerbung werden sowohl bekannte als auch unbekannte Musikstücke genutzt, die mal im Vordergrund, mal im Hintergrund des Spots stehen. Musik wird also auf verschiedene Weise in Werbespots eingesetzt. Es bleibt jedoch unklar, was die Unterschiede in der musikalischen Gestaltung von Fernsehspots ausmacht und wodurch die Musikauswahl beeinflusst wird. Hierauf aufbauend wurden in dieser Arbeit die Kriterien und Motive untersucht, die einen Einfluss auf die Musikauswahl haben. Mittels sieben qualitativer Experteninterviews konnte herausgefunden werden, dass hierbei vor allem der Stellenwert, den Musik für die an der Musikauswahl beteiligten Personen hat, ausschlaggebend ist. Daneben haben Faktoren wie Musikkosten und Werbebudget, Timing, persönlicher Musikgeschmack, soziale Beziehungen in der Werbe- und Musikbranche sowie aktuelle Musiktrends in der Werbung einen Einfluss auf die Musikauswahl. Marktforschungsergebnisse sowie die Zielgruppe des beworbenen Produkts haben hierbei hingegen einen vergleichsweise geringen Einfluss.

Dittrich, Hauke-Christian
Ethik in der Fotoredaktion. Einfluss ethischer Kriterien auf die redaktionelle Fotoauswahl
2017
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Stärker denn je werden Medien heute durch visuelle Inhalte geprägt. Journalistische Fotos sind in der gesellschaftlichen Realitäts- und Meinungsbildung von großer Bedeutung. Über verschiedene Kanäle werden Rezipienten von grausamen Fotos erreicht, die das Leid oder den Tod von Menschen in Kriegs- und Krisensituationen sowie bei Anschlägen und Katastrophen zeigen. Das World Press Photo des Jahres 2016 zeigt einen Mörder als Protagonisten, ein anderes Foto lässt das Publikum an dem Leid flüchtender Menschen teilhaben. Welche Funktionen können Fotos aus Kriegen und Krisen sowie von Anschlägen und Katastrophen erfüllen? Wie handeln Fotoredakteure in ethisch-moralischen Entscheidungssituationen? Die Arbeit untersucht den Einfluss ethischer Kriterien auf die redaktionelle Fotoauswahl. Sie ermittelt die jeweiligen Merkmale von journalistischen Fotos und ethischen Richtlinien der jeweiligen Redaktionen. Hinterfragt wird auch das Verantwortungsbewusstsein der jeweiligen Medienakteure.

Dörries, Clas
Zwischen Labels und Plattform. Eine qualitative Untersuchung der Motive und Selbstwahrnehmung von Privatkuratoren mit öffentlichen Playlists auf Spotify
2017
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Privatnutzer nehmen in den digitalen Netzwerkmedien eine immer wichtigere Rolle ein. Immer öfter treten sie als Influencer oder Produzenten auf. Eine neue Praktik durch den digitalen Wandel ist das Veröffentlichen privater Playlists wie beim Streaming-Dienst Spotify. Diese Arbeit erforscht qualitativ die genauen Motive hinter der Praktik des Kuratierens und die Selbstwahrnehmung der Privatkuratoren auf Spotify. Die Motive unterschieden sich teilweise stark unter den Befragten. Häufigstes Motiv war der Aufbau einer kontextbasierten und immer verfügbaren Musiksammlung. Andere waren die Darstellung der eigenen Identität, die Stärkung und Schaffung von Verbindungen sowie die Verantwortung gegenüber dem Publikum und das Erweitern bzw. Ändern musikalischer Denkweisen bei diesem. Außerdem zeigte sich ein Wunsch nach musikalischem Austausch. Ihre Rolle sahen die Befragten als Influencer in der Nische mit geringer Reichweite sehen aber die Relevanz von Playlisten generell als steigend war.

Fecke, Malin
Karriere dank Serie. Eine empirische Untersuchung des Einflusses der parasozialen Beziehung zu einem beruflich erfolgreichen Seriencharakter auf die Karriere-Motivation des Rezipienten
2017
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Die Arbeitswelt ist einer der wichtigsten Kontexte im Leben eines Menschen. So beeinflusst auch die mediale Welt die Erwartungen an die Arbeitswelt. Doch was geschieht, wenn wir beruflich erfolgreiche Seriencharaktere über einen längeren Zeitraum bei ihrer Karriere begleiten? Träumen wir auch manchmal selbst davon, genauso erfolgreich zu sein wie sie? Die Studie liefert mit einer quantitativen Online-Befragung empirische Befunde zu dem Thema. Dabei verbindet sie erstmals das Konstrukt der parasozialen Beziehung mit dem aus der Sozial-kognitiven Lerntheorie abgeleiteten Mechanismus „berufliche Zielsetzung“ und untersucht zudem den Einfluss der Mechanismen „Selbstwirksamkeitserwartung“ und „Ergebniserwartung“ als mögliche Mediatoren für diesen Zusammenhang. Die Ergebnisse zeigen, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen der parasozialen Beziehung zu einem beruflich erfolgreichen Seriencharakter und der beruflichen Zielsetzung des Rezipienten gibt. Allerdings konnte durch den Mediator „Ergebniserwartung“ ein indirekter positiver Einfluss nachgewiesen werden. Daraus können erste mögliche Aussagen für den Einfluss parasozialer Beziehungen auf die Karriere-Motivation abgeleitet werden.

Fieker, Lina-Marie
Botschaften, die Leben retten. Ein Befragungsexperiment zur Untersuchung der Wirkung von Gewinn- und Verlustframes in Blutspendeappellen auf die verhaltensintentionsrelevanten Faktoren einer Blutspende.
2017
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Die vorliegende Studie untersucht mithilfe einer experimentellen Online-Befragung auf Basis der Prospect Theory, der Theorie des geplanten Verhaltens sowie zahlreichen bisherigen Forschungen, ob ein Verlustframe eine persuasivere Wirkung auf die verhaltensintentionsrelevanten Faktoren Risikowahrnehmung, Hilfsbereitschaft, Einstellung und wahrgenommene Verhaltenskontrolle hat und damit auch eine höhere Verhaltensintention, Menschen mit einer Blutspende helfen zu wollen, hervorruft als ein Gewinnframe. Weiterhin wird überprüft, ob der Effekt, den das Framing auf diese Faktoren hat, durch das Involvement, die subjektive Norm und den sozialen Einfluss moderiert wird.

Haas, Muriel
Ästhetischer Kannibalismus? Eine empirische Untersuchung des Zusammenhangs empfundener Ästhetik von Gewaltdarstellungen und der Entertainment Experience des Rezipienten der Qualitätsserie Hannibal
2018
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Die amerikanische Qualitätsserie Hannibal besticht durch gewalthaltige Momente und eine ästhetische Darstellung dieser. Die Beliebtheit der Serie unter seinen Zuschauern lässt ein hohes Unterhaltungserleben der Rezipienten vermuten. Inwieweit ein Zusammenhang zwischen der ästhetischen Darstellung von Gewalt und der Entertainment Experience des Rezipienten besteht, wird in dieser Arbeit untersucht. Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine quantitative Online-Befragung unter deutschen Rezipienten der Serie durchgeführt (N = 853). Die Ergebnisse zeigen positive Zusammenhänge zwischen empfundener Ästhetik der Gewaltdarstellungen in der Serie Hannibal und der gesamten Entertainment Experience des Rezipienten. Außerdem stützen die Ergebnisse dieser Arbeit die Aussagen von Leder et al. (2004) über die Wichtigkeit der Expertise des Rezipienten sowie der Klassifikation des zu bewertenden Untersuchungsgegenstandes als Kunstobjekt bzw. die Klassifikation der Serie als Quality TV.

Hachmeister, Viola
Wie aus Influencern Freunde werden. Eine empirische Untersuchung der parasozialen Beziehung zu Influencern auf Instagram und die Auswirkungen auf das Kaufverhalten
2017
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Im Zuge der Etablierung sogenannter Influencer im beliebten sozialen Netzwerk Instagram entstand eine neue Marketing-Form: Das Influencer Marketing. Influencer werden von ihren Followern als Vorbild angesehen, und sie bauen eine geradezu freundschaftliche Bindung zu ihnen auf. Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die parasoziale Beziehung (PSB) zu Influencern sowie die Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Follower. Zur Beantwortung der aufgestellten Forschungsfragen wurde eine standardisierte Online-Umfrage unter deutschen Instagram-Nutzern durchgeführt (n=196). Die Ergebnisse zeigen, dass sich zwei parasoziale Beziehungsformen zu Influencern ergeben: die quasi-reale Beziehung und die idealisierende Beziehung. Als starke Prädiktoren für die PSB-Formen stellt sich sowohl die wahrgenommene Attraktivität des Influencers als auch die Nutzung technischer Features auf Instagram heraus. Zudem zeigt sich ein positiver Einfluss der PSB auf das Kaufverhalten der Follower.

Kreissl, Lea
Status: Online - Eine Analyse des Einflusses sozialer Normen auf das Whatsapp-Nutzungsverhalten
2017
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Die dauerhafte Erreichbarkeit mit dem Smartphone wird als Permanently-Connected-Phänomen bezeichnet. Bei dieser Form der Kommunikation spielen soziale Erwartungen anderer eine große Rolle für das eigene Verhalten. Basierend darauf untersucht diese Arbeit den Einfluss sozialer Normen und Moderatoren auf das Nutzungsverhalten bei Whatsapp. Mit Hilfe einer Online-Umfrage unter deutschen Whatsapp-Nutzern werden das eigene Permanently-Connected-Verhalten bei Whatsapp und die zugehörigen sozialen Normen abgefragt. Außerdem werden zwei Moderatoren erfasst, bevor mit Hilfe von multiplen Regressionsmodellen der Einfluss auf das Nutzungsverhalten bei Whatsapp analysiert wird. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Übertragung des Einflusses sozialer Normen auf das Permanently-Connected-Verhalten bei Whatsapp zielführend ist. Soziale Normen haben einen verstärkenden Effekt auf das Nutzungsverhalten bei Whatsapp. Darüber hinaus erzielen die vermuteten Moderationseffekte kaum signifikante Ergebnisse.

Kuntscher, Leonard
“Wir sehen uns im McLaren’s!” - Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Darstellung von Alkohol in der Sitcom ‘How I Met Your Mother‘”
2017
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In dieser Arbeit wird die Darstellung von Alkohol in der Sitcom How I Met Your Mother untersucht. Dabei soll es um Expositionen von Alkohol gehen, die potenziell dazu geeignet sind, den Rezipienten hinsichtlich seines eigenen Alkoholkonsums zu beeinflussen. Dafür werden mit Hilfe von Theorien und Forschungserkenntnissen der Medienwirkungsforschung relevante Aspekte der Darstellung von Konsum an sich sowie dessen Folgen identifiziert. Die Analyse der Serie auf diese Darstellungen ergibt, dass expliziter und impliziter Alkoholkonsum häufiger und regelmäßiger Bestandteil der Serie ist und als übliches und sozial akzeptiertes Verhalten dargestellt wird. Eine solche Exposition kann einen potenziell kultivierenden Effekt bei den Rezipienten bewirken. Alkohol wird ferner auch als Instrument der Stimmungsregulierung gezeigt. Eine Darstellung von Resonanz und Konsumfolgen findet verglichen mit der Anzahl der Konsumexpositionen selten statt. Insgesamt können die für einen möglichen Medieneffekt relevanten Alkoholdarstellungen nur teilweise in einem nötigen Ausmaß festgestellt werden.

Mehrhardt, Katharina
Informationsverhalten als Strategie - Die Reise der deutschen Sporttouristen zur Fußball-Europameisterschaft 2016 nach Frankreich vor dem Hintergrund des internationalen Terrorismus
2017
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Die Fußball-Europameisterschaft 2016 stand unter dem Eindruck der Terroranschläge 2015 in Paris. Dies bedeutete für die Fans aus Deutschland eine unvorhersehbare Reise und die Herausforderung, mit dieser Situation der Unsicherheit umzugehen. Anhand einer Befragung wurde der Frage nachgegangen, inwiefern die damals zur Verfügung gestellten Informationen zu den Themen Terrorgefahr und Sicherheit seitens der Medien, Veranstalter und Institutionen im Vorfeld und während der Reise genutzt wurden, um zum Unsicherheitsmanagement beizutragen. Es stellte sich dabei heraus, dass die Sporttouristen sicherheitsbezogene Informationen durch eine Vielzahl an Quellen wahrnahmen. Das Verhalten vor der EM unterschied sich teils höchst signifikant gegenüber dem Zeitpunkt während der Reise. Zudem konnte das wahrgenommene Risiko als Prädiktor für die Suche der Themen Terrorgefahr und Sicherheit bestätigt werden. Das Involvement der Fans hatte nahezu keinen Einfluss auf ihr Informationsverhalten.

Mentzner, Lara
Achtung Spoiler! Eine quantitative Untersuchung über den Einfluss eines Spoilers auf das Unterhaltungserleben der Rezipienten
2017
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Das Phänomen Spoiler ist allgegenwärtiger als je zuvor. Zahlreiche Streamingdienste bieten die Möglichkeit, Medienangebote unabhängig von Zeit und Ort zu nutzen. Folglich sind die Fans einer Serie nicht auf dem gleichen inhaltlichen Stand und das Erlebnis, einem Spoiler ausgesetzt zu sein, wird wahrscheinlicher und daher immer häufiger diskutiert. Mit Hilfe einer Online-Befragung wurde herausgefunden, dass Zuschauer – sowohl positiv als auch negativ – in Form eines Spoiler-Distress auf einen Spoiler reagieren und folglich beim Sehen einer gespoilerten Folge unterschiedlich unterhalten werden. So können Zuschauer, die dem Spoiler-Distress ausgesetzt sind und demnach negativ auf den Verrat eines Handlungsausganges reagieren, mehr Suspense und Appreciation als Enjoyment empfinden. Jedoch konnte nicht bestätigt werden, dass die Persönlichkeitseigenschaft Need for Cognition Einfluss auf das Unterhaltungserleben der Zuschauer nimmt.

Pietsch, Manuel
Der Mediennachwuchs als Treiber der digitalen Transformation? Eine qualitative Untersuchung der Anforderungen, die Medienunternehmen an Berufseinsteiger richten
2017

Xyländer, Nora
Narzissmus auf Snapchat – Eine empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Narzissmus und Selbstdarstellung auf Snapchat
2017
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Snapchat hat sich zu einem der beliebtesten sozialen Medien entwickelt. Die App bietet dem Nutzer viele Möglichkeiten, um sich selbst darzustellen. Doch nicht jeder stellt sich auf die gleiche Art und Weise dar. Deshalb beschäftigt sich die vorliegende Arbeit damit, wie sich Persönlichkeitsmerkmale auf die Selbstdarstellung auf Snapchat auswirken. Narzissmus scheint dabei von besonderer Relevanz zu sein, da dieses Persönlichkeitsmerkmal in den letzten Jahrzehnten vermehrt zu beobachten ist. Als Ursache dafür werden die ansteigende Nutzung der sozialen Medien und die dort stattfindende Inszenierung der eigenen Person genannt. Um den Zusammenhang zwischen Narzissmus und Selbstdarstellung auf Snapchat zu untersuchen, wurde eine Online-Befragung durchgeführt. Der Fokus lag dabei auf dem Einfluss von Narzissmus auf die Verwendung verschiedener Selbstdarstellungstaktiken. Die Auswertung ergab einen positiven Einfluss von Narzissmus auf die Verwendung von Selbstdarstellungstaktiken auf Snapchat.

Öksel, Eylem
Wie Wählst Du?! Eine empirische Untersuchung zum Einfluss von Nachrichtenfaktoren auf die Nachrichtenauswahl deutscher und türkischer Zeitungen
2017

 

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Zuletzt bearbeitet: 01.08.2018

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