Master Medienmanagement

Absolventen des Master-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2017)

(Stand: Dezember 2017)

Auge, Hendrik
Nur noch eine Folge, dann fange ich an! Eine Online-Befragung zum moderierenden Einfluss von Media Enjoyment und Appreciation auf die Beziehung zwischen prokrastinativer Mediennutzung und Schuldgefühlen
2017
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Prokrastination, das Hinauszögern notwendiger Aktivitäten mit negativen Folgen, betrifft vor allem Studenten und führt zu Schuldgefühlen. Da besonders Medien häufig zum Prokrastinieren genutzt werden, stellt sich die Frage: Wie hängen empfundene Schuldgefühle und Unterhaltungserleben aus der Mediennutzung zusammen? Auf Basis theoretischer Überlegungen wurde ein Moderationsmodell entwickelt: Die beiden Facetten des Unterhaltungserlebens Media Enjoyment und Appreciation sowie deren Vorhersagefehler werden als Moderatoren auf die Beziehung von wahrgenommener Prokrastination und Schuld vorgeschlagen. Eine quantitative Online-Befragung unter 307 Studenten konnte zeigen, dass die untersuchten Moderationsmodelle nicht angenommen werden können. Zwar hat wahrgenommene Prokrastination einen positiven Einfluss auf empfundene Schuldgefühle, diese Beziehung wird aber nicht durch die Bestandteile des Unterhaltungserlebens oder deren Vorhersagefehler moderiert.

Bernt, Karin
Welche Rolle spielt der Fit? - Eine experimentelle Untersuchung der Bedeutsamkeit des Fit zwischen Lebensmitteln und dem deutschen Bio-Gütezeichen
2017
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In der Untersuchung wurde experimentell überprüft, welchen Einfluss die Abbildung eines deutschen Bio-Gütezeichens auf die Bewertung eines Produktes hat. Zudem wurde getestet, welche Rolle der Fit zwischen einem Produkt und dem Gütezeichen in Bezug auf den Aspekt Gesundheit für die Einstellung zum Produkt und zum Gütezeichen selbst spielt. Theoretische Grundlage war die Match-Up-Hypothese. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kennzeichnung von Produkten nicht automatisch zu positiveren Einstellungen führt. Zudem offenbart die Analyse, dass der wahrgenommene Fit eine wichtige Einflussgröße für die Einstellung zum Produkt sowie zum Gütezeichen darstellt und als Mediator fungiert. Das heißt: Je höher der tatsächliche Fit zwischen einem Produkt und einem Gütezeichen ist, desto höher wird der Fit auch von dem*der Verbraucher*in wahrgenommen. Diese Wahrnehmung nimmt dann Einfluss auf die Einstellung zum Produkt sowie zum Gütezeichen. Die Arbeit endet mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse.

Freytag, Anna
Nur Empfehlung oder doch schon Werbung? Eine empirische Untersuchung der Wahrnehmung von Produktplatzierungen auf Instagram bei Jugendlichen
2017
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Soziale Medien sind für Jugendliche heute alltäglich. Im Zuge der Hybridisierung von Werbung und des Einsatzes von Influencern findet man in dem von vielen jungen Menschen genutzten Netzwerk Instagram immer mehr Produktplatzierungen, die oftmals unzureichend als solche gekennzeichnet sind. In einer experimentellen Befragung unter 250 Schüler*innen wurde die Wahrnehmung und Bewertung von Produktplatzierungen auf Instagram bei Jugendlichen untersucht. Die Produktplatzierungen wurden gut als Werbung erkannt, wobei die Kennzeichnung keinen Einfluss auf die Wahrnehmung der Persuasionsabsicht nahm. Hingegen wurde der Überzeugungsversuch besser von aufmerksam lesenden Jugendlichen und von solchen mit kritischer Grundhaltung gegenüber Produktplatzierungen erkannt. In der Mehrheit sind Jugendliche Produktplatzierungen gegenüber gleichgültig eingestellt. Im Umgang mit anderen Werbeformen zeigten sie eine geringe Kompetenz, die eine Aktivierung des Persuasionswissens nur teilweise begünstigte.

Laugemann, Rabea
Was macht den Gründergeist aus? Eine empirische Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Gründungsintention von Medienstudenten
2017
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Die Medienbranche wird seit jeher von Selbständigen geprägt, doch aktuell sinkt die Anzahl an Gründungsinteressierten. Die Wissenschaft fokussiert sich bei der Gründungsforschung fast ausschließlich auf die Persönlichkeit von Gründern und befragt diese aus einer retrospektiven Sichtweise. Doch es lassen sich weitere Einflussfaktoren vermuten. Diese Studie verfolgt das Ziel, erstmals ein holistisches Bild von Einflussfaktoren auf die Gründungsintention zu zeichnen. Im Rahmen einer Online-Befragung von 720 Medienstudenten untersucht diese Arbeit die Einflüsse auf die Gründungsintention. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gründungsintention durch eine offene Persönlichkeit sowie der Entrepreneurship Education gestärkt und von einer neurotischen Persönlichkeit geschwächt werden. Weibliche Studenten haben eine deutlich niedrigere Wahrscheinlichkeit für eine Gründungsintention. Zudem wird eine klassische Selbständigkeit gegenüber der Gründung eines High-Tech Start-ups präferiert.

Meseke, Jannis
Let me entertain (and drive) you? - Eine qualitative Untersuchung zentraler Bestandteile von Geschäftsmodellen für Medienangebote in autonomen Fahrzeugen
2017
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Alle Insassen von Fahrzeugen werden durch die autonome Mobilität während der Fahrt zukünftig die Möglichkeit haben, sich mit dem Konsum von Medien zu beschäftigen. In dieser Studie erfolgt die Erforschung der dahinterliegenden Geschäftsmodelle auf Basis des Business Model Canvas durch elf qualitative Leitfadeninterviews mit Experten aus Automobil-, Medien- und Beratungsbranche. Die Zielgruppen sowie deren Bedürfnisse werden hochgradig segmentiert sein und ihre zielgenaue Ansprache auf Basis der Kundendaten elementar. Die Beziehung zu diesen Nutzern wird durch Avatare mit Sprachsteuerung gepflegt und das Angebot aus bisher bekannten Medienformaten bestehen, die für den neuen Anwendungsfall angepasst werden. Sie werden on-Demand auf die mobilen Endgeräte der Kunden übertragen, von wo aus eine Spiegelung auf die Fahrzeuginfrastruktur erfolgt. Um die Erlöse dabei zu maximieren und die Kosten zu minimieren, sind Partnerschaften zwischen den beteiligten Unternehmen elementar.

Münz, Janne
Blutige Anfänger? Junge Leute und ihre Blutspendeabsicht. Eine quantitative Untersuchung direkter und indirekter Einflussvariablen auf die Blutspendeintention insbesondere junger Menschen
2017
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Ziel der Arbeit war, Einflussfaktoren auf die Blutspendeabsicht vor allem junger Menschen zu ermitteln, um daraus ferner praktische Implikationen für Blutspendedienste ableiten zu können. Als Grundlage für die Online-Befragung diente ein Fragebogen auf Basis der Theory of Planned Behavior. Die Untersuchung mit Hilfe eines Strukturgleichungsmodells nach dem PLS-Ansatz zeigte erwartungsgemäß die Selbstwirksamkeit, die Einstellung und die subjektive Norm als wesentliche Einflussfaktoren auf die Absicht, in den nächsten drei Monaten Blut zu spenden. Als wesentliche indirekte Einflussfaktoren auf die Blutspendeabsicht wurden die Angst vor Nadeln, Blut und Unwohlsein über Einstellung und Selbstwirksamkeit, der persönliche Nutzen einer Blutspende über die Einstellung sowie wahrgenommene zeitliche Barrieren über die Selbstwirksamkeit identifiziert. Ferner lieferte auch die Spendeerfahrung signifikante Erklärungsbeiträge in Bezug auf Einstellung, Selbstwirksamkeit und subjektive Norm.

Owsianski, Sarah-Ann
Unterhaltung durch Mediensport. Eine empirische Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Unterhaltungsdimensionen Spannung, Vergnügen und Aufmerksamkeitsfokussierung bei medial vermitteltem Sport am Beispiel der Fußball-Europameisterschaft 2016
2017
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Medial vermittelter Fußball gilt hierzulande als riskantes, aber äußerst beliebtes Unterhaltungsangebot. Die Studie untersucht Einflüsse auf drei Unterhaltungsdimensionen bei der Rezeption von Fußball im Fernsehen. Die Daten liefert eine standardisierte Online-Befragung von Zuschauern von 18 Spielen der EM 2016 (n = 640). Die Spannung wird durch die deutsche Beteiligung an einem Spiel dezimiert, durch das Fantum gegenüber der Nationalelf und durch eine höhere Affinität zu Fußball-Großereignissen jedoch intensiviert. Eine höhere Ergebnis-Ratio steigert nicht nur die Spannung bei EM-Spielen, sondern auch das Vergnügen und die Aufmerksamkeitsfokussierung. Bei Deutschland-Spielen wird das Vergnügen durch eine höhere Ergebnis-Ratio jedoch verringert. Die Fokussierung wird durch eine höhere Affinität zu Großereignissen gesteigert. Männer fokussieren sich stärker auf die Spiele als Frauen. Bei Deutschland-Spielen ist die Fokussierung umso größer, wenn es sich um ein Finalspiel handelt.

Renke, Julia
Wieso antwortest du nicht? Die Erwartungshaltung an unsere ständige Erreichbarkeit. Der Einfluss von sozialen Normen auf das Permanently Connected-Verhalten junger Menschen am Beispiel von Instant Messengern
2017
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Heutzutage sind viele Menschen immer erreichbar und ständig miteinander verbunden, was mit dem Phänomen Permanently Connected (PC) beschrieben wird. Durch das Entstehen dieses Phänomens sowie die zunehmende Verbreitung von Instant Messengern wird die Mediennutzung verstärkt in soziale Kontexte eingebettet. Normative Einflussfaktoren gewinnen dabei an Bedeutung. Diese Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Normen auf das PC-Verhalten junger Menschen am Beispiel von Instant Messengern. Dazu wird die Theory of Normative Social Behavior (TNSB) herangezogen. Im Rahmen einer Online-Befragung wird das PC-Verhalten abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Normen einen Einfluss auf das PC-Verhalten besitzen. Deskriptive Normen haben einen stärkeren Einfluss als injunktive Normen. Die Moderatoren besitzen weniger Bedeutung als angenommen. Die Anwendung der TNSB auf den Forschungsgegenstand kann als sinnvoll bewertet werden, da die Verknüpfung von normativen Einflüssen und PC-Verhalten gelingt.

Steger, Friedrich
Psychology is the physics of virtual reality. Eine experimentelle Untersuchung des Einflusses von Virtual Reality auf das Videospielerlebnis
2017
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Obwohl die Technologie bereits seit Jahren existiert, ist es seit 2016 erstmals möglich, High-End-Virtual Reality in den eigenen vier Wänden zu erfahren. Die vorliegende Arbeit erklärt, wie sich VR im Vergleich zur Rezeption am Fernseher auf das Unterhaltungserleben von Videospielern auswirkt und welche affektiven und kognitiven Reaktionen dieses Unterhaltungserleben beeinflussen. Als relevante Reaktionen wurden das räumliche Präsenzerleben und die Emotion awe identifiziert. Die Wirkungszusammenhänge wurden mithilfe eines einfaktoriellen Experiments (N=62) untersucht. Eine Mediationsanalyse ergab, dass sich Nutzer des VR-Systems aufgrund des intensiveren räumlichen Präsenzerlebens stärker unterhalten fühlten als Nutzer des Fernsehers. Gleichzeitig verspürten Nutzer des VR-Systems aufgrund der stärkeren räumlichen Präsenz ein intensiveres Ehrfurchtsgefühl. Der vermutete Effekt der intensiveren Emotion auf das Unterhaltungserleben blieb aus.

Stümpel, Leonie
Das smartphonekompetente Kind? Eine quasi-experimentelle Studie mit Viertklässlern zur Messung der Wirksamkeit einer Projektwoche zur Smartphone-Kompetenz-Förderung
2017
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Heutzutage findet der erste mediale Kontakt bereits in frühester Kindheit statt, und insbesondere das Smartphone ist für die heutige Kinder-Generation ein faszinierendes, attraktives Medium. Die Bedienung ist oftmals intuitiv, doch ist sie auch kompetent, und wie kann sie noch kompetenter werden? Die vorliegende Masterarbeit befasst sich zur Untersuchung dieser Thematik mit der Wirksamkeit einer Smartphone-Kompetenz-Förderungsmaßnahme bei Viertklässlern. Zur Erfassung der Wirksamkeit wird ein Quasi-Experiment mit Kontrollgruppe durchgeführt, und 78 Viertklässler werden so anhand einer quantitativen paper and pencil-Vorher-Nachher-Befragung untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder insgesamt offenbar bereits über relativ gut ausgeprägte Smartphone-Kompetenzen verfügen, die Projektwoche dennoch bzgl. einiger Aspekte eine Bewusstseinsförderung erzielen konnte. Insgesamt spricht der Erfolg der Projektwoche für eine Etablierung und Replikation einer solchen Maßnahme.

Zahn, Sebastian
Lesementoring - Jugendliche fördern Kinder. Eine quantitativ-qualitative Studie mit Jugendlichen und Grundschulkindern zur Evaluation eines Halbjahres im Rahmen des Lesementoring-Projektes
2017
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Die Fähigkeit zu Lesen gehört zu den grundlegenden Voraussetzungen, um eine gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Es ist sinnvoll, Kinder schon früh beim Lesen zu unterstützen, um Problemen in der Zukunft vorzubeugen. Das Lesementoring-Projekt der Stadtverwaltung Hannover bietet diese Unterstützung an. Mithilfe von Jugendlichen und pädagogischen Fachkräften werden Kinder gefördert. Zur Bereicherung des Unterrichts werden Tablet-Computer eingesetzt. Die Frage, welche Effekte sich im Rahmen der Förderung der Lesefähigkeit auf die Kinder wie auch auf die Jugendlichen beobachten lassen, soll in der vorliegenden Masterarbeit beantwortet werden. Dazu wird das Lesementoring-Projekt durch eine messwiederholte quantitativ-qualitative Befragung von 30 Grundschulkindern und eine quantitative Befragung von 20 Jugendlichen evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Lesementoring-Projekt als Ganzes von den Teilnehmern gut angenommen wurde. Einschränkend muss erwähnt werden, dass sich die Lesemotivation der Kinder reduziert hat und die Nützlichkeit des Tablet-Einsatzes von den Jugendlichen kritischer hinterfragt wurde.

 

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Zuletzt bearbeitet: 04.12.2017

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