Master Medienmanagement

Absolventen des Master-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2017)

(Stand: Mai 2017)

Freytag, Anna
Nur Empfehlung oder doch schon Werbung? Eine empirische Untersuchung der Wahrnehmung von Produktplatzierungen auf Instagram bei Jugendlichen
2017
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Soziale Medien sind für Jugendliche heute alltäglich. Im Zuge der Hybridisierung von Werbung und des Einsatzes von Influencern findet man in dem von vielen jungen Menschen genutzten Netzwerk Instagram immer mehr Produktplatzierungen, die oftmals unzureichend als solche gekennzeichnet sind. In einer experimentellen Befragung unter 250 Schüler*innen wurde die Wahrnehmung und Bewertung von Produktplatzierungen auf Instagram bei Jugendlichen untersucht. Die Produktplatzierungen wurden gut als Werbung erkannt, wobei die Kennzeichnung keinen Einfluss auf die Wahrnehmung der Persuasionsabsicht nahm. Hingegen wurde der Überzeugungsversuch besser von aufmerksam lesenden Jugendlichen und von solchen mit kritischer Grundhaltung gegenüber Produktplatzierungen erkannt. In der Mehrheit sind Jugendliche Produktplatzierungen gegenüber gleichgültig eingestellt. Im Umgang mit anderen Werbeformen zeigten sie eine geringe Kompetenz, die eine Aktivierung des Persuasionswissens nur teilweise begünstigte.

Laugemann, Rabea
Was macht den Gründergeist aus? Eine empirische Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Gründungsintention von Medienstudenten
2017
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Die Medienbranche wird seit jeher von Selbständigen geprägt, doch aktuell sinkt die Anzahl an Gründungsinteressierten. Die Wissenschaft fokussiert sich bei der Gründungsforschung fast ausschließlich auf die Persönlichkeit von Gründern und befragt diese aus einer retrospektiven Sichtweise. Doch es lassen sich weitere Einflussfaktoren vermuten. Diese Studie verfolgt das Ziel, erstmals ein holistisches Bild von Einflussfaktoren auf die Gründungsintention zu zeichnen. Im Rahmen einer Online-Befragung von 720 Medienstudenten untersucht diese Arbeit die Einflüsse auf die Gründungsintention. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gründungsintention durch eine offene Persönlichkeit sowie der Entrepreneurship Education gestärkt und von einer neurotischen Persönlichkeit geschwächt werden. Weibliche Studenten haben eine deutlich niedrigere Wahrscheinlichkeit für eine Gründungsintention. Zudem wird eine klassische Selbständigkeit gegenüber der Gründung eines High-Tech Start-ups präferiert.

Münz, Janne
Blutige Anfänger? Junge Leute und ihre Blutspendeabsicht. Eine quantitative Untersuchung direkter und indirekter Einflussvariablen auf die Blutspendeintention insbesondere junger Menschen
2017
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Ziel der Arbeit war, Einflussfaktoren auf die Blutspendeabsicht vor allem junger Menschen zu ermitteln, um daraus ferner praktische Implikationen für Blutspendedienste ableiten zu können. Als Grundlage für die Online-Befragung diente ein Fragebogen auf Basis der Theory of Planned Behavior. Die Untersuchung mit Hilfe eines Strukturgleichungsmodells nach dem PLS-Ansatz zeigte erwartungsgemäß die Selbstwirksamkeit, die Einstellung und die subjektive Norm als wesentliche Einflussfaktoren auf die Absicht, in den nächsten drei Monaten Blut zu spenden. Als wesentliche indirekte Einflussfaktoren auf die Blutspendeabsicht wurden die Angst vor Nadeln, Blut und Unwohlsein über Einstellung und Selbstwirksamkeit, der persönliche Nutzen einer Blutspende über die Einstellung sowie wahrgenommene zeitliche Barrieren über die Selbstwirksamkeit identifiziert. Ferner lieferte auch die Spendeerfahrung signifikante Erklärungsbeiträge in Bezug auf Einstellung, Selbstwirksamkeit und subjektive Norm.

Owsianski, Sarah-Ann
Unterhaltung durch Mediensport. Eine empirische Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Unterhaltungsdimensionen Spannung, Vergnügen und Aufmerksamkeitsfokussierung bei medial vermitteltem Sport am Beispiel der Fußball-Europameisterschaft 2016
2017
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Medial vermittelter Fußball gilt hierzulande als riskantes, aber äußerst beliebtes Unterhaltungsangebot. Die Studie untersucht Einflüsse auf drei Unterhaltungsdimensionen bei der Rezeption von Fußball im Fernsehen. Die Daten liefert eine standardisierte Online-Befragung von Zuschauern von 18 Spielen der EM 2016 (n = 640). Die Spannung wird durch die deutsche Beteiligung an einem Spiel dezimiert, durch das Fantum gegenüber der Nationalelf und durch eine höhere Affinität zu Fußball-Großereignissen jedoch intensiviert. Eine höhere Ergebnis-Ratio steigert nicht nur die Spannung bei EM-Spielen, sondern auch das Vergnügen und die Aufmerksamkeitsfokussierung. Bei Deutschland-Spielen wird das Vergnügen durch eine höhere Ergebnis-Ratio jedoch verringert. Die Fokussierung wird durch eine höhere Affinität zu Großereignissen gesteigert. Männer fokussieren sich stärker auf die Spiele als Frauen. Bei Deutschland-Spielen ist die Fokussierung umso größer, wenn es sich um ein Finalspiel handelt.

Renke, Julia
Wieso antwortest du nicht? Die Erwartungshaltung an unsere ständige Erreichbarkeit. Der Einfluss von sozialen Normen auf das Permanently Connected-Verhalten junger Menschen am Beispiel von Instant Messengern
2017
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Heutzutage sind viele Menschen immer erreichbar und ständig miteinander verbunden, was mit dem Phänomen Permanently Connected (PC) beschrieben wird. Durch das Entstehen dieses Phänomens sowie die zunehmende Verbreitung von Instant Messengern wird die Mediennutzung verstärkt in soziale Kontexte eingebettet. Normative Einflussfaktoren gewinnen dabei an Bedeutung. Diese Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Normen auf das PC-Verhalten junger Menschen am Beispiel von Instant Messengern. Dazu wird die Theory of Normative Social Behavior (TNSB) herangezogen. Im Rahmen einer Online-Befragung wird das PC-Verhalten abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Normen einen Einfluss auf das PC-Verhalten besitzen. Deskriptive Normen haben einen stärkeren Einfluss als injunktive Normen. Die Moderatoren besitzen weniger Bedeutung als angenommen. Die Anwendung der TNSB auf den Forschungsgegenstand kann als sinnvoll bewertet werden, da die Verknüpfung von normativen Einflüssen und PC-Verhalten gelingt.

Stümpel, Leonie
Das smartphonekompetente Kind? Eine quasi-experimentelle Studie mit Viertklässlern zur Messung der Wirksamkeit einer Projektwoche zur Smartphone-Kompetenz-Förderung
2017
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Heutzutage findet der erste mediale Kontakt bereits in frühester Kindheit statt, und insbesondere das Smartphone ist für die heutige Kinder-Generation ein faszinierendes, attraktives Medium. Die Bedienung ist oftmals intuitiv, doch ist sie auch kompetent, und wie kann sie noch kompetenter werden? Die vorliegende Masterarbeit befasst sich zur Untersuchung dieser Thematik mit der Wirksamkeit einer Smartphone-Kompetenz-Förderungsmaßnahme bei Viertklässlern. Zur Erfassung der Wirksamkeit wird ein Quasi-Experiment mit Kontrollgruppe durchgeführt, und 78 Viertklässler werden so anhand einer quantitativen paper and pencil-Vorher-Nachher-Befragung untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder insgesamt offenbar bereits über relativ gut ausgeprägte Smartphone-Kompetenzen verfügen, die Projektwoche dennoch bzgl. einiger Aspekte eine Bewusstseinsförderung erzielen konnte. Insgesamt spricht der Erfolg der Projektwoche für eine Etablierung und Replikation einer solchen Maßnahme.

 

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Zuletzt bearbeitet: 01.10.2017

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