Master Medien und Musik

Absolventen des Master-Studienganges Medien und Musik und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2019)

(Stand: März 2019)

Andres, Johanna
„Freedom, freedom – where are you?“ Die Verortung US-amerikanischer Artists of Colour in der Black Lives Matter Bewegung am Beispiel von Beyoncé und Kendrick Lamar
2019
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Diese Arbeit befasst sich mit der Verortung US-amerikanischer Artists of Colour in der Black Lives Matter Bewegung. Als Fallbeispiele dienen Beyoncé und Kendrick Lamar, die als Menschen of Colour in einer weißen, patriarchalischen Gesellschaft durch ihren Erfolg die Barrieren des Rassismus und Sexismus für sich durchbrochen haben. Es wird beleuchtet, inwieweit die Musiker*innen sich durch ihre Kunst in die Bewegung einordnen lassen, bzw. sich selbst einordnen, und welcher Zusammenhang zwischen politischen Botschaften in der Kunst und dem politischen Handeln besteht. Hierfür werden ausgewählte Musikvideos und die dazugehörigen Texte, Liveperformances und weitere Songtexte auf ikonographische bzw. politische Botschaften hin untersucht, und diskursanalytisch in Bezug zu dem aktuellen Rassismusdiskurs in den USA gesetzt und vor diesem Hintergrund interpretiert. Daraus kann abgeleitet werden, dass eine Einordnung Beyoncés und Kendrick Lamars in die Bewegung und eine Positionierung im anhaltenden Kampf gegen institutionellen Rassismus maßgeblich durch künstlerisches Wirken stattfindet, was gelegentlich durch politisches Handeln untermauert wird.

Kastrop, Christoph
Initiierung und Durchführung professioneller Songwriting Camps und ihre Bedeutung im Kontext der Strukturveränderungen in der Musikwirtschaft. Eine qualitative Untersuchung
2019
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In dieser Masterarbeit wird der Frage nachgegangen, welche Ziele kommerzielle Musik-Marktakteure mit der Initiierung profes­sioneller Songwriting Camps im Kontext der Strukturveränderungen verfolgen. Darüber hinaus werden Songwriting Camps definitorisch bestimmt und es wird ermittelt, wie sie erfolgreich initiiert und durchgeführt werden können. Zur Beantwortung der For­schungs­fragen wurden qualitative Leitfadeninterviews mit VertreterInnen kom­mer­zieller Musik-Markt­akteure durchgeführt. Die Auswertung zeigt, dass Songwriting Camps wesentlich durch die Expertise und Kompetenzen von Musikverlagen bestimmt werden. Diese sehen darin (1) ein Instrument zur gezielten Inhaltebeschaf­fung, (2) (kreativen) Förderung und Begutachtung von SongwriterInnen, (3) Netzwerkarbeit und (4) Öffentlichkeitsarbeit. Ein konkreter Verwertungszweck als Ausgangslage sowie die Kontrolle und Beein­flussung des kreativen Prozesses seitens der Verlage und Labels stellen sich als wesent­liche Erfolgskriterien heraus.

Öz, Aylin
Jazz-Journalismus in Deutschland. Ein aktueller Zustandsbericht der Journalisten, Jazzberichterstattung und äußeren Einflussfaktoren
2019
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Die Forschung legt einen aktuellen Zustandsbericht des Jazzjournalismus in Deutschland dar und präsentiert Ergebnisse hinsichtlich der Journalisten, Jazzberichterstattung sowie äußeren Einflussfaktoren. Das Forschungsinteresse liegt in der Analyse des Jazzjournalismus im Kontext allgemein informierender Printmedien mit einer großen Reichweite. Demnach fanden qualitative Experteninterviews mit Journalisten großer Medienhäuser in Deutschland statt. Die Inhaltsanalyse der Interviews ergab, dass sich die Qualität der Jazzberichterstattung in den letzten Jahrzehnten gesteigert hat, die Quantität von Jazz in den Medien hingegen immer stärker abnimmt. Darüber hinaus beeinflussen die großen Jazzlabels in Deutschland die Jazzberichterstattung maßgeblich. Im Hinblick auf die befragten Journalisten zeigt die Forschung, dass die Jazzjournalisten der großen Medienhäuser vorwiegend männlich sind, größtenteils einen akademischen Hintergrund aufweisen und das Durchschnittsalter bei 58 Jahren liegt.

Ronja Rabe

Rabe, Ronja
Wege in den Musikjournalismus: Wie können sich Frauen in der Männerdomäne Musikjournalismus etablieren?
2019
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Wie kann es Frauen gelingen, sich im Musikjournalismus zu etablieren, und welche möglichen Hürden könnten für den geringen Frauenanteil von 20% verantwortlich sein? In dieser Arbeit wird zunächst das Umfeld von Frauen im Musikjournalismus und verwandten Feldern weitreichend, auch historisch, beleuchtet. In Leitfadeninterviews schildern dann 12 relevante in Deutschland tätige Musikjournalistinnen unterschiedlichen Alters, die für verschiedene Medien und Genres berichten, ihre Sicht der Dinge und ihren Weg in den Musikjournalismus. Als Herausforderungen nennen sie vorwiegend das Umfeld der Musikbranche, aber auch Benachteiligung in der (musikalischen) Sozialisation und durch gesellschaftliche Rollenbilder und Erwartungen. Diese Arbeit bietet Ansätze für mehr Gleichberechtigung im Musikjournalismus, geht Hürden und dem Umgang damit auf den Grund, ist aber auch für alle interessant, die sich mit Frauen im Journalismus oder in der Musik historisch, sozial- oder genderwissenschaftlich befassen wollen.

 

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Zuletzt bearbeitet: 06.09.2020

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