Bachelor Medienmanagement

Absolventen des Bachelor-Studienganges Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2020)

(Stand: Januar 2020)

Bellmann, Vivien
Karrierekompass Instagram? Eine empirische Untersuchung der Nutzungsmotive von Karriereprofilen des sozialen Netzwerks Instagram
2020
Abstract lesen

Instagram. Das weltweit genutzte soziale Netzwerk mit visuellem Schwerpunkt ist für viele Unternehmen aus der Marketing-Strategie nicht mehr wegzudenken. Auch für Arbeitgeber, die sich gegenüber ihren potentiellen Bewerbern und bestehenden Mitarbeitern präsentieren und gegenüber anderen Arbeitgebern differenzieren möchten, ist Instagram eine attraktive Plattform. Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht, warum Menschen auf Instagram Profile von Arbeitgebern nutzen und welche unterschiedlichen Nutzergruppen es unter diesen gibt. Der Uses-and-Gratifications-Ansatz bildet dazu die theoretische Grundlage dieser Arbeit. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Motive Neugier, Unterhaltung/Spannung, Orientierung, soziale Interaktion sowie Ablenkung hinter der Nutzung von Karriereprofilen befinden. Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass die Karriereprofil-Nutzer der Stichprobe hinsichtlich ihrer Nutzungsmotive in vier Gruppen klassifiziert werden können.



Beneke, Hannah
Connect the dots! Eine qualitative Untersuchung der verschiedenen Arbeitsphasen im interorganisationalen Netzwerk am Beispiel des Freaky Fashion Festivals 2018
2020
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Netzwerke können in vielerlei Hinsicht eine hilfreiche Methode sein, um Kernkompetenzen, Arbeit und finanzielle Ressourcen wirksamer zu nutzen und Maßnahmen durch einen kontinuierlichen Austausch von Know-how effektiver zu gestalten. Ein Forum für regionale Akteure der Modeszene bietet das Freaky Fashion Festival aus Hannover. Die vorliegende Forschung untersucht vier Arbeitsphasen in interorganisationalen Netzwerken am Beispiel dieses Festivals: Die Entstehung, der Netzwerkaufbau, die Ausführung und die Reflexion der Netzwerkveranstaltung. Ausgehend von diesen Arbeitsphasen wurde eine eigene schematische Darstellung der Netzwerkaktivitäten von Projektstart bis -ende entwickelt. Mittels neun qualitativen Experteninterviews soll die Dynamik und der Austausch zwischen den beteiligten Akteuren in diesen vier Phasen aufgezeigt werden, um daraus spezifische Potenziale für die zukünftige Arbeit in interorganisationalen Netzwerken abzuleiten.



Benje, Daniel
Die Rolle des Smartphones in verschiedenen Situationen im Arbeitsalltag von Selbstständigen
2020
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Das Smartphone ist nicht nur in unserem privaten Alltag zu einem täglichen Begleiter geworden, auch im Arbeitsalltag wird es inzwischen intensiv verwendet. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle das Smartphones im Arbeitsalltag von Selbstständigen hat. Um die verschiedenen Situationen, in denen das Smartphone im Arbeitsalltag von Selbstständigen verwendet wird, zu untersuchen und dabei die Gründe der Smartphone-Nutzung zu beleuchten, wurden insgesamt neun qualitative Leitfadeninterviews geführt. Wie die Ergebnisse zeigen werden, nimmt das Smartphone eine zentrale Rolle im Arbeitsalltag der Selbstständigen ein. Es wird in allen Situationen, die im Arbeitsalltag vorkommen, genutzt. Durch seine Funktionalität erfüllt es Aufgaben, die für die Ausführung des Jobs der Selbstständigen existenziell sind. Es konnte zudem herausgefunden werden, dass die Rolle des Smartphones sich je nach Situation und je nach Bedürfnissen der Nutzer innerhalb der Situation verändert.



Bernau, Lisa-Marie
Beyond Filter Bubbles and Echo Chambers – Eine quantitative Untersuchung zum Einfluss von personalisierten-algorithmischen Nachrichtenkanälen und populistischen Meinungstendenzen auf die Meinungsklimawahrnehmung
2020
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Debatten in der heutigen Gesellschaft finden immer mehr im Internet statt: Hashtags wie #blacklivesmatter oder #metoo, die im Netz Millionen von Einträgen haben, zeigen, wie stark digitale Medien inzwischen zur Meinungsbildung beitragen. Die vorliegende Studie untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung von algorithmisch-personalisierten Nachrichtenkanälen und populistischen Einstellungen und der Meinungsklimawahrnehmung. Die Daten wurden mittels einer standardisierten Onlinebefragung mit insgesamt 210 Teilnehmer*innen erhoben. Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Effekte auf, sodass weder die Nutzung von algorithmisch-personalisierten Nachrichtenkanälen noch hohe populistische Meinungstendenzen zu einer einstellungskongruenten Meinungsklimawahrnehmung führen. Der untersuchte Interaktionseffekt zeigte keinen signifikanten Effekt, sodass der Zusammenhang zwischen der Meinungsklimawahrnehmung und der Mediennutzung nicht von populistischen Einstellungen moderiert wird.



Blazyca, Hanna
There’s an App for that! Eine qualitative Untersuchung der Relevanz verschiedener App-Charakteristika für die Akzeptanz von Tinnitus-Apps aus Betroffenensicht
2020
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Mobile Health Apps stellen ein wachsendes Marktsegment dar, das auch für Tinnitus-Betroffene neue Möglichkeiten der Therapie eröffnet. Wie alle technologischen Innovationen müssten solche Apps von Betroffenen akzeptiert werden, damit diese genutzt würden. So wurden in der vorliegenden Arbeit Charakteristika einer möglichen Tinnitus-App untersucht, die aus Sicht der Betroffenen zu deren Akzeptanz beitragen würden. Aus verschiedenen Technologie-Akzeptanz-Modellen wurden fünf Kerndimensionen herausgearbeitet, die bei der Akzeptanz eine Rolle spielen könnten: Nützlichkeit, Benutzerfreundlichkeit, ästhetisches Design, Vertrauenswürdigkeit sowie Datensicherheit. Die Bedeutung dieser Dimensionen für die Akzeptanz wurde mit Hilfe von qualitativen Leitfadeninterviews erforscht sowie mit konkreten Ideen zur Ausgestaltung gefüllt. Zum Schluss werden die Ergebnisse in den theoretischen Zusammenhang eingeordnet und Limitationen sowie Anknüpfungspunkte für weitere Forschung aufgezeigt.



Block-Weißpfennig, Sebastian
Eine Marketingkampagne – viele Zufriedenheitskriterien: Eine qualitative Untersuchung zu den Zufriedenheitskriterien der beteiligten Parteien an einer Social Media Marketingkampagne am Fall der Sparkasse Hannover
2020
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Die Zusammenarbeit von verschiedensten Parteien im Rahmen einer Marketingkampagne, wie beispielsweise dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer, wird häufig im Rahmen datengetriebener Marketingkampagnen wissenschaftlich nicht betrachtet. Abgeleitet davon ist das Ziel dieser Arbeit herauszufinden, welche Zufriedenheitskriterien bei den verschiedenen beteiligten Parteien existieren, um zu verstehen, welche Faktoren, abgesehen von den Leistungskennzahlen, den Erfolg einer Marketingkampagne determinieren. Mit Hilfe von fünf qualitativen Interviews werden individuelle Zufriedenheitskriterien der beteiligten Parteien an einer Marketingkampagne der Sparkasse Hannover erfragt und verglichen. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass es einige gemeinsame, aber auch viele unterschiedliche und individuelle Zufriedenheitskriterien gibt. Dabei konnten diverse Kriterien in den Oberkategorien „Zusammenarbeit“, „Social Media Marketing“, „Videomarketing“ und „Firmen-Apps“ zusammengefasst werden.



Boenchen, Julia
Nachhaltigkeit im Medienalltag - Eine experimentelle Untersuchung zur Wirkung von Evidenzarten auf die Einstellung und Handlungsbereitschaft zu einer nachhaltigen Nutzung digitaler Medien
2020
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Im Laufe der Jahre hat das Thema Nachhaltigkeit mit wachsender Relevanz von Umwelt- und Klimaschutz zunehmend an Bedeutung gewonnen. Auch in Hinblick auf die Digitalisierung unseres Alltags wird der Aspekt Nachhaltigkeit zunehmend thematisiert, denn trotz dessen große Hoffnungen in eine umweltfreundliche, digitale Zukunft gesetzt werden, ist diese auch mit erheblichen Risiken für eine zukunftsfähige Umwelt verbunden. Im Rahmen der Forschungsarbeit wird daher untersucht, inwiefern die Verwendung von Evidenzarten in der journalistischen Berichterstattung die Einstellung und Handlungsbereitschaft von Rezipierenden zu einer nachhaltigen Nutzung digitaler Medien positiv beeinflussen kann. Dazu wurde eine quantitative Online-Befragungsstudie (N = 160) durchgeführt. Die Analyseergebnisse zeigen, dass kein signifikanter Einfluss der Evidenzart auf die Einstellung und die Handlungsbereitschaft besteht. Jedoch konnten spezifische Anregungen für nachfolgende Forschungsarbeiten formuliert werden.



Budde, Linda
„Dick, doof, Diabetes“. Die Darstellung von Diabetes in der Presse. Eine quantitative Inhaltsanalyse der Berichterstattung über Diabetes8
2020
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In vorliegender Arbeit wird offengelegt, inwiefern sich die mediale Berichterstattung zu den Typ-1-und Typ-2-Diabetes unterscheidet. Um diese Forschungsfrage zu beantworten, wird die Berichterstattung in vier überregionalen deutschen Tageszeitungen im Zeitraum von 2015 bis 2019 inhaltsanalytisch untersucht. Vor dem Hintergrund der Framing-Theorie nach Entman (1993) werden Frame-Elemente identifiziert und mithilfe einer Clusteranalyse zusammengesetzt. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zeigen, quantitativ wie qualitativ, systematische Unterschiede zwischen der Berichterstattung zu Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes. Über die Hälfte der Berichterstattung zu den beiden Diabetestypen thematisiert Typ-2-Diabetes. Bei der Berichterstattung zu Typ-2-Diabetes werden Gründe und Lösungen, die das Individuum adressieren, nahegelegt, wohingegen bei der Berichterstattung zu Typ-1-Diabetes eher gesellschaftliche und strukturelle Zusammenhänge diskutiert werden.



Cramm, Katja
Und wie liest du? Eine empirische Analyse potenzieller Einflussfaktoren auf die Wahl des Leseformats
2020
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Das Buch ist nicht mehr nur als Papierbuch, sondern auch als E-Book rezipierbar. Der Buchmarkt befindet sich aktuell im Wandel. Neue technologische Entwicklungen verändern nicht nur die gesamte Wertschöpfungskette vom Produkt Buch selbst und seinen Vertriebswegen, sondern sie beeinflussen auch die Präferenzen von Nutzern. Ziel dieser Studie ist es daher, die potenziellen Einflussfaktoren auf die Wahl des Leseformats empirisch zu untersuchen. Hierbei wird ausschließlich das Verhalten bei der Auswahl belletristischer Literatur berücksichtigt, da andere Studien zeigten, dass es Unterschiede bei der Wahl des Leseformats hinsichtlich belletristischer und Sach- und Fachliteratur gibt. Die Daten wurden mit Hilfe einer quantitativen Online-Befragung von volljährigen Personen in Deutschland erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verleih- und Verkaufsmöglichkeit, die gewohnheitsmäßige Nutzung und eine geringe Zeitkapazität für das Lesen einen positiven Einfluss auf die höhere Papierbuch- als E-Book-Nutzung haben. Die personalisierbare formale Darstellung (z. B. Schriftgröße), die platzsparende Archivierung und eine ständige, ortsunabhängige Verfügbarkeit zum Kauf und zur Nutzung sind hingegen Faktoren, die eine stärkere E-Book-Nutzung bedingen. Hieraus lassen sich Handlungsempfehlungen für die Akteure im Buchmarkt im Hinblick auf die Sortimentsgestaltung, das Angebotsmanagement und die zielgruppenspezifische Bewerbung ableiten.



Czerwinski, Julia
„Spiel mit mir!“ Eine qualitative Studie zur Wahrnehmung der elterlichen Smartphonenutzung von Kindergartenkindern
2020
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Das Smartphone als immerwährender Alltagsbegleiter findet Einzug in den Familienalltag. Als zusätzliche Komponente erfordert das Smartphone die elterliche Aufmerksamkeit in Interaktionen mit dem Kind. Diese werden reduziert, unterbrochen oder gar vermieden. Das Kind befindet sich stetig im Kampf gegen das Smartphone um die Aufmerksamkeit der Eltern. Steigende Nutzungszahlen des Smartphones zeigen die Relevanz, die Perspektive des Kindes einzunehmen und zu untersuchen, wie Kindergartenkinder die Smartphonenutzung ihrer Eltern wahrnehmen. Zur Beantwortung werden Kindergartenkinder interviewt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder die elterliche Smartphonenutzung als Normalität bewerten. Fällt ihre allgemeine Einstellung zum Smartphone positiv aus, äußern sie in Bezug auf spezifische Nutzungssituationen gemischte Gefühle. Während die Kinder zeitweise Ablenkung der Eltern genießen, wurden negative Gefühle besonders mit unterbrochenen oder nicht zustande kommenden Interaktionen berichtet.



Delic, Jennifer Lee
Framing Alexa – Eine inhaltsanalytische Studie zu Unterschieden in der Berichterstattung über digitale Sprachassistenten in Deutschland und in den USA
2020
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Studien belegen, dass digitale Sprachassistenten wie Alexa oder Siri in Deutschland noch nicht so einen großen Anklang gefunden haben wie in den USA. Die Berichterstattung trägt einen großen Teil zur öffentlichen Meinungsbildung bei. Das Ziel dieser Forschung ist deshalb herauszufinden, inwiefern sich die Berichterstattung über digitale Sprachassistenten in Deutschland und in den USA voneinander unterscheidet und inwiefern sie die öffentliche Meinung widerspiegelt. Dazu wurde eine Inhaltsanalyse von insgesamt zwölf Special und General Interest Online-News-Seiten beider Länder durchgeführt. Mithilfe einer Clusteranalyse konnten für beide Länder je fünf unterschiedliche Frames festgestellt werden. Es wurde deutlich, dass die Berichterstattung die in den jeweiligen Ländern vorherrschende öffentliche Meinung zu DSA widerspiegelt. Denn weiterhin wurde festgestellt, dass in der Berichterstattung beider Länder zu wenige für eine Kaufentscheidung relevante Informationen zu DSA genannt werden.



Farber, Denis
Sportberichterstattung über Schiedsrichter*innen als Katalysator der Gewalt?
2020
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Die Gewaltvorfälle gegen Schiedsrichter*innen nahmen in den letzten Jahren zu und bekamen auch mediale Präsenz. Dies kann unter anderem ein Grund dafür sein, dass die Zahl an aktiven Schiedsrichter*innen in Deutschland immer weiter abnimmt. Folglich soll in dieser Forschungsarbeit untersucht werden, ob das mediale Framing in der Sportberichterstattung über Schiedsrichter*innen eine Mitursache dieses Problems darstellt (N = 129). Dabei wird überprüft, ob ein unterschiedliches Framing einen Einfluss auf die Bewertung der Leistung der Schiedsrichter*innen, die Fehlerakzeptanz im Allgemeinen und ausgelöste aggressive Emotionen hat. Als Moderationsvariablen werden die individuelle Gewalt- und Fußballaffinität betrachtet. Die jeweiligen Zusammenhänge werden mit Hilfe von t-Tests und zweifaktoriellen Varianzanalysen überprüft. Das Resultat ist, dass unterschiedliches Framing nur einen signifikanten Einfluss auf die Bewertung der Leistung der Schiedsrichter*innen hat.



Feierabend, Niklas
Inwiefern nutzen Corporate Startups formelle interne Kommunikation gegenüber ihrer Mutterunternehmen? Eine explorative Case Study der formellen internen Unternehmenskommunikation von Corporate Startups am Beispiel der FUTUR X GmbH
2020
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Diese Arbeit soll einen Überblick über die Eignung von Kommunikationskanälen der formellen internen Kommunikation von Corporate Startups gegenüber ihrer Mutterunternehmen geben, daraus abzuleitende Prozessphasen auf Basis eines Kommunikationsmodells (Maletzke, 1963) darlegen und Herausforderungen aufzeigen. Anhand von Leitfadeninterviews mit Mitarbeitenden des Startups FUTUR X und des Corporates VGH Versicherungen zeigt sich, dass sich drei Prozessphasen (eine strategische Planungsphase, eine kommunikative Phase und eine Erfolgskontrollphase) ableiten lassen. Zudem kommt in der formellen internen Kommunikation ein Mix verschiedener Kommunikationskanäle zum Einsatz. Als herausfordernd wurden die strategische Planungen der Kommunikation, Informationsbedürfnisse der Mitarbeitenden, Wahrnehmung / Verständnis von Informationen sowie die Messung von Verhaltensänderungen / Zielsetzungen benannt. Es ergeben sich Anknüpfungspunkte zur Erforschung von interner Kommunikation bei Corporate Startups.



Gerber, Christopher
Zahlen pro Monat, nicht pro Song. Eine empirische Untersuchung der Unterschiede zwischen Musikkäufern und Musik-Streamern
2020
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Die digitale Transformation zerrüttet die bisherige Ordnung der Musikindustrie. Musik-Streaming-Dienste bieten eine alternative Möglichkeit für den Musikbezug und verzeichnen rasant wachsende Nutzerzahlen. In dieser Arbeit wird der streaming- und kaufbasierte Musikkonsum aus motivationaler Sicht charakterisiert und die Konsumenteneigenschaften, welche die Entscheidung für einen Musikbezugsweg bedingen, werden beleuchtet. 274 Personen zwischen 18 und 63 Jahren absolvierten eine Online- Umfrage. Die Ergebnisse von statistischen Gruppenvergleichen zeigen, dass Personen aus dem Konsumentensegment der Musik-Käufer musikaffiner sind als Personen aus dem Konsumentensegment der Musik- Streamer. Zudem weisen Musik-Streamer eine stärkere Permanent-Accessibility- Erwartungshaltung auf als Musik-Käufer. Damit ergeben sich weitere Anknüpfungspunkte für die Erforschung der Motive der Musikbezugswege sowie praxisrelevante Implikationen für Musikanbieter.



Heitz, Katarina
Zwischen permanently online, permanently connected und Bindungsorientierung: Der Umgang mit partnerbezogenen Kommunikationsinhalten der Smartphone-Onlinesphäre im Lichte der Bindungstheorie. Eine empirische Untersuchung des Einflusses von Bindungsorientierung auf die partnerbezogene Online-Vigilanz innerhalb der Smartphone-Kommunikation in romantischen Beziehungen
2020
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Die Kommunikation über das Smartphone ist im heutigen Alltag kaum noch wegzudenken. Auch während des technischen Offline-Status verlassen die Gedanken die Online-Sphäre nicht gänzlich. Auf Basis diesen mentalen permanently online, permanently connected (POPC) Modus, auch Online-Vigilanz (OV) genannt, verändern sich Dynamiken innerhalb romantischer Beziehungen. Die vorliegende Arbeit untersucht deshalb mit einer standardisierten Online-Befragung (n = 232) den Einfluss von Bindungsorientierung auf die Teilbereiche der partnerbezogenen Online-Vigilanz (PROV). Ferner wurde geprüft, inwiefern die Bindungssicherheit auf die Diskrepanz zwischen OV und PROV einen Einfluss ausübt. Die Ergebnisse zeigen, dass Bindungsangst positiv mit der PROV zusammenhängt und Bindungsvermeidung negativ mit partnerbezogener Reaktionsbereitschaft. Die Bindungssicherheit erweist sich nur bei dieser Subdimension als Prädiktor für die Diskrepanz innerhalb der OV und PROV. Die Ergebnisse implizieren ein kognitives Zusammenspiel von POPC sein und Bindungsorientierung im Kontext der Partnerschaft.



Hekimoglu, Tim
Musikblogs als Promotionplattform der Zukunft? Eine explorative Studie zum Stellenwert von Musikblogs in der Musikpromotion im Vergleich zu klassischen journalistischen Medien
2020
Hillus, Kira-Eileen
Natürlich Doku!? - Eine empirische Untersuchung der Nutzungsmotive von Naturdokumentationen und deren Zusammenhänge zu der Häufigkeit der Rezeption von Naturdokumentationen, den soziodemografischen Merkmalen Alter, Geschlecht und Bildung sowie der Einstellung zum Umweltschutz
2020
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Das umweltschädliche Verhalten der Menschen spielt eine erhebliche Rolle für den Klimawandel. Massenmedien und insbesondere auch Naturdokumentationen formen Einstellungen zum Umweltschutz und beeinflussen das notwendige individuelle umweltfreundliche Verhalten. In einer standardisierten Online-Befragung wurden sieben Nutzungsmotive hinsichtlich ihrer Relevanz für die Rezeption des Genres untersucht und auf mögliche Zusammenhänge unter anderem zu der Einstellung zum Umweltschutz untersucht. Für die Stichprobe (N = 435) stellen Information, hedonische und eudaimonische Unterhaltung die wichtigsten Motive für die Nutzung von Naturdokumentationen dar, was die Hybridisierung des Genres als unterhaltendes Informationsformat abbildet. Je wichtiger die Nutzungsmotive eudaimonische Unterhaltung, Information, hedonische Unterhaltung und Habitualisierung für die Befragten bei der Rezeption von Naturdokumentationen sind, desto stärker ist die Einstellung zum Umweltschutz bei ihnen ausgeprägt.



Hopfe, Elisabeth
Einfluss der sozialen Identität als Fan auf die Unterhaltsamkeit von Gaming-Livestreams
2020
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Gaming-Livestreams auf Social Livestreaming Services wie Twitch erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bei der Rezeption von Livestreams können Enjoyment und Suspense empfunden werden, welche zur Unterhaltung beitragen. Durch den möglichen Austausch zwischen Streamenden und Zuschauenden über die Chatfunktion spielen soziale Faktoren für die Unterhaltsamkeit eine wichtige Rolle. Der Austausch zwischen den Zuschauenden ermöglicht, dass sich Communities um den Livestream herum bilden können. Die vorliegende Studie untersucht, inwiefern eine Identifikation als Teil einer solchen Community sich auf das wahrgenommene Enjoyment und die Suspense bei der Rezeption eines Livestreams auswirkt, und welche Rolle die Chatfunktion als soziales Tool dabei spielt. Die Studie zeigt einen positiven Effekt der Fanidentifikation auf die Unterhaltsamkeit eines Livestreams und bestätigt die Relevanz sozialer Faktoren bei der Rezeption von Gaming-Livestreams.



Huber, Selina
Knowing what you can’t know. Eine explorative Studie des Entscheidungsverhaltens von Digital Startups bei der Produktentwicklung
2020
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Digital-Startups sind einer überaus unsicheren Umgebung ausgesetzt und stehen bei der Produktentwicklung vor besonderen Herausforderungen, die in der Forschung vielfach nicht berücksichtigt werden. Die vorliegende Arbeit bedient sich der Effectuation-Theorie, um Entscheidungen unter Unsicherheit zu erklären. Mit Hilfe von acht Experteninterviews wird die Anwendung von Entscheidungslogiken, ihre Einflussfaktoren und Konsequenzen bei der Produktentwicklung untersucht. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Entscheidungslogiken gleichzeitig Verwendung finden und ineinandergreifen. Causation wird besonders in der Zielorientierung und der strategischen Planung angewandt, worauf Investoren einen wichtigen Einfluss zu haben scheinen. Effectuation manifestiert sich in der inhaltlichen Ausgestaltung der Ziele in einem iterativen, agilen Produktentwicklungsprozess, der auf eine produktbezogene Unsicherheit zurückzuführen scheint. Daraus ergeben sich praxisrelevante Implikationen für Startups.



Kießling, Jette
Bad publicity is better than no publicity?! – Eine empirische Untersuchung zur Veränderung der Einstellung gegenüber einer Marke nach einem Shitstorm
2020
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Das Ziel der Forschungsarbeit ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich Marken nach einem Shitstorm verhalten sollten. Dabei wird genauer untersucht, welchen Einfluss die Außenkommunikation und die Corporate Social Responsibility-Eigenschaften der Marke auf ihr späteres Image nehmen. Bei der Studie nahmen 217 Personen an einem Online-Experiment mit einem 2x2 Design teil, das an zwei verschiedenen Marken, kombiniert mit jeweils zwei unterschiedlichen Statements, untersucht, welche Auswirkungen sich auf die spätere Markeneinschätzung ergeben. Die Ergebnisse der statistischen Gruppenvergleiche zeigen, dass die Marke mit besseren CSR-Eigenschaften eine bessere Markeneinschätzung nach einem Shitstorm aufweist, als die mit mittleren bis negativen Eigenschaften. Für die Art der Attribution und dem daraus entstandenen Statement konnte kein Einfluss auf die spätere Markeneinschätzung nachgewiesen werden.



Klein, Maria
POPC gegen Einsamkeit? Eine standardisierte Befragung zur Untersuchung von digitalen Kommunikationstechnologien und der Online-Vigilanz in einer sozialen Isolation anhand des Beispiels COVID-19
2020
Abstract lesen

Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus wurden in Deutschland Kontakteinschränkungen eingeführt, wodurch sich ein Großteil der Bevölkerung in eine soziale Isolation begab. Die wahrgenommene Einsamkeit ist in der Bevölkerung während dieser Zeit angestiegen. Diese Arbeit untersucht daher, inwiefern digitale Kommunikationstechnologien (DKT) als Mittel gegen die Wahrnehmung von Einsamkeit während der sozialen Isolation durch COVID-19 beitragen konnten. Als zusätzlicher Einflussfaktor wird die Online-Vigilanz hinzugezogen. Im Rahmen der Studie wurde eine standardisierte Online-Befragung durchgeführt (N = 121). Die Ergebnisse zeigen, dass die DKT-Nutzung einen nicht-signifikanten positiven und die Online-Vigilanz einen nicht-signifikanten negativen Einfluss auf die Einsamkeit haben. Die Online-Vigilanz weist zudem einen signifikanten positiven Einfluss auf Häufigkeit und Gesprächstiefe der DKT-Nutzung auf. Zwischen Online-Vigilanz und Gesprächsbreite ist kein Zusammenhang festzustellen.



Kossenjans, Rebecca
WIESOalisierungen? - Eine experimentelle Studie zum Einfluss von visuellen Produktinformationen auf die Glaubwürdigkeit der Website und die Einstellung gegenüber dem Unternehmen
2020
Abstract lesen

Die vorliegende Arbeit liefert einen Beitrag zu der Frage, inwiefern visuelle Produktinformationen einen positiven Einfluss auf die Glaubwürdigkeit der Website (Vertrauenswürdigkeit, Kompetenz und Ästhetik) und die Einstellung gegenüber dem Unternehmen haben. Durch eine experimentelle Online-Befragung wurde herausgefunden, dass visuelle Produktinformationen einen positiven Einfluss auf die Einstellung gegenüber dem Unternehmen und die Ästhetik der Website haben. Die anderen zwei Komponenten der Glaubwürdigkeit zeigten keine signifikanten Ergebnisse. Außerdem beeinflusst die Glaubwürdigkeit der Website die Einstellung gegenüber dem Unternehmen, allerdings lediglich durch die Kompetenz und Ästhetik der Website und nicht durch die Vertrauenswürdigkeit. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Darstellungsweise von Produktinformationen und die Glaubwürdigkeit der Website für die Einstellung gegenüber dem Unternehmen sein können.



Kunze, Janne
Sind Wir noch Offline? – Eine empirische Untersuchung der Bereitschaft und der Umsetzung eines bewussten Online-/Offline-Managements mit dem Smartphone
2020
Abstract lesen

Konträr zu der Etablierung des Smartphones als ständiger Begleiter des sozialen Alltags lässt sich ein Achtsamkeits-Trend feststellen, der eine zunehmende Entwicklung vom Digitalen zum Analogen prognostiziert. Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, die Bereitschaft sowie die Umsetzung eines bewussten Online-/Offline-Managements mit dem Smartphone unter Einbezug der Theory of Planned Behavior (Ajzen, 1985) zu erklären. Die Daten wurden in Form einer Online- Befragung mit insgesamt 210 Teilnehmer*innen erhoben und mittels linearer Regressionen und Moderationsanalysen statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verhaltensintention einen positiven Einfluss auf die Umsetzung des Verhaltens hat. Weiterhin wird festgestellt, dass die Einstellung bzgl. des Verhaltens sowie die subjektive Norm sinnvolle Prädiktoren der Verhaltensintention darstellen. Für die wahrgenommene Verhaltenskontrolle konnten keine moderierenden Einflüsse auf die Zusammenhänge festgestellt werden.



Kürsten, Elisabeth
eHealth in Entwicklungsländern. Eine qualitative Untersuchung am Beispiel von „Babyl“ in Ruanda
2020
Abstract lesen

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche wird auch im Bereich der Gesundheitsversorgung immer wichtiger. Gerade in Entwicklungsländern erscheint die Nutzung digitaler Kommunikationstechniken besonders sinnvoll, weil dort eine besondere Knappheit an medizinischem Personal herrscht und vor allem die ländlichen Räume verkehrstechnisch und medizinisch schlecht erschlossen sind. Doch gibt es dort eine relativ hohe Verbreitung von Mobiltelefonen, die für eHealth genutzt werden können. Durch eine systematische Auswertung aktueller Fachliteratur und qualitative Leitfäden-Interviews mit Experten in Ruanda wurden die Möglichkeiten, Probleme und Bedingungen von eHealth in Entwicklungsländern untersucht. Die Anonymität der Betreuung sowie Kosten- und Zeitersparnisse erwiesen sich als überzeugende Vorteile für die Patienten. In Ruanda ermöglichen insbesondere die Kooperationen und das Engagement des Staates in Zusammenarbeit mit Privatfirmen eine erfolgreiche Implementierung von eHealth.



Marit, Damke
Die Welt von Assassinen, Hexern und Cowboys - Eine quantitative Untersuchung zu den Nutzungsmotiven von Open-World-Videospielen
2020
Abstract lesen

Der Stellenwert von Open-World-Spielen für die Videospiel-Industrie ist unverkennbar: Die millionenfachen Verkäufe in den vergangenen Jahren, die Präsenz in der Populärkultur und der stetige Fluss an neuen Spiel-Titeln von Entwicklerstudios der Branche, die sich des Open-World-Designs bedienen, verdeutlichen, dass das Genre sowohl in wirtschaftlichen, als auch in kulturellen Kontexten gegenwärtig großes Ansehen genießt. Der weltweit große kommerzielle Erfolg und die gesellschaftliche Popularität stehen im Gegensatz zur Forschung, die zu diesem spezifischen Genre bisher kaum vorgenommenen worden ist. Auf Basis vorhandener Forschungsliteratur zu Videospielen werden in dieser Studie Nutzungsmotivationen zu Open-World-Spielen anhand von Hypothesen überprüft. Mithilfe einer internationalen Online-Befragung wurden 1269 Personen zu Gewohnheiten und Motiven bezüglich ihrer Nutzung eines Open-World-Spiels und eines Spiels eines anderen Genres befragt. Durch anschließende statistische Auswertungen der erhobenen Daten konnten vier Motive herausgestellt werden, die speziell für die Nutzung von Open-World-Spielen relevant sind: So sind vor allem die Neugier und Exploration, die Identifikation mit Spielcharakteren sowie die Faszination mit den Spielinhalten von großer Bedeutung. Die hier gewonnenen Erkenntnisse bieten Potenzial für anknüpfende Forschung zu diesem Untersuchungsgegenstand oder in verwandten Bereichen.



Mügge, Yannoh
„Du hast es auf unsere Todesliste geschafft!“ Eine quantitative Erhebung zu Hass & Anfeindungen gegen niedersächsische Landtagsabgeordnete
2020
Abstract lesen

Beschimpfungen, Bedrohungen und Hassbotschaften - Immer häufiger berichten Medien über Anfeindungen gegen politische Amts- und Mandatsträger*innen. Die Dimensionen und Auswirkungen sind sehr verschieden und in Teilen noch unerforscht. Im Rahmen einer quantitativen Befragung unter Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags kommt diese Studie zu dem Ergebnis, dass über 65 Prozent der Politiker*innen von Anfeindungen betroffen sind. Besonders Beleidigungen, Verleumdungen und üble Nachrede erreicht die betroffenen Abgeordneten. Die Studie thematisiert zudem die Verantwortung von Staat und Medien und kommt zu dem Schluss, dass im besonderen Maße die sozialen Netzwerke ein Tatort für Anfeindungen sind. Es ist die erste Studie, die Anfeindungen gegen politische Amts- und Mandatsträger*innen in Niedersachsen untersucht. Sie liefert für Politik und Gesellschaft zahlreiche relevante Anknüpfungspunkte zur Diskussion über Hasskriminalität und faire Umgangsformen mit Politiker*innen.



Lammers, Anica
Die Stimme der Natur. Eine experimentelle Untersuchung zum Einfluss von moralischen Emotionen bei der Rezeption von Naturdokumentationen auf umweltbewusste Verhaltsintentionen
2020
Abstract lesen

Naturdokumentationen werden immer beliebter in der Medienproduktion und -nutzung. Zunehmend fällt auf, dass die Produktionen neben den wunderschönen Aufnahmen des Planeten auch die dramatischen Folgen des Klimawandels zeigen. In einem Online-Experiment (N = 146) werden in dieser Arbeit die Auswirkungen von moralischen Emotionen wie Schuld bei der Rezeption von Naturdokumentationen auf umweltbewusste Verhaltensintentionen untersucht. Die Ergebnisse bestätigen die Annahme, dass Naturdokumentationen, die Schuldapelle beinhalten, zu größeren umweltbewussten Verhaltensintentionen führen als Naturdokumentationen, die lediglich neutral über die Natur berichten. Dabei ist vor allem die Rolle der Emotion Schuld hervorzuheben, welche den Einfluss von Naturdokumentationen auf umweltbewusste Verhaltensintentionen vermittelt. Ein untersuchter Geschlechterunterschied zwischen Frauen und Männern ist nicht ersichtlich.



Niemeyer, Klara
LGBT-Marketing. Eine empirische Untersuchung zur Wirkung von LGBT-Inhalten in der Werbung unter Berücksichtigung beeinflussender Faktoren
2020
Abstract lesen

Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert von zielgerichteter Werbung mit homosexuellen, bisexuellen oder auch transsexuellen Inhalten. Aufgrund des bisher gering vorhandenen Forschungsstandes sind die Chancen und Risiken von LGBT-Werbekampagnen für Marken aber nicht transparent genug. Da die Realisierung von LGBT-Werbung im gesellschaftlichen Kontext hoch relevant ist, untersucht diese Studie daher innerhalb einer experimentellen Online-Befragung (n = 204) die Wirkungsweise von LGBT-Werbeanzeigen und dessen Einflussfaktoren. Mithilfe von Varianzanalysen werden Unterschiede der Einstellung zu der Anzeige und Marke zwischen Anzeigen mit und ohne LGBT-Bezug untersucht. Es zeigen sich keine signifikanten Effekte bezüglich der Darstellung von LGBT-Inhalten in der Werbung. Hingegen sind bei der Betrachtung möglicher Einflussfaktoren signifikante Effekte erkennbar. So hat die Voreinstellung zu Homosexualität und Transsexualität einen großen Einfluss auf die Wirkung, genauso wie die soziodemographischen Faktoren Geschlecht, Alter und Bildung. Als Handlungsempfehlung wird angeführt, dass Unternehmen bei der Umsetzung von LGBT-Marketing zwischen direkter und indirekter Werbung, je nach Merkmalen der Zielgruppe, abwägen sollten, aber generell LGBT-Werbung empfohlen wird.



Leston Antunes, Naemi
Unternehmensvideos in kleinen und mittleren Unternehmen: Eine experimentelle Untersuchung zu inhaltlichen und gestalterischen Merkmalen
2020
Abstract lesen

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht den Wirkungseinfluss bestimmter Merkmale eines Unternehmensvideos auf die Glaubwürdigkeit eines kleinen und mittleren Unternehmens (KMU). Zu diesem Zweck werden auf Grundlage des Elaboration Likelihood Model von Petty & Cacioppo (1986) Einstellungsbeeinflussungen auf Basis geringer Elaboration betrachtet. Im Rahmen einer quantitativen Online-Befragung (n = 299) mit Einsatz eines realen Stimulus wird die Glaubwürdigkeit des KMU unter anderem in Abhängigkeit von drei Ausprägungen untersucht: einer audiovisuellen, einer auditiven sowie keiner Kommunikator*innen-Präsenz. Die Ergebnisse zeigen, dass eine positive Reaktion auf das Unternehmensvideo, die Glaubwürdigkeit der Kommunikator*innen sowie die Identifikation mit ihnen Einfluss auf die Einschätzung der Glaubwürdigkeit des KMU ausüben. Die Form der Kommunikator*innen-Präsenz hingegen hat weder einen direkten noch einen moderierenden Einfluss auf die Glaubwürdigkeit des KMU.



Marfo, Roy
Green Sells? Eine Experimentelle Studie zur Wirkung von grüner Werbung auf die Kaufintention
2020
Abstract lesen

Der Klimawandel und der Schutz der Umwelt werden zu immer relevanteren Themen in unserer Gesellschaft. Auch für die Werbebranche ist dieser Diskurs von Relevanz. Die sogenannte ‚grüne‘ Werbung kommuniziert die Nachhaltigkeit von Produkten, um auf das gestiegene Bewusstsein für die Umwelt zu reagieren und Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Mit Hilfe eines Online-Experiments (n = 205) wurden in dieser Arbeit die Wirkung grüner Werbung und deren Einfluss auf die Kaufabsicht von Konsument*innen im Vergleich zu konventioneller Werbung untersucht. Weiterhin wurde eine mögliche moderierende Wirkung des vorhandenen Umweltbewusstseins der Befragten getestet. Als theoretische Basis diente das Elaboration Likelihood Model of Persuasion von Petty & Cacioppo (1986). Entgegen der aufgestellten Hypothesen erwiesen sich grüne Werbeanzeigen nicht als effektiver in der Ausbildung einer Kaufintention als konventionelle Werbung, und auch das Umweltbewusstsein konnte nicht als Moderator bestätigt werden.



Meyer, Jana
Good Hopp, bad Hopp? Eine inhaltsanalytische Untersuchung der medialen Themenkarriere des publizistischen Konflikts um Dietmar Hopp und seines Images in deutschen Tageszeitungen
2020
Abstract lesen

Untersucht wurde der publizistische Konflikt um Dietmar Hopp in sieben Tageszeitungen vom 25.08.18 bis zum 13.06.20. Ziel war die Analyse der Themenkarriere und des Images von Hopp. Mittels quantitativer Inhaltsanalyse wurden 316 Artikel auf die Übereinstimmung mit dem Themenzyklus mit Phasen und Schlüsselereignis nach Kolb (2005), die Art der Berichterstattung hinsichtlich journalistischer Darstellungsform, Stilmittel, Personalisierung und Argumenten sowie die Nennung von Personenmerkmalen und Charaktereigenschaften untersucht. Die Themenkarriere entspricht im Wesentlichen dem Themenzyklus nach Kolb. Zudem kann der 22.09.18 als Schlüsselereignis identifiziert werden. Die Zeitungen unterscheiden sich in der Darstellung der Themenkarriere; für das Image gilt das jedoch nur eingeschränkt. Insgesamt wird hauptsächlich ein positives Image von Hopp vermittelt. Ähnliches gilt für die Phasen des Themenzyklus – nur in der Abschwungphase ist sein Image positiver als in der Aufschwungphase.



Plautz, Marie
Sexism and Crime – Warum akzeptieren RezipientInnen das sexistische Handeln von Antihelden? - Eine qualitative Befragungsstudie am Beispiel der Serie „Sons of Anarchy“
2020
Abstract lesen

Sexismus gilt allgemein als verabscheuungswürdiges Verhalten in unserer Gesellschaft. Dennoch haben Antihelden-Serien, die sexistische Handlungen nicht nur porträtieren, sondern als normal darstellen, eine große Fan-Gemeinde. Wie kann das sein? Die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: Warum akzeptieren RezipientInnen das sexistische Verhalten von Antihelden? Durch verschiedene Theorien der Moralforschung, des Enjoyments von Serien sowie über sexistische Witze und Pornografie wurde versucht, sich der Beantwortung dieser Frage zu nähern. Mit einem Leitfaden wurden zehn qualitative Leitfadeninterviews mit Fans der Serie Sons of Anarchy geführt. Durch verschiedene Items wurden diese befragt, wie sie den Sexismus in der Serie akzeptieren können. Es stellte sich heraus, dass die Teilnehmenden verschiedene Mechanismen zur Akzeptanz des Sexismus entwickelten. Verschiedene Theorien fanden in Teilen Anwendung, jedoch konnte keine die Strategien der Teilnehmenden in ihrer Gänze abbilden.



Robben, Alina
Auf Augenhöhe? Eine empirische Untersuchung der Präsenz von Frauen in ausgezeichneten deutschen Kinderfilmen
2020
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In audiovisuellen Medien finden sich geschlechterspezifische Unterschiede. Frauen sind in der Regel – vor und hinter der Kamera – unterrepräsentiert. Die vorliegende Studie untersucht, inwiefern auch die mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Kinderfilme geschlechterspezifische Unterschiede auf Ebene der Präsenz aufweisen. Dazu wurde eine quantitative Inhaltsanalyse der bisher in der Kategorie ‚Bester Kinderfilm‘ ausgezeichneten Kinderfilme vorgenommen. Zusammenfassend weisen diese Kinderfilme eine quantitative Unterrepräsentation weiblicher Charaktere auf. Dabei werden gerade neutral erscheinende Fantasieräume von Männern dominiert (81 zu 19 Prozent). Ebenbürtig sind Frauen und Männer jedoch als Protagonist*innen. Als wichtiger Einflussfaktor auf die absolute Präsenz weiblicher Charaktere konnte die Präsenz von Frauen als Teil der Führungsriege hinter der Kamera bestätigt werden. Gleichzeitig tragen sie seltener als Männer die Verantwortung bei der Filmproduktion.



Selk, Frithjof
Leistungsmotivation im Amateur-eSport
2020
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Diese Arbeit betrachtet das Spiel League of Legends im Licht der Leistungsmotivation. 330 LoL-Spieler*innen wurden zur persönlichen Leistungsmotivation bei League of Legends, in der Schule oder im Beruf und bei sportlichen Aktivitäten befragt. Dazu wurden wissenschaftliche Theorien, Modelle und Erkenntnisse aus der (Leistungs-)Motivations- , Videospiel- und Sport-Fachliteratur herangezogen und ein Fragebogen gestaltet. Die Ergebnisse zeigen, dass es leichte bis mittlere zweiseitige positive Korrelationen zwischen der Leistungsmotivation im Spiel und in der Schule / im Beruf gibt. Zwischen der Leistungsmotivation im Sport und in LoL gibt es mittlere bis starke zweiseitige positive Korrelationen. Die Motivation im Spiel und die tatsächliche absolute Leistung weisen keine bedeutenden Korrelationen auf



Vogt, Marie Pauline
Autismus in der Presse. Eine empirische Qualitätsuntersuchung der Berichterstattung zum Asperger-Syndrom
2020
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Die Berichterstattung zum Asperger-Syndrom in den fiktionalen und non-fiktionalen Medien ist von Negativbeispielen geprägt und beeinflusst die gesellschaftliche Meinung. In dieser Arbeit wird die Qualität der Berichterstattung zum Asperger-Syndrom in den Tageszeitungen FAZ und SZ untersucht. Anhand journalistischer Qualitätskriterien wurden 179 Beiträge zum Asperger-Syndrom auf die Erfüllung der Qualitätsdimensionen Faktentreue, Vielfalt, Komplexitätsreduktion und Evidenz untersucht. Auch wurden Unterschiede zwischen den Medien hinsichtlich deren Berichterstattung betrachtet sowie der Einfluss der Beitragslänge auf die Qualität untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine schwache Ausprägung der Qualitätsmerkmale in den untersuchten Medien. Es treten diesbezüglich teilweise mediale Unterschiede auf. Ausgehend von diesen Ergebnissen können Empfehlungen für den Umgang des Journalismus mit dem Thema Autismus-Spektrums-Störungen in der Berichterstattung formuliert werden.



Vogt, Ragna
Sündenbock Sozialschmarotzer. Ein Prolonged-Exposure-Experiment zur Kultivierung von Sozial-Dokus unter Berücksichtigung von wahrgenommener Realitätsnähe, persönlichen Erfahrungen, Genrepräferenzen und sozialer Distanz
2020
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Ziel der Arbeit war es festzustellen, ob Sozial-Dokus bei einem vielsehenden Publikum eine verzerrte Realitätswahrnehmung sowie eine negative Einstellung gegenüber Hartz 4 und dessen Empfängern zur Folge haben. Darüber hinaus wurde die Rolle eigener Erfahrungen mit Hartz 4, die soziale Distanz zu Hartz 4, die Realitätswahrnehmung der Doku-Soap und die Präferenz weiterer Genres für die Kultivierungsurteile betrachtet. Es wurde ein Prolonged-Exposure-Experiment mit 63 Teilnehmenden durchgeführt. Über drei Tage sahen die Probanden entweder eine Folge einer Sozial Doku oder eine Tier- und Naturdokumentation und beantworteten eine Woche nach Rezeption der letzten Folge eine Umfrage. Insgesamt gibt die Arbeit Aufschluss über erste Erkenntnisse zur Kultivierung von Sozial-Dokus und den Einfluss verschiedener Variablen auf diesen Untersuchungsgegenstand. Die Ergebnisse zeigen außerdem systematische Unterschiede auf, die auf einen moderierenden Einfluss der sozialen Distanz hindeuten.



Wagner, Tim-Christopher
Ich glaube?! Eine empirische Untersuchung der Quellenglaubwürdigkeit eines journalistischen Inhalts in einem kirchlichen und einem nicht-kirchlichen Presseerzeugnis.
2020
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Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland betreiben eine redaktionell unabhängige Presseagentur. Diese liefern journalistische Inhalte an Verlagshäuser. Grundmodell dabei ist das Vertrauen der Verlagshäuser in die Presseagenturen und die Glaubwürdigkeit der Agenturen für die Verlagshäuser. In der Gesellschaft nimmt das Vertrauen in die und die Glaubwürdigkeit der Institution Kirche seit Jahren ab. Die Quelle eines journa¬listischen Inhalts ist ein prägendes Merkmal für die Einschätzung der Glaubwürdigkeit durch Rezipierende. Daher soll diese Arbeit untersuchen, wie diese die Glaubwürdigkeit kirchlicher Berichterstattung in verschiedenen Presseerzeugnissen bewerten. Die Arbeit vergleicht durch ein quantitativ-standardisiertes Online-Experiment die Glaubwürdigkeit eines journalistischen Inhalts in einem kirchlichen Pres-seerzeugnis mit einem nicht-kirchlichen Presseerzeugnis bei einem kirch¬lichen Thema. Letztlich konnte kein signifikanter Effekt der Quelle, der Konfessionszugehörigkeit oder der individuellen Religiosität auf die wahr-genommene Einschätzung der Glaubwürdigkeit festgestellt werden.



 

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Zuletzt bearbeitet: 27.01.2021

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