Master Medien und Musik

Absolventen des Master-Studienganges Medien und Musik und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2020)

(Stand: Januar 2020)

Gerlach, Lea
Die Bedeutung von Mode als Lebens- und Kulturform für die Entwicklung von Musik-Merchandise innerhalb der HipHop-Kultur
2020
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Das Merchandise-Angebot der nationalen Rapper*innen hat sich in den letzten Jahren zunehmend, durch hochwertigere Designs und Materialien, zur Kleidermode entwickelt. T-Shirts, Jacken oder Hoodies sind nicht mehr ausschließlich in Einheitsgrößen und mit dem einfachen Druck eines Albumtitels oder Künstlernamens versehen. Optisch erinnern die künstlerspezifischen Kleidungsstücke oft an Designs von erfolgreichen Fashionmarken. Die Arbeit untersucht die Herkunft und Bedeutung von Mode in der HipHop-Kultur, um zeitgleich die Entwicklung von Musik-Merchandise in der deutschen Rapszene zu erarbeiten. Ein qualitativer Forschungsansatz aus theoriegeleiteten Experteninterviews, visueller Grounded Theory und anschließender Inhaltsanalyse wurde gewählt, um den bisher wenig erforschten Gegenstand historisch verorten und begrifflich systematisieren zu können. Die Ergebnisse zeigen die Entwicklung von Merchandise, im Kontext der Bedeutung von Mode, innerhalb der HipHop-Kultur und liefern Erklärungsansätze für das Potenzial von zeitgenössischem Musik-Merchandise.



Guhlemann, Kristina
Nachhaltigkeitskommunikation von Musikfestivals. Eine qualitative Untersuchung zur Erforschung kommunikativer Herausforderungen und Qualitätsmerkmale für Musikfestivals im Bereich ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit sowie die Identifikation daraus resultierender Wertschöpfungspotenziale
2020
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Musikfestivals finden sich im Nachhaltigkeitsdiskurs zunehmend in der Rolle als Verantwortungsträger wieder, den gesellschaftlichen Lern- und Verständigungsprozess voranzutreiben. Da es speziell für Musikfestivals bislang noch keine umfangreichen Orientierungsmöglichkeiten im Bereich Nachhaltigkeitskommunikation gibt, ist es das zentrale Ziel dieser Arbeit, eine solche Hilfestellung vor dem Hintergrund der veränderten Wertschöpfungsdynamiken der Musikwirtschaft zu entwickeln. Mit Hilfe leitfadengestützter Experteninterviews wird untersucht, welche kommunikativen Herausforderungen sowie Qualitätsmerkmale eine wichtige Rolle spielen. Die Ergebnisse dieser Arbeit lassen sich aufgrund der individuellen Wertschöpfungskontexte der Musikfestivals nicht generalisieren, bieten jedoch erste Anregungen für Musikfestivals, wie sie ihre Rolle als Treiber von Innovationen und Orten für eine ergebnisoffene neuartige Co-Organisation innerhalb der nachhaltigen Entwicklung stärken können.



Huber, Jonathan
Von der „armseligen Allerweltsfloskel“ zur „schöpferischen Eigenart“. Eine Analyse deutscher Gerichtsentscheidungen zu Plagiaten in der Musik von 1966 bis 2020
2020
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Plagiate in der Musik können nicht eindeutig objektiv beurteilt werden. Stattdessen entscheiden im Einzelfall die Gerichte. Um deren Entscheidungen besser zu verstehen, wurden alle auffindbaren Prozesse zu musikalischen Plagiaten in Deutschland seit 1966 qualitativ analysiert und die Ergebnisse mit zwei Fachexperten besprochen. Mithilfe systematischer Textanalyse wurde eine wiederkehrende Struktur identifiziert, anhand derer mutmaßliche Plagiate vor Gericht geprüft werden. Im Zentrum der Prüfung steht die Schutzfähigkeit des betreffenden Werkteils. Wichtigster musikalischer Faktor ist die Melodie. Auch aus dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren kann urheberrechtlicher Schutz entstehen. Die vorliegende Analyse zeigt, dass die freie Benutzung (§ 24 Abs. 1 UrhG) für Plagiate in der Musik nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Ergebnisse werden im Kontext der bestehenden wissenschaftlichen Forschung und der zu erwartenden urheberrechtlichen Entwicklungen in Deutschland diskutiert.



Irrgang, Derya
Nutzeninnovationen für das Rahmenprogramm von Agency Festivals. Eine qualitative Untersuchung von Nutzung und Nutzen des Rahmenprogramms auf dem Reeperbahn Festival zur Entwicklung einer geeigneten Nutzeninnovation für die Unterstützung sozialer Wertaktivitäten professioneller Anspruchsgruppen
2020
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Die Arbeit zeigt, wie Agency Festivals durch Nutzeninnovationen innerhalb ihres Rahmenprogramms an besonderen (dritten) Orten die Wertaktivitäten ihrer professionellen Anspruchsgruppen unterstützen können. Anhand des Reeperbahn Festivals werden soziale Mehrwerte, Zugangs- und Aufstiegsmöglichkeiten, die das Rahmenprogramm als Field-Configuring Event auf einem Agency Festival bietet, identifiziert. Die Festivals initiieren, als besonderer Begegnungsraum für Musik- und Kreativschaffende, Austausch und Kontakte. Das Rahmenprogramm trägt dabei zu den sozialen Wertaktivitäten der Festivalanspruchsgruppen bei und schafft mit seinen Orten wechselseitig einen Erfahrungsraum auf dem Festival, in dem Anspruchsgruppen ihren sozialen Wertaktivitäten nachgehen können. Eine Nutzeninnovation soll schließlich aufzeigen, wie das Festival und seine Anspruchsgruppen durch das Rahmenprogramm unterstützt, gestärkt und verändert werden können.



Klöpper, Alina
Dekonstruktion als medienästhetisches Konzept – Eine multiperspektivische Analyse anhand des Labels PC Music
2020
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Die Masterarbeit „Dekonstruktion als medienästhetisches Konzept – Eine multiperspektivische Analyse anhand des Labels PC Music“ von Alina Klöpper untersucht das dekonstruierende Potenzial der künstlerischen Strömung der Deconstructed Club Music. Zunächst wird auf der Suche nach gesellschaftlichem Wandel Gender als Themenkomplex in der elektronischen Musik fokussiert sowie verschiedene rhetorische Mittel vorgestellt, denen in der Forschung subversive Kraft zugeschrieben wird. Hier stehen besonders Hyperaffirmation und Camp im Mittelpunkt. Aus dieser Diskussion entwickelt sich ein Fokus auf medienästhetische Figuren der Queer Studies, die unter Einbezug von Kritik auf ihr emanzipatorisches Potenzial hin beleuchtet werden. So wird ein Spannungsfeld konzeptualisiert, das sich zwischen queeren Strategien und neoliberaler Ästhetik aufspannt. Dieses Spannungsfeld wird zuletzt im virtuellen Raum wiedergefunden, der sich, wie gezeigt wird, insbesondere als Austragungsort für Camp und Hyperaffirmation anbietet. Dabei werden die zuvor erläuterten Konzepte im Begriff der „Internetmusik“ zusammengeführt. Mit Hilfe der durchgeführten integrierten Video-Sound-Analyse werden medienästhetische Motive herausgearbeitet, anhand derer die medienreflexive und hyperaffirmative Struktur von PC Music erläutert wird. Dabei wird herausgestellt, dass die analysierten Arbeiten sich nicht unbedingt queerend auf den Zusammenhang von sex, gender und desire beziehen. Hingegen wird sich mit Hilfe der Cyborg-Figur kritisch auf die neoliberale Zurichtung des weiblichen Körpers bezogen sowie kulturindustrielle Mechanismen destabilisiert. Humanistische Ideale wie Identität und Authentizität werden insgesamt verflüssigt und spielerisch dekonstruiert. Mit der vorliegenden Arbeit wird die (queer-)feministische Diskussion um das emanzipatorische Potenzial von Camp innerhalb von elektronischer Musik in die Virtualität übertragen, sowie ein methodisch umfassender Zugang über auditive und visuelle Komponenten von Pop als Vermittlerin von Sozialität erprobt.



Koch, Katharina
Von der Schallplatte zu Spotify – die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Musikkonsum
2020
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In dieser Masterarbeit wird untersucht, inwieweit sich die psychologischen und soziologischen Wirkungen von Musik durch den digitalen Musikkonsum verändert haben und ob aus ihnen ein Habituationseffekt resultiert. Dabei werden neben der technologischen Entwicklung von der Schallplatte zu Spotify und dem Ausmaß des digitalen Musikkonsums, die Kernthemen Veränderung der emotionalen Wahrnehmung und Wertigkeit von Musik sowie Einfluss von Algorithmen auf den Musikgeschmack und Musik als soziales Bindeglied fokussiert. Aus der Analyse und dem Vergleich der musikpsychologischen und -soziologischen Effekte von Schallplatten und digitalen Formaten von Musik kann geschlussfolgert werden, dass aufgrund der medialen Reizüberflutung und Ubiquität von Musik in der digitalen Welt ein Habituationseffekt auf psychologischer Ebene eintritt. Die soziologische Ebene des Musikkonsums im digitalen Zeitalter weist hingegen keinen Habituationseffekt auf und wird vielmehr durch die virtuellen Räume erweitert.



Kramer, Nathalie Sophie
„Ein Virus spielt Domino“. Eine qualitative Inhaltsanalyse der Frames im öffentlichen Diskurs um die Einführung der Impfpflicht
2020
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Aufgrund von Impfmüdigkeit und Kritik hat die Politik eine Impfpflicht eingeführt, die kontrovers diskutiert wird. Ziel der Masterarbeit es, die Sichtweisen dieses Diskurses zu ergründen. Aus der Betrachtung von Öffentlichkeit geht hervor, dass Akteur*innen Stellung beziehen und Medien Aussagen für ein Publikum selektieren. Im Sinne des strategischen Framings wird das Ziel der Deutungshoheit verfolgt. Die qualitative Inhaltsanalyse verdeutlicht, dass Akteur*innen individuell Stellung beziehen, Änderungen vorschlagen und die Pflicht teils gegensätzlich bewerten. Die Leitmedien generieren klare Meinungen und spezifische Interessen werden nicht aufgegriffen. Selektiert werden Themen aus vorherigen Diskursen oder mit Konfliktpotenzial: Es wird die Ansicht vertreten, dass durch Masern und Impfgegnerschaft eine Gefahr ausgehe und die Politik dieses Problem mit einer Pflicht bekämpft. Die Pflicht wird einheitlich und positiv eingeschätzt. Die Politik erhält die größte Aufmerksamkeit.



Rebellato, Jana
Die Anforderungen der Markenkommunikation von Automobilherstellern in digitalen Netzwerkmedien in Bezug auf die junge 14- bis 27-jährige Zielgruppe. Im Fokus: Positionierung als relevante Marken unter Berücksichtigung von Aspekten der Verkehrswende. Eine qualitative Untersuchung
2020
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Die Automobilbranche erlebt aktuell einen enormen Wandel. Dem Auto stehen zunehmend flexiblere und umweltfreundlichere Mobilitätsangebote entgegen, die vor allem bei zweckorientierten und als Antreiber der Verkehrswende geltenden jungen Menschen Anklang finden. Dies stellt langfristig die Relevanz des privaten Autos und deren Hersteller in Frage. Mithilfe einer theoretischen Analyse des Themenfeldes und qualitativen Interviews untersucht diese Arbeit die aktuellen Anforderungen der Markenkommunikation in digitalen Netzwerkmedien von Automobilherstellern in Bezug auf die 14- bis 27-jährige Zielgruppe. Den Ergebnissen zufolge werden vereinzelte kommunikative Maßnahmen umgesetzt, Aspekte der Verkehrswende dabei aber kaum berücksichtigt. Eine klare Strategie zur Ansprache der Zielgruppe fehlt. Als Probleme lassen sich nicht primär umweltfreundliche Produktportfolios, eine daraus resultierende zweigleisige Kommunikation und eine fehlende Haltung gegenüber Zukunftsthemen identifizieren.



Schulte, Sina-Mareike
Der Einfluss des digitalen Strukturwandels von Musikwirtschaft und Musikkultur auf Künstlerförderprogramme in der Popularmusik. Eine qualitative Untersuchung
2020
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Künstlerförderprogramme verhelfen Popkünstlern dabei, in einer durch den digitalen Strukturwandel stark veränderten Musikkulturwirtschaft Fuß zu fassen. Dabei sind ihre inhaltlichen und strukturellen Fördermaßnahmen ebenso von dem Strukturwandel beeinflusst wie das Künstlersein selbst. Mit Hilfe einer theoretischen Analyse des Themenfeldes sowie qualitativen Interviews mit Vertretern sechs deutscher Förderprogramme analysiert diese Arbeit die Herausforderungen, vor denen Förderprogramme im Kontext des Wandels stehen. Während eine zunehmend wirtschaftliche Ausrichtung der Programme eine nicht unproblematische Konsequenz darstellt, ergeben sich für sie auch neue, durch die Digitalisierung begünstigte Unterstützungsmöglichkeiten (z.B. als Ermöglicher und Organisatoren eines Netzwerks). Mit der finanziellen Förderung, der Musterförderung und der Individualförderung lassen sich drei unterschiedliche Herangehensweisen identifizieren.



Teickner, Victoria
Potenziale und Herausforderungen popkultureller Bildungsprojekte im Rahmen der Jugendkulturarbeit in ländlichen Räumen bezogen auf Aspekte sozialer Nachhaltigkeit: Eine qualitative Analyse am Beispiel des Projekts Pop To Go Südliches Vorpommern
2020
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Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit sind popkulturelle Bildungsprojekte im Rahmen der Jugendkulturarbeit in ländlichen Räumen. Am Beispielprojekt Pop To Go Südliches Vorpommern wird sich der Frage genähert, welche Potenziale bezogen auf Aspekte sozialer Nachhaltigkeit Pop To Go für den Raum Pasewalk bietet. Parallel dazu wird auf mögliche Herausforderungen eingegangen und wie sich diesen gestellt werden kann. Dafür wird die Bedeutung von sozialer Nachhaltigkeit diskutiert und auf den Forschungsgegenstand bezogen. Die Untersuchung des Projektes basiert auf leitfadengestützten Expert*inneninterviews mit acht Akteuren des Projekts und der Region. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Projekt positiv auf das Leben junger Menschen auswirkt. In der Region Pasewalk beginnen sich neue Strukturen und Netzwerke zu bilden, die es nun zu erhalten und zu entwickeln gilt. Dem stehen jedoch zeit- und arbeitsaufwändige Förderregularien sowie begrenzte Förderperioden im Weg.



Tserea, Anastasia
Artist – Self – Development
2020
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Der Rückblick zeigt, dass Medien zu Veränderungen in der musikbezogenen Wertschöpfung führten, indem sie Musikkulturen neue Handlungsspielräume ermöglichten. Für ein Anforderungsprofil von Musikschaffenden in der Digitalisierung lassen sich aber kaum empirisch fundierte Kompetenzen finden. Mit einer Situationsanalyse wurde die Wertschöpfungssituation von sieben Musikschaffenden analysiert. Zahlreiche Elemente wirken auf diese ein und resultieren in einer Ressourcenknappheit. Um diese zu meistern, sichern sie sich durch den Aufbau von Portfolio-Karrieren ab und greifen auf Ressourcen ihrer Netzwerkakteure zurück. Dass sich ihre Karrieren selbst entwickeln lassen, zeigt, dass die Spielräume genutzt werden und sich eine neue Rolle als Artepreneur zu verfestigen scheint. Das resultiert in einem Anforderungsprofil, das nun eine übergreifende Karriereplanung, Musikschaffen, Vertrieb und Marketing umfasst und Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Organisation, Handwerk und Soft Skills benötigt.



Vathke, Daniela
Gründe für den Nichtbesuch von Konzerten Populärer Musik aus kultursoziologischer Sicht – Eine quantitative Untersuchung anhand der Theory of Planned Behaviour
2020
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Fast jeder war schon einmal auf einem Konzert. Ob auf großen Festivals oder im kleinen intimen Rahmen, ob auf einem Rock, Pop oder klassischen Konzert. Live-Musik ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Was früher nur privilegierten Menschen möglich war, kann heute jeder erleben. Doch ist das wirklich so? Konzerte bieten ein besonderes Erlebnis, bereiten Freude und lassen für einen kurzen Moment alles um uns herum vergessen. Dennoch geht man oft nicht auf ein Konzert, obwohl man die Musik eines Künstlers eigentlich so gerne mag. Woher kommt das und warum ist das so? Ausgehend von der Theory of Planned Behavior untersucht die vorliegende Arbeit die Gründe und Barrieren, die zu einem Konzertbesuch führen bzw. diesen verhindern. Mit Hilfe einer quantitativen Online-Umfrage konnte festgestellt werden, dass es neben einer Vielzahl an Gründen, die zu einem Konzertbesuch führen, nur wenige Besuchsbarrieren gibt und diese vor allem auf Unannehmlichkeiten zurückzuführen sind.



Weinert, Laura
Musik im mediatisierten Alltag Jugendlicher – eine theoretisch-empirische Arbeit zum praktischen Vollzug von Musikgeschmack in mobilen, konvergenten, digitalen Netzwerkmedien-Umgebungen jugendlicher Musikfans
2020
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Diese Arbeit geht der Frage nach, wie junge Menschen in ihrem mediatisierten Alltag ihren Musikgeschmack als subjektiv bedeutsames Praxisset gestalten und so teilhaben an Bedeutungs(neu-)produktion, die mit produktiv-kreativer Aneignung neuer Medienformen einhergeht. Dafür werden 9 leitfadengestützte Interviews mit jugendlichen Musikfans zwischen 14 und 19 Jahren geführt, die daraufhin mit einer qualitativen Inhaltsanalyse strukturiert werden. Durch das internetbasierte, raum-zeitlich und in der Breite entgrenzte Musikrepertoire individualisieren sich musikalische Geschmäcker und musikbezogene Praxis, was sich in persönlichen Playlisten manifestiert, mit welchen sich die Befragten über bestehende Kategorisierungen des musikalischen Feldes hinwegsetzen. Es zeichnet sich außerdem eine Diversifizierung von Präferenzen ab, die anhand zwei verschiedener Präferenzmuster zu beobachten ist. In den Daten finden sich Hinweise darauf, dass sich entlang dieser Präferenzmuster unterschiedliche Strategien weiterer musikbezogener Praxis herausbilden.



Ziegler, Simone Christiane
Der Einfluss digitaler Netzwerkmedien auf die A&R Arbeit im Musiklabel. Deutschland und Schweden im Vergleich
2020
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Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss digitaler Netzwerkmedien auf die A&R Arbeit in Musiklabels. Diesem Fokus wurde in der Forschung bis jetzt wenig Beachtung geschenkt. Es stellte sich zudem heraus, dass ein Vergleich zwischen Deutschland und Schweden aufgrund ihrer unterschiedlichen Musikmärkte interessant ist. Für die empirische Forschung wurden Experteninterviews mit A&R Managern aus Schweden & Deutschland geführt und qualitativ ausgewertet. Ziel der Arbeit ist es, das Arbeitsfeld A&R detailliert zu beschreiben und darauf aufbauend herauszufinden, wie digitale Netzwerkmedien Einfluss auf dieses nehmen. Es zeigt sich, dass A&R Manager beider Länder durchaus in allen Bereichen ihres Berufes mit digitalen Netzwerkmedien arbeiten. Etwaige Unterschiede der Nutzung lassen sich vorrangig auf persönliche Präferenzen zurückführen. Auch stellte sich heraus, dass A&R Manager ein Netzwerk aus Akteuren der Musikindustrie pflegen und dass dies weiterhin das wichtigste Instrument ihrer Arbeit bleibt.



Zoike, Ann-Kristin
Opern-Streaming: Notlösung in der Krise oder zukunftsweisende Rezeptionsform? – Eine qualitative Untersuchung zur Rezeption von Opern-Streams in Zeiten der Corona-Pandemie
2020
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Die Oper befindet sich im Wandel: Während die Konkurrenz durch andere Freizeitaktivitäten steigt, verliert die Oper an Popularität. Digitales Opern-Streaming weckt die Hoffnung, der Abwärtsentwicklung entgegen zu wirken und gewann während der Covid-19-Pandemie an Bedeutung. Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern das Streamen von Opern für Rezipierende eine zukunftsweisende Rezeptionsform für Zeiten nach der Corona-Krise darstellen könnte. Die Ergebnisse aus sieben qualitativen Leitfadeninterviews zeigen, dass Opern-Streaming als ergänzende Rezeptionsform in das Mediennutzungsrepertoire von Operninteressierten integriert wird. Hierbei spielen musikbezogene, persönliche sowie soziale Motive eine Rolle. Die Vorteile des Opern-Streamings liegen in der zeitlichen Flexibilität sowie in der vielfältigen Programmauswahl. Des Weiteren werden neue, interaktive Erfahrungsweisen erkundet. Insgesamt erleben die Rezipierenden einen Opern-Stream jedoch weniger intensiv als einen Live-Opernbesuch.



 

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Zuletzt bearbeitet: 09.03.2021

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