Bachelor Medienmanagement

Absolvent*innen des Bachelor-Studiengangs Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2022)

(Stand: Mai 2022)

Abramowski, Mirjam
„Isst du das noch?“ Frames des Karnismus und Veganismus in Online-Magazinen
2022
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Wie wir uns ernähren, spielt nicht nur auf individueller, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene eine bedeutende Rolle. Auswirkungen auf die Gesundheit, die Umwelt und der Umgang mit den Tieren stehen dabei oft im Fokus der Diskussion. In diesem Rahmen kommt es nicht selten auch zu folgender Frage: Sollten wir noch Fleisch essen? Antworten auf diese Frage werden in karnisitschen und veganen Diskursen stark diskutiert. Karnismus und Veganismus werden als zwei verschiedene ethische Grundhaltungen definiert, die beide geprägt sind von Meinungen, Einstellungen und Überzeugungen. Die vorliegende Arbeit untersucht den Diskurs über diese Grundhaltungen in deutschsprachigen Online-Magazinen. Karnismus und Veganismus dienen als zwei gegensätzliche Perspektiven, durch die der Ernährungsdiskurs betrachtet werden kann. Die Darstellung der beiden Perspektiven in den Medien bildet den Kern des Erkenntnisinteresses. Als Untersuchungsmethode wurde eine Clusteranalyse von knapp 200 Artikeln auf Basis des Framing- Ansatzes durchgeführt. Nach der Analyse lässt sich festhalten, dass die Kritikpunkte an Ernährungsweisen sich im Karnismus und Veganismus oftmals überschneiden. Der größte Unterschied liegt vor allem in den Lösungsansätzen; während Veganismus für den Verzicht auf tierische Produkte aufgrund der kritisierten Probleme plädiert, versucht Karnismus interne Lösungen zu finden, ohne dass auf den Konsum tierischer Produkte verzichtet werden muss.

Beinker, Christoph
TikTok im Zeitalter der digitalen Musik - Eine qualitative Untersuchung zur Nutzung der Videoplattform TikTok im Kontext des digitalen Musikkonsums
2022
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In den letzten Jahren hat sich der Markt der sozialen Netzwerkmedien um die Videoplattform TikTok erweitert. TikTok bietet den Nutzer*innen die Möglichkeit kurze, prägnante Videoclips aufzunehmen, zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Dabei setzt TikTok auf einen datengesteuerten Algorithmus. Dieser schlägt den Nutzer*innen Videos vor, die denen ähneln, mit welchen sie zuvor interagiert haben. Videos werden mit sogenannten “Sounds” untermalt, die häufig aus kurzen Sequenzen aktueller (Pop-)Musik bestehen. Einige der größten kommerziellen Erfolge der Musikbranche haben ihren Ursprung auf TikTok, da Nutzer*innen viele Videos mit bestimmten Songs konsumiert und geteilt haben und so Viralität kreiert wurde. Trotz des scheinbar großen Einfluss TikToks auf den Musikmarkt, wurde dieses Phänomen noch nicht wissenschaftlich betrachtet. Die vorliegende Arbeit hatte das Ziel einen ersten Beitrag zur Erforschung TikToks im Kontext des Musikkonsums zu leisten. Durch den Einsatz von problemzentrierten Interviews konnten Erkenntnisse über das Nutzungsverhalten von TikTok-Nutzer*innen und die Art, wie mit Musik auf TikTok interagiert wird, erlangt werden. Zentral ist, dass TikTok keine anderen sozialen Netzwerkmedien ersetzt, sondern eine Erweiterung der sonstigen Nutzung anderer Plattformen darstellt. Soziale Interaktionen scheinen eine untergeordnete Rolle zu spielen und besonders der einfache Konsum von neuen Inhalten steht im Fokus der Befragten. Auch im Kontext des Musikkonsums setzt sich dieses Nutzungsverhalten fort. TikTok ersetzt nicht Streaming-Plattformen wie Spotify als Zentrum des Musikkonsums, sondern bietet den Befragten die Möglichkeit mit neuer Musik zu interagieren und den eigenen Musikgeschmack zu erweitern. Hervorzuheben ist dabei, dass besonders die häufige Wiederholung von Songs dazu führt, dass den Befragten die Musik im Gedächtnis bleibt und diese auch außerhalb ihrer TikTok-Nutzung mit der Plattform assoziieren.

Meisel, Jordan Sophie
We love to see it: Der Einfluss von parasozialer Beziehung auf die Wirkung von Influencer*innen-Werbung - Eine qualitative Untersuchung der Einflüsse von parasozialer Beziehung und Glaubwürdigkeit auf Werbewirkungsfaktoren von Influencer*innen-Werbung auf Instagram
2022
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Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu beantworten, welchen Einfluss die parasoziale Beziehung auf die Wirkung von Influencer*innen-Werbung hat. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf die Glaubwürdigkeit der Influencer*innen gelegt und weiterhin die Faktoren der Reaktanz auf die Werbung, der Attitude toward the Ad, der wahrgenommenen Glaubwürdigkeit der Influencer*innen und der Meinung zur gezeigten Marke (Markenimage) gemessen. Dazu werden die folgenden Forschungsfragen gestellt: „Welchen Einfluss hat die parasoziale Beziehung auf die Wirkung von Influencer*innen-Werbung?“ und „Hat die Glaubwürdigkeit einen Einfluss auf die Reaktanz auf die Werbung oder auf das Markenimage?“ Um diese Fragen zu beantworten, wurde eine standardisierte Online-Befragung durchgeführt. Die Studie zeigte, dass die parasoziale Beziehung kaum einen Effekt auf die Wirkung von Influencer*innen-Werbung hat. Lediglich die Attitude toward the Ad und das Markenimage werden leicht positiv von der parasozialen Beziehung beeinflusst, die Glaubwürdigkeit sogar leicht negativ. Die Reaktanz auf die Werbung wird nicht von der Intensität der parasozialen Beziehung beeinflusst. Die Glaubwürdigkeit hat ebenfalls kaum einen Effekt: Sie beeinflusst das Markenimage und die Reaktanz leicht negativ..

Vyatkin, Boris
Select Difficulty: Eine experimentelle Untersuchung der Wirkung des Schwierigkeitsgrades und der Spielzeit auf das Unterhaltungserleben von Videospielen
2022
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Videospiele sind heutzutage nicht mehr aus der Popkultur wegzudenken. Mit dem fortschreitenden Erfolg der Branche geht auch eine hohe Diversität an Videospielen einher. Dabei werden verschiedene Extreme an Konsumierenden angesprochen. Wo einige eine möglichst hohe Herausforderung in einem Videospiel suchen, wollen andere beim Spielen entspannen und eher wenig gefordert werden. Vor allem bei dem Angebot von Videospielen für das Smartphone wird deutlich, dass kurzweilige Spiele mit eher geringem Anspruch besonders beliebt sind. Reichelt (2019) hat die Existenz von sehr einfachen als auch sehr schweren Videospielen auf dem Markt als Anlass genommen, den Einfluss des Schwierigkeitsgrades auf das Unterhaltungserleben von Spielenden genauer zu untersuchen. Dabei gibt die Literatur Hinweise darauf, dass die Länge der Zeit, die Personen mit einem Videospiel verbringen, einen Einfluss auf den Zusammenhang von Schwierigkeitsgrad und Unterhaltungserleben nehmen könnte. Anhand einer konzeptuellen Replikation von Reichelts Studie (2019), wurde bei dieser Untersuchung ergründet, wie sich unterschiedliche Spielzeiten und Schwierigkeitsgrade auf das Unterhaltungserleben beim Spielen von Videospielen auswirken. In einer quantitativen Online-Befragung mit experimentellem Forschungsdesign (N = 160) haben Personen das Videospiel Pac-Man auf verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Spielzeiten gespielt. Die Analyse der Daten hat gezeigt, dass sich die Gruppen trotz verschiedener Schwierigkeitsgrade und Spielzeiten nicht signifikant im Unterhaltungserleben unterschieden haben. Auch Zustände wie Flow-Erleben und Kompetenzerleben wurden anhand des Online-Fragebogens abgefragt. Die Ergebnisse der weiteren Analyse haben einen signifikanten Interaktionseffekt von Schwierigkeitsgrad und Spielzeit für das Flow-Erleben aufgezeigt. Für das Kompetenzerleben war der Effekt der Spielzeit nicht signifikant. Bei den Gruppen, die eine längere Spielzeit gespielt haben, konnte dabei ein negativer Effekt des Kompetenzerlebens auf das Unterhaltungserleben festgestellt werden, was im Kontrast zu bestehender Theorie und Forschung steht.

Weber, Lina Marie
Jeder Eindruck zählt? - Wie musikbezogene Inhalte als Geschmacksaussage für Online-Impression Management in der Instagram-Story genutzt werden. Eine quantitative Untersuchung des musikvermittelten Impression Managements mittels Taste Performance auf Social Networking Sites am Bespiel Instagram
2022
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In so gut wie allen Situationen, in denen Menschen auf einander treffen, spielen die Eindrücke, die die Interaktionspartner:innen voneinander bekommen eine entscheidende Rolle bei der gegenseitigen Beurteilung. Individuen sind daher geneigt ihr Verhalten gezielt zu steuern und die entstehenden Eindrücke so gut wie möglich zu beeinflussen. Diese Verhaltensweisen lassen sich auch online beobachten, die Menschen posten beispielsweise ganz gezielt bestimmte Inhalte, die von anderen gesehen werden sollen, um deren Eindrücke in eine bestimmte Richtung zu lenken. Auch der mediale Geschmack spielt dabei eine Rolle: welche Bücher lese ich, welche Filme und Serien schaue ich und welche Musik höre ich? Diese Fragen sind nicht nur für die eigene Identität entscheidend, sondern liefern auch den Mitmenschen bestimmte Informationen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit der grundlegenden Fragestellung inwiefern das Teilen von massenmedialen Inhalten in Form von Musik auf Social Media von den Nutzer:innen für eine gezielte Selbstdarstellung bzw. Impression Management genutzt wird. Dabei wurde sich auf die SNS Instagram und das Format der Instagram-Story zum Teilen der Musikstücke fokussiert. Es wurde untersucht, wie das Bedürfnis nach Kompetenz, Sympathie und sozialer Integration das Posten von verschiedenen musikalischen Geschmacksaussagen beeinflusst. Es Zur Überprüfung der Theorie wurde eine quantitative Online-Befragung (N = 70) durchgeführt. Es kann ein Einfluss des Bedürfnisses danach, von anderen als kompetent wahrgenommen zu werden, auf das Teilen von prestigeträchtiger und Authentizität vermittelnder Musik bestätigt werden. Die Ergebnisse liefern somit einen Hinweis darauf, dass das Posten von Musik in der Instagram-Story als Online-Impression Management genutzt wird.

Yeo , Minha Marie
Antihelden wie Loki mögen oder sogar bewundern? Eine empirische Untersuchung von Admiration innerhalb der Affective Disposition Theory
2022
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In einer Gesellschaft, in der mehr als die Hälfte aller Menschen in den USA zwischen 18 und 34 Jahren mindestens einen oder mehrere Filme aus der Marvel’s Avengers-Filmserie gesehen hat (Navarro, 2021), spielen Unterhaltungsfilme mit Held*innen, Antiheld*innen und Villains eine immer größere Rolle. Besonders Antiheld*innen sind in ihrer Popularität stark gewachsen und es stellt sich die Frage, weshalb diese moralisch fehlbaren Charaktere die Sympathie und Bewunderung der Rezipient*innen auf sich ziehen. Die Studie stützt sich auf die Forschung zur Affective Disposition Theory und zum Konzept Admiration, um zu untersuchen, weshalb wir Antiheld*innen bewundern und inwiefern das Liking für Antiheld*innen auf Admiration basiert. Dies soll mithilfe einer Online-Befragung, in der Befragte zu drei unterschiedlichen Charakteren aus dem Marvel Cinematic Universe zugeordnet werden, erforscht werden. Die Gruppen bestehen jeweils aus dem Helden Vision, dem Antihelden Loki und dem Villain Thanos. Basierend auf der Literatur wird höhere Bewunderung für den Antihelden erwartet, welche aus einer erhöhten Kompetenz, Tugendhaftigkeit und Erreichbarkeit verglichen mit dem Helden und Villain resultiert. Zudem sollte Admiration das Liking für den Helden und Antihelden fördern. Eine Wechselwirkung zwischen dem Konzept Moral Disengagement und Admiration auf das Liking des Antihelden wird ebenfalls vermutet. Die Ergebnisse zeigen, dass der Antiheld Loki mehr Admiration als der Held und Villain generiert und ein Zusammenhang zwischen Admiration und Liking für den Helden, Antihelden sowie Villain existiert. Die Faktoren für Admiration sind allerdings unklar und eine Wechselwirkung zwischen Moral Disengagement und Admiration auf das Liking kann nicht bestätigt werden.

 

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Zuletzt bearbeitet: 12.05.2022

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