Bachelor Medienmanagement
Absolvent*innen des Bachelor-Studiengangs Medienmanagement und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2025)
(Stand: Januar 2026)
Detlefsen, Elin
Personalrecruiting im digitalen Zeitalter
2025
Abstract lesen
Der digitale Wandel und die daraus resultierenden Maßnahmen und Kommunikationsformen haben den Bereich der Personalgewinnung von Unternehmen verändert und vor allem den Recruitingprozess, um potenzielle neue Mitarbeitende zu gewinnen, beeinflusst. In diesem Kontext gewinnt ein strategischer ganzheitlicher Employer-Branding-Ansatz, hinweg von eindimensionalen Recruitingmaßnahmen zunehmend an Bedeutung, der eine nachhaltige und attraktive Arbeitgebermarke fördern soll. Die vorliegende Arbeit untersucht, mit welchen digitalen Maßnahmen Personalverantwortliche auf den digitalen Wandel reagieren und welche digitalen Kommunikationsmittel und -formen sie einsetzen, um potenzielle Mitarbeitende und Nachwuchskräfte gezielt im digitalen Raum anzusprechen. Vorerst werden im Rahmen der theoretischen Herleitung die Grundlagen des Recruitings und des Employer Brandings sowie die Signaling-Theorie und die Affordanztheorie erläutert. Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden sieben qualitative Interviews mit Expert:innen aus dem Personalbereich von Großunternehmen geführt. Die Ergebnisse stützen, dass Personalverantwortliche auf den Medienwandel reagieren, indem sie traditionelle Recruiting-Methoden zunehmend durch digitale Plattformen und strategisches Employer Branding ergänzen. Vor allem soziale Medien wie Instagram und TikTok spielen zunehmend eine zentrale Rolle, speziell bei der Ansprache junger Nachwuchskräfte.
Gercken, Christine
Lachst du noch oder (ver-)zweifelst du schon? Eine quantitative Untersuchung der Zusammenhänge von Nachrichten- und Satirekonsum auf politische Einstellungen anhand der Medienmalaise Theorie
2025
Abstract lesen
Mediale Berichterstattung ist ein zentraler Bestandteil von Demokratien, da sie Bürger*innen über politische Prozesse, Missstände und Entwicklungen informiert. Mit dem sich stetig wandelnden Medienangebot haben sich auch neue Formate der politischen Kommunikation etabliert. Neben sachlichen Nachrichten gewinnen Formate an Bedeutung, die politische und unterhaltende Inhalte verbinden, wie beispielsweise Satireformate. Die Mediamalaise-Theorie hinterfragt kritisch die Auswirkungen solcher Medienformate auf politische Einstellungen. Während Nachrichten- und Satireformate isoliert betrachtet im Verdacht stehen, Politikverdrossenheit zu fördern, sind die Effekte ihres kombinierten Konsums bislang wenig erforscht. Diese Arbeit untersucht mithilfe einer Online-Befragung (n = 152), wie der kombinierte Konsum von Nachrichten- und Satireformaten im Vergleich zu reinem Nachrichtenkonsum politische Einstellungen beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass der kombinierte Konsum mit einem höheren politischen Vertrauen assoziiert ist. Effekte auf politischen Zynismus und politische Wirksamkeit konnten hingegen nicht bestätigt werden. Das zusammengesetzte Konstrukt der Politikverdrossenheit, das sich aus diesen Dimensionen bildet, zeigt ebenfalls einen positiven Zusammenhang mit dem kombinierten Konsum. Dieser Befund ist jedoch kritisch zu bewerten, da politisches Vertrauen innerhalb des Index überrepräsentiert ist, was die Ergebnisse verzerren könnte. Politisches Interesse erweist sich als bedeutender eigenständiger Prädiktor für positive politische Einstellungen, hat jedoch keinen moderierenden Einfluss auf den Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Politikverdrossenheit. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz politische Einstellungen als multidimensional zu betrachten und tragen somit zur Weiterentwicklung der Mediamalaise-Forschung bei.
Olshausen, Nala
Digitale Stadtmagazine auf Instagram - Eine empirische Analyse der Bedürfnisse und Nutzungsmotive der Follower:innen unter Anwendung des Uses and Gratfications-Ansatzes
2025
Abstract lesen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Nutzungsmotive und Gratifikationen von Follower:innen von digitalen Stadtmagazinen bei Instagram. Dies erfolgt am Beispiel des Instagram-Accounts Hannoverlife und auf Basis des Uses and Gratification-Ansatzes. Ziel der Studie ist es, die Bedürfnisse der Nutzer:innen zu identifizieren und diese in Nutzungsmotive zu kategorisieren sowie die Art der Gratifikationen zu analysieren, die sie durch die Nutzung des digitalen Stadtmagazins erhalten. Außerdem wird der Einfluss dessen auf die Nutzungshäufigkeit betrachtet. Die Studie basiert auf einer Online-Umfrage mit 981 Teilnehmer:innen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Follower:innen von Hannoverlife primär ein kognitives Nutzungsmotiv haben. Dieses lässt sich aus Bedürfnissen wie dem nach Informationsgewinnung und dem Erhalt von Denkanstößen ableiten. Gefolgt vom sozial-interaktiven und emotionalen Nutzungsmotiv. Die Existenz dieser Motive kann auf Grundlage der Theorie und der herangezogenen Daten bestätigt werden. Es zeigt sich, dass die Art des Motivs die Nutzungshäufigkeit des Stadtmagazins nicht unterschiedlich stark beeinflusst. Des Weiteren werden die Gratifikationen analysiert, die die Nutzer:innen nach der Nutzung von Hannoverlife empfinden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine höhere wahrgenommene Gratifikation mit einer höheren Nutzungshäufigkeit einhergeht, was die Relevanz der Erfüllung von Nutzer:innenbedürfnissen für die Nutzungsfrequenz unterstreicht. Diese Arbeit trägt zum Verständnis bei, welche Bedürfnisse Folllower:innen von digitalen Stadtmagazinen haben und welche Motive die Nutzung antreiben. Die Ergebnisse bieten Einblicke für zukünftige strategische Entscheidungen in der lokalen Content-Erstellung und -Verbreitung auf Social-Media-Plattformen.
Rusche, Luca
Vom Bildschirm zum Sexismus? Genderspezifische Unterschiede im Pornografiekonsum junger Erwachsener und die Auswirkungen auf sexistische Einstellungen: Eine quantitative Analyse von Nutzungsverhalten und Einstellung.
2025
Abstract lesen
Pornografische Inhalte sind im modernen Zeitalter allgegenwertig und aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Dennoch scheint Pornografie laut vergangener Forschung weitestgehend ein männliches Phänomen. Somit liegt der Fokus von Untersuchungen der Einstellungen zu und Auswirkungen von Pornografie bisweilen tendenziell auf der männlichen Bevölkerungsgruppe. Diese Bachelorarbeit untersucht die Facetten (Einstellung, Nutzungshäufigkeit und Nutzungsmotive) von Pornografie mit einem besonderen Schwerpunkt auf genderspezifische Unterschiede und den Einfluss von pornografischen Inhalten auf Sexismus. Der Fokus der Studie liegt auf der Nutzung von Mainstream-Internet-Pornografie und sie wurde als quantitative Querschnittstudie gestaltet. Es wurde eine Stichprobe von 207 Männern und Frauen im Alter von 19 bis 52 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Unterschied betreffend der Nutzungshäufigkeit von Pornografie. Frauen nutzen deutlich seltener Pornografie als Männer. Zudem korreliert die Konsumhäufigkeit mit der Einstellung zu Pornografie, unabhängig vom Geschlecht. Es ist ebenso ein Geschlechterunterschied in den gemessenen Nutzungsmotiven zu verzeichnen, allerdings nicht für sämtliche. Es konnte im Gegensatz zu vergangenen Forschungen kein Zusammenhang von der Nutzungshäufigkeit von Pornografie und Sexismus festgestellt werden. Die vorliegende Studie erweitert bestehende Forschung um geschlechtsspezifische Unterschiede des Pornografiekonsums und kritisiert, dass das Konstrukt Geschlecht in vergangenen Studien zu dem Zusammenhang von Pornografie und Sexismus häufig außen vorgelassen wurde.
Scheer, Julius
Zwischen Skepsis und Akzeptanz - wie Wissen über in Werbung entahltene KI die Werbewirkung beeinflusst
2025
Abstract lesen
Künstliche Intelligenz (KI) findet nicht nur im Alltag der Menschen zunehmend Anwendung, sondern ist auch in der Werbeindustrie längst fest etabliert und wird insbesondere bei der Erstellung von Werbeanzeigen eingesetzt. Kern dieser Forschung ist die Untersuchung der Fragestellung, ob das Wissen der Rezipierenden über die Anwendung von KI im Kontext von Werbung Auswirkungen auf die Werbewirkung zeigt. Darüber hinaus werden mögliche beeinflussende Effekte der Markenbekanntheit und KI-Kompetenz der Rezipierenden analysiert. Diese Forschung wurde mithilfe eines zwischen-subjektlichen Experiments im Rahmen einer Online-Befragung realisiert, welche 205 Fälle ergab. Die Teilnehmenden wurden zufällig einer von drei experimentellen Bedingungen zugeordnet: „Hinweis auf KI“, „Hinweis auf keine KI“ oder „kein Hinweis“ (Kontrollgruppe). Die Bedingung „Hinweis auf keine KI“ wurde zur Beobachtung möglicher gegenteiliger Effekte zur Bedingung „Hinweis auf KI“ eingeführt. Innerhalb jeder Bedingung wurden den Teilnehmenden drei Werbeanzeigen präsentiert. Diese zeigten eine unbekannte, eine mittelbekannte und eine etablierte Marke. Für jede Werbeanzeige wurde die Werbewirkung erfasst, abschließend wurde die KI-Kompetenz der Teilnehmenden erhoben.
Schilbach, Ture
Darf ich auch weinen, wenn Frank Ocean weint? - Eine empirische Untersuchung des Zusammenhangs von persönlichem Musikgeschmack und traditionellen Maskulinitätsbilder
2025
Abstract lesen
Traditionelle Maskulinitätsbilder sind als destruktive Konstrukte von Maskulinität zu verstehen. Diese können bei männlich gelesenen Personen vermehrt zu Suizidgedanken führen und einen ungesunden Umgang mit Alkohol und anderen Drogen bedingen. Männlich gelesene Personen mit traditionellen Maskulinitätsbildern weisen ein erhöhtes Suizidrisiko auf, sowohl im Vergleich zu anderen Geschlechtern, als auch zu anderen männlich gelesenen Personen mit weniger ausgeprägten traditionellen Maskulinitätsbildern. Gleichzeitig lassen sich Zusammenhänge zwischen traditionellen Maskulinitätsbildern und Vergewaltigungsfantasien und -mythen ausmachen, sowie dem Befürworten von häuslicher Gewalt. Musik als Medium ist wiederum in der westlichen Welt ein allgegenwärtiger Teil der Gesellschaft. Das Medium wird in vielerlei Hinsicht von Hörer:innen verwendet, unter anderem zur Selbstfindung. Musik kann sowohl persönliche Einstellungen bestätigen als auch Reaktanz bei gehörten Inhalten hervorrufen. In den Genres Hip-Hop und Heavy-Metal können traditionell maskuline Inhalte ausgemacht werden. Zudem wird die Dauer des Musikhörens, insbesondere bei Genres mit traditionell maskulinen Inhalten, als möglicher verstärkender Faktor eines Effektes vermutet. Das Medium Musik und das Konstrukt der traditionellen Maskulinität werden in dieser Forschung in Relation gesetzt. Dabei wird eine Wechselwirkung als möglich erachtet. Das Ziel der Studie besteht darin, einen möglichen Zusammenhang zwischen dem persönlichen Musikgeschmack und traditionellen Maskulinitätsbildern zu untersuchen.
Meldungen Alle
-
Freitag, 28.11.2025 | 10:20
IJK beim November der Wissenschaft
Zum neunten Mal luden Hannovers Hochschulen, Forschungseinrichtungen…
-
Dienstag, 25.11.2025 | 12:19
IJK Career Expo 2025: Studierende und…
Am 20.11. fand die diesjährige IJK Career Expo 2025 statt und…
-
Montag, 24.11.2025 | 13:55
Erneute Förderung für…
Der SFB SIIRI geht in die zweite Förderphase. Mit Freude, Stolz und…
-
Freitag, 21.11.2025 | 11:27
Drei neue Gastwissenschaftler*innen am…
Wir freuen uns, in diesem Wintersemester gleich drei herausragende…
-
Montag, 17.11.2025 | 20:48
IJK auf dem BAM!Festival
Anfang November besuchten Dorothée Hefner, Anna Freytag und Paula…
Zuletzt bearbeitet: 14.01.2026
Zum Seitenanfang