Master Multimediale Kommunikation

Absolvent*innen des Master-Studiengangs Multimediale Kommunikation und die Themen ihrer Abschlussarbeiten (2010)

(Stand: März 2012)

Brand, Eike Lennart
Wissensmanagement-Werkzeug Wiki. Einflüsse auf den Einführungserfolg eines Wikis als Werkzeug des betrieblichen Wissensmanagements
2010
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Wikis gewinnen als Werkzeug des unternehmensinternen Wissensmanagements zunehmend an Bedeutung. Die vorliegende Arbeit beantwortet die Frage, wie Unternehmen die Einführung eines Wissensmanagement-Wikis erfolgreich vorbereiten und umsetzen können. Dazu werden Potenziale, Risiken und geeignete Maßnahmen aus der Fachliteratur mittels qualitativ-explorativer Experten Interviews auf Praxisrelevanz überprüft und um neue Erkenntnisse erweitert. Wikis sind, auch im Unternehmenskontext, Anwendungen des Social Web und sollten als solche behandelt werden. Sie erreichen dann am meisten Akzeptanz bei den Nutzern, wenn sie sich selbstständig im Unternehmen entwickeln können und von Mitarbeitern für Mitarbeiter gepflegt werden. Entscheidend für den Erfolg des Wikis ist, dass im Unternehmen die geeigneten Umgebungsbedingungen vorherrschen. Unternehmen können diese Bedingungen durch eine offene Unternehmenskultur und durch die Einbindung der Mitarbeiter unterstützen



Görting, Leonie Pia
Blinder Fleck Lateinamerika. Eine Expertenbefragung zu selektivierenden Faktoren in der Auslandsberichterstattung
2010
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Als die Lateinamerikakorrespondentin der Süddeutschen Zeitung ihrer Redaktion Mitte der neunziger Jahre einen Artikel zur Präsidentenwahl in Uruguay anbot, lehnte man dies mit der Begründung ab, man bringe doch auch nichts zu Stadtratswahlen in Solingen. Auch wenn es sich bei Uruguay um eines der kleinen Länder Lateinamerikas handelt, steht diese Anekdote beispielhaft für die Berichterstattung zu allen Ländern südlich der USA: Ihre mediale Präsenz bewegt sich an den Grenzen der Wahrnehmung, am Desinteresse hat sich bis heute nicht viel geändert. Wer sich über das Alltagsgeschehen in lateinamerikanischen Ländern informieren möchte, beherrscht am besten Spanisch oder Portugiesisch, um lokale Medien im Internet verfolgen zu können. Allein über deutsche Presse, Funk oder Fernsehen ist eine kontinuierliche Verfolgung von Geschehnissen äußerst schwierig. Wie aber kommt es dazu, dass eine ganze Weltregion hierzulande kaum wahrgenommen wird? Diese Frage galt es zu beantworten. Ziel war, Gründe für die mangelnde mediale Präsenz von Nachrichten aus Lateinamerika zu finden und zu hinterfragen. Das Berichtsgebiet wurde in den Kontext der Auslandsberichterstattung deutscher Medien eingeordnet, um eine mögliche Regel-haftigkeit von Filterungsprozessen innerhalb verschiedener Redaktionen zu untersuchen. Methodisch boten sich in diesem Fall Befragungen von Redakteuren als Experten ihres Berufsfelds und somit Experten für Selektionsentscheidungen bei Nachrichten an. Als zu untersuchendes Medium wurde die Zeitung gewählt, Nachrichtenagenturen wurden in ihrer Rolle als Nachrichtenlieferanten hinzugezogen. Die Befragung bezog sich bewusst nicht nur auf persönliche Entscheidungskriterien bei der Nachrichtenauswahl, sondern brachte auch externe Faktoren ein, die auf die Arbeitspraxis von Redakteuren einwirken. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass eine Art Teufelskreis zwischen mangelndem Interesse an Auslandsnachrichten insgesamt, mangelnder organisatorischer Investition und der Orientierung an für lateinamerikanische Themen "ungünstigen" Nachrichtenfaktoren vorherrscht.



Hagenau, Torben
Web-Präsenz von Radiosendern. Eine Nutzerbefragung zu Erwartungen und Gratifikationen
2010
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Radiosender präsentieren sich heute nicht mehr nur onAir sondern auch Online ihren (potentiellen) Hörern. Infolgedessen gehört der Webauftritt zum Markenbild eines Radiosenders und sollte dementsprechend auf den Nutzer zugeschnitten sein. Mittels einer Onlinebefragung auf den Seiten der Radiosender YOU FM und hrl wird in dieser Arbeit erfasst, welche Erwartungen die Nutzer von Radiowebsites an eben diese haben. Dabei werden Unterschiede in verschiedenen Altersklassen, Bildungsgruppen, dem Geschlecht und dem Nutzungszeitpunkt aufgezeigt. Zudem wird herausgearbeitet, welche Aspekte einer Radiowebsite besonders relevant sind, um die Nutzer zufriedenzustellen. Einen hohen Stellenwert für die Nutzer von Radiowebsites haben Nachrichten und die Vorstellung neuer Musik. Die Nutzer erwarten von einer Radiowebsite, dass sie sich hier Musik wünschen können und Informationen darüber finden, welche Musik sie im Radio gehört haben. Die Gesamtzufriedenheit der Nutzer wird am stärksten beeinflusst von den angebotenen Informationen zu Themen aus dem Programm, sowie von den Informationen über Musik und Künstler.



Jacobi, Kirsten
Geben, Nehmen und Kaufen. Eine qualitative Untersuchung soziologischer Motive für die Handlungen des Gebens im Social Commerce
2010
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Durch die Integration von Elementen des Web 2.0 ergeben sich für den Nutzer im Social Commerce diverse neue Handlungsmöglichkeiten. Durch Bewertungs- und Kommentarfunktionen, durch Personalisierungsoptionen und durch die Möglichkeit zur kreativen Betätigung bringen sich die Nutzer immer mehr ein. Sie stellen so ihre Zeit, ihre Mühe, ihr Wissen oder ihre Kreativität zur Verfügung. Die Nutzer geben also etwas - scheinbar ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten. Aufgrund dieser Entwicklung stellt die vorliegende Arbeit die Frage, wie und warum durch die neuen (kommunikations-)technologischen Entwicklungen im Social Commerce Handlungen des Gebens entstehen. Unter Berücksichtigung verschiedener Theorien aus dem Bereich der Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie aus der Soziologie werden Begründungen für die Handlungen des Gebens ermittelt, die die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten im Social Commerce berücksichtigen. Anhand einer qualitativen Befragung und der theoretischen Annahmen wird in dieser Arbeit erkannt, dass das Geben der Nutzer meist durch persönliche Aspekte motiviert ist und dass der Social Commerce eine Grundlage für Gemeinschaftsbildung und Identifikation darstellen kann.



Niehues, Philipp
Kommunikation, Komplexität und Marke. Konzeptualisierung und empirische Analyse der Auswirkungen der digitalen Netzwerkmedien auf den Nutzen von Marken aus Sicht des Konsumenten
2010
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Durch die Etablierung der digitalen Netzwerkmedien steht das Konstrukt der Marke vor besonderen Herausforderungen. Konnte Markenkommunikation bisher noch nahezu vollständig durch die Markenanbieter kontrolliert werden, ermöglichen die digitalen Netzwerkmedien dem Konsumenten nun die aktive Einflussnahme auf Produktion, Distribution, Rezeption und Nutzung von Markenkommunikation. Vor diesem Hintergrund stellt die vorliegende Arbeit die Frage, wie sich der Nutzen von Marken für den Konsumenten durch den Einfluss der digitalen Netzwerkmedien verändert. Aus einer explizit kommunikationswissenschaftlichen Perspektive wird dazu ein nutzenorientiertes Markenverständnis entwickelt, nachdem sich der Nutzen von Marken aus dem Wunsch der Konsumenten nach einer Reduktion von Komplexität ergibt, der wiederum in der Notwendigkeit von Kommunikation begründet ist. Mit Hilfe qualitativer Interviews wird gezeigt, dass die klassischen Funktionen von Marken auch im Internet bestehen bleiben. Dank neuer medialer Handlungspotenziale bieten die digitalen Netzwerkmedien den Konsumenten aber neue, alternative Möglichkeiten der selbstbestimmten Reduktion von Komplexität. Die neuen Möglichkeiten der Komplexitätsreduktion treten damit in direkte Konkurrenz zu den Leistungen der Marke.



Schmitt, Julia R.
Online Video in der Unternehmenskommunikation – Internet-Bewegtbild jenseits klassischer Werbung
2010
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Online Video wird zunehmend als neue Form der Bewegtbild-Kommunikation von Unternehmen auch jenseits klassischer Werbung eingesetzt. Es wird ergründet, welche Konzepte hinter dem Einsatz von Online Video in der Unternehmenskommunikation stehen. In einer qualitativen Inhaltsanalyse in Verknüpfung mit qualitativen Experteninterviews, wird die praktische Anwendung von Online Video, vor dem Hintergrund konzeptueller Überlegungen zu Unmittelbarkeit, Interaktivität, Digitalen Sozialen Netzwerkmedien und Nutzerzentrierung untersucht. Es wird festgestellt, dass die Konzepte hinter Online Video grundlegend erfasst werden, jedoch in der Umsetzung von Online-Video-Projekten noch stärker fokussiert werden können.




 

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Zuletzt bearbeitet: 12.05.2022

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