Alltagsgespräche über Nachrichten

Medienrezeption, politische Expertise und die wissensbildende Qualität von Anschlusskommunikation

Projektleitung: Dipl.-Medienwiss. Dorothée Hefner
Betreuer: Prof. Dr. Christoph Klimmt
Prof. Dr. Helmut Scherer
Beteiligte (Hilfskräfte/ Studierende): Generierung der Daten und Durchführung von Vorstudien gemeinsam mit Studierenden des Werkstattseminars „Medien – Wissen – Kompetenz“
Projektlaufzeit: Oktober 2006 – November 2011
Projektinhalte: Das Dissertationsprojekt widmet sich alltäglichen Gesprächen über Nachrichten und fragt sich, wie in solchen Alltagsgesprächen politisches Wissen generiert wird. Die daran anschließende Frage beschäftigt sich mit dem Einfluss der politischen Expertise auf die identifizierten wissensbildenden Gesprächsmerkmalen. Dabei ist nicht nur die Expertise des jeweiligen Gesprächsteilnehmers relevant, sondern auch die des Gesprächspartners und der daraus entstehenden spezifischen Expertise-Konstellation.
Damit schließt die Arbeit an die Theorie der Wissenskluft an und fragt, ob neben der Zugangs-, Nutzungs- und Rezeptionskluft auch eine ‚Anschlusskommunikationskluft’ durch vorbildungsspezifisches Gesprächsverhalten zu befürchten ist.
Auf theoretischer Ebene werden Ansätze und Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Pädagogik und deliberativen Demokratietheorie zusammengeführt, um Wissensbildung im Gespräch zu erklären und eine Liste an prüfbaren wissensbildenden Gesprächselementen zu entwickeln.
Der Einfluss der Expertise auf wissensbildendes Gesprächsverhalten wird anhand einer quantitativen Inhalts- und Gesprächsanalyse von 50 transkribierten politischen Anschlussgesprächen mehrebenen-analytisch geprüft Obwohl die Expertisevariablen keinen sehr große Erklärungskraft haben, ist dennoch ist Tendenz erkennbar, dass in Gesprächen mit unterschiedlich politisch vorgebildeten Gesprächsteilnehmern ein kompetenzbedingtes Statusgefüge entsteht, das den Verlauf der Gespräche und damit auch die individuellen Lernpotenziale so beeinflusst, dass in der Tat wissensklüftende Effekte von Anschlussgesprächen zu befürchten sind.
Publikationen: Hefner, D. (2007, September). Deliberativer Meinungsaustausch oder Stammtischdiskussion? Die kommunikative Weiterverarbeitung von politischen Medieninhalten und ihre bildungsspezifischen Unterschiede. Vortrag auf der Tagung der Fachgruppe Medienpsychologie der Deutschen Gesellschaft Psychologie (DGPs), 05.-07. September 2007, Dresden.
Hefner, D. (2007, September). Deliberativer Meinungsaustausch oder Stammtischdiskussion? Die kommunikative Weiterverarbeitung von politischen Medieninhalten und ihre bildungsspezifischen Unterschiede. Vortrag auf der Tagung der Fachgruppe Medienpsychologie der Deutschen Gesellschaft Psychologie (DGPs), 05.-07. September 2007, Dresden.
Projektnummer: 2006_DH_A
Kontakt: info@ijk.hmtm-hannover.de
Geben Sie bei Anfragen bitte die Projektnummer an.
 

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Zuletzt bearbeitet: 25.06.2016

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