DRUID: Klärung der Voraussetzungen für die erfolgreiche Risikokommunikation zum Thema Alkohol, Drogen, Medikamente und Verkehrssicherheit für junge Verkehrsteilnehmer

Projektleitung: Dr. Eva Baumann, Prof. Dr. Christoph Klimmt
Projektpartner: Institut für Demoskopie Allensbach
Projektlaufzeit: 2011
Projektinhalte: Unter Einfluss von Alkohol, Drogen und/oder Medikamenten Auto zu fahren, gehört zu den zentralen Risikofaktoren im Straßenverkehr in Europa. Bei jungen Fahrern zwischen 18 und 24 Jahren ist das Risikopotenzial als besonders hoch einzustufen. Vor diesem Hintergrund stellt das Wissen über Problembewusstsein und Verhaltensdispositionen junger Leute gegenüber dem Autofahren unter Drogen-/Alkohol und/oder Medikamenteneinfluss einen wichtigen Faktor zur Verbesserung der Verkehrssicherheit dar. Unter anderem verfolgt das EU-Projekt DRUID das Ziel, geeignete Strategien der Risikokommunikation in diesem Themenkontext mit der Zielgruppe junger Fahrer zu entwickeln. Der vorliegende Bericht fasst die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 15- bis 24-Jährigen in Deutschland zusammen, mit der die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Risikokommunikation eruiert wurden. Befragt wurden die jungen Leute (A) zu ihren persönlichen Erfahrungen und ihrer Einstellung zum Fahren unter dem Einfluss dieser Substanzen, (B) zur vorhandenen Wissens- und Motivationsbasis für die Verarbeitung präventiver Botschaften und (C) zu wichtigen Aspekten ihrer Mediennutzung, die für die Aufbereitung der Botschaften und die Wahl der Kanäle der Risikokommunikation nutzbar gemacht werden können. Die Befunde legen eine Neigung der jungen Leute zum Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss von etwa 25 Prozent nahe, vor allem unter männlichen und formal niedrig gebildeten Personen. Künftige Fahrer (in der Regel im Alter von 15 bis 17 Jahren) zeigen eine etwas höhere Risikoneigung. Im Hinblick auf Gespräche und Informationsquellen zum diesem Thema, erweist sich Peer-Kommunikation als besonders vielversprechend. Gleichzeitig scheint die Zielgruppe besonders gut über soziale Online-Netzwerke erreichbar zu sein. Insgesamt liefern diese und weitere Befunde eine wichtige Grundlage für die zielgruppengerechte Ansprache relevanter Risikogruppen unter den derzeitigen und künftigen jungen Verkehrsteilnehmern.

Förderung durch: Institut für Demoskopie Allensbach
Projektnummer: 2011_ EB_CKL_A
Kontakt: info@ijk.hmtm-hannover.de
Geben Sie bei Anfragen bitte die Projektnummer an.
 

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Zuletzt bearbeitet: 25.06.2016

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