Traueranzeigen in Zeiten von Individualisierung und Säkularisierung

Projektleitung: Dr. Daniela Schlütz
Beteiligte (Hilfskräfte/ Studierende): Teilnehmer/innen des Seminars Inhaltsanalyse im SoSe 2013
Projektlaufzeit: April – Juli 2013
Projektinhalte: Der Umgang mit Tod und Trauer gehört zu den Kernbereichen gesellschaftlichen Zusammenlebens; die Bestattungs- und Gedenkkultur ist ein Indikator für zentrale gesellschaftliche Werte. Traueranzeigen repräsentieren eine wichtige Manifestation des gesellschaftlichen und individuellen Umgangs mit dem Tod. Ihre Form und ihr Inhalt können Aufschlüsse über gesellschaftliche und individuelle kommunikative Wandlungsprozesse im Umgang mit Tod und Sterben geben. Konkret sind hier Makrotrends im Bereich der Säkularisierung und Individualisierung zu benennen. Es stellt sich die Frage, wie in Zeiten von Säkularisierung, in denen in der Tradition der Aufklärung Leitwerte wie Vernunft und Selbstbestimmtheit im Vordergrund stehen, Trauerkommunikation gestaltet wird.
Vor diesem Hintergrund zielt die Inhaltsanalyse darauf, Prozesse der Säkularisierung und Individualisierung in der Trauerkommunikation nachzuzeichnen und systematisch zu ermitteln, welche Muster der öffentlichen Kundmachung von Trauerfällen die traditionell-christliche Gestaltung von Todesanzeigen ergänzen oder verdrängen. In theoretischer Hinsicht soll diese Analyse indikativ dafür sein, wie sich in Zeiten der säkularisierten und individualisierten Gesellschaft der Umgang mit Todesfällen wandelt.
Projektnummer: 2013_DMS_B
Kontakt: info@ijk.hmtm-hannover.de
Geben Sie bei Anfragen bitte die Projektnummer an.
 

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Zuletzt bearbeitet: 25.06.2016

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