Wirkung fremdenfeindlicher Propaganda

Titel: Wirkung fremdenfeindlicher Propaganda
Projektleitung: Prof. Dr. Christoph Klimmt
Projektlaufzeit: laufend
Projektinhalte: Klicken Sie auf HIER, um einen Bericht über die Anlage und Ergebnisse der Studie als PDF-Datei anzusehen. Eine für die Anzeige von PDF-Dateien geeignete Software ist erforderlich, beispielsweise von der Firma Adobe: https://get.adobe.com/de/reader/

Im Jahr 2016 wurde von mir eine Fragebogenstudie zur Wirkung von fremdenfeindlicher Propaganda in Form von Flugblättern in Hannover durchgeführt. Hintergrund der Studie war die Tatsache, dass so genannte rechtspopulistische und rechtsextremistische Organisationen die stark gestiegene Anzahl von Personen, die seit 2015 nach Deutschland geflüchtet sind, zum Anlass für solche fremdenfeindliche Propaganda genommen haben. In dieser Propaganda wird Angst vor Geflüchteten geschürt, sie werden häufig als Bedrohung für die öffentliche Sicherheit dargestellt, und es wird behauptet, dass die Geflüchteten Geld und andere Ressourcen kosten würden, die den einheimischen Bürgerinnen und Bürgern fehlen würden.

All diese Behauptungen sind in ihrer Pauschalität falsch.

Rechtspopulistische und rechtsextremistische Parteien und Organisationen stellen eine ernste Bedrohung für die Demokratie, den inneren Frieden, das soziale Miteinander und nicht zuletzt für die Würde, das Wohlbefinden, die Gesundheit, die Sicherheit und die Unversehrtheit der Angehörigen von Minderheiten wie beispielsweise von Geflüchteten dar. Dieser Bedrohung müssen der demokratische Staat, seine Institutionen und die Zivilgesellschaft entschlossen entgegentreten. Diese Bemühungen unterstütze ich ausdrücklich und mit großem Ernst. Die zu Forschungszwecken in der hier beschriebenen Studie den Teilnehmenden vorgelegten fremdenfeindlichen Äußerungen verurteile ich in aller Schärfe. Bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die an der Studie teilgenommen und den Fragebogen eingesandt haben, bedanke ich mich herzlich für ihre Unterstützung.

Sollte bei einzelnen angeschriebenen Personen oder Menschen, die anderweitig von meiner Studie erfahren haben, der Eindruck entstanden sein, es werde tatsächlich fremdenfeindliche Propaganda betrieben, oder sollten Menschen, die selbst Opfer rechtsextremer Äußerungen oder Handlungen geworden sind, durch meine Studie neues seelisches Leid erfahren haben, möchte ich mich dafür in aller Form entschuldigen. Wenn solche Folgen eingetreten sein sollten, dann liegen sie gewiss nicht in meiner Absicht. Gerne stehe ich für Gespräche zum Thema und zu den Auswirkungen der Studie bereit.

Projektnummer: 2016_CKL_A
Kontakt: christoph.klimmt@ijk.hmtm-hannover.de
Tel. 0511-3100-476
 

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Zuletzt bearbeitet: 28.06.2017

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