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Dienstag, 12.01.2021 19:18 - Alter: 13 Tage

NDR-Interview zur Stigmatisierung von Corona-Betroffenen

Was denken Menschen über an Covid-19 erkrankte Personen? Werden Betroffene ausgegrenzt und mit welchen Folgen? Antworten auf diese Frage lieferte IJK-Professorin und [HC]²-Leiterin Eva Baumann im Interview mit NDR Info. Sie berichtete im Radio von Studienergebnissen einer Panel-Befragung, die im Rahmen des Projekts Mobile Corona Analytik (kurz: MCA) vergangenes Jahr in Niedersachsen durchgeführt wurde.

Für die Längsschnittstudie wurden online 600 Personen dreimal (Mai, Juli und Oktober) befragt. Ungefähr 7 Prozent der Befragten stimmten der Frage, ob die Erkrankten selbst die Schuld an ihrer Krankheit tragen, „eher“ oder „voll oder ganz“ zu. Als möglichen Treiber für eine distanzierende Haltung vermuten die Forschenden die eigene Angst vor Ansteckung: Menschen mit einer höheren stigmatisierenden Haltung, in der Mehrzahl männlich, seien eher höheren Alters und damit Angehörige einer Risikogruppe. Die leichte Tendenz zur zunehmenden Stigmatisierung ließe sich möglicherweise darauf zurückzuführen, dass sich die persönliche Belastung im Pandemieverlauf für viele verschärft habe. Für das Infektionsgeschehen könne die soziale Ausgrenzung problematisch sein, sollten sich Betroffene aus Angst vor Stigmatisierung nicht testen lassen.

Mehr über das Projekt gibt es auf der MCA-Projekt-Website oder im Bereich "Projekte" auf der [HC]²-Website.

Der 5-minütige Beitrag „Werden Corona-Betroffene stigmatisiert?“ kann übrigens noch bis zum 15. Juli hier nachgehört werden: www.ndr.de/nachrichten/info/Werden-Corona-Betroffene-stigmatisiert,audio809124.html

Zuletzt bearbeitet: 27.05.2018

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