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Donnerstag, 01.10.2026 12:27 - Alter: 1 Tage
Neue Publikation
Welche Rolle spielt patient*innenzentrierte Kommunikation in der Implantatbehandlung aus Perspektive von Behandler*innen?
Dieser Frage widmeten sich Charlotte Schrimpff, Tanja Fisse, Elena Link, Eva Baumann und Christoph Klimmt in einer qualitativen Interviewstudie mit 13 Behandler*innen aus den Bereichen Cochlea-Implantate, Zahnimplantate sowie Knie- und Hüftimplantate, die als Teil des DFG-SFB SIIRI soeben open access bei Health Communication erschienen ist:
Ihre Ergebnisse zeigen, dass Behandler*innen aktiv bestrebt sind:
- Informationen mit Patient*innen auszutauschen und deren Verständnis für die Behandlung zu fördern,
- Erwartungen hinsichtlich der Behandlungsergebnisse zu steuern,
- auf die emotionalen Bedürfnisse der Patient*innen während des Entscheidungsprozesses einzugehen.
Gleichzeitig beschrieben die Behandler*innen Herausforderungen für den Austausch, darunter begrenzte zeitliche Ressourcen und Unterschiede in der Gesundheitskompetenz der Patient*innen. Die Interviews zeigten zudem die zentrale Rolle der patientenzentrierten Kommunikation für die Behandlungsentscheidung auf – und hoben gleichzeitig die Notwendigkeit hervor, über den Einfluss nachzudenken, den Behandler*innen auf die Entscheidungen der Patient*innen nehmen können.
Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, das Bewusstsein für patient*innenzentrierte Kommunikation in der medizinischen Praxis und Forschung zu stärken.
Zuletzt bearbeitet: 20.09.2022
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