[HC]²-Projektarchiv

Mediatisierung Mobil

Der mediatisierte Lebenswandel geht einher mit einer ständigen Nutzung von Onlineinhalten und Verbundenheit mit anderen Nichtanwesenden. In verschiedenen Projekten werden diese Phänomene untersucht, sowohl welche Faktoren auf individueller und sozialer Ebene zu einer „permanenten Verbundenheit“ beitragen als auch welche Folgen damit verbunden sind.

So wurde beispielsweise gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Mannheim in dem Projekt „Mediatisierung Mobil“ für die Landeszentrale für Medien NRW untersucht, wie Kinder und Jugendliche mit dem Handy und mobilen Internet umgehen, was eine funktionale vs. dysfunktionale Nutzung beeinflusst und welche Rolle Eltern und Freunde für das Handyverhalten spielen. Dazu wurden Gruppendiskussionen mit natürlichen Peergruppen durchgeführt sowie Kinder bzw. Jugendliche und ihre Eltern sowohl qualitativ als auch quantitativ befragt.

» Ansprechpartner am IJK: Dorothée Hefner, Christoph Klimmt

Projektlaufzeit: 2012 - 2015

Interventionsprogramm zur Verbesserung der Früherkennung von Mundkrebs

Mit dem Ziel, die Früherkennung von Tumoren der Mundhöhle zu verbessern, sind wir an einer einjährigen Machbarkeitsstudie beteiligt. In diesem Projekt erarbeitet eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eine umfassende Interventionsstrategie, die sich an niedergelassene Zahnärzte in Schleswig-Holstein richtet und in der u. a. Informations- und Schulungsmaterialien zur Früherkennung für Zahnärzte optimiert werden sollen. Zudem wird ein Konzept für die Dokumentation und Evaluation einer zahnärztlichen Untersuchungsmethodik zur Früherkennung dieses Tumors entwickelt und getestet. Das Projekt wird von Prof. Dr. Katrin Hertrampf, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, geleitet und von der Damp Stiftung gefördert.

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Stefanie Wahl, Jonas Bodenhöfer

Projektlaufzeit: 07/2015 - 08/2016

Social Support in der Schwangerschafts-Community

Die Lebensphasen des Kinderwunsches, der Schwangerschaft, der Geburt und der Elternschaft sind geprägt von Unsicherheiten und Entscheidungssituationen, in denen Informationen und der Austausch mit Gleichgesinnten Unterstützung beim Abbau von Unsicherheit liefern können. Aufbauend auf einer Analyse der Beiträge in der Online-Community urbia.de sowie einer Befragung der Nutzerinnen gehen wir der Frage nach, welche Informationsquellen zum Thema Schwangerschaft genutzt werden und welche Funktionen die Online-Community im Hinblick auf die Überwindung von Unsicherheit und soziale Unterstützung im Kontext der Schwangerschaft erfüllen kann. Das Projekt wird in Kooperation mit urbia und in Zusammenarbeit mit Hannah Früh, Universität Fribourg durchgeführt.

» Ansprechpartner am IJK: Elena Link, Eva Baumann

Projektlaufzeit: 2012 - 2017

Mammographie in den Medien („MeMa“)

In diesem Projekt gehen wir der Frage nach, welche Rolle die Massenmedien für die Entstehung handlungsleitender Vorstellungen über Brustkrebs und die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm spielen könnten. Um dies beurteilen zu können, ist zunächst eine differenzierte Beschreibung und Analyse der medialen Berichterstattung elementar. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Durchführung einer standardisierten Medieninhaltsanalyse zum Thema Brustkrebsfrüherkennung in der Presse. Das Projekt wird – teilweise im Rahmen eines Masterseminars – in Kooperation mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld durchgeführt.

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Anja Dittrich

Projektlaufzeit: 2015 - 2016

Quantified Self: Nutzung und Wirkung von Gesundheits-Apps

Ziel unserer Studie zur Nutzung von Gesundheits-Apps ist es herauszufinden, wie Nutzerinnen und Nutzer gesundheitsbezogene Smartphone-Apps, mit denen man z. B. sportliche Aktivitäten oder das Ernährungsverhalten aufzeichnen kann, im Alltag verwenden und wie sich dies im Verlauf von drei Monaten verändert. Am Beispiel der App dacadoo gehen wir der Frage nach, was die User zur Nutzung eines solchen Tools motiviert, welche Elemente einer solchen App sie praktisch und gut finden und was sie womöglich sogar störend finden. Zudem gehen wir der Frage nach, wie sich die Nutzung einer solchen App im Zeitverlauf auf das Gesundheitsverhalten und Wohlbefinden auswirkt.

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann

Projektlaufzeit: 2015 - 2016

Transfer pflegerelevanten Wissens

Im Auftrag der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) beschäftigen wir uns mit der Frage, wie pflegerelevantes Wissen für unterschiedliche Zielgruppen jeweils bestmöglich zu übersetzen, aufzubereiten und zugänglich bzw. auffindbar zu machen ist. Dies erfolgt im Rahmen einer systematischen Aufarbeitung des vorhandenen wissenschaftlichen und kommunikationspraktischen Forschungsstandes zur Vermittlung pflegerelevanten Wissens. Ziel ist die Erarbeitung eines praxisnahen Methodenpapiers mit Empfehlungen für eine systematische Vorgehensweise in der Planung und Umsetzung der strategischen Kommunikation und des Transfers pflegerelevanten Wissens.

» Ansprechpartner im IJK: Eva Baumann

Projektlaufzeit: 03/2017 - 06/2017

Neuro-Enhancement in der Bildungs- und Arbeitswelt

Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung von Krankheiten entwickelt wurden, werden auch zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit von Gesunden eingesetzt. Dies wirft zahlreiche ethische, rechtliche und soziale Fragen auf, vor allem weil die Wirkungen und Risiken zum großen Teil noch völlig unklar sind. In einem vom BMBF geförderten Diskursprojekt erforschen wir, welche medizinischen und ethischen Frames Journalisten verwenden, um über die Leistungssteigerung des menschlichen Gehirns („Hirndoping“) zu berichten. Das Projekt wird von Prof. Dr. Nicola Erny, Hochschule Darmstadt geleitet.

» Ansprechpartner am IJK: Doreen Reifegerste

Projektlaufzeit: 04/2015 - 03/2016

Präventionskampagne zur Aufklärung über Mundkrebs in Schleswig-Holstein

Obwohl Tumore der Mundhöhle und des Rachenraumes mit etwa 13.000 jährlichen Neudiagnosen in Deutschland vergleichsweise häufig auftreten und die 5-Jahres-Überlebensrate eher niedrig ist, ist die Bekanntheit dieser Krebsart in der Bevölkerung sehr gering. Studien verweisen auf ein erhebliches Informationsdefizit hinsichtlich der Existenz, der Symptome, der Risikofaktoren und der Präventionsmöglichkeiten bei diesem Tumor. Basierend auf den Ergebnissen einer für Schleswig-Holstein repräsentativen Studie wurde eine Aufklärungskampagne mit umfassender wissenschaftlicher Begleitevaluation in Schleswig-Holstein als Modellprojekt für Deutschland konzipiert. Der Kampagnenzeitraum erstreckte sich von April 2012 bis Dezember 2014. Settingbezogene und interpersonale Kommunikation wurde eng mit (massen-)medialen Kommunikationswegen verzahnt. Das Projekt wird von Prof. Dr. Katrin Hertrampf, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, geleitet und von der Friede Springer Stiftung gefördert.

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Stefanie Wahl, Jonas Bodenhöfer

Projektlaufzeit: 2012 - 2016

 

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Zuletzt bearbeitet: 27.07.2017

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