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Donnerstag, 01.11.2012 08:56 - Alter: 7 Jahre

ECREA Konferenz mit starker IJK Beteiligung

Vom 24. bis 27. Oktober 2012 fand in Istanbul (Turkei) die 4th. European Communication Conference statt. Das IJK war mit zehn Fachbeiträgen vertreten, die ein breites Spektrum unterschiedlicher Forschungsfelder abdecken.

Dr. Dorothée Hefner, Prof. Dr. Christoph Klimmt und Alexandra Sowka, M. A. präsentierten im Vortrag „Taking a Critical Stance as Dimension of Media Literacy: Towards a conceptual specification.” ein von ihnen entwickeltes quantitatives Instrument zur Messung der 'Medienkritikfähigkeit' von Personen, die einen bedeutenden Aspekt der Medienkompetenz darstellt. Dr. Teresa Naab setzte sich in ihrem Vortrag zu Fernsehnutzungsgewohnheiten auf Basis empirischer Daten mit zwei klassischen Fragen der Gewohnheitsforschung auseinander: Sie untersuchte, ob wiederholte Nutzung und konstante Nutzungsumstände zu einer Verstärkung von Fernsehnutzungsgewohnheiten beitragen. Sarah Geber, M. A., Dorotheé Hefner und Prof. Dr. Helmut Scherer erforschten im vorgestellten Projekt, welchen Einfluss die Mediennutzung und die Strukturen des Mediensystems auf das zwischenmenschliche Vertrauen und die kollektivistische Werthaltung der Bevölkerung europäischer Länder haben. Dr. Eva Baumann sprach in Ihrem Vortrag „The media as part of the problem AND as part of the solution: Challenges for prevention and intervention programs of eating disorders” über Möglichkeiten des Einsatzes von Medien bei der Präventionsarbeit im Bereich der Essstörungen. Innerhalb eines weiteren Vortrages stellte Christoph Klimmt gemeinsam mit Eva Baumann die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zur Einstellung von 17+ jährigen gegenüber dem Autofahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss vor. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurden Risikogruppen identifiziert und Strategien zu deren Ansprache entwickelt.

Auch Beiträge mit Beteiligung unserer Studierenden waren auf der ECREA vertreten: Moritz Kleine Bornhorst stellte zusammen mit Teresa Naab und Prof. Dr. Beate Schneider eine Experimentalstudie vor, in der untersucht wurde, ob die Kommunikation über die persönlichen Zeitungspräferenzen in sozialen Netzwerken bei Nutzerinnen und Nutzern dieser Netzwerke zu einer besseren Einschätzung der Attraktivität und des kulturellen Kapitals der kommunizierenden Person führt. Dr. Daniela Schlütz, Beate Schneider & Maik Zehrfeld beschäftigen sich in Ihrem Vortrag „Moral judgment and entertainment :  Enjoyment of the TV series 'Dexter'“ mit der Frage, wie Zuschauer/innen affektive Dispositionen zu einem Serienkiller aufbauen können. Grundlage war eine Befragung von Fans der Serie. Katharina Emde, Daniela Charrier, Agens Dyszy, Elena Link & Daniela Schlütz skizzierten in der Studie „Youths and News: A qualitative study in young people's news habits.” das Nachrichtenverständnis und die Nachrichtennutzung Jugendlicher anhand von Tagebüchern und Leitfadengesprächen. Basierend auf einer Experimentalstudie zeigte der Vortrag „Being German in the Virtual World War II.“ von Agnes Dyszy, Daniela Schlütz und Beate Schneider den Einfluss nationaler Identität auf das Spielerleben von Shootern auf, deren Handlung zweiten Weltkrieg angesiedelt ist. Christopher Blake, M. A. und Helmut Scherer stellten gemeinsam mit Robert Arndt, M. A., Marcel Drews, M. A., Stephanie Jansen, M. A., Jonas Peschke, M. A. und Tilmann Weisgerber, M. A. die Befunde einer Studie zur Bedeutung der Mediennutzung im Umgang mit Wartesituationen vor.

"Es ist bemerkenswert, dass Forschung aus dem IJK zu so vielen unterschiedlichen Themen auf der europäischen Tagung präsentiert wurde. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern freuen uns natürlich besonders", sagte IJK-Direktor Prof. Dr. Christoph Klimmt nach seiner Rückkehr aus Istanbul.

Die European Communication Conference wird im zweijährigen Rhythmus von der European Communication Research and Education Association (ECREA) ausgerichtet.

Zuletzt bearbeitet: 29.11.2016

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