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Dienstag, 26.04.2016 10:00 - Alter: 3 Jahre

Im Podcast: Podiumsgespräch „Die ‚Flüchtlingskrise’ – eine ‚Krise des Journalismus’?“

Roter LuftballonGemeinsam mit der VolkswagenStiftung veranstaltete das Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung am 06.04. ein Podiumsgespräch zur Rolle der Medien in der aktuellen Flüchtlingssituation. Diskutiert wurde die Frage, wie der politische Journalismus im aktuellen, immer hitziger geführten Diskurs über die Flüchtlingsfrage seine Kraft noch entfalten kann, um seine Rolle als vierte Gewalt und Hüter demokratischer Tugenden auch in Zukunft auszuüben und einen Beitrag zu gesellschaftlicher Integration zu leisten.

Das Podium – moderiert vom IJK-Direktor Prof. Dr. Christoph Klimmt – versammelte dabei hochkarätige Vertreter aus Politik, Medien und Wissenschaft, die in ihren Eingangsstatements jeweils verschiedene Perspektiven auf das Thema eröffneten:

Die gesamte Podiumsdiskussion als Podcast finden Sie hier: VolkswagenStiftung.

Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe des Landes Niedersachsen und Mitglied des 17. Niedersächsischen Landtages, mahnte zu mehr Ruhe und Distanz in der Berichterstattung über die Flüchtlingssituation. Claudia Spiewak, Chefredakteurin Hörfunk NDR, betonte die ethischen Herausforderungen, mit denen Medienschaffende bei der Berichterstattung über die aktuelle Migration konfrontiert würden. Hendrik Brandt, Chefredakteur der  Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, sprach über die Schwierigkeiten und Chancen, die mit der Digitalisierung und Interaktivität des Online-Dialogs über die Flüchtlingsfrage einhergehen. Dr. J. Olaf Kleist vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück zeigte auf, dass es keine einfachen Lösungen für die aktuelle Debatte gäbe. Prof. Dr. Gerhard Vowe, Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Düsseldorf, erläuterte, welche Medienwirkungsphänomene hinter der Welle der Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge einerseits und dem Erfolg der fremdenfeindlichen AfD andererseits stehen.

Im weiteren Verlauf des Podiumsgesprächs wurden unter Einbezug von Publikumsfragen beispielsweise diskutiert, welche Rolle die Darstellung von Einzelschicksalen und Emotionen für die Medien und die Meinungsbildung spielen. Auch Gegenstand der Debatte war der Umgang mit kritischen Leserbriefen und Online-Kommentaren.

Hier finden Sie eine vollständige Dokumentation der Veranstaltung.

Zuletzt bearbeitet: 29.11.2016

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