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Sonntag, 20.01.2019 11:30 - Alter: 156 Tage

Get Digital Now!

Praxisseminar zum Lehrbuch von morgen

Wie sieht die Zukunft des Lehrbuchs aus? Mit dieser Frage beschäftigten sich 26 Studierende im Seminar „Get Digital Now! Digitalisierung im Verlagswesen“ (Wintersemester 2018/2019) unter Leitung von Jule Scheper. In Kooperation mit dem Hanser Fachbuch (Carl Hanser Verlag) aus München untersuchten die Studierenden, wie zeitgemäß klassische Lehrbücher für Studierende sind und auf welche alternativen Lehrangebote die Zielgruppe zurückgreift. Die Seminarteilnehmenden führten hierzu mehrere Studien durch und leiteten auf Basis ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse   Handlungsempfehlungen für Hanser Fachbuch ab. Als Abschluss des Projekts reisten die Studierenden gemeinsam mit Jule Scheper nach München und präsentierten ihre Ergebnisse vor zahlreichen Mitarbeitenden des Verlags.

„Die Ergebnisse der Studien zeigen, dass das Lernverhalten von Studierenden äußerst divers ist“, fasst Dozentin Jule Scheper die Ergebnisse zusammen. Viele Studierende nutzten eine Kombination aus digitalen und analogen Lernangeboten (E-Books, PDF, analoge Lehrbücher, Skripte, Lehrvideos, Übungsaufgaben). Um das Lernverhalten konkreter zu beschreiben, identifizierten die Studierenden unterschiedliche Lerntypen. „Manche Lerntypen diskutieren beispielsweise gern mit anderen, um Inhalte zu verinnerlichen. Das Lehrbuch dient dann häufig als Grundlage für die Diskussion. Andere Lerntypen, präferieren hingegen das ruhige Lesen oder das laute Aussprechen von Lerninhalten. Wiederum andere setzten auf Audio- oder Videoformate und schottet sich vollkommen ab, um besonders konzentriert zu lernen“, erklärt Studentin Anne Kuhls im Rahmen der Ergebnispräsentation. Je nach Lerntyp unterscheide sich auch die Zahlungsbereitschaft der Studierenden.

In ihrer Abschlusspräsentation schlussfolgerten die IJK-Studierenden daher, dass das klassische Lehrbuch nach wie vor von zentraler Bedeutung sei, sich jedoch dringend wandeln müsse. Verlage sollten insbesondere digitale Zusatzangebote entwickeln und mit dem klassischen Lehrbuch verknüpfen. Für ein qualitativ hochwertiges Angebot, das im besten Fall von den Dozierenden empfohlen wird, seien viele Studierende bereit zu bezahlen. Als Vorschlag für ein solches Zusatzangebot entwickelten die Studierenden ein digitales Studierendenportal, das mit klassischen Lehrbüchern verknüpft werden kann und Diskussionsforen, Lehrvideos, Konzentrationsübungen und Übungsaufgaben bietet. Auch Kooperationen mit Dozierenden und alternative Bezahlmodelle (beispielsweise der Erwerb einzelner Kapitel) wurden diskutiert.

„Das Seminar ist ein schönes Beispiel für praxisrelevante Forschung am IJK: Die Studierenden haben auf wissenschaftlich hohem Niveau eine echte Fragestellung aus der Medienwirtschaft bearbeitet und dabei aktuelle Trends der Medienentwicklung erforscht. Unser Dank gilt Hanser Fachbuch, die dieses spannende Projekt ermöglicht haben“, bilanziert Jule Scheper im Rahmen der Abschlusspräsentation.

Wenn Sie an weiteren Ergebnissen interessiert sind, melden Sie sich gerne bei jule.scheper@ijk.hmtm-hannover.de.

Zuletzt bearbeitet: 29.11.2016

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