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Mittwoch, 06.04.2016 19:00 - Alter: 4 Jahre

Podiumsgespräch: Die „Flüchtlingskrise“ – eine „Krise des Journalismus“?

Gemeinsam mit der VolkswagenStiftung veranstaltet das Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung am 06.04.2016 um 19 Uhr im Tageszentrum Schloss Herrenhausen ein Podiumsgespräch zur Rolle der Medien in der aktuellen Flüchtlingssituation.

Wie die Medien das Flüchtlingsthema behandeln, kann starke Impulswirkungen auf die öffentliche Meinung haben. Naturgemäß sind auch Journalisten in ihren Haltungen so unterschiedlich und widersprüchlich wie die Stimmen in der Bevölkerung. Der politische Journalismus ist dabei zunehmend in die Kritik geraten. Vorwürfe werden laut, Journalisten handelten bisweilen als Vollstrecker der Regierungsmeinung oder seien Sympathisanten der rechten Szene. Meinungsdynamiken in den sozialen Medien erzeugen einen zusätzlichen Handlungsdruck für die Redaktionen.

Die Medienschaffenden selbst sind sich in der Frage uneins, wie man auf den Druck von außen verantwortungsbewusst reagieren sollte. Wie also sieht der politische Journalismus seine Lage, seine Wirkung und Perspektive? An welchen Leitlinien sollte sich künftige Berichterstattung orientieren? Wie sollen Kommentatoren und Publizisten mit den lauten Stimmen aus dem Netz umgehen? Wie gelingt eine sachliche Problemdarstellung, ohne extremistischen Hetzern in die Hände zu spielen oder ungerechtfertigte Ängste zu schüren?

Im Rahmen der Podiumsdiskussion bringen die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und die VolkswagenStiftung führende Journalisten und wissenschaftliche Experten für Medien und öffentliche Meinung zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der politische Journalismus im aktuellen, immer hitziger geführten Diskurs über die Flüchtlingsfrage seine Kraft noch entfalten kann, um seine Rolle als vierte Gewalt und Hüter demokratischer Tugenden auch in Zukunft auszuüben und einen Beitrag zu gesellschaftlicher Integration zu leisten.

Es diskutieren:

  • Doris Schröder-Köpf, Mitglied des 17. Niedersächsischen Landtages, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe des Landes Niedersachsen
  • Claudia Spiewak, Chefredakteurin Hörfunk NDR
  • Hendrik Brandt, Chefredakteur, Hannoversche Allgemeine Zeitung
  • Prof. Dr. Gerhard Vowe, Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Düsseldorf
  • Dr. J. Olaf Kleist, DFG Research Fellow am Refugee Studies Centre Universität Oxford und Mitglied des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), Universität Osnabrück

Moderation: Prof. Dr. Christoph Klimmt, Direktor des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

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Zuletzt bearbeitet: 24.06.2016

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