Abschlussarbeiten 2016

Bachelor Medienmanagement

Borgmann, Philip
Mach mich schlank! - Nutzerseitige Faktoren paarsozialer Beziehungen zu Fitness-YouTubern
2016
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Die vorliegende Arbeit untersucht die von Nutzern empfundenen parasozialen Beziehungen zu sog. Fitness-YouTubern. Zur empirischen Umsetzung dieses Forschungsinteresses wurden 184 Nutzer verschiedener Fitness-YouTuber mithilfe einer Online-Umfrage befragt. Im Zuge dessen wurden die Intensität parasozialer Beziehungen sowie relevante Eigenschaften und Merkmale der Nutzer erhoben. Zunächst bestätigt sich die Übertragbarkeit bestehender Erkenntnisse auf den Forschungsgegenstand YouTube. Bei den Befragten zeigt sich zudem ein positiver Zusammenhang zwischen dem Partizipationsgrad und der Intensität parasozialer Beziehungen. Außerdem finden sich Hinweise für eine negative Beeinflussung des Köperideals der Nutzer durch diese Beziehungen. Die Ergebnisse bieten sowohl aus gesellschaftlicher als auch aus wissenschaftstheoretischer Sicht eine Vielzahl an Anknüpfungspunkten für weitere Studien.

 

 

Haas, Claudia
Der Widerspenstigen Rezeption. Eine quantitative Untersuchung zum Reaktanzverhalten von Rezipierenden am Beispiel des Films Honig im Kopf
2016

Heine, Katharina
Entertainment-Education? Gekennzeichnet! Eine experimentelle Befragung zur Wahrnehmung und Wirkung der Kennzeichnung von Entertainment-Education in fiktionalen Unterhaltungsangeboten am Beispiel von Grey’s
2016
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Entertainment-Education hat sich als erfolgversprechendes Konzept zur Vermittlung von prosozialen Verhalten in fiktionalen Unterhaltungsformaten erwiesen. Bislang erfolgte die Erforschung von Entertainment-Education ohne Hinweis an die Rezipienten, dass in dem rezipierten Unterhaltungsformat gezielt Informationen platziert wurden. Die vorliegende Studie untersucht, ob eine Kennzeichnung von Entertainment-Education wahrgenommen wird und welchen Einfluss die Wahrnehmung auf das Rezeptionserleben hat. Umgesetzt wird die Kennzeichnung in zwei unterschiedlichen Stärken direkt im Stimulusmaterial. Die Kennzeichnung wird korrekt wahrgenommen, bleibt aber ohne Einfluss auf die Wirksamkeit von Entertainment-Education. Auch das Unterhaltungserleben wird durch die eingebaute Kennzeichnung nicht gestört. Schlussfolgernd kann eine Kennzeichnung von Entertainment-Education umgesetzt werden, da sie die Wirksamkeit nicht behindert und trotz Kennzeichnung prosoziales Verhalten gefördert werden kann.

Rottwitt, Ruth
#fitspiration: Sport mit Instagram. Eine empirische Analyse der Wirkungen von Fitspiration-Inhalten auf sportliche Aktivität.
2016
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Sowohl in der Gesellschaft als auch in den sozialen Medien erfreut sich #fitspiration immer größerer Beliebtheit, weshalb die Folgen der Nutzung auf die sportliche Aktivität untersucht werden sollen. Anhand der Theory of Planned Behavior und parasozialen Beziehungen wurde ein Modell entwickelt und anhand einer Online-Befragung mit 248 Fitspiration-Nutzern überprüft. Die Ergebnisse belegten das aufgestellte Modell lediglich in Teilen. Die Intention zu sportlicher Aktivität wird nur durch die Einstellungen einer Person zu Sport sowie ihrer Gewohnheit determiniert. Für die Fitspiration-Inhalte konnte ein Effekt auf die subjektive Norm der Befragten nachgewiesen werden. Der angenommene moderierende Effekt einer parasozialen Beziehung zum Fitness-Instagrammer auf die Wirkung der Fitspiration-Inhalte konnte nicht belegt werden. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage zur Entwicklung von Gesundheitskampagnen, Social Media Marketingstrategien und Anschlussforschungen.

Schubert, Jana
Schlank, schön und durchtrainiert – warum sehe ich nicht so aus? Eine empirische Untersuchung zur Wahrnehmung und Wirkung von körperbezogener bildlicher Selbstdarstellung Heranwachsender und junger Erwachsener in sozialen Medien am Beispiel Facebook
2016

Trisha Jürgens
#fitspo - Die Zuwendungsmotive zu Fitspiration-Accounts auf Instagram
2016
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Fitness liegt im Trend. Er äußert sich vor allem in den sozialen Medien, insbesondere Instagram. Die Popularität von sogenannten Fitspiration-Accounts steigt dort stetig. Die Entwicklung zu einem weltweiten Online-Trend ist sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich relevant. Die vorliegende Arbeit intendiert, erste Erkenntnisse zur Nutzerschaft und deren Nutzungsmotiven zu gewinnen. Eine standardisierte Online-Befragung von insgesamt 462 Personen ergab, dass die Fitspiration-Accounts hauptsächlich zur Fitnessverhaltensinformation und -motivation genutzt werden. Dies deutet zunächst auf einen gesundheitsfördernden Effekt hin. Die Körperzufriedenheit und das Ausmaß sportlicher Betätigung erwiesen sich nicht als signifikante Einflussfaktoren. Auf Basis der empirischen Ergebnisse werden erste Maßnahmen zur Gesundheitsförderung entwickelt und Diversifizierungsstrategien für die Account- Betreiber konzipiert. Es ergeben sich zudem vielfältige Möglichkeiten zur Anschlussforschung.

Master Medienmanagement

Buchwald, Jenny Marie
„Mit Unterhaltung aufklären“ – Kooperationen zwischen Gesundheitsexperten und Filmschaffenden bei Serien und Filmen im Kontext der Entertainment-Education-Strategie
2016
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Die Entertainment-Education-Strategie kann zur Gesundheitsförderung eingesetzt werden, wobei die Kooperation von Gesundheits- und Medienseite ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. In Deutschland sind die Kooperationsverhältnisse sehr intransparent. Die qualitative Studie geht daher mittels elf Experteninterviews der Frage nach, wie sich Kooperationen zwischen Gesundheitsexperten und Filmschaffenden bei Serien und Filmen mit Gesundheitsbezug in Deutschland gestalten. Im Fokus stehen die Kooperationsformen sowie die Rollen und Ziele der beteiligten Akteure. Darüber hinaus wird exploriert, wie die Experten ein institutionalisiertes EE-Modell für Deutschland bewerten. Mit Service- sowie Beratungskooperationen können zwei grundlegend verschiedene Formen der Zusammenarbeit identifiziert werden, für die jeweils spezifische Rollen und Ziele der Akteure aufgezeigt werden. Es zeigt sich, dass eine mögliche EE-Institution äußerst unterschiedlich bewertet wird.

Carnol, Natascha Nina
Macht Essen Fernsehen besser? Eine situationszentrierte, empirische Untersuchung von (parallelen Ess- und) Fernsehepisoden hinsichtlich des emotionalen Rezeptionserlebens
2016
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Die vorliegende Arbeit stellt die situationellen Besonderheiten von Fernsehrezeptionsepisoden und ihre situative Ausgestaltung insbesondere durch die Paralleltätigkeit des nebenbei Essens und ihre Wirkungen auf die Valenz des emotionalen Rezeptionserlebens in den Fokus. Die theoretische Grundlage dazu bildet die Gratifikationsforschung. Die Studie kombiniert eine Vorabbefragung von 181 Personen zwischen 18 und 35 Jahren mit einer situationszentrierten Tagebucherhebung (n=1408 Rezeptionsepisoden). Die Situationsparameter (Sach-, Zeit- und Sozialkomponente) haben lediglich einen geringen Einfluss auf die allgemeine Stimmung. Die wahrgenommenen atmosphärisch-unterhaltenden Gratifikationen erklären den Hauptteil der Varianz, wobei sich Parallelepisoden und Fernsehepisoden kaum voneinander unterscheiden. Lediglich unter Berücksichtigung äußerer Einflüsse wird deutlich, dass das Essen die Stimmung beim Fernsehen verbessern kann, wenn das Essen für den Rezipienten einen hohen Stellenwert besitzt.

Reißmann, Janina
"Angst zu Zeiten der Ebola-Epidemie“. Eine quantitative Analyse über das Informationsverhalten der deutschen Bevölkerung während der Ebola-Epidemie unter der Berücksichtigung von Angst
2016
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›Der schwerste öffentliche Gesundheitsnotfall in modernen Zeiten‹, ›Ebola wird zum tödlichen Alltagsbegleiter‹. Derartige Informationen können bei jenen Personen, die mit diesen in Kontakt kommen, Angst auslösen. Angst gilt es zu bewältigen, da sie als unangenehm empfunden wird. Angstbewältigung kann sich in der Zuwendung zu oder in der Vermeidung von Informationen äußern. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Erkenntnisse über das Informationsverhalten der Bevölkerung während der Ebola-Epidemie, unter besonderer Berücksichtigung von Angst und zusätzlich im Kontext von Selbstwirksamkeitserwartungen, zu gewinnen. Durch eine quantitative Sekundäranalyse eines Paneldatensatzes, der von Oktober 2014 bis Februar 2015 am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung Hannover erhoben wurde, konnten nützliche Erkenntnisse hinsichtlich des Zusammenhangs von Angst und Informationsverhalten auch im Kontext von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen der Befragten generiert werden.

Schwepe, Mareike
Fluch für die Privatsphäre oder Segen für die Gesundheit? Die Rolle der Sorge um Privatsphäre von Gesundheitsdaten im Kontext der Nutzungsdeterminanten von Fitness-Apps.
2016
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Die Studie geht der Frage nach, welche Rolle die Sorge um Privatsphäre von Gesundheitsdaten im Kontext der Nutzung von Fitness-Apps spielt. Hierfür werden die bislang getrennt voneinander betrachteten Theoriebereiche der Privatsphäreforschung und der Technologieakzeptanzforschung miteinander verknüpft und in einem eigenen integrierten Modell zusammengeführt. Die Erhebung der Modellkomponenten erfolgt über eine quantitative Online-Befragung von Nutzern und Nicht-Nutzern von Fitness-Apps. Das formulierte Modell kann knapp 45 Prozent der Varianz in der Nutzungsintention erklären. Den größten Erklärungsbeitrag liefert die hedonistische Motivation, gefolgt von der Leistungserwartung, der Sorge um Privatsphäre von Gesundheitsdaten und dem sozialen Einfluss. Da die Sorge um Privatsphäre im Gegensatz zu den restlichen Determinanten einen negativen Einfluss auf die Nutzungsintention hat, kann sie als Barriere für die Nutzung von Fitness-Apps verstanden werden.

Swirski, Katharina
Tracking for Health? Nutzungsdeterminanten und Wirkungen von mobilen Gesundheits-Apps. Eine empirische Untersuchung im Mehrmethodendesign am Beispiel des Gesundheits-Coach „dacadoo“
2016
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Steigendes Angebot und zunehmende Diversität mobiler Gesundheits-Apps eröffnen mit der Durchdringung des Alltags durch Smartphones neue Perspektiven für die Gesundheitsförderung. Die Arbeit geht der Frage nach, warum Menschen ihre Gesundheit mithilfe von Gesundheits-Apps überwachen und welche Auswirkungen das hat. Es werden zwei Forschungsmodelle basierend auf sozialpsychologischen und technologieorientierten Theorien entwickelt. Anhand einer ausgewählten App wird in einer kombinierten Erhebung aus Online-Befragung und automatisierter Beobachtung im Panel-Design versucht, den Umgang, mögliche Barrieren und Benefits sowie Auswirkungen der Nutzung aufzuzeigen und zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung zum größten Teil vom erwarteten praktischen Mehrwert determiniert wird. Darüber hinaus bedingt die Einfachheit der Nutzung die Motivation, die Nutzung beizubehalten. Auswirkungen auf verschiedene Gesundheitsverhalten können in keinem ausreichenden Maße festgestellt werden.

 

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Zuletzt bearbeitet: 17.07.2017

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