[HC]² Projekte

Beratung von Krebspatienten und ihren Angehörigen

Im Zuge einer Forschungskooperation mit dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg untersuchen wir die Beratungsbedarfe von Krebspatientinnen und -patienten sowie ihren Angehörigen und deren Veränderung im Laufe der letzten 25 Jahre. Aufbauend auf der Analyse der Langzeitdaten des Krebsinformationsdienstes können Erkenntnisse über krebsbezogene Informationsbedürfnisse vor dem Hintergrund verschiedener Einflussgrößen, wie etwa der Rolle oder dem Krankheitsstadium, gewonnen werden.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann und Magdalena Rosset, M.A.

Projektlaufzeit: seit 06/2017

Publikationen
Reifegerste, D., Czerwinski, F., Rosset, M., Baumann, E., Kludt, E. & Weg-Remers, S. (2019). Demographic and cancer-related differences between self-seeking patients and supported patients: Analysis of cancer information service data. Psycho-Oncology, 28, 759-766. doi:10.1002/pon.5016

Rosset, M., Reifegerste, D., Baumann, E., Kludt, E. & Weg-Remers, S. (2019). Langzeittrends beim Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Eine Analyse der Anfragen von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen von 1992 bis 2016. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 62(9), 1120-1128. DOI: 10.1007/s00103-019-02996-w

Vorträge
Reifegerste, D., Rosset, M., Czerwinski, F., Baumann, E., Gaisser, A., Kludt, E. & Weg-Remers, S. (2020, April). The supplementary role of cancer information services: A comparison of callers with prior information from doctors vs. the internet. Posterpräsentation im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication (KCHC), 2.-4. April 2020, Lexington, Kentucky, USA

Reifegerste, D., Gaisser, A., Rosset, M., Czerwinski, F., Baumann, E., Kludt, E., & Weg-Remers, S. (2019, Mai). The benefits of Cancer Information Services: Differences between patients and surrogate callers in prior information and cognitive, emotional, and behavioral outcomes. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 24.-28. Mai 2019, Washington, D.C., USA.

Reifegerste, D., Rosset, M., Baumann, E.,Weg-Remers, S., Kludt, E. & Czerwinski, F. (2018, Mai). The beneficiaries of surrogate cancer information seeking. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 24.-28. Mai 2018, Prag, Tschechische Republik.

Reifegerste, D., Czerwinski, F., Rosset, M., Baumann, E., Weg-Remers, S. & Kludt, E. (2018, April). Surrogate seeking at cancer information services: Influence of cancer type and stage. Vortrag im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication, 12.-14. April 2018, Lexington, Kentucky, USA.

Cyberchondrie

In diesem Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Marie-Luise Dierks und Prof. Dr. Astrid Müller von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) befassen wir uns mit den dysfunktionalen Folgen einer übermäßigen gesundheitsbezogenen Informationssuche im Internet. Zu den dysfunktionalen Folgen zählt die „Cyberchondrie“. Diese beschreibt, dass Onliner durch die intensive Online-Recherche von beispielsweise Krankheitssymptomen schwerwiegende Ängste entwickeln ernsthaft zu erkranken.

Mittels einer Online-Befragung von 1.000 Teilnehmer*innen eines Online-Access Panel sollen Einflussfaktoren von „Cyberchondrie“ und Krankheitsangst identifiziert werden. Dazu zählen sowohl die Art des gesundheitsbezogenen Informationshandelns selbst als auch soziodemografische, psychosoziale und gesundheitsbezogene Faktoren und soziale Kontextfaktoren.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Dr. Elena Link und Dr. Dorothée Hefner

Projektlaufzeit: seit 2019

FairMediaSUCHT – Leitfaden zur stigmafreien Mediendarstellung von Menschen mit Suchtkrankheiten

Suchterkrankungen zählen zu den am stärksten stigmatisierten Krankheiten. Für die Entstehung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung von als andersartig wahrgenommenen Bevölkerungsgruppen spielen in Fällen Suchterkrankter meist negativ konnotierte mediale Darstellungen eine wichtige Rolle. Substanzbezogene Sucht wird eher als Fehlverhalten und Anzeichen persönlicher Schwäche denn als Krankheit dargestellt, was für Betroffene die Schwelle zur Inanspruchnahme von Hilfe erhöht und frühzeitige präventive Intervention erschwert. Ziel unseres vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Kooperationsprojekts mit Prof. Dr. Georg Schomerus von der Universitätsklinik Leipzig ist vor diesem Hintergrund die Analyse der Medienberichterstattung zum Thema Sucht sowie die Erstellung eines Medienleitfadens. Dieser Leitfaden soll den Medienschaffenden konkrete, unter realistischen Arbeitsbedingungen umsetzbare Hinweise geben, wie Menschen mit substanzgebundenen Suchtkrankheiten in den Medien darzustellen sind, dass das soziale Stigma nicht verstärkt wird, sondern die Berichterstattung im Idealfall sogar dazu beiträgt es abzubauen.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann und Anna Freytag M.A.

Projektlaufzeit seit 12/2019

Familienkommunikation und familiäre Resilienz

Familien sind heute in ihrem Alltag vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Stress ist daher ein unvermeidlicher Bestandteil des Familienlebens. Kommunikation erscheint vor diesem Hintergrund nicht nur eine wichtige Ressource, die es Familien ermöglicht, stressigen Ereignissen effektiv begegnen zu können, sondern sie gilt auch als einer der grundsätzlichen Schlüsselfaktoren zur Förderung familiärer Resilienz und Gesundheit.

In diesem Forschungsprojekt wollen wir die Rolle der familiäre Kommunikation für die familiäre Resilienz tiefergehend untersuchen. Empirisch wurden hierzu in einem ersten Schritt qualitative Interviews mit Eltern geführt. Erfragt wurde, wie sich die Eltern-Kind-Kommunikation im Allgemeinen darstellt, in Anbetracht von Stressoren und Ressourcen entwickelt und welchen Beitrag sie zur Familienresilienz leisten kann. In einem zweiten Schritt soll im Sommer 2020 in einer quantitativen Befragung die Rolle der Kommunikation für die familiäre Resilienz systematisch untersucht werden. Ziele des Forschungsprojekts sind Familienkommunikation differenzierter als bisher zu charakterisieren und zu ergründen, welchen Erklärungsbeitrag einzelne Kommunikationshandlungen, Routinen, Inhalte und Arten, über die schon in der familiären Resilienzforschung verankerten Dimensionen hinaus, zur familiären Resilienz liefern.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Miriam Jaspersen, Dipl. Medienwissenschaft & Prof. Dr. Eva Baumann

Projektlaufzeit: seit 2019

Vorträge

Jaspersen, M. & Baumann, E. (2019, November). The role of communication as a resource for coping and resilience in families: A qualitative analysis. Poster im Rahmen der European Conference on Health Communication, 13.-15. November 2019, Zürich.

Gesundheit von Musikstudierenden und Evaluation präventiver und gesundheitsfördernder Lehrangebote

In einem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin (IMMM) der HMTMH führen wir eine Langzeitstudie des physischen und psychischen Gesundheitszustands von Musikstudierenden sowie deren Interesse an und Inanspruchnahme von präventiven und gesundheitsfördernden Lehrangeboten der HMTMH durch. Hierbei stehen unter anderem die einhergehenden kommunikativen Herausforderungen im Fokus. Die im Paneldesign angelegte Evaluationsstudie erlaubt uns nicht nur Aussagen zu Trends hinsichtlich des Gesundheitszustands Musikstudierender, sondern ebenso hinsichtlich gesundheitlicher Entwicklungen sowie Veränderungen im präventiven Verhalten im Verlauf eines Musikstudiums. Ziel des Projekts ist es, auf den Erkenntnissen aufbauend die präventionsorientierten Angebote für Musikstudierende an der HMTMH weiterzuentwickeln, um so verschiedene Studierendengruppen nachhaltig zu unterstützen und ihr präventives Verhalten zu fördern.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Magdalena Rosset, M.A.

Projektlaufzeit: seit 04/2017

Vorträge
Altenmüller, E., Baumann, E., Algermissen, J., Kolb, R., Rosset, M. & Ioannou, C. I. (2018, Juli). Health status of music students in 2002 and 2017: Evaluation of a comprehensive health and prevention program for music students in a German Music University. Vortrag im Rahmen der 33. World Conference der International Society for Music Education (ISME), 15.-20. Juli 2018, Baku, Aserbaidschan.

Altenmüller, E., Baumann, E., Algermissen, J., Bailly, M. & Rosset, M. (2019, Juli). Longterm perspectives on health status of music students: evaluation of a comprehensive health and prevention program for music students in a German Music University. Vortrag im Rahmen des International Symposium on Performance Science (ISPS), 16.-20. Juli 2019, Melbourne, Australien.

Gesundheitsbezogene Digitalkompetenz in der hausärztlichen Versorgung

Im April 2020 startete an der Medizinischen Hochschule Hannover das Promotionsprogramm „Chronische Erkrankungen und Gesundheitskompetenz (ChEG)“ mit dem Ziel, theoretische Konzepte und empirische Grundlagen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz zu schaffen. Im Rahmen dieses Programms wird ein Forschungsprojekt mit dem Schwerpunkt der digitalen Gesundheitskompetenz am [HC]² betreut.

Im Hinblick auf den Einzug der Digitalisierung in das medizinische Versorgungsgeschehen bedarf es einer Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz, um eine umfängliche Nutzung der neuen Angebote für Patient*innen zu ermöglichen. Diesbezüglich benötigen nicht nur die Nutzer*innen neue Fähigkeiten im Umgang mit den technologischen Möglichkeiten, auch für Gesundheitsprofessionen, als Anbietende von Gesundheitsleistungen, verändert sich das eigene Arbeitsumfeld mit dessen Kompetenzanforderungen. Ziel dieses Forschungsprojektes ist daher, die Angebotsseite der digitalen Versorgung zu betrachten und den Einfluss der gesundheitsbezogenen Digitalkompetenz von Hausärzt*innen auf die digitale Gesundheitskompetenz von Patient*innen zu ermitteln.

Ansprechpartnerinnen am IJK: Jaqueline Posselt und Prof. Dr. Eva Baumann

Projektlaufzeit: 04/2020 – 04/2023

Haltung zu Menschen mit psychischen Erkrankungen in einer sich polarisierenden Gesellschaft

Die Haltung gegenüber Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen ist trotz vielfacher Initiativen zur Bekämpfung des Stigmas den letzten 30 Jahren ablehnender geworden. Insbesondere vor dem Hintergrund einer allgemeinen Polarisierung der öffentlichen Meinung ist eine weitere Zunahme der Stigmatisierung dieser besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe anzunehmen. Gefordert sind daher dringend neue Perspektiven auf die Entstehung von negativen Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen und auf Maßnahmen zur gezielten Reduktion ihrer Stigmatisierung. Vor diesem Hintergrund geht das Kooperationsprojekt von Prof. Dr. med. Georg Schomerus von der Universitätsklinik Leipzig (PI), Prof. (em.) Dr. med. Matthias Angermeyer vom Center for Public Mental Health und Prof. Dr. Eva Baumann vom Hanover Center for Health Communication der Einstellung der Öffentlichkeit zu Menschen mit psychischen Krankheiten auf den Grund und legt einen besonderen Schwerpunkt auf soziale Kontextfaktoren und der sozialen Funktion von Stigmatisierung. Ziel des von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten Projekts ist es unter anderem, den Einfluss von sozialen Milieus, aber auch von Medien und Kommunikation auf die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen besser zu verstehen. Mehr zum Projekt erfahren Sie hier und im Journal der Fritz Thyssen Stiftung.

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Anna Freytag, M.A.

Projektlaufzeit: seit 10/2018

Vorträge
Freytag, A., Baumann, E., Hahm, S., Angemeyer, M. & Schomerus, G. (2020, April). Counselling, Gossiping, or Silence – Interpersonal Communication about Mental Illnesses and its Role for Stigmatization. Vortrag im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication, 1.-3. April 2020, Lexington, Kentucky, USA.

Freytag, A., Baumann, E., Hahm, S., Angemeyer, M. & Schomerus, G. (2019, November). Stigmatization of mental health: The role of social contexts. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication, 13.-15. November 2019, Zürich, Schweiz.

Freytag, A., Baumann, E., Hahm, S., Angemeyer, M., & Schomerus, G. (2019, September). Of dangerous criminals and burned-out top managers: Public perception of media coverage on mental illness. Vortrag im Rahmen des internationalen Symposiums: “Communication and Stigmatization: Theory, Research, and Applications”, 19.-20. September 2019, Dortmund.

Health Information Seeking and Avoiding in Europe (HISA)

Die Kommunikation von Gesundheitsinformationen beschränkt sich längst nicht mehr auf die Arzt-Patienten-Interaktion. Zunehmend spielt auch das Internet eine wichtige Rolle. Allerdings sind nicht alle Menschen gewillt und in der Lage sich Gesundheitsinformationen zuzuwenden. In einer Vergleichsstudie für Deutschland, die Schweiz und die Niederlande interessieren wir uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern der Universiteit van Amsterdam, der Université Fribourg und Università della Svizzera italiana  für die Bereitschaft der Befragten sich zu informieren sowie für die Einflussfaktoren der Suche und Vermeidung von Gesundheitsinformationen. Der Fokus liegt dabei vor allem auch auf den Barrieren des Informationshandelns.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Dr. Elena Link, Prof. Dr. Eva Baumann

Projektlaufzeit: seit 12/2018

Publikationen
Link, E., & Baumann, E. (2020). Nutzung von Gesundheitsinformationen im Internet: personenbezogene und motivationale Einflussfaktoren. Bundesgesundheitsblatt -Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, Themenheft Digitalisierung in der Prävention und Gesundheitsförderung. Advance online publication. doi: 10.1007/s00103-020-03144-5

Vorträge
Link, E., Rosset, M., Baumann, E., van Weert, J., Fahr, A. & Schulz, P. (2019, November). First steps to a European perspective on health information seeking behaviors. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication, 13.-15. November 2019, Zürich.

Baumann, E., Link, E. & Czerwinski, F. (2019, Mai). Gesundheitskompetenz und gesundheitsbezogenes Informationshandeln: Theoretische und empirische Besonderheiten verschiedener Kommunikationswege. Posterpräsentation im Rahmen des 2. Internationalen Symposiums Gesundheitskompetenz: Forschung – Praxis – Politik, 2.-3. Mai 2019, Bielefe

HINTS Germany

Immer mehr Menschen informieren sich im Internet zu Gesundheitsthemen und auch das Rollenverständnis im Gesundheitswesen ändert sich. Dies erfordert ein höheres Maß an Patientensouveränität, fundiertes Wissen über Gesundheitsfragen und die Fähigkeit und Bereitschaft, sich zu informieren. Mit HINTS Germany führen die Stiftung Gesundheitswissen (SGW) und das Hanover Center for Health Communication am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) in Hannover die bislang größte nationale Datenerhebung zum Gesundheitsinformationsverhalten der Deutschen durch.

HINTS Germany ist eine Adaption des etablierten US-amerikanischen „Health Information National Trends Surveys" (HINTS).

» Ansprechpartner am IJK: Eva BaumannMagdalena Rosset, M.A., Dr. Fabian Czerwinski

Projektlaufzeit: seit 03/2018

Vorträge
Grimm, M., Link, E., Höppner, C., & Albrecht, M., (2020, Februar). Wie lässt sich die Vermeidung von Gesundheitsinformationen erklären? Erkenntnisse aus dem Health Information National Trend Survey (HINTS) Germany. Posterpräsentation im Rahmen des EbM-Kongresses, 13.-15. Februar 2020, Basel.

Link, E., Czerwinski, F., Baumann, E., Rosset, M., Suhr, R. & Kreps, G. L. (2020, April). A cross-national comparison examining major determinants of health information seeking experiences in the U.S. and Germany. Posterpräsentation im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication (KCHC), 2.-4. April 2020, Lexington, Kentucky, USA.

Czerwinski, F., Rosset, M., Höppner, C., Link, E. & Baumann, E. (2019, November). How to foster health-related self-efficacy? An analysis of interconnections between social, health and informational inequalities. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication, 13.-15. November 2019, Zürich.

Baumann, E., Rosset, M., & Czerwinski, F. (2019, Mai). HINTS in a Global Context – Germany. Vortrag im Rahmen der HINTS Data Users Conference, 22.-23. Mai 2019, Bethesda, MD, USA.

Baumann, E., Czerwinski, F. & Albrecht, M. (2019, Mai). HINTS Germany – Trendstudie zum Gesundheitsinformationsverhalten. Vortrag im Rahmen des 2. Internationalen Symposiums Gesundheitskompetenz: Forschung – Praxis – Politik, 2.-3. Mai 2019, Bielefeld.

Impfdiskurse in Elternforen, eine Bestandsaufnahme 2012-2019

Vor dem Hintergrund der hohen Bedeutung von Impfungen und anhand politischer Zielsetzungen und internationaler Aktionspläne als zu gering zu bewertenden Impfquote, befasst sich die Studie mit Impfdiskursen in Elternforen. Mittels einer Vollerhebung von vier deutschsprachigen Foren (2012-2019) wurde mittels des quantitativ-explorativen Vorgehens des Topic Modeling Topics identifiziert, die inhaltliche Aspekte der Impfdiskussion darstellen. Die Studie in Kooperation mit Dr. Marko Bachl (Universität Hohenheim) dient einer Bestandsaufnahme der in Online-Foren geäußerten Interessen, Meinungen und Erfahrungen über Impfungen.

» Ansprechpartnerin am IJK: Dr. Elena Link

Projektlaufzeit: seit 08/2019

Vorträge

Bachl, M., & Link, E. (2020, März). Impfdiskurse in Elternforen: Eine quantitative Bestandsaufnahme, 2012-2019. Posterpräsentation im Rahmen der 65. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, 10.-12. März 2020, München.

Informationshandeln und Wohlbefinden in Zeiten der Corona-Pandemie

Die Ausbreitung des SARS-CoV-2 -Virus und die damit verbundenen rechtlichen Einschränkungen haben den Alltag vieler Menschen grundlegend verändert. In einem aktuellen Forschungsprojekt gehen wir daher der Frage nach, inwiefern sich das Informationshandeln von Menschen durch die Pandemie verändert hat und welche Auswirkung das individuelle Kommunikationsverhalten auf das psychische Wohlbefinden hat. Hierbei stehen sowohl die Suche, Vermeidung und der Umgang mit medial verbreiteten Informationen zum Thema Corona als auch die interpersonelle Kommunikation generell sowie zum Thema Corona im Fokus.

Im April 2020 wurden zur tiefergründigen Untersuchung der oben genannten Dimensionen 21 qualitative Interviews geführt. In einem nächsten Schritt werden diese im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse umfassend ausgewertet.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Anna Freytag, M.A., Dr. Elena Link und Magdalena Rosset, M.A.

Projektlaufzeit: seit 04/2020

Mobile Corona-Teststationen für systemrelevante Branchen in Niedersachsen (Teilprojekt „MCA-Response“)

Mit dem Ziel, möglichst viele Personen in systemrelevanten Bereichen in möglichst kurzer Zeit regelmäßig auf das Corona-Virus zu testen, hat ein transdisziplinäres Konsortium mobile Corona-Teststationen entwickelt. Hiermit soll die Evidenzlage zur Verbreitungsdynamik des Virus verbessert und Arbeitnehmer*innen mehr Sicherheit über ihren Infektionsstatus gegeben werden. Die Erhöhung der Testkapazitäten leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung und zur effektiven Eindämmung des Sars-CoV-2-Virus. Das Vorhaben wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt. Die entwickelte Infrastruktur wird auch auf andere Standorte und Regionen übertragbar sein.

Im Mittelpunkt des Mobile Corona Analytik (kurz: MCA) Projektes steht der zuverlässige und schnell verfügbare Test auf Sars-CoV-2 bei Beschäftigten in systemrelevanten Branchen. In dem am [HC]² angesiedelten Teilprojekt („MCA-Response“) werden in drei Längsschnittstudien die Einstellungen, Erfahrungen und die Bewertung der Informationslage aus Sicht der getesteten Personen erfragt und mit den Wahrnehmungen und Einschätzungen der Bevölkerung in Niedersachsen verglichen. Darüber hinaus wird die Medienberichterstattung über Tests auf Sars-CoV-2 im Pandemieverlauf analysiert. Auf diese Weise werden die Verlaufsdynamiken der Problemwahrnehmungen und Bewertungen, der Informationsbedarfe und des Informationsverhaltens sowie des öffentlichen Diskurses nachgezeichnet. Dies soll auch dazu beitragen, Kommunikationsherausforderungen zum Testen erkennen und ihnen künftig besser begegnen zu können, die mobile Testinfrastruktur weiterzuentwickeln und an die Bedarfe der Beschäftigten anzupassen. Projektpartner sind Prof. Dr. Stefanie Heiden und Prof. Dr. Thomas Scheper von der Leibniz Universität Hannover sowie Prof. Dr. Meike Stiesch von der Medizinischen Hochschule Hannover.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann & Dr. Elena Link

Projektlaufzeit: seit 04/2020

Re-Framing psychischer Gesundheit

Die Prävention seelischer Erkrankungen gehört zu den drängenden Herausforderungen des Gesundheitssystems. In einem transdisziplinären Kooperationsprojekt mit der Initiative „Die Pfalz macht sich/dich stark – Wege zur Resilienz“ des Pfalzklinikums (Website) arbeiten wir an der Entwicklung eines Kommunikationsansatzes, der im Zuge eines systematischen Re-Framing-Prozesses ein neues Verständnis von seelischer Gesundheit auf verschiedenen Ebenen initiieren will. Dafür werden die Perspektiven von WissenschaftlerInnen, ExpertInnen und Gesundheitspersonal, der Öffentlichkeit, der Medien sowie relevanter Organisationen einbezogen, um eine umfassende Re-Framing-Strategie zu entwickeln. Das Projekt wird durch das U.S.-amerikanische FrameWorks Institute unterstützt. 

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Magdalena Rosset, M.A., Miriam Jaspersen, M.A., Anja Dittrich, M.A.

Projektlaufzeit: seit 03/2018

Veröffentlichungen
Rosset, M., Jaspersen, M., Dittrich, A., Baumann, E., & Bomke, P. (2020). Mental health and illness in the public mirror. What pictures do the media draw and how do the people perceive them? Open Access Government. Verfügbar unter www.openaccessgovernment.org/mental-health-and-illness/80562/

Vorträge
Rosset, M., Dittrich, A., Jaspersen, M. & Baumann, E. (2020, April). Framing mental illness: Which pictures do the media draw and what do recipients perceive? Posterpräsentation im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication (KCHC), 2.-4. April 2020, Lexington, Kentucky, USA.

Baumann, E., Rosset, M., Bomke, P., Kendall-Taylor, N., & Jaspersen, M. (2019, Mai). Changing communication to change perspectives: Theoretical foundation and multilevel research approach of a culture-bound reframing strategy for mental health promotion. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 24.-28. Mai 2019, Washington, D.C., USA.

Rosset, M., Jaspersen, M., Baumann, E. & Bomke, P. (2019, April). Challenges of a frameshift from mental illness to health: The role of media coverage, health professionals’ and public perception. Vortrag im Rahmen der 5. Biennial D.C. Health Communication Conference, 25.-27. April 2019, Fairfax, Virginia, USA.

Relevante Vertrauensinstanzen und die Rolle des Vertrauens für das Gesundheitsinformationshandeln

Ein Großteil der Erkrankten braucht zur Bewältigung der emotionalen Belastung und der vorherrschenden subjektiven Unsicherheiten im Krankheitsverlauf Unterstützung. Diese Unterstützung kann von Ärzten oder Ärztinnen, der eigenen Familie oder Freunden sowie medialen Informationsquellen erhalten werden.

Abhängig davon an wen man sich wendet, ist Vertrauen die Basis um eine bedeutungsvolle Interaktion einzugehen und die eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. Dennoch handelt es sich bei Vertrauen um eine bisher wenig geachtete Dimension des Informationshandelns von Betroffenen.

Daher befassen wir uns mit besonderem Interesse am Gesundheitsinformationshandeln Betroffener mit den folgenden Fragen:

  • Welche Rolle spielen unterschiedliche Vertrauensinstanzen wie beispielsweise Ärzte und Ärztinnen im Krankheitsverlauf? Wie interagieren verschiedene Instanzen miteinander?
  • Wann und warum gewinnt das Internet für viele Patienten und Patientinnen an Bedeutung?
  • Welche Rolle spielt Vertrauen als Einflussfaktor ebenso wie Resultat des Informationshandelns?

Einen ersten Überblick über dieses Forschungsfeld bietet die Publikation Vertrauen und die Suche nach Gesundheitsinformationen von Elena Link.

» Ansprechpartnerin am IJK: Elena Link

Projektlaufzeit: seit 2014

Publikationen
Link, E. (2019). Vertrauen und die Suche nach Gesundheitsinformationen: Eine empirische Untersuchung des Informationshandelns von Gesunden und Erkrankten. Berlin: Springer Verlag.

Link, E., Baumann, E., Dittrich, A. & Früh, H. (2017). Schlüsselfaktor Vertrauen: Die Bedeutung unterschiedlicher Vertrauensinstanzen für das Informationshandeln in Online-Communities im Kontext der Schwangerschaft. In C. Lampert & M. Grimm (Hrsg.), Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld (S. 93-108). Baden-Baden: Nomos.

Klimmt, C., Link, E., Emde, K. & Schneider, B. (2016). Communication as integral element of biomedical implant innovation. BioNanoMaterials (Special Issue „Biofabrication“), 17 (1-2), 93-102.

Vorträge
Link, E. & Baumann, E. (2020, März). Determinanten verschiedener Bewältigungsstrategien gesundheitsbezogener Unsicherheit: Ein ressourcenzentrierter Ansatz. Vortrag im Rahmen der 65. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, 10.-12. März 2020, München.

Link, E. & Baumann, E. (2019, Mai). Using Prism to explain differences in online health information seeking behaviors in health and sickness. Vortrag im Rahmen der 69. Jahrestagung der International Communication Association, 24.-28. Mai 2019, Washington, D.C., USA.

Link, E. & Baumann, E. (2019, April). Trust and the need to turn to various sources to deal with uncertainty. Posterpräsentation im Rahmen der 5. Biennial D.C. Health Communication Conference, 25.-27. April 2019, Fairfax, Virginia, USA.

Link, E. & Baumann, E. (2018, September). Coping with uncertainties by turning to the Internet: The role of patients’ trust in physicians. Vortrag im Rahmen der International Conference on Communication in Healthcare, 1.-4. September 2018, Porto, Portugal.

Link, E. (2018, Juli). Wie Vertrauen die Wahl zwischen ÄrztInnen und Dr. Google beeinflusst. Vortrag im Rahmen des 1. wissenschaftlichen Symposiums der deutschen Sektion der International Association for Communication in Healthcare (EACH), 16. Juli 2018, Heidelberg.

Link, E., Baumann, E. & Früh, H. (2017, Mai). Is this a question of trust? Trust in offline sources as a trigger to turn to online communities. Vortrag im Rahmen der 67. Jahrestagung der International Communication Association, 25.-29. Mai 2017, San Diego, USA.

Reifegerste, D. & Link, E. (2017, Mai). „I repeatedly discussed that with my wife": Medical decision making among arthritis patients and their significant others. Vortrag im Rahmen der 67. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 25.-29. Mai 2017, San Diego, USA.

Link, E., Baumann, E. & Früh, H. (2017, April). Trust as driving force to consult health professionals or alternative sources. Posterpräsentation im Rahmen der 4. Biennial D.C. Health Communication Conference, 27.-29. April 2017, Fairfax, USA.

Link, E. & Klimmt, C. (2016, Juli). Earning and losing it: Dimensions and determinants of patient trust in specialized physicians. Vortrag im Rahmen der 14. International Conference on Communication, Medicine, and Ethics (COMET), 4.-6. Juli 2016, Aalborg, Dänemark.

Transfer Leben als Teil des Verbundes „Hannover Transfer Campus“

Der Verbund „Hannover Transfer Campus" der Leibniz Universität Hannover, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Hochschule Hannover und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover verfolgt das Ziel den Austausch zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in der Region Hannover zu stärken und ein regionales Innovations-Ökosystem zu schaffen.

In dem Teilprojekt „Transfer Leben“ befasst sich das Hanover Center for Health Communication [HC]² gemeinsam mit Praxispartner wie der Metropolregion und der Gesundheitswirtschaft Hannover e.V. mit der Entwicklung neuer wissensbasierter Transferformate für den Austausch und die Vernetzung zwischen Hochschulen und Unternehmen oder Institutionen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Es wird das Ziel verfolgt einen bedarfsorientierten Werkzeugkasten zu entwickeln und Best-Practice-Ansätze zu identifizieren, die den regionalen Transfer dauerhaft stärken. Hierzu gehören insbesondere Dialog- und Kreativformate sowie angebots- und bedarfsorientierte Formate von One-to-Ones, über Workshops und Kooperationsmodelle bis hin zu Branchenkonferenzen. Das Projekt würde durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie die Volkswagen Stiftung für eine Dauer von fünf Jahre gefördert.

Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Dr. Elena Link

Projektlaufzeit: 07/2019 – 07/2024

 
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Zuletzt bearbeitet: 29.06.2020

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