[HC]² Projekte

Health Information Seeking and Avoiding in Europe (HISA)

Die Kommunikation von Gesundheitsinformationen beschränkt sich längst nicht mehr auf die Arzt-Patienten-Interaktion. Zunehmend spielt auch das Internet eine wichtige Rolle. Allerdings sind nicht alle Menschen gewillt und in der Lage sich Gesundheitsinformationen zuzuwenden. In einer Vergleichsstudie für Deutschland, die Schweiz und die Niederlande interessieren wir uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern der Universiteit van Amsterdam, der Université Fribourg und Università della Svizzera italiana  für die Bereitschaft der Befragten sich zu informieren sowie für die Einflussfaktoren der Suche und Vermeidung von Gesundheitsinformationen. Der Fokus liegt dabei vor allem auch auf den Barrieren des Informationshandelns.

» Ansprechpartner am IJK: Elena Link, Eva Baumann

Projektlaufzeit: seit 12/2018

Vorträge
Baumann, E., Link, E. & Czerwinski, F. (2019, Mai). Gesundheitskompetenz und gesundheitsbezogenes Informationshandeln: Theoretische und empirische Besonderheiten verschiedener Kommunikationswege. Posterpräsentation im Rahmen des 2. Internationalen Symposiums Gesundheitskompetenz: Forschung – Praxis – Politik, 2.-3. Mai 2019, Bielefeld.

Aktualisierung der S3-Leitlinie Prävention von Hautkrebs

Im Zuge der Aktualisierung der S3-Leitlinie Prävention von Hautkrebs befassen wir uns u.a. mit einer systematischen Literaturrecherche wie Aufarbeitung des Forschungsstandes zum vorherrschenden Informations- und Wissensstand der Bevölkerung, der Arzt-Patienten-Interaktion im Kontext des Hautkrebsscreenings sowie Strategien der Zielgruppenansprache.

» Ansprechpartner am IJK: Elena Link, Eva Baumann

Projektlaufzeit: seit 2018

Haltung zu Menschen mit psychischen Erkrankungen in einer sich polarisierenden Gesellschaft

Die Haltung gegenüber Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen ist trotz vielfacher Initiativen zur Bekämpfung des Stigmas den letzten 30 Jahren ablehnender geworden. Insbesondere vor dem Hintergrund einer allgemeinen Polarisierung der öffentlichen Meinung ist eine weitere Zunahme der Stigmatisierung dieser besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe anzunehmen. Gefordert sind daher dringend neue Perspektiven auf die Entstehung von negativen Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen und auf Maßnahmen zur gezielten Reduktion ihrer Stigmatisierung. Vor diesem Hintergrund geht das Kooperationsprojekt von Prof. Dr. med. Georg Schomerus von der Universitätsklinik Leipzig (PI), Prof. (em.) Dr. med. Matthias Angermeyer vom Center for Public Mental Health und Prof. Dr. Eva Baumann vom Hanover Center for Health Communication der Einstellung der Öffentlichkeit zu Menschen mit psychischen Krankheiten auf den Grund und legt einen besonderen Schwerpunkt auf soziale Kontextfaktoren und der sozialen Funktion von Stigmatisierung. Ziel des von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten Projekts ist es unter anderem, den Einfluss von sozialen Milieus, aber auch von Medien und Kommunikation auf die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen besser zu verstehen. Mehr zum Projekt erfahren Sie hier und im Journal der Fritz Thyssen Stiftung.


» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Anna Freytag


Projektlaufzeit: seit 10/2018

Vorträge
Freytag, A., Baumann, E., Hahm, S., Angermeyer, M., & Schomerus, G. (2019, September). Of dangerous criminals and burned-out top managers: Public perception of media coverage on mental illness. Vortrag im Rahmen des internationalen Symposiums: “Communication and Stigmatization: Theory, Research, and Applications”, 19.-20. September 2019, Dortmund.

HINTS Germany

Immer mehr Menschen informieren sich im Internet zu Gesundheitsthemen und auch das Rollenverständnis im Gesundheitswesen ändert sich. Dies erfordert ein höheres Maß an Patientensouveränität, fundiertes Wissen über Gesundheitsfragen und die Fähigkeit und Bereitschaft, sich zu informieren. Mit HINTS Germany führen die Stiftung Gesundheitswissen (SGW) und das Hanover Center for Health Communication am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) in Hannover die bislang größte nationale Datenerhebung zum Gesundheitsinformationsverhalten der Deutschen durch.

HINTS Germany ist eine Adaption des etablierten US-amerikanischen „Health Information National Trends Surveys" (HINTS).

» Ansprechpartner am IJK: Eva BaumannMagdalena Rosset, Fabian Czerwinski

Projektlaufzeit: seit 03/2018

Vorträge
Baumann, E., Rosset, M., & Czerwinski, F. (2019, Mai). HINTS in a Global Context – Germany. Vortrag im Rahmen der HINTS Data Users Conference, 22.-23. Mai 2019, Bethesda, MD, USA.

Baumann, E., Czerwinski, F. & Albrecht, M. (2019, Mai). HINTS Germany – Trendstudie zum Gesundheitsinformationsverhalten. Vortrag im Rahmen des 2. Internationalen Symposiums Gesundheitskompetenz: Forschung – Praxis – Politik, 2.-3. Mai 2019, Bielefeld.

Re-Framing psychischer Gesundheit

Die Prävention seelischer Erkrankungen gehört zu den drängenden Herausforderungen des Gesundheitssystems. In einem transdisziplinären Kooperationsprojekt mit der Initiative „Die Pfalz macht sich/dich stark – Wege zur Resilienz“ des Pfalzklinikums (Website) arbeiten wir an der Entwicklung eines Kommunikationsansatzes, der im Zuge eines systematischen Re-Framing-Prozesses ein neues Verständnis von seelischer Gesundheit auf verschiedenen Ebenen initiieren will. Dafür werden die Perspektiven von WissenschaftlerInnen, ExpertInnen und Gesundheitspersonal, der Öffentlichkeit, der Medien sowie relevanter Organisationen einbezogen, um eine umfassende Re-Framing-Strategie zu entwickeln. Das Projekt wird durch das U.S.-amerikanische FrameWorks Institute unterstützt. 

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Magdalena Rosset, Miriam Jaspersen, Anja Dittrich

Projektlaufzeit: seit 03/2018

Vorträge
Baumann, E., Rosset, M., Bomke, P., Kendall-Taylor, N., & Jaspersen, M. (2019, Mai). Changing communication to change perspectives: Theoretical foundation and multilevel research approach of a culture-bound reframing strategy for mental health promotion. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 24.-28. Mai 2019, Washington, D.C., USA.

Rosset, M., Jaspersen, M., Dittrich, A., Baumann, E., & Bomke, P. (2020). Mental health and illness in the public mirror. What pictures do the media draw and how do the people perceive them? Open Access Government. Verfügbar unter www.openaccessgovernment.org/mental-health-and-illness/80562/

Rosset, M., Jaspersen, M., Baumann, E. & Bomke, P. (2019, April). Challenges of a frameshift from mental illness to health: The role of media coverage, health professionals’ and public perception. Vortrag im Rahmen der 5. Biennial D.C. Health Communication Conference, 25.-27. April 2019, Fairfax, Virginia, USA.

Gesundheit von Musikstudierenden und Evaluation präventiver und gesundheitsfördernder Lehrangebote

In einem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin (IMMM) der HMTMH führen wir eine Langzeitstudie des physischen und psychischen Gesundheitszustands von Musikstudierenden sowie deren Interesse an und Inanspruchnahme von präventiven und gesundheitsfördernden Lehrangeboten der HMTMH durch. Hierbei stehen unter anderem die einhergehenden kommunikativen Herausforderungen im Fokus. Die im Paneldesign angelegte Evaluationsstudie erlaubt uns nicht nur Aussagen zu Trends hinsichtlich des Gesundheitszustands Musikstudierender, sondern ebenso hinsichtlich gesundheitlicher Entwicklungen sowie Veränderungen im präventiven Verhalten im Verlauf eines Musikstudiums. Ziel des Projekts ist es, auf den Erkenntnissen aufbauend die präventionsorientierten Angebote für Musikstudierende an der HMTMH weiterzuentwickeln, um so verschiedene Studierendengruppen nachhaltig zu unterstützen und ihr präventives Verhalten zu fördern.

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Magdalena Rosset

Projektlaufzeit: seit 04/2017

Vorträge
Altenmüller, E., Baumann, E., Algermissen, J., Kolb, R., Rosset, M. & Ioannou, C. I. (2018, Juli). Health status of music students in 2002 and 2017: Evaluation of a comprehensive health and prevention program for music students in a German Music University. Vortrag im Rahmen der 33. World Conference der International Society for Music Education (ISME), 15.-20. Juli 2018, Baku, Aserbaidschan.

Altenmüller, E., Baumann, E., Algermissen, J., Bailly, M. & Rosset, M. (2019, Juli). Longterm perspectives on health status of music students: evaluation of a comprehensive health and prevention program for music students in a German Music University. Vortrag im Rahmen des International Symposium on Performance Science (ISPS), 16.-20. Juli 2019, Melbourne, Australien.

Beratung von Krebspatienten und ihren Angehörigen

Im Zuge einer Forschungskooperation mit dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg untersuchen wir die Beratungsbedarfe von Krebspatientinnen und -patienten sowie ihren Angehörigen und deren Veränderung im Laufe der letzten 25 Jahre. Aufbauend auf der Analyse der Langzeitdaten des Krebsinformationsdienstes können Erkenntnisse über krebsbezogene Informationsbedürfnisse vor dem Hintergrund verschiedener Einflussgrößen, wie etwa der Rolle oder dem Krankheitsstadium, gewonnen werden.

» Ansprechpartner am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann und Magdalena Rosset

Projektlaufzeit: seit 06/2017

Publikationen
Reifegerste, D., Czerwinski, F., Rosset, M., Baumann, E., Kludt, E. & Weg-Remers, S. (2019). Demographic and cancer-related differences between self-seeking patients and supported patients: Analysis of cancer information service data. Psycho-Oncology, 28, 759-766. doi:10.1002/pon.5016

Rosset, M., Reifegerste, D., Baumann, E., Kludt, E. & Weg-Remers, S. (2019). Langzeittrends beim Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Eine Analyse der Anfragen von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen von 1992 bis 2016. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 62(9), 1120-1128. DOI: 10.1007/s00103-019-02996-w

Vorträge
Reifegerste, D., Gaisser, A., Rosset, M., Czerwinski, F., Baumann, E., Kludt, E., & Weg-Remers, S. (2019, Mai). The benefits of Cancer Information Services: Differences between patients and surrogate callers in prior information and cognitive, emotional, and behavioral outcomes. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 24.-28. Mai 2019, Washington, D.C., USA.

Reifegerste, D., Rosset, M., Baumann, E.,Weg-Remers, S., Kludt, E. & Czerwinski, F. (2018, Mai). The beneficiaries of surrogate cancer information seeking. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 24.-28. Mai 2018, Prag, Tschechische Republik.

Reifegerste, D., Czerwinski, F., Rosset, M., Baumann, E., Weg-Remers, S. & Kludt, E. (2018, April). Surrogate seeking at cancer information services: Influence of cancer type and stage. Vortrag im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication, 12.-14. April 2018, Lexington, Kentucky, USA.

Relevante Vertrauensinstanzen und die Rolle des Vertrauens für das Gesundheitsinformationshandeln

Ein Großteil der Erkrankten braucht zur Bewältigung der emotionalen Belastung und der vorherrschenden subjektiven Unsicherheiten im Krankheitsverlauf Unterstützung. Diese Unterstützung kann von Ärzten oder Ärztinnen, der eigenen Familie oder Freunden sowie medialen Informationsquellen erhalten werden.

Abhängig davon an wen man sich wendet, ist Vertrauen die Basis um eine bedeutungsvolle Interaktion einzugehen und die eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. Dennoch handelt es sich bei Vertrauen um eine bisher wenig geachtete Dimension des Informationshandelns von Betroffenen.

Daher befassen wir uns mit besonderem Interesse am Gesundheitsinformationshandeln Betroffener mit den folgenden Fragen:

  • Welche Rolle spielen unterschiedliche Vertrauensinstanzen wie beispielsweise Ärzte und Ärztinnen im Krankheitsverlauf? Wie interagieren verschiedene Instanzen miteinander?
  • Wann und warum gewinnt das Internet für viele Patienten und Patientinnen an Bedeutung?
  • Welche Rolle spielt Vertrauen als Einflussfaktor ebenso wie Resultat des Informationshandelns?

Einen ersten Überblick über dieses Forschungsfeld bietet die Publikation Vertrauen und die Suche nach Gesundheitsinformationen von Elena Link.

» Ansprechpartnerin am IJK: Elena Link

Projektlaufzeit: seit 2014

Publikationen
Link, E. (2019). Vertrauen und die Suche nach Gesundheitsinformationen: Eine empirische Untersuchung des Informationshandelns von Gesunden und Erkrankten. Berlin: Springer Verlag.

Link, E., Baumann, E., Dittrich, A. & Früh, H. (2017). Schlüsselfaktor Vertrauen: Die Bedeutung unterschiedlicher Vertrauensinstanzen für das Informationshandeln in Online-Communities im Kontext der Schwangerschaft. In C. Lampert & M. Grimm (Hrsg.), Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld (S. 93-108). Baden-Baden: Nomos.

Klimmt, C., Link, E., Emde, K. & Schneider, B. (2016). Communication as integral element of biomedical implant innovation. BioNanoMaterials (Special Issue „Biofabrication“), 17 (1-2), 93-102.

Vorträge
Link, E. & Baumann, E. (2019, Mai). Using Prism to explain differences in online health information seeking behaviors in health and sickness. Vortrag im Rahmen der 69. Jahrestagung der International Communication Association, 24.-28. Mai 2019, Washington, D.C., USA.

Link, E. & Baumann, E. (2019, April). Trust and the need to turn to various sources to deal with uncertainty. Posterpräsentation im Rahmen der 5. Biennial D.C. Health Communication Conference, 25.-27. April 2019, Fairfax, Virginia, USA.

Link, E. & Baumann, E. (2018, September). Coping with uncertainties by turning to the Internet: The role of patients’ trust in physicians. Vortrag im Rahmen der International Conference on Communication in Healthcare, 1.-4. September 2018, Porto, Portugal.

Link, E. (2018, Juli). Wie Vertrauen die Wahl zwischen ÄrztInnen und Dr. Google beeinflusst. Vortrag im Rahmen des 1. wissenschaftlichen Symposiums der deutschen Sektion der International Association for Communication in Healthcare (EACH), 16. Juli 2018, Heidelberg.

Link, E., Baumann, E. & Früh, H. (2017, Mai). Is this a question of trust? Trust in offline sources as a trigger to turn to online communities. Vortrag im Rahmen der 67. Jahrestagung der International Communication Association, 25.-29. Mai 2017, San Diego, USA.

Reifegerste, D. & Link, E. (2017, Mai). „I repeatedly discussed that with my wife": Medical decision making among arthritis patients and their significant others. Vortrag im Rahmen der 67. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 25.-29. Mai 2017, San Diego, USA.

Link, E., Baumann, E. & Früh, H. (2017, April). Trust as driving force to consult health professionals or alternative sources. Posterpräsentation im Rahmen der 4. Biennial D.C. Health Communication Conference, 27.-29. April 2017, Fairfax, USA.

Link, E. & Klimmt, C. (2016, Juli). Earning and losing it: Dimensions and determinants of patient trust in specialized physicians. Vortrag im Rahmen der 14. International Conference on Communication, Medicine, and Ethics (COMET), 4.-6. Juli 2016, Aalborg, Dänemark.

 
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Zuletzt bearbeitet: 21.01.2020

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