[HC]² Projekte

Achtsamkeit und Handynutzung – Die Wirkung von Achtsamkeit auf Onlinevigilanz, Stress und dysfunktionale Handynutzung

In der aktuellen Forschung gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass Achtsamkeit ein schützender Faktor vor automatischer, habitueller, unbewusster und damit auch häufig dysfunktionaler und gesundheitsschädlicher Mediennutzung ist. Im Rahmen unseres Projekts prüfen wir dies empirisch in mehreren Schritten. In einer ersten Studie haben wir Teilnehmende eines achtwöchigen Achtsamkeitstraining (MBSR) vor und nach ihrer Kursteilnahme online befragt. Ziel war es zu untersuchen, ob die Teilnahme an dem Training die Handy- und Internetnutzung sowie das Wohlbefinden der Teilnehmenden beeinflusst und somit besser zu verstehen, wie Menschen die positiven Effekte neuer Technologien ausnutzen können und gleichzeitig nicht durch sie gestresst werden. In einer zweiten Studie untersuchen wir aktuell die Zusammenhänge zwischen dispositioneller Achtsamkeit, dyfunktionaler und automatischer Handynutzung sowie Stress und Wohlbefinden in einer repräsentativ angelegten Querschnittsbefragung. Sollte sich Achtsamkeit und dessen Training als Unterstützung für einen funktionaleren und weniger automatiserten Umgang mit dem Handy erweisen, könnten unsere Ergebnisse helfen, die Schulung von Achtsamkeit intensiver in die Gesundheitsversorgung und Medienkompetenzarbeit zu integrieren.

Projektleitung: Dr. Dorothée Hefner und Anna Freytag, M.A.

Projektlaufzeit: Seit Januar 2019

Vorträge
Freytag, A., Kittmann, S., & Hefner, D. (Juni 2022). Achtsamkeit per App: Ein Widerspruch in sich? Eine quasi-experimentelle Untersuchung zum Einfluss der Meditationsapp 7Mind auf den Umgang mit dem Smartphone. Präsentation im Rahmen der Jahrestagung der Fachgruppe Rezeptions‐ und Wirkungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), 07.- 09. Juni 2022 in Düsseldorf.

Hefner, D. & Freytag, A. (Juni 2022). Stresspuffer oder -katalysator? Moderierende Effekte von Social Support und Achtsamkeitspraktiken auf durch Stress ausgelöste automatisierte Verbundenheit mit dem Smartphone. Präsentation im Rahmen der Jahrestagung der Fachgruppe Rezeptions‐ und Wirkungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), 07.- 09. Juni 2022 in Düsseldorf.

Hefner, D. & Freytag, A. (Mai 2022). Mindful Mobile Phone Use: A Structural Equation Model of Mindfulness, Mobile Phone Connectedness, and Stress. Präsentation im Rahmen der 72. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 26.-30. Mai 2022 in Paris, Frankreich.

Freytag, A., Kittmann, S., & Hefner, D. (Mai 2022). Effects of Mindfulness Training Via App on Cognitive and Behavioural Connectedness to the Mobile Phone. Präsentation im Rahmen der 72. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 26.-30. Mai 2022 in Paris, Frankreich.

Hefner, D. Freytag, A. (2021, Mai). Mindful Mobile Phone Use: Effects of MBSR on Online Vigilance, Multitasking, and Habitual Smartphone Use. Präsentation im Rahmen der 71. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 27.-31. Mai 2021 [digital].

Hefner D. & Freytag, A. (2021, April). Einfach achtsam? Ein Quasi-Experiment zum Einfluss von Achtsamkeitstraining (MBSR) auf den Umgang mit dem Smartphone. Vortrag im Rahmen der Dreiländertagung für Kommunikationswissenschaft #Kommunikation #(R)Evolution: Zum Wandel der Kommunikation in der digitalen Gesellschaft, 7.-9. April 2021, Zürich (virtuell)

Beratung von Krebspatienten und ihren Angehörigen

Im Zuge einer Forschungskooperation mit dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg untersuchen wir die Beratungsbedarfe von Krebspatientinnen und -patienten sowie ihren Angehörigen und deren Veränderung im Laufe der letzten 25 Jahre. Aufbauend auf der Analyse der Langzeitdaten des Krebsinformationsdienstes können Erkenntnisse über krebsbezogene Informationsbedürfnisse vor dem Hintergrund verschiedener Einflussgrößen, wie etwa der Rolle oder dem Krankheitsstadium, gewonnen werden.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann und Magdalena Rosset, M.A.

Projektlaufzeit: seit 06/2017

Publikationen
Reifegerste, D., Rosset, M., Czerwinski, F., Baumann, E., Gaisser, A., Kludt, E., & Weg-Remers, S. (2021). Understanding the Pathway of Cancer Information Seeking: Cancer Information Services as a Supplement to Information from Other Sources. Journal of Cancer Education, advance online publication. doi.org/10.1007/s13187-021-02095-y

Reifegerste, D., Czerwinski, F., Rosset, M., Baumann, E., Kludt, E. & Weg-Remers, S. (2019). Demographic and cancer-related differences between self-seeking patients and supported patients: Analysis of cancer information service data. Psycho-Oncology, 28, 759-766. doi:10.1002/pon.5016

Rosset, M., Reifegerste, D., Baumann, E., Kludt, E. & Weg-Remers, S. (2019). Langzeittrends beim Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Eine Analyse der Anfragen von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen von 1992 bis 2016. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 62(9), 1120-1128. DOI: 10.1007/s00103-019-02996-w

Vorträge
Reifegerste, D., Rosset, M., Czerwinski, F., Baumann, E., Gaisser, A., Kludt, E., & Weg-Remers, S. (2021, Mai). Cancer Information Seeking as a Pathway. The Supplementary Role of Cancer Information Services. Präsentation im Rahmen der 71. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 27.-31. Mai 2021 [digital].

Reifegerste, D., Rosset, M., Czerwinski, F., Baumann, E., Gaisser, A., Kludt, E. & Weg-Remers, S. (2020, April). The supplementary role of cancer information services: A comparison of callers with prior information from doctors vs. the internet. Posterpräsentation im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication (KCHC), 2.-4. April 2020, Lexington, Kentucky, USA

Reifegerste, D., Gaisser, A., Rosset, M., Czerwinski, F., Baumann, E., Kludt, E., & Weg-Remers, S. (2019, Mai). The benefits of Cancer Information Services: Differences between patients and surrogate callers in prior information and cognitive, emotional, and behavioral outcomes. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 24.-28. Mai 2019, Washington, D.C., USA.

Reifegerste, D., Rosset, M., Baumann, E.,Weg-Remers, S., Kludt, E. & Czerwinski, F. (2018, Mai). The beneficiaries of surrogate cancer information seeking. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 24.-28. Mai 2018, Prag, Tschechische Republik.

Reifegerste, D., Czerwinski, F., Rosset, M., Baumann, E., Weg-Remers, S. & Kludt, E. (2018, April). Surrogate seeking at cancer information services: Influence of cancer type and stage. Vortrag im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication, 12.-14. April 2018, Lexington, Kentucky, USA.

Caring for patients during and beyond the corona crisis: The need for digital transformation of health information provision to acutely and chronically ill patients (DigiCare)

Das von der Volkswagenstiftung geförderten Projekt widmet sich der digitalen Kommunikation zwischen medizinischem Fachpersonal und Patient*innen vor allem mit Blick auf neue Formen der Informationsbereitstellung für Patient*innen. Zuletzt hat die Corona-Pandemie verdeutlich, wie herausfordernd es aufgrund der Vermeidung der Gesundheitsversorgung sein kann akut und chronisch kranke Patient*innen angemessen zu versorgen. Um dem starken Bedürfnis der Patienten nach qualitativ hochwertigen Informationen gerecht zu werden, scheint die digitale Informationsbereitstellung durch medizinisches Fachpersonal essentiell zu sein und ist in der Lage, neue Barrieren der Gesundheitsversorgung während und nach Gesundheitskrisen zu überwinden. Ziel des Projekts ist es, die Potenziale der digitalen Transformation der Gesundheitsinformationsbereitstellung sowohl aus der Perspektive der Patient*innen als auch des medizinischen Fachpersonals zu bewerten und die Auswirkungen digitaler Informationsformate auf das Vertrauen, die Zufriedenheit, das Wissen und die Behandlungscompliance der Patient*innen zu untersuchen. Unterstützt wird das Projekt durch das Startup Medicstream an dessen Beispiel besonders die Wirkung bestehender Angebote erforscht werden soll.

Projektleitung: Dr. Elena Link
Projektlaufzeit: 04/2021 – 09/2022

Cyberchondrie

In diesem Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Marie-Luise Dierks und Prof. Dr. Astrid Müller von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) befassen wir uns mit den dysfunktionalen Folgen einer übermäßigen gesundheitsbezogenen Informationssuche im Internet. Zu den dysfunktionalen Folgen zählt die „Cyberchondrie“. Diese beschreibt, dass Onliner durch die intensive Online-Recherche von beispielsweise Krankheitssymptomen schwerwiegende Ängste entwickeln ernsthaft zu erkranken.

Mittels einer Online-Befragung von 1.000 Teilnehmer*innen eines Online-Access Panel sollen Einflussfaktoren von „Cyberchondrie“ und Krankheitsangst identifiziert werden. Dazu zählen sowohl die Art des gesundheitsbezogenen Informationshandelns selbst als auch soziodemografische, psychosoziale und gesundheitsbezogene Faktoren und soziale Kontextfaktoren.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Dr. Elena Link und Dr. Dorothée Hefner

Projektlaufzeit: seit 2019

Vorträge:
Posselt, J., Giesler, P., Link, E., & Baumann, E. (2021, November). Kompetent und informierter?! Das Zusammenwirken von (digitaler) Gesundheitskompetenz und Gesundheitsinformationshandeln. Vortrag im Rahmen der 6. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation, 17.-19. November 2021, Hohenheim [Digital].

Link, E., Hefner, D., Baumann, E., Dierks, M.-L. & Müller, A. (2020, November). Wenn die Google-Suche krank macht: Identifikation der Einflussfaktoren von Cyberchondrie. Vortrag im Rahmen der 5. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation, 11.-13. November 2020, Leipzig [Digital].
Hier klicken zum Download des Posters

Publikationen:

Müller, A., Baumann, E. & Dierks, M.-L. (2021). Cyberchondrie – ein neues Verhaltenssyndrom? Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie, 71(6), 243–255. doi: 10.1055/a-1348-8059

Digitale Gesundheitsanwendungen für psychische Erkrankungen in der hausärztlichen Versorgung

Im April 2020 startete an der Medizinischen Hochschule Hannover das Promotionsprogramm „Chronische Erkrankungen und Gesundheitskompetenz (ChEG)“ mit dem Ziel, theoretische Konzepte und empirische Grundlagen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz zu schaffen. Im Rahmen dieses Programms wird ein Forschungsprojekt mit dem Schwerpunkt der digitalen Gesundheitskompetenz am [HC]² betreut.

Die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Deutschland ist unter anderem von langen Wartezeiten auf Behandlungsplätze gekennzeichnet. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bieten eine Chance, Wartezeiten zu überbrücken und Versorgungslücken für Patient*innen zu verringern. Gleichzeitig handelt es sich um komplexe und interaktive Interventionen, die von den Anwender*innen sowohl Gesundheits- als auch Digitalkompetenz erfordern. Die Ziele des Promotionsprojektes bestehen darin zu ermitteln, welche Rolle die Einschätzung der digitalen Gesundheitskompetenz durch Primärversorgende bei der Verordnung von DiGA zukommt und wie sich Erkrankte ermächtigt fühlen mit DiGA umzugehen. Mehr zum Promotionsprogramm sowie dem Projekt erfahren Sie hier: Medizinische Hochschule Hannover: Promotionsprogramm ChEG (mhh.de)

Ansprechpartnerinnen am IJK: Jaqueline Posselt und Prof. Dr. Eva Baumann

Projektlaufzeit: 04/2020 – 04/2023

Vorträge
Posselt, J., Giesler, P., Link, E., & Baumann, E. (2021, November). Kompetent und informierter?! Das Zusammenwirken von (digitaler) Gesundheitskompetenz und Gesundheitsinformationshandeln. Vortrag im Rahmen der 6. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation, 17.-19. November 2021, Hohenheim [Digital].

Riesmeyer, C., Link, E., Posselt, J., & Baumann, E. (2021, Mai). Health literacy + media literacy = digital health literacy? A concept and its interdisciplinary roots. Präsentation im Rahmen der 71. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 27.-31. Mai 2021 [digital].

FairMediaSUCHT – Leitfaden zur stigmafreien Mediendarstellung von Menschen mit Suchtkrankheiten

Suchterkrankungen zählen zu den am stärksten stigmatisierten Krankheiten. Für die Entstehung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung von als andersartig wahrgenommenen Bevölkerungsgruppen spielen in Fällen Suchterkrankter meist negativ konnotierte mediale Darstellungen eine wichtige Rolle. Substanzbezogene Sucht wird eher als Fehlverhalten und Anzeichen persönlicher Schwäche denn als Krankheit dargestellt, was für Betroffene die Schwelle zur Inanspruchnahme von Hilfe erhöht und frühzeitige präventive Intervention erschwert. Ziel unseres vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Kooperationsprojekts mit Prof. Dr. Georg Schomerus von der Universitätsklinik Leipzig ist vor diesem Hintergrund die Analyse der Medienberichterstattung zum Thema Sucht sowie die Erstellung eines Medienleitfadens. Dieser Leitfaden soll den Medienschaffenden konkrete, unter realistischen Arbeitsbedingungen umsetzbare Hinweise geben, wie Menschen mit substanzgebundenen Suchtkrankheiten in den Medien darzustellen sind, dass das soziale Stigma nicht verstärkt wird, sondern die Berichterstattung im Idealfall sogar dazu beiträgt es abzubauen.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann und Anna Freytag M.A.

Projektlaufzeit seit 12/2019

Publikationen
Baumann, E., Horsfield, P., Freytag, A. & Schomerus, G. (2022). The Role of Media Reporting for Substance Use Stigma. In G. Schomerus & P. W. Corrigan (Hrsg.), The stigma of substance use disorders (S. 213–231). Cambridge University Press.

Familienkommunikation und familiäre Resilienz

Familien sind heute in ihrem Alltag vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Stress ist daher ein unvermeidlicher Bestandteil des Familienlebens. Kommunikation erscheint vor diesem Hintergrund nicht nur eine wichtige Ressource, die es Familien ermöglicht, stressigen Ereignissen effektiv begegnen zu können, sondern sie gilt auch als einer der grundsätzlichen Schlüsselfaktoren zur Förderung familiärer Resilienz und Gesundheit.

In diesem Forschungsprojekt wollen wir die Rolle der familiäre Kommunikation für die familiäre Resilienz tiefergehend untersuchen. Empirisch wurden hierzu in einem ersten Schritt qualitative Interviews mit Eltern geführt. Erfragt wurde, wie sich die Eltern-Kind-Kommunikation im Allgemeinen darstellt, in Anbetracht von Stressoren und Ressourcen entwickelt und welchen Beitrag sie zur Familienresilienz leisten kann. In einem zweiten Schritt soll im Sommer 2020 in einer quantitativen Befragung die Rolle der Kommunikation für die familiäre Resilienz systematisch untersucht werden. Ziele des Forschungsprojekts sind Familienkommunikation differenzierter als bisher zu charakterisieren und zu ergründen, welchen Erklärungsbeitrag einzelne Kommunikationshandlungen, Routinen, Inhalte und Arten, über die schon in der familiären Resilienzforschung verankerten Dimensionen hinaus, zur familiären Resilienz liefern.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Miriam Jaspersen, Dipl. Medienwissenschaft & Prof. Dr. Eva Baumann

Projektlaufzeit: seit 2019

Vorträge
Jaspersen, M., Link, E., Schlütz, D. & Baumann, E. (2021, Mai). Coping With COVID-19: How Family Communication Influences Crisis Management. Präsentation im Rahmen der 72. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 26. – 30. Mai 2022, Paris, Frankreich.

Jaspersen, M., Link, E., & Baumann, E. (2021, November). The Influence of Family Communication on Coping during the COVID-19 Pandemic in Germany. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication (ECHC), 4. – 5. November 2021, Amsterdam, Niederlande [digital].

Jaspersen, M. & Baumann, E. (2019, November). The role of communication as a resource for coping and resilience in families: A qualitative analysis. Poster im Rahmen der European Conference on Health Communication, 13.-15. November 2019, Zürich.

Gesundheit von Musikstudierenden und Evaluation präventiver und gesundheitsfördernder Lehrangebote

In einem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin (IMMM) der HMTMH führen wir eine Langzeitstudie des physischen und psychischen Gesundheitszustands von Musikstudierenden sowie deren Interesse an und Inanspruchnahme von präventiven und gesundheitsfördernden Lehrangeboten der HMTMH durch. Hierbei stehen unter anderem die einhergehenden kommunikativen Herausforderungen im Fokus. Die im Paneldesign angelegte Evaluationsstudie erlaubt uns nicht nur Aussagen zu Trends hinsichtlich des Gesundheitszustands Musikstudierender, sondern ebenso hinsichtlich gesundheitlicher Entwicklungen sowie Veränderungen im präventiven Verhalten im Verlauf eines Musikstudiums. Ziel des Projekts ist es, auf den Erkenntnissen aufbauend die präventionsorientierten Angebote für Musikstudierende an der HMTMH weiterzuentwickeln, um so verschiedene Studierendengruppen nachhaltig zu unterstützen und ihr präventives Verhalten zu fördern.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Magdalena Rosset, M.A.

Projektlaufzeit: seit 04/2017

In der aktuellen Ausgabe des Hochschulmagazins pressto berichten Magdalena Rosset, Eckart Altenmüller und Eva Baumann über Ergebnisse einer Online-Befragung zu Erfahrungen und Einschätzungen der HMTMH-Studierenden zum Thema "Musik studieren in Zeiten der Coronaviruspandemie". Hier können Sie den Artikel lesen (S. 18/19).

Publikationen
Rosset, M., Baumann, E. & Altenmüller, E. (2021). Studying Music During the Coronavirus Pandemic: Conditions of Studying and Health-Related Challenges. Frontiers in Psychology, 12, 651393. doi.org/10.3389/fpsyg.2021.651393

Vorträge
Altenmüller, E., Rosset, M., & Baumann, E. (2021, Oktober). Health status of music students in 2002 and in 2017-2019: Evaluation of a comprehensive health and prevention program for music students in a German Music University. Vortrag im Rahmen des International Symposium on Performance Science (ISPS), 27.-30. Oktober 2021, Montréal, Kanada [digital].

Rosset, M., Baumann, E., & Altenmüller, E. (2021, Oktober). Studying Music during the Coronavirus Pandemic: Conditions of Studying and Health-related Challenges. Vortrag im Rahmen des International Symposium on Performance Science (ISPS), 27.-30. Oktober 2021, Montréal, Kanada [digital].

Altenmüller, E., Baumann, E., Algermissen, J., Bailly, M. & Rosset, M. (2019, Juli). Longterm perspectives on health status of music students: evaluation of a comprehensive health and prevention program for music students in a German Music University. Vortrag im Rahmen des International Symposium on Performance Science (ISPS), 16.-20. Juli 2019, Melbourne, Australia

Altenmüller, E., Baumann, E., Algermissen, J., Kolb, R., Rosset, M. & Ioannou, C. I. (2018, Juli). Health status of music students in 2002 and 2017: Evaluation of a comprehensive health and prevention program for music students in a German Music University. Vortrag im Rahmen der 33. World Conference der International Society for Music Education (ISME), 15.-20. Juli 2018, Baku, Aserbaidschan.

Haltung zu Menschen mit psychischen Erkrankungen in einer sich polarisierenden Gesellschaft

Die Haltung gegenüber Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen ist trotz vielfacher Initiativen zur Bekämpfung des Stigmas den letzten 30 Jahren ablehnender geworden. Insbesondere vor dem Hintergrund einer allgemeinen Polarisierung der öffentlichen Meinung ist eine weitere Zunahme der Stigmatisierung dieser besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe anzunehmen. Gefordert sind daher dringend neue Perspektiven auf die Entstehung von negativen Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen und auf Maßnahmen zur gezielten Reduktion ihrer Stigmatisierung. Vor diesem Hintergrund geht das Kooperationsprojekt von Prof. Dr. med. Georg Schomerus von der Universitätsklinik Leipzig (PI), Prof. (em.) Dr. med. Matthias Angermeyer vom Center for Public Mental Health und Prof. Dr. Eva Baumann vom Hanover Center for Health Communication der Einstellung der Öffentlichkeit zu Menschen mit psychischen Krankheiten auf den Grund und legt einen besonderen Schwerpunkt auf soziale Kontextfaktoren und der sozialen Funktion von Stigmatisierung. Ziel des von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten Projekts ist es unter anderem, den Einfluss von sozialen Milieus, aber auch von Medien und Kommunikation auf die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen besser zu verstehen. Mehr zum Projekt erfahren Sie hier und im Journal der Fritz Thyssen Stiftung.

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Anna Freytag, M.A.

Projektlaufzeit: seit 10/2018

Vorträge
Freytag, A., Baumann, E., Hahm, S., Angemeyer, M. & Schomerus, G. (2020, April). Counselling, Gossiping, or Silence – Interpersonal Communication about Mental Illnesses and its Role for Stigmatization. Vortrag im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication, 1.-3. April 2020, Lexington, Kentucky, USA.

Freytag, A., Baumann, E., Hahm, S., Angemeyer, M. & Schomerus, G. (2019, November). Stigmatization of mental health: The role of social contexts. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication, 13.-15. November 2019, Zürich, Schweiz.

Freytag, A., Baumann, E., Hahm, S., Angemeyer, M., & Schomerus, G. (2019, September). Of dangerous criminals and burned-out top managers: Public perception of media coverage on mental illness. Vortrag im Rahmen des internationalen Symposiums: “Communication and Stigmatization: Theory, Research, and Applications”, 19.-20. September 2019, Dortmund.

Health Information Seeking and Avoiding in Europe (HISA)

Die Kommunikation von Gesundheitsinformationen beschränkt sich längst nicht mehr auf die Arzt-Patienten-Interaktion. Zunehmend spielt auch das Internet eine wichtige Rolle. Allerdings sind nicht alle Menschen gewillt und in der Lage sich Gesundheitsinformationen zuzuwenden. In einer Vergleichsstudie für Deutschland, die Schweiz und die Niederlande interessieren wir uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern der Universiteit van Amsterdam, der Université Fribourg und Università della Svizzera italiana  für die Bereitschaft der Befragten sich zu informieren sowie für die Einflussfaktoren der Suche und Vermeidung von Gesundheitsinformationen. Der Fokus liegt dabei vor allem auch auf den Barrieren des Informationshandelns.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Dr. Elena Link, Prof. Dr. Eva Baumann

Projektlaufzeit: seit 12/2018

Publikationen
Link, E. (2021). Die problematische Nicht-Nutzung: Eine Charakterisierung der Vermeider*innen und Nicht-Nutzer*innen von Gesundheitsinformationen. In F. Sukalla & C. Voigt (Hrsg.), Risiken und Potenziale in der Gesundheitskommunikation. Beiträge zur Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation 2020 (S. 9-20). doi.org/10.21241/ssoar.74285

Link, E., & Baumann, E. (2021). Efficacy assessments as predictors of uncertainty preferences. European Journal of Health Psychology, Advance online publication. doi.org/10.1027/2512-8442/a000092

Link, E., & Baumann, E. (2021). Explaining cancer information avoidance comparing people with and without cancer experience in the family. Psycho-Oncology. Advance online publication. doi.org/10.1002/pon.5826

Link, E., & Baumann, E. (2020). Nutzung von Gesundheitsinformationen im Internet: personenbezogene und motivationale Einflussfaktoren. Bundesgesundheitsblatt -Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, Themenheft Digitalisierung in der Prävention und Gesundheitsförderung. Advance online publication. doi: 10.1007/s00103-020-03144-5

Link, E., Baumann, E., Linn, A., Fahr, A., Schulz, P. & Abuzahra, M. E. (2021). Influencing factors of online health information seeking in selected European countries: Analysis of country specifics. European Journal of Health Communication, 2(1), 29-55. doi.org/10.47368/ejhc.2021.002

Vorträge
Link, E., Rosset, M., Baumann, E., van Weert, J., Fahr, A. & Schulz, P. (2019, November). First steps to a European perspective on health information seeking behaviors. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication, 13.-15. November 2019, Zürich.

Baumann, E., Link, E. & Czerwinski, F. (2019, Mai). Gesundheitskompetenz und gesundheitsbezogenes Informationshandeln: Theoretische und empirische Besonderheiten verschiedener Kommunikationswege. Posterpräsentation im Rahmen des 2. Internationalen Symposiums Gesundheitskompetenz: Forschung – Praxis – Politik, 2.-3. Mai 2019, Bielefeld

HINTS Germany

Immer mehr Menschen informieren sich im Internet zu Gesundheitsthemen und auch das Rollenverständnis im Gesundheitswesen ändert sich. Dies erfordert ein höheres Maß an Patientensouveränität, fundiertes Wissen über Gesundheitsfragen und die Fähigkeit und Bereitschaft, sich zu informieren. Mit HINTS Germany führen die Stiftung Gesundheitswissen (SGW) und das Hanover Center for Health Communication am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) in Hannover die bislang größte nationale Datenerhebung zum Gesundheitsinformationsverhalten der Deutschen durch.

HINTS Germany ist eine Adaption des etablierten US-amerikanischen „Health Information National Trends Surveys" (HINTS).

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht die Stiftung Gesundheitswissen Ergebnisse der HINTS Germany-Studie in ihren Trendmonitoren: www.stiftung-gesundheitswissen.de/projekt-hints-germany

» Ansprechpartner am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann und Dr. Elena Link

Projektlaufzeit: seit 03/2018

Publikationen
Link, E., Baumann, E., Czerwinski, F., Rosset, M., & Suhr, R. (2022). Of seekers and nonseekers: Characteristics of Covid‐19‐related information‐seeking behaviors. World Medical & Health Policy, 1–19.

Baumann, E., Czerwinski, F., Rosset, M., Seelig, M. & Suhr, R. (2020). Wie informieren sich die Menschen in Deutschland zum Thema Gesundheit? Erkenntnisse aus der ersten Welle von HINTS Germany. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 63(9), 1151-1160. doi.org/10.1007/s00103-020-03192-x

Czerwinski, F., Link, E., Rosset, M., Baumann, E. & Suhr, R. (2021). Correlates of the perceived quality of patient–provider communication among German adults. European Journal of Public Health. Advance online publication. doi.org/10.1093/eurpub/ckab131

Vorträge
Rosset, M., Link, E., Baumann, E., Czerwinski, F. & Suhr, R. (2022, Mai). Of Seekers and Non-Seekers: Characteristics of COVID-19-Related Information Seeking Behaviors. Präsentation im Rahmen der 72. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 26. – 30. Mai 2022, Paris, Frankreich.

Czerwinski, F., Link, E., Rosset, M., Baumann, E. & Suhr, R. Patientenzentrierte Sicht auf die Qualität der Arzt-Patienten-Kommunikation. Präsentation im Rahmen der 56. Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), 22.-24.09.2021, online.

Link, E. Czerwinski, F., Baumann, E., Kreps, G.L., Rosset, M., & Suhr, R. (2021, Mai). Explaining health information seeking behaviors among U.S. and German residents. Präsentation im Rahmen der 71. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 27.-31. Mai 2021 [digital].

Grimm, M., Link, E., Höppner, C., & Albrecht, M., (2020, Februar). Wie lässt sich die Vermeidung von Gesundheitsinformationen erklären? Erkenntnisse aus dem Health Information National Trend Survey (HINTS) Germany. Posterpräsentation im Rahmen des EbM-Kongresses, 13.-15. Februar 2020, Basel.

Link, E., Czerwinski, F., Baumann, E., Rosset, M., Suhr, R. & Kreps, G. L. (2020, April). A cross-national comparison examining major determinants of health information seeking experiences in the U.S. and Germany. Posterpräsentation im Rahmen der Kentucky Conference on Health Communication (KCHC), 2.-4. April 2020, Lexington, Kentucky, USA.

Czerwinski, F., Rosset, M., Höppner, C., Link, E. & Baumann, E. (2019, November). How to foster health-related self-efficacy? An analysis of interconnections between social, health and informational inequalities. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication, 13.-15. November 2019, Zürich.

Baumann, E., Rosset, M., & Czerwinski, F. (2019, Mai). HINTS in a Global Context – Germany. Vortrag im Rahmen der HINTS Data Users Conference, 22.-23. Mai 2019, Bethesda, MD, USA.

Baumann, E., Czerwinski, F. & Albrecht, M. (2019, Mai). HINTS Germany – Trendstudie zum Gesundheitsinformationsverhalten. Vortrag im Rahmen des 2. Internationalen Symposiums Gesundheitskompetenz: Forschung – Praxis – Politik, 2.-3. Mai 2019, Bielefeld

Impfdiskurse in Elternforen, eine Bestandsaufnahme 2012-2019

Vor dem Hintergrund der hohen Bedeutung von Impfungen und anhand politischer Zielsetzungen und internationaler Aktionspläne als zu gering zu bewertenden Impfquote, befasst sich die Studie mit Impfdiskursen in Elternforen. Mittels einer Vollerhebung von vier deutschsprachigen Foren (2012-2019) wurde mittels des quantitativ-explorativen Vorgehens des Topic Modeling Topics identifiziert, die inhaltliche Aspekte der Impfdiskussion darstellen. Die Studie in Kooperation mit Dr. Marko Bachl (Universität Hohenheim) dient einer Bestandsaufnahme der in Online-Foren geäußerten Interessen, Meinungen und Erfahrungen über Impfungen.

» Ansprechpartnerin am IJK: Dr. Elena Link

Projektlaufzeit: seit 08/2019

Vorträge

Bachl, M., & Link, E. (2020, März). Impfdiskurse in Elternforen: Eine quantitative Bestandsaufnahme, 2012-2019. Posterpräsentation im Rahmen der 65. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, 10.-12. März 2020, München.

Informationshandeln und Wohlbefinden in Zeiten der Corona-Pandemie

Die Ausbreitung des SARS-CoV-2 -Virus und die damit verbundenen rechtlichen Einschränkungen haben den Alltag vieler Menschen grundlegend verändert. In einem aktuellen Forschungsprojekt gehen wir daher der Frage nach, inwiefern sich das Informationshandeln von Menschen durch die Pandemie verändert hat und welche Auswirkung das individuelle Kommunikationsverhalten auf das psychische Wohlbefinden hat. Hierbei stehen sowohl die Suche, Vermeidung und der Umgang mit medial verbreiteten Informationen zum Thema Corona als auch die interpersonelle Kommunikation generell sowie zum Thema Corona im Fokus.

Im April 2020 wurden zur tiefergründigen Untersuchung der oben genannten Dimensionen 21 qualitative Interviews geführt. In einem nächsten Schritt werden diese im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse umfassend ausgewertet.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Anna Freytag, M.A., Dr. Elena Link und Magdalena Rosset, M.A.

Projektlaufzeit: seit 04/2020

Publikationen:
Link, E., Rosset, M. & Freytag, A. (2022). Patterns of online information seeking and avoidance about SARS-CoV-2 and COVID-19. European Journal of Health Communication, 3(1), 53–75. doi.org/10.47368/ejhc.2022.103

Link, E., Rosset, M. & Freytag, A. (2021). Typen des interpersonalen und medialen Kommunikations- und Informationshandelns während der Corona-Pandemie. In F. Sukalla & C. Voigt (Hrsg.), Risiken und Potenziale in der Gesundheitskommunikation. Beiträge zur Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation 2020 (S. 21-30). doi.org/10.21241/ssoar.74286.

Vorträge:
Link , E., Rosset, M., & Freytag, A. (2021, November). Patterns of Online Information Seeking and Avoidance about the COVID-19 Pandemic. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication(ECHC), 4.-5. November 2021, [digital].

Link, E., Rosset, M. & Freytag, A. (2020, November). Typen des interpersonalen und medialen Kommunikations- und Informationshandelns während der Corona-Pandemie. Vortrag im Rahmen der 5. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation, 11.-13. November 2020, Leipzig [Digital].
Hier klicken zum Download des Posters

Freytag, A., Link, E. & Rosset, M. (2021, April). Cohesion despite social distance? Interpersonal communication during the coronavirus pandemic. Posterpräsentation im Rahmen der D.C. Conference on Health Communication (DCHC), 23.-24. April 2020, Fairfax, Virginia, USA [digital].

Krebsprävention im Dialog

In unserem Forschungsprojekt zur partizipativen Entwicklung und Implementierung einer digitalen Online-Dialogplattform für den Wissenstransfer zur risikoadaptierten Krebsprävention und -früherkennung arbeiten wir mit dem Krebsinformationsdienst (KID), dem BRCA-Netzwerk e.V und der Universität Bielefeld zusammen.

Der Einschluss von Betroffenen und Angehörigen aus der Krebsselbsthilfe sowie die Einbindung von Menschen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft bieten dabei die Chance, bisher vernachlässigte Formate und schwer erreichbare Zielgruppen stärker in den Blick zu nehmen und den Kommunikationsprozess interaktiv und unter maßgeblicher Beteiligung der Ratsuchenden zu gestalten. Begleitet durch eine qualitative und quantitative Evaluation, wird die Online-Dialog-Plattform entwickelt, pilotiert, implementiert und auf ihre Wirksamkeit hin getestet. Sie integriert ausgewählte Kommunikationsformate wie bspw. einen Live-Chat mit Ärzt*innen des KID, über den sich Interessierte zum Thema familiäres Krebsrisiko informieren können.

Ansprechpartnerin am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann

Projektlaufzeit: 06/2021 – 2025

Mobile Corona-Teststationen für systemrelevante Branchen in Niedersachsen (Teilprojekt „MCA-Response“)

Mit dem Ziel, möglichst viele Personen in systemrelevanten Bereichen in möglichst kurzer Zeit regelmäßig auf das Corona-Virus zu testen, hat ein transdisziplinäres Konsortium mobile Corona-Teststationen entwickelt. Hiermit soll die Evidenzlage zur Verbreitungsdynamik des Virus verbessert und Arbeitnehmer*innen mehr Sicherheit über ihren Infektionsstatus gegeben werden. Die Erhöhung der Testkapazitäten leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung und zur effektiven Eindämmung des Sars-CoV-2-Virus. Das Vorhaben wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt. Die entwickelte Infrastruktur wird auch auf andere Standorte und Regionen übertragbar sein.

Im Mittelpunkt des Mobile Corona Analytik (kurz: MCA) Projektes steht der zuverlässige und schnell verfügbare Test auf Sars-CoV-2 bei Beschäftigten in systemrelevanten Branchen. In dem am [HC]² angesiedelten Teilprojekt („MCA-Response“) werden in drei Längsschnittstudien die Einstellungen, Erfahrungen und die Bewertung der Informationslage aus Sicht der getesteten Personen erfragt und mit den Wahrnehmungen und Einschätzungen der Bevölkerung in Niedersachsen verglichen. Darüber hinaus wird die Medienberichterstattung über Tests auf Sars-CoV-2 im Pandemieverlauf analysiert. Auf diese Weise werden die Verlaufsdynamiken der Problemwahrnehmungen und Bewertungen, der Informationsbedarfe und des Informationsverhaltens sowie des öffentlichen Diskurses nachgezeichnet. Dies soll auch dazu beitragen, Kommunikationsherausforderungen zum Testen erkennen und ihnen künftig besser begegnen zu können, die mobile Testinfrastruktur weiterzuentwickeln und an die Bedarfe der Beschäftigten anzupassen. Projektpartner sind Prof. Dr. Stefanie Heiden und Prof. Dr. Thomas Scheper von der Leibniz Universität Hannover sowie Prof. Dr. Meike Stiesch von der Medizinischen Hochschule Hannover.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann & Dr. Elena Link

Mehr Informationen gibt es auch auf der Facebookseite des Projekts. und auf der Projekt-Website.

Projektlaufzeit: seit 04/2020

Publikationen
Link, E. (2021). Information avoidance during health crises: Predictors of avoiding information about the covid-19 pandemic among German news consumers. Information Processing & Management, 58(6), 102714. doi.org/10.1016/j.ipm.2021.102714

Freytag, A., Link, E. & Baumann, E. (2021). „Selbst schuld!“ – Stigmatisierung von COVID-19-Erkrankten und der Einfluss des individuellen Informationshandelns. In F. Sukalla & C. Voigt (Hrsg.), Risiken und Potenziale in der Gesundheitskommunikation. Beiträge zur Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation 2020 (S. 43-53). doi.org/10.21241/ssoar.74284

Vorträge
Link, E. (2022, Mai). Avoidance of interpersonal discussions about the COVID-19 vaccination: Applying and extending the Theory of Motivated Information Management. Präsentation im Rahmen der 72. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 26.-30. Mai 2022, Paris.

Link., E., Baumann, E. & Leuppert, R. (2021, Mai). Information Seeking and Avoidance: Longitudinal Analyses of the Interplay of Information Behaviors and Normative Influences. Präsentation im Rahmen der 72. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 26. – 30. Mai 2022, Paris, Frankreich.

Leuppert, R., Link, E., & Baumann, E. (2021, November). Informationssuche und -vermeidung und ihre normativen Einflüsse im Verlauf der COVID-19 Pandemie: Eine Längsschnittanalyse. Vortrag im Rahmen der 6. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation, 17.-19. November 2021, Hohenheim [Digital].

Link, E. (2021, November). Vermeidung des persönlichen Austauschs über die COVID-19-Impfung: Ihre Prädiktoren und Beziehung zur Impfintention. Vortrag im Rahmen der 6. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation, 17.-19. November 2021, Hohenheim [Digital].

Freytag, A , Link , E., & Baumann, E. (2021, November). Effects of Information Behavior on Stigmatization of COVID-19 Patients. Vortrag im Rahmen der European Conference on Health Communication(ECHC), 4.-5. November 2021, [digital].

Freytag, A., Link, E. & Baumann, E. (2020, November). "Selbst schuld!" - Stigmatisierung den COVID-19 Erkrankten und der Einfluss des individuellen Informationshandelns. Vortrag im Rahmen der 5. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation, 11.-13. November 2020, Leipzig [Digital].

Nichtnutzer*innen des Frauen- und Männergesundheitsportals: Eine Analyse geschlechterspezifischer Informationsbedarfe und Nutzungsbarrieren von Gesundheitsinformationen

Eine der größten Herausforderungen in der Gesundheitskommunikation liegt darin, jene Bevölkerungsgruppen zu erreichen, die wenig Interesse an Gesundheitsinformationen haben, diese nicht aktiv suchen und sich von den vorhandenen Angeboten – selbst, wenn diese ihnen bekannt sind – nicht oder nicht hinreichend angesprochen fühlen oder den Kontakt zu bestimmten Botschaften zu verhindern versuchen. Obwohl bekannt ist, dass die Nicht-Nutzung und Vermeidung von Gesundheitsinformationen ein alltägliches Verhalten darstellen, ist bisher wenig bekannt, welche Motive und Nutzungsbarrieren entsprechende Verhaltensweisen bedingen und wer zu den Nicht-Nutzer:innen zählt.
Aus einer geschlechterspezifischen Perspektive verfolgt das Projekt daher die Zielsetzung zu einem besseren Verständnis entsprechender Formen des Informationshandelns beizutragen und herauszufinden, wie geschlechterspezifische Informations- und Gesundheitsförderungsbedarf künftig besser adressiert werden können.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann & Dr. Elena Link

Projektlaufzeit: September 2021 – Juni 2022

Projektpartner: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

OnkoRisk NET

Im Projekt OnkoRisk NET wird in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem Universitätsklinikum Dresden und dem Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) die Inanspruchnahme einer telemedizinischen humangenetischen Beratung von Patient:innen und Familien mit einem genetischen Tumorrisikosyndrom untersucht. Die zentrale Fragestellung des Projektes ist, ob durch diese neue Versorgungsform, die mit einem erleichterten digitalen Zugang zu genetischer Diagnostik und Beratung verbunden ist, im Vergleich zur derzeitigen regulären Versorgung eine Verbesserung der Versorgung erreicht werden kann. Das Hanover Center for Health Communication [HC]² beleuchtet dabei insbesondere die Faktoren, die Einfluss auf die Intention zur Nutzung der telemedizinischen Beratung und auf das Erleben dieser und deren Outcome haben. Dies umfasst u.a. nutzungs- und kanalspezifische Faktoren (z.B. Nutzenerwartung, technisches Verständnis), kompetenz- und ressourcenspezifische Faktoren (z.B. digitale Gesundheitskompetenz) und gesundheitsspezifische Faktoren (z.B. Informationsinteresse, Risikowahrnehmung).

Ansprechpartnerin am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann
Projektlaufzeit: 06/2021 – 03/2025

Publikationen
Tecklenburg, J., Vajen, B., Morlot, S., Anders, P., Memenga, P., Link, E., Baumann, E., Wölffling, S., Schröck, E., Bergmann, A. K., & Schlegelberger, B. (2022). OnkoRiskNET: a multicenter, interdisciplinary, telemedicine-based model to improve care for patients with a genetic tumor risk syndrome. BMC Health Services Research, 22, 805. doi.org/10.1186/s12913-022-08172-2

Präventionsherausforderung von Diabetes Typ-2

Gemeinsam mit der BZgA untersuchen wir im Rahmen der Nationalen Aufklärungs- und Kommunikationsstrategie zu Diabetes mellius, welche Faktoren des Diabetes-Präventionsverhaltens geeignete Ansatzpunkte für die Informations- und Aufklärungsstrategie in verschiedenen Bevölkerungsgruppen liefern. Basierend auf einer Bevölkerungsumfrage von N = 6.022 Personen soll ermittelt werden, wie das subjektive und objektive Wissen über Diabetes in der Bevölkerung ausgeprägt ist, welche Einstellungen vorherrschen und wie sich das Präventionsverhalten gestaltet. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen in enger Zusammenarbeit mit der BZgA Vermittlungsziele und Risikoprofile einzelnen Teilzielgruppen abgeleitet werden.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Eva Baumann, Dr. Elena Link und Elena Engel, M.A.

Projektlaufzeit: September 2021 – Juli 2022

Vorträge
Baumann, E. & Link, E. (2022, März). Evidenzinformierte Zielgruppenorientierung in der Diabetes-Präventionskommunikation. Vortag auf dem Kongress Armut und Gesundheit, 22. März 2022.

Relevante Vertrauensinstanzen und die Rolle des Vertrauens für das Gesundheitsinformationshandeln

Ein Großteil der Erkrankten braucht zur Bewältigung der emotionalen Belastung und der vorherrschenden subjektiven Unsicherheiten im Krankheitsverlauf Unterstützung. Diese Unterstützung kann von Ärzten oder Ärztinnen, der eigenen Familie oder Freunden sowie medialen Informationsquellen erhalten werden.

Abhängig davon an wen man sich wendet, ist Vertrauen die Basis um eine bedeutungsvolle Interaktion einzugehen und die eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. Dennoch handelt es sich bei Vertrauen um eine bisher wenig geachtete Dimension des Informationshandelns von Betroffenen.

Daher befassen wir uns mit besonderem Interesse am Gesundheitsinformationshandeln Betroffener mit den folgenden Fragen:

  • Welche Rolle spielen unterschiedliche Vertrauensinstanzen wie beispielsweise Ärzte und Ärztinnen im Krankheitsverlauf? Wie interagieren verschiedene Instanzen miteinander?
  • Wann und warum gewinnt das Internet für viele Patienten und Patientinnen an Bedeutung?
  • Welche Rolle spielt Vertrauen als Einflussfaktor ebenso wie Resultat des Informationshandelns?

Einen ersten Überblick über dieses Forschungsfeld bietet die Publikation Vertrauen und die Suche nach Gesundheitsinformationen von Elena Link.

» Ansprechpartnerin am IJK: Elena Link

Projektlaufzeit: seit 2014

Publikationen
Link, E., Baumann, E., & Klimmt, C. (2021). Explaining online information seeking behaviors in people with different health statuses: German representative cross-sectional survey. Journal of Medical Internet Research, 23(12):e25963. https://doi.org/10.2196/25963 

Link, E. (2019). Vertrauen und die Suche nach Gesundheitsinformationen: Eine empirische Untersuchung des Informationshandelns von Gesunden und Erkrankten. Berlin: Springer Verlag.

Link, E., Baumann, E., Dittrich, A. & Früh, H. (2017). Schlüsselfaktor Vertrauen: Die Bedeutung unterschiedlicher Vertrauensinstanzen für das Informationshandeln in Online-Communities im Kontext der Schwangerschaft. In C. Lampert & M. Grimm (Hrsg.), Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld (S. 93-108). Baden-Baden: Nomos.

Klimmt, C., Link, E., Emde, K. & Schneider, B. (2016). Communication as integral element of biomedical implant innovation. BioNanoMaterials (Special Issue „Biofabrication“), 17 (1-2), 93-102.

Vorträge
Link, E. & Baumann, E. (2020, März). Determinanten verschiedener Bewältigungsstrategien gesundheitsbezogener Unsicherheit: Ein ressourcenzentrierter Ansatz. Vortrag im Rahmen der 65. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, 10.-12. März 2020, München.

Link, E. & Baumann, E. (2019, Mai). Using Prism to explain differences in online health information seeking behaviors in health and sickness. Vortrag im Rahmen der 69. Jahrestagung der International Communication Association, 24.-28. Mai 2019, Washington, D.C., USA.

Link, E. & Baumann, E. (2019, April). Trust and the need to turn to various sources to deal with uncertainty. Posterpräsentation im Rahmen der 5. Biennial D.C. Health Communication Conference, 25.-27. April 2019, Fairfax, Virginia, USA.

Link, E. & Baumann, E. (2018, September). Coping with uncertainties by turning to the Internet: The role of patients’ trust in physicians. Vortrag im Rahmen der International Conference on Communication in Healthcare, 1.-4. September 2018, Porto, Portugal.

Link, E. (2018, Juli). Wie Vertrauen die Wahl zwischen ÄrztInnen und Dr. Google beeinflusst. Vortrag im Rahmen des 1. wissenschaftlichen Symposiums der deutschen Sektion der International Association for Communication in Healthcare (EACH), 16. Juli 2018, Heidelberg.

Link, E., Baumann, E. & Früh, H. (2017, Mai). Is this a question of trust? Trust in offline sources as a trigger to turn to online communities. Vortrag im Rahmen der 67. Jahrestagung der International Communication Association, 25.-29. Mai 2017, San Diego, USA.

Reifegerste, D. & Link, E. (2017, Mai). „I repeatedly discussed that with my wife": Medical decision making among arthritis patients and their significant others. Vortrag im Rahmen der 67. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), 25.-29. Mai 2017, San Diego, USA.

Link, E., Baumann, E. & Früh, H. (2017, April). Trust as driving force to consult health professionals or alternative sources. Posterpräsentation im Rahmen der 4. Biennial D.C. Health Communication Conference, 27.-29. April 2017, Fairfax, USA.

Link, E. & Klimmt, C. (2016, Juli). Earning and losing it: Dimensions and determinants of patient trust in specialized physicians. Vortrag im Rahmen der 14. International Conference on Communication, Medicine, and Ethics (COMET), 4.-6. Juli 2016, Aalborg, Dänemark.

Sicherheitsintegrierte und infektionsreaktive Implantate (SIIRI)

In dem kommunikationswissenschaftlichen Teilprojekt „Vertrauen und patientenzentrierte Kommunikation als Faktoren der Implantatsicherheit und des implantologischen Behandlungserfolgs“ des Sonderforschungsbereich/Transregio 298 (SFB/TRR 298) befassen wir uns mit der Frage, wie die Akzeptanz und das Vertrauen in neue Implantattechnologien gefördert werden kann. Kommunikation und Vertrauen wird dabei als Faktor des Behandlungserfolgs und der Implantatsicherheit verstanden und die Bedeutung von Kommunikations- und Vertrauensdynamiken für die Therapieentscheidung, nachhaltige Compliance und Behandlungszufriedenheit der Patient:innen untersucht. Die in Zuge dessen durchzuführenden qualitativen retro- und prospektiven Interview- und Netzwerkstudien mit Patient:innen und Behandler:innen dienen dabei sowohl der Theorieentwicklung einer Theorie der vertrauensbasierten Gesundheitskommunikation als auch der Strategieentwicklung, wie patientenzentrierte Kommunikation und Wissenstransfer über intelligente Implantate gelingen kann.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Dr. Elena Link, Prof. Dr. Christoph Klimmt sowie Tanja Fisse, M.A. und Charlotte Schrimpff, M.A.

Projektlaufzeit: Juli 2021- Juni 2025

Social Change Through Empowerment and Participation

Das Projekt „Social Change Through Empowerment and Participation: Development and Implementation of an Advocacy Strategy for Mental Health Promotion“ schließt an die Erkenntnisse des Projekts „Reframing Mental Health“ an. Es baut auf der abgeleiteten Kommunikationsstrategie zur Etablierung eines neuen Verständnisses von seelischer Gesundheit auf verschiedenen Ebenen mittels eines systematischen Reframing-Prozesses auf. Das Projekt wird in Kooperation mit der Initiative „Die Pfalz macht sich/dich stark – Wege zur Resilienz“ des Pfalzklinikums durchgeführt. Das Anschlussprojekt legt dabei einen Fokus auf Resilienzförderung als Form der Primärprävention im Kontext von Demenz. Ziel ist es, aufbauend auf der Grundlagenforschung des Projekts „Reframing Mental Health“ und den abgeleiteten Kommunikationsempfehlungen konkrete Botschaften zu entwickeln, zu testen und zu implementieren, die in der Lage sind, ein neues Verständnis von psychischer Gesundheit und Resilienz – insbesondere in Bezug auf Demenz – zu etablieren. Die Implementierung, die begleitend evaluiert wird, folgt dabei einem sozial-ökologischen Ansatz und einer Advocacy-Strategie, bei der es darum geht, die Öffentlichkeit einzubeziehen, indem Schlüsselakteur*innen aus verschiedenen Kontexten als Multiplikator*innen mobilisiert werden. Ziel ist, Mitglieder der Öffentlichkeit zu motivieren, alltagsnahe Maßnahmen zur Unterstützung der angestrebten Lösungen zu ergreifen.

 

Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Magdalena Rosset, M.A., Miriam Jaspersen, Dipl. Medienwiss.

Projektlaufzeit: seit 07/2020

TRAC 19 – Transmissions-Analytic COVID-19 – Niedersächsisches Schul- und Modellprojekt zur Aufklärung von SARS-CoV-2-Infektionswegen bei Schülerinnen und Schülern

Begleitend zu einem Projekt der LUH, da sich mit der Prävalenz und Infektionsketten von SARS-CoV-2 an ausgesuchten hannoverschen Schulstandorten befasst, verantwortet das [HC]² eine deutschlandweite Studie zur spezifischen Situation im Schulkontext während der Coronavirus-Pandemie. In mehreren Befragungsstudien wird erhoben, mit welchen besonderen Herausforderungen Eltern und Lehrer*innen sich und ihre Kinder bzw. Schüler*innen in der aktuellen Pandemie-Phase konfrontiert sehen. Einen Schwerpunkt bilden Erfahrungen und Einschätzungen zum Testen auf SARS-CoV-2 (u.a. Schnell- und Selbsttests) die damit verbundenen Konsequenzen für den Familien- und Schulalltag. Zudem sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie die Kommunikation der Schulleitungen und Behörden, der Landesregierung und der Medien wahrgenommen und bewertet wird. Schließlich soll die Befragung auch aufzeigen, wie sich Corona-Tests auf das subjektive Stresserleben, die Unsicherheit- und Risikowahrnehmung ebenso wie das Schutzverhalten aller Betroffenen auswirken.

» Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann und Dr. Elena Link

Projektlaufzeit: Mai 2020 – Mai 2021

Transfer Leben als Teil des Verbundes „Hannover Transfer Campus“

Der Verbund „Hannover Transfer Campus" der Leibniz Universität Hannover, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Hochschule Hannover und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover verfolgt das Ziel den Austausch zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in der Region Hannover zu stärken und ein regionales Innovations-Ökosystem zu schaffen.

In dem Teilprojekt „Transfer Leben“ befasst sich das Hanover Center for Health Communication [HC]² gemeinsam mit Praxispartner wie der Metropolregion und der Gesundheitswirtschaft Hannover e.V. mit der Entwicklung neuer wissensbasierter Transferformate für den Austausch und die Vernetzung zwischen Hochschulen und Unternehmen oder Institutionen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Es wird das Ziel verfolgt einen bedarfsorientierten Werkzeugkasten zu entwickeln und Best-Practice-Ansätze zu identifizieren, die den regionalen Transfer dauerhaft stärken. Hierzu gehören insbesondere Dialog- und Kreativformate sowie angebots- und bedarfsorientierte Formate von One-to-Ones, über Workshops und Kooperationsmodelle bis hin zu Branchenkonferenzen. Das Projekt würde durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie die Volkswagen Stiftung für eine Dauer von fünf Jahre gefördert.

Ansprechpartnerinnen am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann, Dr. Elena Link

Projektlaufzeit: 07/2019 – 07/2024

 
[HC]²

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Zuletzt bearbeitet: 23.06.2022

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