[HC]² Aktuelle Projekte

Framing psychischer Gesundheit

Die Prävention seelischer Erkrankungen gehört zu den drängenden Herausforderungen des Gesundheitssystems. Als Kooperationspartner der Initiative „Die Pfalz macht sich/dich stark – Wege zur Resilienz“ geht ein interdisziplinäres Konsortium der Frage nach, wie die seelische Gesundheitsversorgung in der Pfalz nachhaltig verbessert werden kann. Ziel ist es, Resilienz als Widerstandskraft bzw. Fähigkeit, mit Veränderungen, Höhen und Tiefen des Lebens gut umzugehen, zu stärken. Die Initiative verfolgt dabei einen sozialökologischen Ansatz, der Prävention nicht nur auf individueller Ebene, sondern auch im privaten Setting, auf organisationaler Ebene in der Arbeitswelt sowie auf kommunaler Ebene verfolgt. Ein wichtiger Bestandteil der Initiative ist ein Kommunikationsansatz, der im Zuge eines systematischen Re-Framing-Prozesses ein neues Verständnis von seelischer Gesundheit auf den verschiedenen Ebenen initiieren will. Das Framing-Projekt wird in Kooperation mit dem FrameWorks Institute, einem U.S.-amerikanischen Forschungsinstitut, realisiert. Die Initiative wurde vom Geschäftsführer des Pfalzklinikums, Paul Bomke, gegründet und wird am Pfalzklinikum koordiniert.

» Ansprechpartner am IJK: Eva Baumann, Mareike Schwepe, Kristina Vortmann

Projektlaufzeit: seit 01/2016

Evaluation von Informationsmaterialien zum Thema Arthrose

Im Auftrag der Stiftung Gesundheitswissen evaluieren wir die Wahrnehmung, Bewertung und Vermittlungspotenziale unterschiedlicher Informationsmaterialien wie Videoformate und Infografiken zur Vermittlung von Basiswissen über Arthrose an die breite Bevölkerung. Ziel einer großangelegten Befragung ist es dabei auch die Informationsbedarfe unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen zu ermitteln und Optimierungspotenziale für künftige Formatentwicklungen und -anforderungen abzuleiten. Wir unterstützen damit die Stiftung in ihrem Ziel „Menschen zu ermutigen, zum Mitgestalter Ihrer Gesundheit zu werden.“

Projektlaufzeit: seit 04/2017

Entertainment-Education

Der Entertainment-Education Ansatz verfolgt die Grundidee prosoziale oder gesundheitsförderliche Botschaften in attraktive Unterhaltungsangebote zu integrieren. Da es sich hierbei um ein Medienangebot handelt, das eine sehr breite Zielgruppe in ihrer Freizeit nutzt, kann zum einen eine große Reichweite für die Botschaften erzielt werden. Zum anderen werden unbewusste Lernprozesse ermöglicht und ein gegebenenfalls mangelndes Interesse an Gesundheitsthemen umgangen, da die emotionale Ansprache sowie das Eintauchen in die Geschichte so stark ausgeprägt sein können, dass Gegenstrategien gegen Persuasionsversuche überwunden werden. Am IJK werden und wurden in zahlreichen Lehrforschungsprojekten und Abschlussarbeiten Fragen zu Wahrnehmung und Verarbeitung der gezielten Platzierung von Gesundheitsthemen in TV-Serien und Spielfilmen (wie beispielsweise des Kinofilmes „Honig im Kopf“, der Krankenhausserie „Grey’s Anatomy“ und der US-amerikanischen Sitcom „The Michael J. Fox Show“) untersucht.

» Ansprechpartner am IJK: Daniela Schlütz, Elena Link

Projektlaufzeit: laufend

Biofabrication for NIFE

Im Projekt Biofabrication for NIFE begleiten wir die Entwicklung von personalisierten Implantaten aus einer kommunikationswissenschaftlichen Perspektive. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation der drei großen Hannoveraner Hochschulen (MHH, LUH und HMTMH) unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Meike Stiesch (MHH). Wir interessieren uns dabei zum einen für das öffentlich vermittelte Bild von innovativen Medizinprodukten und den in den Medien geführten Chancen- und Risiken-Diskurs beispielsweise über verschiedene Arten von Implantaten. Nähere Erkenntnisse liefern zwei durchgeführte standardisierte Medieninhaltsanalysen der deutschen Berichterstattung in Qualitätszeitungen sowie Nachrichtenmagazinen. Zum anderen stellt auch die medial vermittelte Meinungsbildung der Laien-Öffentlichkeit zu kontroversen Fachthemen eine relevante Fragestellung innerhalb des Projektes dar, die wir in Form von zwei Befragungen mit experimentellem Design am Beispiel der Meinungsbildung über medizinische Tierversuche näher untersucht haben. Die Ergebnisse der Studien fließen dabei auch in die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie für das Projekt und die beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ein.

Das Kooperationsprojekt wird vom Land Niedersachen und der Volkswagen Stiftung gefördert.

» Ansprechpartner am IJK: Christoph Klimmt, Elena Link, Katharina Emde, Sophie Bruns

Projektlaufzeit: seit 2013

Angehörigenkommunikation

Wir untersuchen, welche Formen der sozialen Unterstützung von Angehörigen in verschiedenen gesundheitsbezogenen Kommunikationszusammenhängen auftreten und welchen Einfluss dies auf den Gesundheitszustand und die Lebensqualität von Patienten hat. Dazu gehören u.a. die Informationssuche zu Gesundheitsthemen für Angehörige, internetbasierte Selbsthilfegruppen von Angehörigen, die Begleitung von Patienten durch Angehörige bei Arzt-Patienten-Gesprächen oder die Ansprache von Familienmitgliedern in Interventionsprogrammen. Das Projekt wird von Dr. Doreen Reifegerste durchgeführt.

» Ansprechpartner am IJK: Doreen Reifegerste

Projektlaufzeit: seit 2013

Angehörige in der Klinikkommunikation

In einem Forschungsprojekt mit der Agentur lege artis aus Münster wollen wir untersuchen, welche Rolle Angehörige in der strategischen Kommunikation von somatischen und psychiatrischen Kliniken spielen. Dazu werden wir u. a. Interviews mit den Kommunikationsverantwortlichen der Klinik durchführen. Ziel ist die Erarbeitung eines Überblicks über Kommunikationsangebote und -formen für Angehörige in verschiedenen klinischen Settings.

» Ansprechpartner am IJK: Dr. Doreen Reifegerste

Projektlaufzeit: 07/2017 - 03/2018

Peer-Kommunikation im Kontext von Verkehrssicherheit

Im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen bast gehen wir der Bedeutung sozialer Einflüsse und insbesondere von Peers für verkehrssicherheitsrelevante motivationale und lebensstilbezogene Eigenschaften sowie das Fahrverhalten junger Fahrerinnen und -fahrer auf den Grund. Hierfür werden in einer persönlich-mündlichen Befragung die Daten einer für 18- bis 24-Jährige repräsentativen Stichprobe in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie in Allensbach erhoben. Die Befunde werden in Empfehlungen für die Optimierung der strategischen Verkehrssicherheitskommunikation für die junge Zielgruppe münden.

» Ansprechpartner im IJK: Eva Baumann, Sarah Geber, Christoph Klimmt, Fabian Czerwinski

Projektlaufzeit: 12/2015 - 08/2017

Beratung von Krebspatienten und ihren Angehörigen

Im Zuge einer Forschungskooperation mit dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg untersuchen wir die Beratungsbedarfe von Krebspatientinnen und -patienten sowie ihren Angehörigen und deren Veränderung im Laufe der letzten 25 Jahre. Aufbauend auf der Analyse der Langzeitdaten des Krebsinformationsdienstes können Erkenntnisse über krebsbezogene Informationsbedürfnisse vor dem Hintergrund verschiedener Einflussgrößen, wie etwa der Rolle oder dem Krankheitsstadium, gewonnen werden.

» Ansprechpartner am IJK: Prof. Dr. Eva Baumann und Magdalena Rosset

Projektlaufzeit: seit 06/2017

Vertrauen in den Arzt

Im Kontext des Projektes Biofabrication for NIFE stellen wir uns auch die Frage: Woher bekommen Patienten und Patientinnen in Bezug auf eine bevorstehende Therapieentscheidung guten Rat? Mittels qualitativer Leitfadengespräche und einer repräsentativen Befragung wird untersucht, welches Informationsverhalten vorbereitend für eine Therapieentscheidung stattfindet und als Mehrwert empfunden wird. Zudem soll bestimmt werden, welche Rolle verschiedene Vertrauensinstanzen wie beispielsweise der Arzt, das soziale Umfeld oder spezifische Medien dabei einnehmen und wie diese Instanzen miteinander interagieren. Dabei geht es auch darum, wie überhaupt Vertrauen in die verschiedenen Instanzen zustande kommt und wann oder warum beispielsweise Google für viele Patienten und Patientinnen an Bedeutung gewinnt.

» Ansprechpartner am IJK: Elena LinkChristoph Klimmt

Projektlaufzeit: seit 2014

 
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Zuletzt bearbeitet: 21.08.2017

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