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Montag, 19.08.2019 09:12 - Alter: 29 Tage

Startschuss für „Computational Methods“ am IJK

„Big Data“, „Computational Methods“ und „Data Scientists“ sind allgegenwärtig. Auch für das an der Schnittstelle zwischen Medien und empirischer Sozialforschung angesiedelte IJK stellen diese „Computational Data Science“-Themen ein spannendes Innovationsfeld dar. Bereits im letzten Jahr fand dazu am Institut die international besetzte CCS-Conference statt. Nun hat das IJK ein vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördertes Projekt eingeworben, durch das „Computational Data Science“ Stück für Stück in die Forschung und Lehre am IJK integriert werden soll. Ziel des Projekts ist es, die bisherige wissenschaftliche Methodenausbildung durch digitale Methoden und Auswertungstechniken zukunftsorientiert zu ergänzen. Das Projekt startete am 1. Juni 2019, die Laufzeit beträgt drei Jahre. „Wir freuen uns sehr auf die kommenden drei Jahre“, berichtet Institutsdirektor Helmut Scherer. „Durch das Projekt können wir unsere methodenstarken und forschungsorientierten Ausbildungsangebote innovativ weiterentwickeln und auch künftige Studienkohorten optimal auf aktuelle Berufsbilder vorbereiten.“

 „Big Data“ als Chance und Herausforderung für Forschung und Lehre am IJK

Mit der voranschreitenden Digitalisierung haben sich Produktion, Distribution und Rezeption von Daten dramatisch verändert. Privatpersonen sowie Unternehmen und der Staat stellen eine Vielzahl an Daten zur Verfügung und neue Kommunikationswege generieren vielfältige und umfangreiche Datenspuren. Für die (kommunikations-)wissenschaftliche Forschung ergeben sich durch diese immensen Datenmengen Chancen sowie Herausforderungen. Die vielfältigen digitalen Inhalte – wie etwa Nutzerkommentare auf Webseiten von Onlinemedien, öffentliche Statements auf „Twitter“ oder „Gefällt mir“-Angaben in sozialen Netzwerken – können erfasst und auf definierte Problemstellungen hin ausgewertet werden. Daraus ergeben sich große Potenziale zur Beschreibung und Erklärung von Kommunikationsphänomenen, beispielsweise im Bereich der digital verhandelten öffentlichen Meinung oder der netzbasierten Vermarktung von Produkten. Um solche Daten sammeln und bearbeiten zu können, sind jedoch geeignete Methoden und Auswertungstechniken notwendig, denn genau hier stoßen etablierte Verfahren der Kommunikationswissenschaft an ihre Grenzen. Als Lösung bieten sich automatisierte Verfahren – sogenannte „Computational Methods“ – an, mit deren Hilfe auch umfangreiche Datenmengen gesammelt, strukturiert und ausgewertet werden können. „Computational Methods“ werden zunehmend in der Wissenschaft, aber auch in innovativen Medien- und Forschungsunternehmen eingesetzt. Sie entwickeln sich somit zu wesentlichen Aspekten des Berufsalltags von Absolventinnen und Absolventen des IJK. „Data Scientists“ sind die gesuchten Spezialisten der Zukunft. Die Kenntnis und aktive Aneignung digitaler Methoden und Auswertungstechniken der „Computational Data Science“ ergeben sich damit als wichtige Aufgaben der Qualitätssicherung für die Studiengänge des IJK.

Informationen zum Projekt „Computational Data Science“ am IJK

Das Projekt mit dem Titel „Digitale Methoden als Weg und Ziel der Qualitätssicherung – Weiterentwicklung der Medien-Studiengänge der HMTMH im Bereich „Computational Data Science““ wurde von Prof. Christoph Klimmt, Dr. Julia Niemann-Lenz, Prof. Helmut Scherer, Prof. Daniela Schlütz und Prof. Eva Baumann beantragt. Die operative Umsetzung erfolgt durch Julia Niemann-Lenz und Jule Scheper am IJK. Im Laufe der drei Projektjahre werden digitalisierte Forschungsmethoden erprobt und darauf gestützt didaktische Konzepte für die curriculare Qualitätsentwicklung erarbeitet. Zentrale Maßnahmen beinhalten die umfassende Weiterbildung der Dozierenden, Pilot-Lehrveranstaltungen und Alumni-Dialoge.

Zuletzt bearbeitet: 29.11.2016

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